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Dysbalancen im Leistungssport Schwimmen

Der Zusammenhang zwischen dem Testergebnis des Functional Movement Screens und der Zuglänge und dem Zugweg in den Schwimmarten Kraul und Rücken

Title: Dysbalancen im Leistungssport Schwimmen

Bachelor Thesis , 2019 , 89 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Jochen Stetina (Author)

Sport - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Alternierende zyklische Bewegungen sind durch die mehrfache Wiederholung des Hauptbewegungsablaufes, bei dem abwechselnd die linke und rechte Körperseite am Vortrieb beteiligt ist, gekennzeichnet (Hartmann, Minow & Senf, 2011). Obwohl sich viele zyklische Bewegungen durch Symmetrie auszeichnen, sind die meisten menschlichen Bewegungen asymmetrisch. Dies resultiert daraus, dass die menschliche Struktur nicht von Symmetrie gekennzeichnet ist (Czabanski & Koszczyc, 1979). Bestätigend hierzu wurden in vielen zyklischen Sportarten Asymmetrien nachgewiesen (Furlong & Egginton, 2018; Gilgen-Ammann, Taube & Wyss, 2017; Krüger, 2005; McKean & Burkett, 2010; Millour et al. 2016; Witt & Hermsdorf 2006). So haben Bertucci, Arfaoui & Polidori (2012) bei den maximalen Pedalkräften von Amateurradfahrern eine bilaterale Asymmetrie von bis zu 60% festgestellt, was Bini, Jacques, Sperb, Lanferdini & Vaz (2016) validiert haben. Aber nicht nur im Amateurbereich, sondern auch im Profiradsport zeigen sich Bewegungsabweichungen zwischen der linken und rechten Körperseite (Pouliquen, Nicolas, Bideau, Megret & Bideau 2015). Im Laufsport wurden ebenfalls Dysbalancen der unteren Extremitäten festgestellt (Schütte, Seerden, Venter & Vanwanseele, 2016; Wileman, Moresi & Millet, 2015).
Gleichermaßen wurden in der Sportart Schwimmen für die verschiedenen Wettbewerbsschwimmarten (Brust-, Delphin-, Kraul-, und Rückenschwimmen) Dysbalancen beobachtet (Sanders, Thow & Fairweather, 2011). Beim Brust- und Delphinschwimmen gestaltet sich die Vortriebswirkung durch achsensymmetrische und abwechselnde Arm- und Beinaktionen, welche in hohem Maße koordiniert werden müssen (Chollet & Seifert, 2012). Trotz der spiegelbildlichen Bewegungen wurden bei diesen Gleichschlagschwimmarten Asymmetrien beim Beinschlag festgestellt (Carson, 1999; Czabanski, 1975; Jaszczak, 2008). Im Gegensatz dazu besteht beim Kraul- und Rückenschwimmen der Antrieb aus einer wechselseitigen Bewegung der Arme und Beine. Während „die Beine abwechselnd und mehr oder weniger gestreckt auf und ab schlagen“ (Madsen, Reischle & Kandolf, 2015, S.56) erzeugt ein Arm unter Wasser Vortrieb, solange sich der andere Arm über Wasser erholt (Andrews, Bakewell & Scurr, 2011; Seifert & Chollet, 2012; Tourney-Chollet, Seifert & Chollet, 2009).

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretischer Hintergrund

2.1 Dysbalancen

2.1.1 Muskuläre Dysbalance

2.1.2 Neuromuskuläre Dysbalance

2.1.3 Funktionale Dysbalance

2.2 Der Functional Movement Screen

2.2.1 Beschreibung des Functional Movement Screens

2.2.2 Die Items des FMS

3 Methodik

3.1 Probanden

3.2 Messorte

3.3 Messgeräte

3.3.1 FMS Testsystem

3.3.2 GoPro Hero 7 Black

3.4 Untersuchungsdesign

3.5 Messparameter

3.6 Datenverarbeitung und -auswertung

4 Ergebnisse

4.1 Ergebnisse FMS

4.2 Ergebnisse Zuglänge und Zugweg

4.3 Korrelation zwischen dem FMS und den Schwimmarten

4.3.1 Korrelation zwischen dem Gesamtscore und der Differenz der großen und kleinen Züge

4.3.2 Korrelation zwischen Seitenasymmetrien beim Schwimmen und den Dysbalancen in ausgewählten Items

5 Diskussion

6 Fazit/Ausblick

7 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Das Ziel der Arbeit besteht darin, den Zusammenhang zwischen den Testergebnissen des Functional Movement Screens (FMS) und der Zuglänge sowie dem Zugweg in den Schwimmarten Kraul und Rücken bei Leistungsschwimmern zu überprüfen und mögliche Asymmetrien zu identifizieren.

  • Analyse biomechanischer Asymmetrien im Schwimmsport (Kraul und Rücken)
  • Einsatz des Functional Movement Screens zur Identifikation funktionaler Dysbalancen
  • Untersuchung der Korrelation zwischen motorischen Mustern an Land und im Wasser
  • Einfluss von Rumpfstabilität und Mobilität auf die Schwimmtechnik

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

Alternierende zyklische Bewegungen sind durch die mehrfache Wiederholung des Hauptbewegungsablaufes, bei dem abwechselnd die linke und rechte Körperseite am Vortrieb beteiligt ist, gekennzeichnet (Hartmann, Minow & Senf, 2011). Obwohl sich viele zyklische Bewegungen durch Symmetrie auszeichnen, sind die meisten menschlichen Bewegungen asymmetrisch. Dies resultiert daraus, dass die menschliche Struktur nicht von Symmetrie gekennzeichnet ist (Czabanski & Koszczyc, 1979). Bestätigend hierzu wurden in vielen zyklischen Sportarten Asymmetrien nachgewiesen (Furlong & Egginton, 2018; Gilgen-Ammann, Taube & Wyss, 2017; Krüger, 2005; McKean & Burkett, 2010; Millour et al. 2016; Witt & Hermsdorf 2006). So haben Bertucci, Arfaoui & Polidori (2012) bei den maximalen Pedalkräften von Amateurradfahrern eine bilaterale Asymmetrie von bis zu 60% festgestellt, was Bini, Jacques, Sperb, Lanferdini & Vaz (2016) validiert haben. Aber nicht nur im Amateurbereich, sondern auch im Profiradsport zeigen sich Bewegungsabweichungen zwischen der linken und rechten Körperseite (Pouliquen, Nicolas, Bideau, Megret & Bideau 2015). Im Laufsport wurden ebenfalls Dysbalancen der unteren Extremitäten festgestellt (Schütte, Seerden, Venter & Vanwanseele, 2016; Wileman, Moresi & Millet, 2015).

Gleichermaßen wurden in der Sportart Schwimmen für die verschiedenen Wettbewerbsschwimmarten (Brust-, Delphin-, Kraul-, und Rückenschwimmen) Dysbalancen beobachtet (Sanders, Thow & Fairweather, 2011). Beim Brust- und Delphinschwimmen gestaltet sich die Vortriebswirkung durch achsensymmetrische und abwechselnde Arm- und Beinaktionen, welche in hohem Maße koordiniert werden müssen (Chollet & Seifert, 2012). Trotz der spiegelbildlichen Bewegungen wurden bei diesen Gleichschlagschwimmarten Asymmetrien beim Beinschlag festgestellt (Carson, 1999; Czabanski, 1975; Jaszczak, 2008). Im Gegensatz dazu besteht beim Kraul- und Rückenschwimmen der Antrieb aus einer wechselseitigen Bewegung der Arme und Beine.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in das Thema der bilateralen Asymmetrien in zyklischen Sportarten und die Relevanz von Dysbalancen im Schwimmsport.

2 Theoretischer Hintergrund: Klassifizierung von muskulären, neuromuskulären und funktionalen Dysbalancen sowie detaillierte Vorstellung des Functional Movement Screens (FMS).

3 Methodik: Beschreibung der Probandengruppe, der Messorte, der eingesetzten Messgeräte (FMS-Testkit und GoPro) sowie des Untersuchungsdesigns.

4 Ergebnisse: Präsentation der FMS-Daten, der Analyse von Zuglänge und Zugweg sowie statistische Auswertung der Korrelationen zwischen FMS-Scores und Schwimmparametern.

5 Diskussion: Kritische Auseinandersetzung mit den Untersuchungsergebnissen unter Berücksichtigung der Schwimmgeschwindigkeit und existierender Studien.

6 Fazit/Ausblick: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse und Vorschläge für weiterführende Untersuchungen sowie praktische Implikationen für das Training.

7 Zusammenfassung: Kompakte Gesamtdarstellung der Zielsetzung, Durchführung und der zentralen Ergebnisse der Bachelorarbeit.

Schlüsselwörter

Dysbalancen, Leistungsschwimmen, Functional Movement Screen, Asymmetrien, Kraulschwimmen, Rückenschwimmen, Zuglänge, Zugmuster, neuromuskuläre Kontrolle, Mobilität, Stabilität, biomechanische Analyse, Verletzungsprävention, Bewegungsanalyse, Sportwissenschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, ob bei Leistungsschwimmern ein Zusammenhang zwischen Dysbalancen, die durch den Functional Movement Screen (FMS) an Land festgestellt werden, und asymmetrischen Bewegungsmustern (Zuglänge/Zugweg) im Wasser besteht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind biomechanische Asymmetrien, funktionelle Bewegungsanalysen, die Bedeutung von Mobilität und Stabilität sowie die Übertragbarkeit von Testergebnissen an Land auf die sportartspezifische Leistung im Wasser.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Das Ziel ist die Überprüfung einer möglichen Korrelation zwischen den Testergebnissen des FMS und der Symmetrie der Armzüge in den Schwimmarten Kraul und Rücken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde eine Bewegungsanalyse mittels Unterwasserkameras (GoPro) und eine Untersuchung mit dem standardisierten Functional Movement Screen an Land bei 13 Leistungsschwimmern durchgeführt, die statistisch in SPSS ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst theoretische Grundlagen zu Dysbalancen, die detaillierte Beschreibung der FMS-Items, das methodische Vorgehen der Datenerhebung im Wasser und an Land sowie die deskriptive und statistische Darstellung der Ergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Dysbalancen, Functional Movement Screen, Kraulschwimmen, Asymmetrien, Zuglänge und biomechanische Leistungsdiagnostik.

Warum spielt die Schwimmgeschwindigkeit in der Diskussion eine Rolle?

Die diskutierte Schwimmgeschwindigkeit (75-80% der Maximalgeschwindigkeit) könnte einen Einfluss darauf haben, ob Asymmetrien sichtbar werden, da bei maximaler Ermüdung technische Stabilität häufiger verloren geht.

Welches Fazit zieht der Autor bezüglich des FMS im Schwimmsport?

Der Autor stellt fest, dass der FMS zwar helfen kann, Dysbalancen an Land aufzudecken, jedoch keine direkte Aussagekraft hinsichtlich der sportlichen Leistungsfähigkeit im Wasser besitzt.

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Details

Title
Dysbalancen im Leistungssport Schwimmen
Subtitle
Der Zusammenhang zwischen dem Testergebnis des Functional Movement Screens und der Zuglänge und dem Zugweg in den Schwimmarten Kraul und Rücken
College
Academy for health and sport  (Sport)
Grade
1,0
Author
Jochen Stetina (Author)
Publication Year
2019
Pages
89
Catalog Number
V502390
ISBN (eBook)
9783346035301
Language
German
Tags
FMS Schwimmen Dysbalancen Leistungssport Schwimmsport Sport Sportwissenschaft Trainingswissenschaft Bewegungsanalyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jochen Stetina (Author), 2019, Dysbalancen im Leistungssport Schwimmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/502390
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