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Inklusion. Bedeutung sowie Chancen & Grenzen für den Unterricht

Title: Inklusion. Bedeutung sowie Chancen & Grenzen für den Unterricht

Term Paper , 2017 , 7 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anonym (Author)

Pedagogy - Miscellaneous Topics
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Der Begriff Inklusion stammt aus dem Lateinischen (=inclusio) und bedeutet „Einschluss“ bzw. „Einschließung“. Nach Niehoff (2007) meint Inklusion die Einbeziehung und Zugehörigkeit aller Menschen, unabhängig davon, wie verschieden sie sind. Das meint, dass nach dem Inklusionsgedanken jedem das Recht zur gleichberechtigten, gesellschaftlichen Teilhabe gegeben sein soll, frei von Einflüssen durch seine Fähigkeiten, seine Herkunft oder seinem Geschlecht. Auf die Schule bezogen kann Inklusion allgemein als „Konzept zur Minimierung von Diskriminierung und Maximierung von sozialer Teilhabe aller Schüler/innen und im Kontext einer milieu-, kultur- und geschlechtersensiblen Pädagogik verstanden werden“ (Werning & Urban, 2014). Lässt man sich auf Inklusion ein, so bedeutet das auch, dass die individuellen Bedingungen eines jeden Schülers bzw. einer jeden Schülerin erfragt werden müssen, um somit das Ziel der Bildungsgerechtigkeit erreichen zu können. Dies bedeutet auch, dass man sich mit Bildungsbarrieren auseinandersetzen muss. Strukturen und Rahmenbedingungen sollen an den individuellen Bedürfnissen der Heranwachsenden ausgerichtet und angepasst werden, damit die Schule einen fördernden und fordernden Ort für alle Kinder darstellt. Besonders sei hier hervorzuheben, dass Inklusion nicht nur die Teilhabe von Menschen mit Behinderung meint, wie es jedoch in der Gesellschaft oftmals noch verstanden wird. Dies zeigt, dass Inklusion anscheinend noch nicht vollends in den Köpfen der Menschen angekommen ist. Dieses weit verbreitete Verständnis von Inklusion ist wohlmöglich auf das Übereinkommen der UN-Behindertenrechtskonvention zurück zu führen, die Inklusion als Leitbild versteht und den Begriff erstmals an die Öffentlichkeit getragen hat.

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Inhaltsverzeichnis

1. Definition Inklusion

2. Die Bedeutung von Inklusion für den Unterricht

3. Chancen und Grenzen von inklusiven Unterricht

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Konzept der Inklusion im schulischen Kontext, grenzt es vom Integrationsbegriff ab und analysiert die pädagogischen Anforderungen sowie die damit verbundenen Potenziale und Hürden für Lehrkräfte und Schüler.

  • Grundlegende Begriffsbestimmung von Inklusion und Abgrenzung zur Integration
  • Normative Anforderungen an die Schüler-Lehrer-Beziehung (Empathie, Kongruenz, Akzeptanz)
  • Didaktische Differenzierungsformen zur Förderung heterogener Lerngruppen
  • Bedeutung der Gestaltung sozial-emotionaler Beziehungen für das Lernklima
  • Kritische Reflexion der Chancen und Grenzen in der schulpraktischen Umsetzung

Auszug aus dem Buch

Die Bedeutung von Inklusion für den Unterricht

Wie bereits erwähnt beinhaltet Inklusion viel mehr als nur die Einbeziehung von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Es müssen darüber hinaus auch andere Differenzen beziehungsweise Benachteiligungen wie kulturelle oder soziale Unterschiede, Leistungsunterschiede, materielle Ausstattungen oder unterschiedliche Geschlechterrollen aufgegriffen werden. Die Notwendigkeit didaktischer Modell für inklusiven Unterricht ist umstritten. Einerseits besteht die Ansicht inklusive Lerngruppen seien nichts anderes als besonders heterogene Lerngruppen, andererseits existieren bereits einige didaktische Modelle, die mit Bezug auf inklusiven Unterricht konzipiert wurden. Laut Textor (2015) bedarf es kein sonderpädagogisch-didaktisches Konzept, sondern vielmehr eines, das alle Bedarfe beachtet.

Dazu nennt sie verschiedene Bedingungen, die ein solches Konzept erfüllen müsse, die im Folgenden dargestellt werden (vgl. Textor, 2015, 121 ff.)

Erster Aspekt ist eine normative Grundlage und die damit verbundene Akzeptanz von Vielfalt und die Möglichkeit der Partizipation. Dies fordert, dass die Lehrkraft sich vollends auf die sich ihr bietende Vielfalt einlässt und sie akzeptiert. Von besonderer Bedeutung sind dabei Grundhaltungen in der Schüler-Lehrer-Beziehung, nämlich Empathie, Kongruenz und Akzeptanz. Empathie meint die Fähigkeit sich in die Schüler hineinzuversetzen und mit ihnen mitfühlen zu können, ohne dabei deren Haltungen zu bewerten. Kongruenz bezeichnet die Übereinstimmung der eigenen Haltung und Handlung und somit die Aufrichtigkeit gegenüber den Schülern. Akzeptanz äußert sich in der Anerkennung von Gefühlen, Einstellungen und Verhaltensweisen der Schüler, die die Lehrkraft selber als nicht nachvollziehbar oder vielleicht sogar negativ bewerten würde. Sie drückt sich in einer besonderen Art der Wertschätzung gegenüber den Schülern aus. Die Einnahme dieser Grundhaltungen kann für die Lehrkräfte große Herausforderungen darstellen, ist jedoch zentral für die Umsetzung inklusiven Unterrichts (vgl. Textor, 2015, 134ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Definition Inklusion: Dieses Kapitel erläutert den etymologischen Ursprung des Begriffs Inklusion und setzt ihn in Abgrenzung zur Integration in einen pädagogischen und gesellschaftlichen Kontext.

2. Die Bedeutung von Inklusion für den Unterricht: Hier werden zentrale Gelingensbedingungen für inklusiven Unterricht thematisiert, insbesondere die professionelle Grundhaltung der Lehrkraft sowie die Gestaltung von Differenzierung und sozialer Beziehungen.

3. Chancen und Grenzen von inklusiven Unterricht: Dieses Kapitel reflektiert die Potenziale inklusiver Bildung für die persönliche Entwicklung der Schüler sowie die praktischen Schwierigkeiten und Herausforderungen, die bei der Umsetzung im Schulalltag auftreten können.

Schlüsselwörter

Inklusion, Integration, Inklusionspädagogik, Heterogenität, Differenzierung, Lernförderung, Lehrkraft, Schulklima, Partizipation, Bildungsbarrieren, sonderpädagogischer Förderbedarf, soziale Kompetenz, Lehrer-Schüler-Beziehung, Individualisierung, Unterrichtsqualität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Konzept der Inklusion als schulischem Leitbild und analysiert, wie dieses theoretische Ideal in die Praxis umgesetzt werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Inklusion, den pädagogischen Grundhaltungen, verschiedenen Formen der Differenzierung und der Gestaltung eines positiven sozialen Lernklimas.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein Verständnis für die Bedingungen inklusiven Unterrichts zu schaffen und sowohl die Chancen für die Schülerschaft als auch die konkreten Herausforderungen für Lehrkräfte aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit fachwissenschaftlicher Literatur und didaktischen Modellen zur Inklusionspädagogik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Definition, die methodischen Voraussetzungen für inklusiven Unterricht sowie eine differenzierte Chancen-und-Risiken-Analyse.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Heterogenität, Differenzierung, professionelle Haltung der Lehrkräfte und die Abgrenzung von Inklusion zu Integration geprägt.

Wie unterscheidet sich die im Text beschriebene Inklusion von einer reinen Integration?

Während Integration versucht, Einzelpersonen in ein bestehendes System einzugliedern, fokussiert Inklusion darauf, das System selbst so zu verändern, dass es von Beginn an für alle Menschen passfähig ist.

Warum stellt die Umsetzung inklusiver Grundhaltungen für Lehrkräfte eine Herausforderung dar?

Es erfordert hohe Selbstreflexion und die Bereitschaft, eigene, über Jahre verinnerlichte Werte und Verhaltensmuster in der Interaktion mit Schülern zu modifizieren oder zu hinterfragen.

Welche Rolle spielen Empathie und Kongruenz für den inklusiven Erfolg?

Diese Grundhaltungen bilden die Basis einer wertschätzenden Beziehung, die es Lehrkräften ermöglicht, auf die unterschiedlichen Bedürfnisse heterogener Lerngruppen adäquat zu reagieren.

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Details

Title
Inklusion. Bedeutung sowie Chancen & Grenzen für den Unterricht
College
University of Duisburg-Essen
Grade
1,7
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2017
Pages
7
Catalog Number
V502441
ISBN (eBook)
9783346037039
ISBN (Book)
9783346037046
Language
German
Tags
inklusion bedeutung chancen grenzen unterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2017, Inklusion. Bedeutung sowie Chancen & Grenzen für den Unterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/502441
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