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Das Phänomen der Spannung im Nachtstück "Das öde Haus" von E.T.A. Hoffmann

Titel: Das Phänomen der Spannung im Nachtstück "Das öde Haus" von E.T.A. Hoffmann

Hausarbeit , 2019 , 25 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Janina Casjens (Autor:in)

Literaturwissenschaft - Allgemeines
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel meiner Hausarbeit besteht demnach darin, zu analysieren, durch welche erzählkonzeptionellen Mittel E.T.A. Hoffmann Spannung in seiner Erzählung "Das öde Haus" erzeugt. Dafür arbeite ich theoretische Charakteristika zur Spannungserzeugung heraus, die ich im Anschluss auf das Werk anwende.

Um diesem Ziel nachzugehen, wird zunächst dargelegt, was generell unter der Begrifflichkeit der Spannung zu verstehen ist und zwischen welchen Formen unterschieden werden kann. Nach der theoretischen Grundlage erfolgt die Spannungsanalyse nach Thomas Anz, deren Durchführung in Bezug auf das (stark handlungsrelevante) unzuverlässige Erzählen unabdingbar scheint.

Anschließend wird Hoffmanns "Das öde Haus" auf seine spannungserzeugenden Merkmale hin untersucht, wobei ich insbesondere die hohe Relevanz der Erzählform betrachten werde. Demnach wird die Struktur und die Erzählerfunktion Teil der Untersuchung sein. Des Weiteren werden die Aspekte der Lokalität und Mehrdeutigkeit genauer betrachtet, da diese in der Erzählung verwendet werden, um Interesse und Unsicherheit beim Leser zu erzeugen.

Ein weiteres Element, das einer genaueren Betrachtung unterzogen werden soll, ist das Motiv des Wahnsinns, welche den Zuschauer durch seine verworrene Thematik in einebestimmte atmosphärische Stimmung versetzt. Im Fazit wird resümierend zusammengefasst, welche spannungserzeugenden Methoden in der Erzählung verwendet wurden und ob sich diese von den bislang erforschten Spannungsformen unterscheiden oder an klassische Erzeugungsschemata anknüpfen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Spannungserzeugung in der Literatur

2.1 Formen der Spannung

2.1.1 Handlungsorientierte Spannungsformen

2.1.2 Nicht-handlungsorientierte Spannungsformen

2.3 Spannungsanalyse nach Thomas Anz

2.4 Mittel zur Spannungserzeugung

3. Zum Spannungsdiskurs in E.T.A. Hoffmanns Das öde Haus

3.1 Aufbau und Struktur der Erzählung

3.2 Erzählerfunktion – Theodors Rolle als Erzähler

3.3 Lokalität – Die Rolle des öden Hauses

3.4 Mehrdeutigkeit

3.5 Das Motiv des Wahnsinns – Zwischen Realität und Imagination

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die spezifischen erzählkonzeptionellen Mittel, mit denen E. T. A. Hoffmann in seiner Erzählung "Das öde Haus" Spannung erzeugt, und untersucht diese auf Grundlage literaturwissenschaftlicher Spannungstheorien.

  • Literarische Spannungstheorien und Spannungsformen nach Thomas Anz und Daniela Langer
  • Methoden der Informationsvergabe (Auslassung, Andeutung, Überraschung)
  • Unzuverlässiges Erzählen und Multiperspektivität
  • Die Rolle von Lokalität und räumlicher Atmosphäre
  • Das Motiv des Wahnsinns als Instrument der Verunsicherung

Auszug aus dem Buch

3.1 Aufbau und Struktur der Erzählung

Das öde Haus beginnt mit einem poetologischen Gespräch zwischen den drei Freunden Franz, Lelio und Theodor, die sich über das Wunderliche und Wunderbare unterhalten. Diese Rahmenhandlung fungiert als Epilog, um die darauffolgende Binnenhandlung, in der es um ein unheimliches Spukhaus geht, in einen Kontext einzubetten. Weiterhin befinden sich in der Rahmenhandlung mehrere Andeutungen, die auf übernatürliche Phänomene und merkwürdige Erlebnisse seitens des Protagonisten schließen lassen.

Diese ‚Sehergabe‘ wird auch dem Protagonisten, Theodor, zugeschrieben, wodurch der Leser erfährt, dass jener Phänomene wahrnehmen kann, die anderen Menschen verborgen bleiben. Durch diese Informationen, welche aus einer auktorialen Erzählweise berichtet werden, erhält der Rezipient entscheidendes Vorwissen, um die Binnenhandlung besser nachvollziehen zu können. Anhand dieser Einführung wird eine Rätselspannung (mystery) deutlich, bei der Theodors Abenteuer in ***n, welches in der Vergangenheit liegt, in der Zukunft des Textes aufgedeckt wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Forschungsfrage nach den Spannungstechniken in E. T. A. Hoffmanns "Das öde Haus" und erläutert die methodische Vorgehensweise.

2. Spannungserzeugung in der Literatur: Dieses Kapitel definiert literarische Spannung und unterscheidet zwischen handlungs- und nicht-handlungsorientierten Spannungsformen sowie verschiedenen Analysemodellen.

2.1 Formen der Spannung: Hier werden die theoretischen Grundlagen zu den Kategorien von Spannung vertieft, insbesondere die Differenzierung zwischen suspense und mystery sowie deren Unterformen.

2.1.1 Handlungsorientierte Spannungsformen: Das Kapitel erläutert Spannungsarten, die sich auf den Handlungsverlauf und zukünftige oder vergangene Ereignisse beziehen.

2.1.2 Nicht-handlungsorientierte Spannungsformen: Fokus auf strukturelle und formale Textspannungen (tension), die sprachlich oder organisatorisch begründet sind.

2.3 Spannungsanalyse nach Thomas Anz: Vorstellung der Modelle von Thomas Anz, die Spannung über Informationsmangel und Wunscherfüllung der Leser definieren.

2.4 Mittel zur Spannungserzeugung: Erörterung der Techniken der Informationssteuerung, wie Auslassung, Andeutung und Überraschung.

3. Zum Spannungsdiskurs in E.T.A. Hoffmanns Das öde Haus: Anwendung der theoretischen Konzepte auf Hoffmanns Erzählung zur Analyse ihrer spezifischen Spannungsstruktur.

3.1 Aufbau und Struktur der Erzählung: Untersuchung der Rahmen- und Binnenhandlung und deren Einfluss auf die Rätselspannung.

3.2 Erzählerfunktion – Theodors Rolle als Erzähler: Analyse von Theodors Rolle als unzuverlässiger, autodiegetischer Erzähler und dessen Auswirkung auf die Leserwahrnehmung.

3.3 Lokalität – Die Rolle des öden Hauses: Darstellung der Bedeutung des Schauplatzes als zentrales Element zur Erzeugung von Unheimlichkeit und Spannung.

3.4 Mehrdeutigkeit: Betrachtung der Multiperspektivität und des Verschwimmens von Realität und Wahnsinn.

3.5 Das Motiv des Wahnsinns – Zwischen Realität und Imagination: Untersuchung, wie das Motiv des Wahnsinns den Leser fortwährend über die Wahrheit der erzählten Ereignisse im Ungewissen lässt.

4. Fazit: Zusammenfassung der Analyseergebnisse, die zeigen, dass "Das öde Haus" komplexe, vielfältige Spannungsformen vereint.

Schlüsselwörter

E.T.A. Hoffmann, Das öde Haus, Spannung, Spannungserzeugung, Literaturwissenschaft, Thomas Anz, Suspense, Mystery, Unzuverlässiges Erzählen, Wahnsinn, Erzählstruktur, Rezeptionsästhetik, Schauerliteratur, Imagination, Multiperspektivität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Spannung in E. T. A. Hoffmanns Erzählung "Das öde Haus" und analysiert, mit welchen literarischen Mitteln dieser Effekt beim Leser hervorgerufen wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder sind die literaturwissenschaftliche Spannungstheorie, die erzählkonzeptionelle Gestaltung durch den Autor sowie die Wirkung von unzuverlässigem Erzählen und Mehrdeutigkeit auf den Leser.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Hoffmann durch eine bewusste Informationsvergabe und die Nutzung spezifischer Motive den Leser in einen dauerhaften Zustand der Spannung versetzt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es wird eine erzähltextanalytische Methode angewandt, die durch die Fusion verschiedener literaturtheoretischer Ansätze (u.a. nach Thomas Anz und Daniela Langer) die Untersuchung von Spannungsmomenten ermöglicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Spannungsformen und eine anschließende detaillierte Analyse von "Das öde Haus" hinsichtlich Struktur, Erzählerrolle, Lokalität und Motivik.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Spannungserzeugung, unzuverlässiges Erzählen, Spannungstheorie, Motiv des Wahnsinns und Mehrdeutigkeit beschreiben.

Inwiefern spielt der Wahnsinn des Protagonisten eine Rolle für die Spannung?

Der Wahnsinn des Protagonisten Theodor fungiert als zentrales Instrument der Verunsicherung, da der Leser dadurch niemals sicher sein kann, ob die geschilderten Ereignisse real oder reine Imagination sind, was den Spannungsbogen aufrechterhält.

Warum wird "Das öde Haus" mit einem Detektivroman verglichen?

Die Erzählung ähnelt einem Detektivroman, da sie den Leser fortwährend mit Leerstellen und Widersprüchen konfrontiert, die zur aktiven Suche nach Aufklärung und Sinnstiftung anregen.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Phänomen der Spannung im Nachtstück "Das öde Haus" von E.T.A. Hoffmann
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Note
1,3
Autor
Janina Casjens (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
25
Katalognummer
V502549
ISBN (eBook)
9783346041609
ISBN (Buch)
9783346041616
Sprache
Deutsch
Schlagworte
phänomen spannung nachtstück haus hoffmann
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Janina Casjens (Autor:in), 2019, Das Phänomen der Spannung im Nachtstück "Das öde Haus" von E.T.A. Hoffmann, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/502549
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Leseprobe aus  25  Seiten
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