Das Phänomen der Spannung im Nachtstück "Das öde Haus" von E.T.A. Hoffmann


Hausarbeit, 2019

25 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Spannungserzeugung in der Literatur...
2.1 Formen der Spannung
2.1.1 Handlungsorientierte Spannungsformen
2.1.2 Nicht-handlungsorientierte Spannungsformen
2.3 Spannungsanalyse nach Thomas Anz
2.4 Mittel zur Spannungserzeugung

3. Zum Spannungsdiskurs in E.T.A. Hoffmanns Das öde Haus
3.1 Aufbau und Struktur der Erzählung.
3.2 Erzählerfunktion – Theodors Rolle als Erzähler
3.3 Lokalität – Die Rolle des öden Hauses
3.4 Mehrdeutigkeit
3.5 Das Motiv des Wahnsinns – Zwischen Realität und Imagination

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

„Man war darüber einig, daß die wirklichen Erscheinungen im Leben oft viel wunderbarer sich gestalten, als alles, was die regste Fantasie zu erfinden trachte.“1

Mit diesen einleitenden Worten beginnt Ernst Theodor Amadeus Hoffmann seine 1817 er- schienene Erzählung Das öde Haus, welche den zweiten Teil des Zyklus der Nachtstücke er- öffnet. Bereits mit den ersten Sätzen des Werkes, dessen eigentliche Handlung in der Binnen- handlung stattfindet, schafft E. T. A. Hoffmann es, so viel Neugierde beim Leser zu wecken, dass jener fast zwanghaft zum Weiterlesen animiert ist, den weiterfolgenden Satz zu ver- schlingen, um die Aufeinanderfolge von Buchstaben und Zeichen mit Inhalt und Bedeutung zu füllen. Dieses Phänomen zieht sich durch die gesamte Erzählung vom öden Haus und wirft die Frage nach den Spannungstechniken auf, die Hoffmann anwendet, um eine derartige An- ziehung konstruieren zu können.

Das Ziel meiner Hausarbeit besteht demnach darin, zu analysieren, durch welche erzählkon- zeptionellen Mittel E. T. A. Hoffmann Spannung in seiner Erzählung Das öde Haus erzeugt. Dafür arbeite ich theoretische Charakteristika zur Spannungserzeugung heraus, die ich im An- schluss auf das Werk anwende.

Um diesem Ziel nachzugehen, wird zunächst dargelegt, was generell unter der Begrifflichkeit der Spannung zu verstehen ist und zwischen welchen Formen unterschieden werden kann. Nach der theoretischen Grundlage erfolgt die Spannungsanalyse nach Thomas Anz, deren Durchführung in Bezug auf das (stark handlungsrelevante) unzuverlässige Erzählen unab- dingbar scheint. Anschließend wird Hoffmanns Das öde Haus auf seine spannungserzeugen- den Merkmale hin untersucht, wobei ich insbesondere die hohe Relevanz der Erzählform be- trachten werde. Demnach wird die Struktur und die Erzählerfunktion Teil der Untersuchung sein. Des Weiteren werden die Aspekte der Lokalität und Mehrdeutigkeit genauer betrachtet, da diese in der Erzählung verwendet werden, um Interesse und Unsicherheit beim Leser zu erzeugen. Ein weiteres Element, das einer genaueren Betrachtung unterzogen werden soll, ist das Motiv des Wahnsinns, welche den Zuschauer durch seine verworrene Thematik in eine bestimmte atmosphärische Stimmung versetzt. Im Fazit wird resümierend zusammengefasst, welche spannungserzeugenden Methoden in der Erzählung verwendet wurden und ob sich diese von den bislang erforschten Spannungsformen unterscheiden oder an klassische Erzeu- gungsschemata anknüpfen.

Im Gegensatz zu anderen Stücken Hoffmanns gehört Das öde Haus zu denjenigen, das in der Forschung bislang sehr wenig Beachtung fand. Ebenso wenig scheint das Phänomen der Spannung in der Literaturwissenschaft untersucht worden zu sein, obwohl es in jedem Text eine wichtige Rolle einnimmt. Dabei scheinen die wenigen Untersuchungen der letzten Jahre bezüglich des Spannungspotenzials sich eher auf Filme, Kinder- und Jugendbücher, Kriminal-, Detektiv- und Schauerromane und insbesondere auf Dramen zu beschränken.2 Die mangeln- de Beschäftigung mit der Spannungsthematik könnte in Verbindung mit den Kriterien der Textwissenschaft bezüglich Nachprüfbarkeit und Intersubjektivität stehen, da sich die Frage stellt, wie Spannung, „die sich im Zustand der Angespanntheit des Lesers bei der Lektüre ma- nifestiert“, messbar gemacht werden soll.3 Bezogen auf Das öde Haus gab es demnach kaum eine Betrachtungsweise, die sich mit den Merkmalen der Spannungserzeugung beschäftigt hat, wodurch die Hausarbeit einen wichtigen Beitrag zum wissenschaftlichen Forschungs- stand hinsichtlich der Spannungstechniken in Hoffmanns kaum erforschtem Werk beitragen kann.

Die theoretische Grundlage meiner Arbeit bilden unter anderem Aufsätze aus den Sammel- bänden Zwischen Text und Leser (2008), von Irsigler, Jürgensen und Langer, sowie Gespannte Erwartungen (2007) von Ackermann und Moser-Kroiss. Zudem werden unterschiedliche Tex- te und Werke von Thomas Anz angeführt, wie sein Beitrag zur Spannung im Reallexikon der Literaturwissenschaft (2003) oder sein Werk Literatur und Lust (2003).

Für die Untersuchung der Primärliteratur Das öde Haus (1817) werden neben diesen theoreti- schen Grundlagen Aufsätze herangezogen, die sich im Allgemeinen mit dem Aufbau und der Struktur der Erzählung befassen, darunter vor allem der in Detlef Kremers Werk erschienene Beitrag von Claudia Lieb.

2. Spannungserzeugung in der Literatur

Ein Text wird als spannend empfunden, wenn jener „ein hohes Maß anhaltender Aufmerk- samkeit und emotionaler Erregung an sich binden [kann]“.4 Eine einheitliche Definition zum Begriff der Spannung wird in der Literatur vergeblich gesucht, da die verschiedenen Ansätze sich stark unterscheiden. Einen Konsens scheint es dahingehend zu geben, dass ein partieller Mangel an Informationen oder eine Ungewissheit beziehungsweise Unsicherheit aufseiten des Rezipienten herrschen müsse.5 Beim Leser entsteht dadurch das Bedürfnis, diesen Zustand durch die Beseitigung des Mangels aufzuheben.6 Er empfindet einen Text demnach als span- nend, wenn er seine Unwissenheit, die von Angespanntheit geprägt ist, dadurch ändern möch- te, den Text begierig weiterzulesen, um herauszufinden, was in der diegetischen Zukunft pas- siert oder was sich in der entsprechenden Vergangenheit abgespielt hat.7 Literarische Span- nungstechniken spielen somit mit der Informiertheit ihrer Leser und verleiten diese dazu, durch Andeutungen oder Vorausdeutungen (Kataphern) Hypothesen über die weitere Hand- lung aufzustellen.8 Weiterhin scheint die Forschung sich darüber einig zu sein, dass das kom- plexe Phänomen der Spannung „sowohl auf der Ebene der Handlungsentwicklung als auch auf den Ebenen der sprachlichen Darstellung und der strukturellen Organisation ein nicht zu unterschätzendes Mittel der Textgestaltung darstellt.“9

Langer zufolge lassen sich in der Forschung die verschiedenen Formen von Spannung in zwei Gruppen unterteilen, nämlich die der handlungsorientierten Spannungen und die der nicht- handlungsorientierten Spannungen, auf die für die theoretische Grundlage im nachfolgenden Kapitel näher eingegangen werden soll. Dabei sei angemerkt, dass die folgenden Begrifflich-keiten eine terminologische Vielfalt und Uneinigkeit in der Forschung aufweisen und die Zu- ordnung zu den genannten Gruppen unterschiedlich verwendet werden kann.

2.1.1 Handlungsorientierte Spannungsformen

Spannungsarten, die sich auf die Handlung, deren Verlauf sowie deren Ausgang beziehen, las- sen sich unter der Gruppe der handlungsorientierten Spannungsformen zusammenfassen. In diesem Zusammenhang lässt sich zunächst zwischen den Spannungsformen suspense und mystery unterscheiden.10 Dabei meint suspense „diejenige Art von Spannung, die auf den Gang beziehungsweise Ausgang der Handlung in einer zukunftsorientierten Perspektive ge-richtet ist“, wodurch jene sich als Zukunftsspannung oder Konflikt- beziehungsweise Bedro-hungsspannung umschreiben lässt.11 Demgegenüber lässt sich mystery als Rätselspannung definieren, bei der ein Sachzusammenhang, welcher in der Vergangenheit liegt, mit fortschrei- tender diegetischer Handlung aufgedeckt wird. Dadurch überschneiden sich die Perspektive der Vergangenheit und die der Zukunft.12

Die von Brecht definierte Differenzierung für suspense und der Rätselspannung, deckt sich demnach nicht mit der nach Langer festgelegten Terminologie: Während Brecht zwischen Was- und Wie-Spannung unterscheidet, erkennt Langer, dass suspense in der Forschung klas- sischerweise zwar als Was-Spannung gilt, jedoch ebenso die Frage nach dem Wie? (Wie- Spannung) stellen kann.13 Demgegenüber lässt auch mystery beiden von Brecht vorgeschlage- nen Spannungsarten zuordnen, wobei die Was-Spannung sich von der des suspense unter- scheidet, da diese auf ein Ereignis in der Vergangenheit gerichtet ist und mit einer Pluralität möglicher Antworten spielt.14

Bei der Rätselspannung weist Langer darauf hin, dass neben dem Was? und Wie? die Frage nach dem Warum steht . Dabei sieht sie die Frage nach dem Warum „als Ausdruck eines zu behebenden Informationsmangels […] [,der] über die Handlung als Ereignisabfolge insofern hinaus[geht], als hiermit nicht nur die Kausalität der Ereignisse [,]

[…] sondern auch die Motivation von Figuren angesprochen sein kann. Als psychological suspense betrifft diese Art von Spannung die Aufdeckung des Innenlebens einer Figur […].“15

Die Wie-Spannung und, damit verbunden, der Handlungsverlauf eines Textes sind demnach eng verknüpft mit der Vorstellung vom Protagonisten, die der Rezipient entworfen hat.16

Auf eine weitere Differenzierung der Wie-Spannung, der Ob-Spannung, weist Thomas Anz hin, der sich dahingehend an Clemens Lugowskis Theorie anlehnt.17 Dabei bezieht sich die Ob-Spannung auf das Ob überhaupt, sprich: ob etwas passiert ist, während das Wie? danach fragt, wie etwas geschehen ist.18

2.1.2 Nicht-handlungsorientierte Spannungsformen

Bei der nicht-handlungsorientierten beziehungsweise unbewussten Spannung handelt es sich um statisch-strukturelle Textspannungen, die Langer mit dem Begriff tension umschreibt. Da- bei sei jedoch anzumerken, dass tension durchaus dynamisch sein kann, etwa bei der Verwen- dung von Leitmotiven im Verlauf eines Textes.19 Unter nicht-handlungsbezogenen Spannun- gen gelten somit allgemein betrachtet strukturelle und formale Phänomene.20 In diesem Be- reich hat Alwin Fill in seinem Beitrag zur Forschung aufgezeigt, dass Spannung abhängig von sprachlichen Aspekten sei.21 Dabei spiele Spannung auf allen sprachlichen Ebenen eine ent- scheidende Rolle, die sich unter anderem von der Phonologie und Morphologie bis hin zur Syntax, Metrik oder der Verwendung von rhetorischen Mitteln erstrecken kann.22 Langer de- finiert diese Spannungsformen, die sich unter anderem auf die eben genannten Eigenheiten eines Textes beziehen, als strukturelle Spannungen, die eine intellektuelle Verständnisaufgabe an den Leser darstelle.23

In den beiden nachfolgenden Modellen greift Langer die Erzeugung von Spannung durch die „Diskrepanz zwischen dem Erwarteten und dem im Text Realisierten […] bzw. einer funda- mentalen Unsicherheit des Rezipienten hinsichtlich einer angemessenen Einordnung des Tex- tes, die durch widersprüchliche Informationen erzeugt wird“, auf.24 Langer führt in ihren Überlegungen den Ansatz von Gerald C. Cupchik ein, der zwischen sus- pense und disorientation unterschiedet. Dahingehend wird verstanden, dass der Leser eine Ungewissheit beziehungsweise Unsicherheit (uncertainty) bezüglich des Verständnisses der Ereignisse entwickelt.25 Als weiteren Ansatz führt sie Peter Ohler und Gerhild Nieding auf, die sich in ihrem Modell mit dem Spannungsaufbau durch die systematische Unvorhersagbar- keit einer plot -Entwicklung im Film beschäftigen. Dabei werden Schemata aufgegriffen, die der Zuschauer nicht zuordnen kann, wodurch ein spannungsvoller Zustand erzeugt wird, der nach Auflösung strebt.26

Aus diesen Ansätzen zieht sie die grundsätzliche Unterscheidung, dass zwischen einer Tran-szendierung von gattungs- oder genrebezogener Erwartungen oder einer Transzendierung demThema entsprechend, mit Verlauf, Handlung, Charakter und Motivation der Figuren, gespro- chen werden könnte.27

2.3 Spannungsanalyse nach Thomas Anz

„Spannungsanalysen versuchen eine Erklärung dafür zu liefern, warum wir einen begonnenen Lektüreprozeß fortsetzen wollen.“28 In Bezug auf diese Aussage formuliert Anz zwei Modelle für die Spannungsanalyse, die er mit dem Informationsstand der Figuren und Rezipienten koppelt. Den Ausgangspunkt seiner Analyse bildet dabei eine Untersuchung von Ivan und Ju-dith Fónagy, die den Aspekt der Frage in den Vordergrund stellen.29

Beim ersten Modell bezieht sich Anz auf den „jeweiligen Informationsstand[…] der Figuren und/oder Rezipienten“ und die Fragen, die sich beim Lesen ergeben.30

[...]


1 Hoffmann, E.T.A. (1817): Das öde Haus. In: Kaiser, Gerhard R. (Hrsg.): E.T.A. Hoffmann. Nachtstücke. Stutt- gart: Reclam, S. 159-194, hier: S. 159.

2 Anz, Thomas (2002): Literatur und Lust. Glück und Unglück beim Lesen. München: Deutscher Taschenbuch Verlag, S. 152 f.

3 vgl. Irsigler, Ingo/Jürgensen, Christoph/Langer, Daniela (2008): Einleitung. Spannung in der Literatur(wissen- schaft). In: Irsigler, Ingo/Jürgensen, Christoph/Langer, Daniela (Hrsg.): Zwischen Text und Leser. Studien zu Be- griff, Geschichte und Funktion literarischer Spannung. München: edition text + kritik, S. 8.

4 Anz, Thomas (2003): Spannung. In: Müller, Jan- Dirk (Hrsg.): Reallexikon der Literaturwissenschaft. Neube- arbeitung des Reallexikons der deutschen Literaturgeschichte. Band III. Berlin/New York: Walter de Gruyter, S.464.

5 vgl. Langer, Daniela (2008): Literarische Spannungen. Spannungsformen in erzählenden Texten und Möglich- keiten ihrer Analyse. In: Irsigler, Ingo/Jürgensen, Christoph/Langer, Daniela (Hrsg.): Zwischen Text und Leser. Studien zu Begriff, Geschichte und Funktion literarischer Spannung. München: edition text + kritik, S. 12.

6 vgl. ebd., S. 12 f.

7 vgl. Anz, Thomas (2003): Spannung, S. 464.

8 vgl. Anz, Thomas (2002): Literatur und Lust, S. 157.

9 vgl. Langer, Daniela (2008): Literarische Spannungen, S. 31.

10 vgl. Langer, Daniela (2008): Literarische Spannungen, S. 14.

11 vgl. ebd.

12 vgl. ebd.

13 vgl. ebd.

14 vgl. ebd., S. 15.

15 Langer, Daniela (2008): Literarische Spannungen, S. 15 f.

16 vgl. ebd., S. 16.

17 vgl. Anz, Thomas (2002): Literatur und Lust, S. 157.

18 vgl. ebd., S. 157 f.

19 vgl. Langer, Daniela (2008): Literarische Spannungen, S. 18.

20 vgl. ebd., S. 19.

21 Fill, Alwin (2007): Sprachliche Aspekte von Spannung und Suspense im literarischen Text. In: Ackermann, Kathrin/Moser-Kroiss, Judith (Hrsg.): Gespannte Erwartungen. Beiträge zur Geschichte der literarischen Span- nung. Band 7. Wien LIT Verlag, S. 221.

22 vgl. ebd.

23 vgl. Langer, Daniela (2008): Literarische Spannungen, S. 29-31.

24 Langer, Daniela (2008): Literarische Spannungen, S. 29.

25 vgl. ebd., S. 28.

26 vgl. ebd., S. 28 f.

27 vgl. ebd., S. 29.

28 Anz, Thomas (2002): Literatur und Lust, S. 159.

29 vgl. ebd., S. 163.

30 vgl. Anz, Thomas (2002): Literatur und Lust, S. 162 f.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Das Phänomen der Spannung im Nachtstück "Das öde Haus" von E.T.A. Hoffmann
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Note
1,3
Autor
Jahr
2019
Seiten
25
Katalognummer
V502549
ISBN (eBook)
9783346041609
ISBN (Buch)
9783346041616
Sprache
Deutsch
Schlagworte
phänomen, spannung, nachtstück, haus, hoffmann
Arbeit zitieren
Janina Casjens (Autor), 2019, Das Phänomen der Spannung im Nachtstück "Das öde Haus" von E.T.A. Hoffmann, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/502549

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