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Olympiade 1936 und Leni Riefenstahls "Olympia". Triumph der (Film)Technik

Titel: Olympiade 1936 und Leni Riefenstahls "Olympia". Triumph der (Film)Technik

Seminararbeit , 2017 , 15 Seiten

Autor:in: Ilona Yafimava (Autor:in)

Filmwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Olympischen Spiele in Berlin 1936 hatten eine große Bedeutung nicht nur in der politischen und wirtschaftlichen Hinsicht, sondern sie bilden auch eine vielseitige historische Einheit, die einer wissenschaftlichen Untersuchung immer wieder wert ist. Darüber hinaus dient die Olympiade 1936 als Grundlage und Anlass für die Entstehung Leni Riefenstahls Olympia. Der zweiteilige Film ist einerseits dokumentarischer Träger, ein Zeitgenosse der Spiele und der Epoche, andererseits ist er ein starkes Propagandamittel, und besitzt zugleich einen bedeutenden historischen und künstlerischen Wert. Deswegen ist der Film in seinem Zusammenhang mit den Spielen 1936 aus kunsthistorischer, technischer und sozial-politischer Sicht ein sehr interessantes und vielversprechendes Forschungsobjekt der Kulturwissenschaft.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Olympischen Spiele 1936 und der technische Fortschritt Berlins

2.1 Das Vorfeld des Reichssportfeldes

2.2 Die Spiele als Medium und deren mediale Darstellung

2.3 Die Dokumentation und Gestaltung der Spiele

3. Olympia

3.1 Triumph der Filmtechnik

3.2 Kunst und Propaganda

3.3 Inszenierung, Dramaturgie und Dramatik

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis von Kunst, Technik und Politik am Beispiel von Leni Riefenstahls Film Olympia (1938) und den Olympischen Spielen 1936 in Berlin, mit dem Ziel zu ergründen, ob ein solches Werk als unpolitisch betrachtet werden kann.

  • Die mediale Inszenierung der Olympischen Spiele 1936
  • Technische Innovationen in der Sportdokumentation der 1930er Jahre
  • Das Spannungsfeld zwischen künstlerischem Ausdruck und politischer Propaganda
  • Die formale Ästhetik des Films und die Darstellung des menschlichen Körpers
  • Die Rolle der Filmtechnik bei der Konstruktion eines Massenornaments

Auszug aus dem Buch

3.1 Triumph der Filmtechnik

Olympia, die als Meilenstein der Filmgeschichte gilt, dokumentiert die während der Zeit des Nationalsozialismus in Berlin ausgetragenen Olympischen Spiele 1936.

Leni Riefenstahls Hauptstreben war es, in ihrem Film Sport als eine Demonstration der Kunst zu zeigen. Darunter ist einerseits der Sport als Kunst des kultivierten Körpers andererseits die Kunst diesen Körper zu filmen und in Szene zu setzten zu verstehen.

Für jede Disziplin plante sie [Leni Riefenstahl] Aufnahmen, die den Bewegungsablauf zeigen sollten. Dazu setzte sie ein Verfahren ein, das ihr ermöglichte, mit größtmöglichem Effekt die Bewegungen […] der Wettkämpfer aller Disziplinen einzufangen. Der Film Olympia demonstriert am besten eine Binsenweisheit, die heute alle kennen: Von allen Künsten ist die Filmkunst am meisten von der Technik abhängig.

Jede Sportart erforderte eine individuelle Behandlung, sodass sie möglichst eindrucksvoll dargestellt werden könnte. Leni Riefenstahl bediente sich aller Möglichkeiten der kinematographischen Technik.

Man hatte für die Läufer ein Travelling auf Schienen mit einer Länge von hundert Metern eingerichtet, das ausreichte, die Wettkämpfer in Bewegung zu filmen. Die Großaufnahmen wurden mit einem Teleobjektiv, das außer Sicht der Läufer war, eingefangen. Bein den Pferderennen hatten die Kameramänner Kleinbildkameras in Gummitaschen, die mit Federn vollgestopft waren, gesteckt und am Sattel des Pferdes befestigt. […] Alle Filmapparate, die auf dem Gelände benutzt wurden, waren geräuschlos, um nicht die Aufmerksamkeit der Athleten zu erregen und sie abzulenken. Bei den Schwimmkämpfen wurden für die Unterwasseraufnahmen Spezialkameras eingesetzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung verortet das Forschungsobjekt im kulturwissenschaftlichen Kontext und stellt die zentrale Frage nach der politischen Neutralität von Kunst unter dem Vorzeichen der NS-Zeit.

2. Die Olympischen Spiele 1936 und der technische Fortschritt Berlins: Dieses Kapitel behandelt die infrastrukturellen Planungen und die mediale Verbreitung der Spiele als Repräsentationsmittel des nationalsozialistischen Staates.

2.1 Das Vorfeld des Reichssportfeldes: Hier wird die Baugeschichte des Berliner Olympiageländes und die architektonische Bedeutung im Spannungsfeld von wirtschaftlicher Notwendigkeit und staatlichem Machtanspruch dargelegt.

2.2 Die Spiele als Medium und deren mediale Darstellung: Dieser Abschnitt analysiert die verschiedenen Medienkanäle wie Rundfunk und frühes Fernsehen, die die Spiele für ein Massenpublikum zugänglich machten.

2.3 Die Dokumentation und Gestaltung der Spiele: Hier wird die Wahl des Films als zentrales Medium zur Inszenierung des "Volkskörpers" und die damit einhergehende Problematik von Objektivität und Inszenierung thematisiert.

3. Olympia: Das Hauptkapitel konzentriert sich auf die spezifischen ästhetischen und filmischen Merkmale der Riefenstahl-Produktion.

3.1 Triumph der Filmtechnik: Dieses Kapitel erläutert die technischen Innovationen, wie Spezialkameras und Schienen-Travellings, die für die filmische Erfassung der sportlichen Dynamik genutzt wurden.

3.2 Kunst und Propaganda: Der Text diskutiert die untrennbare Verbindung von ästhetischer Gestaltung und ideologischer Vereinnahmung im Kontext eines NS-Auftragsfilms.

3.3 Inszenierung, Dramaturgie und Dramatik: Hier wird die zweiteilige Struktur des Films analysiert, wobei besonderes Augenmerk auf die Montage und die Darstellung von Massenbewegungen als Ornament liegt.

4. Fazit: Die abschließende Betrachtung kommt zu dem Schluss, dass Riefenstahls Werk trotz seiner Entstehung im Propagandakontext vor allem eine ästhetische Vision von Kraft und Körperlichkeit darstellt.

Schlüsselwörter

Leni Riefenstahl, Olympia, Olympische Spiele 1936, Filmtechnik, NS-Propaganda, Dokumentarfilm, Körperkult, Ästhetik, Kameratechnik, Werner March, Massenornament, Kulturwissenschaft, Filmgeschichte, Sportdokumentation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Leni Riefenstahls Film Olympia aus dem Jahr 1938 im Hinblick auf sein Spannungsfeld zwischen künstlerischer Gestaltung, technischer Innovation und politischer Vereinnahmung im Nationalsozialismus.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der medienhistorischen Bedeutung der Olympischen Spiele 1936, den angewandten Filmtechniken Riefenstahls sowie der theoretischen Frage nach der politischen Neutralität von Kunst.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, anhand der historischen Fakten und des Films objektiv zu erörtern, ob Kunst – insbesondere unter den Bedingungen des Dritten Reiches – unpolitisch sein kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine kulturwissenschaftliche Untersuchung, die filmästhetische Analysen mit historisch-kontextuellen Daten verknüpft, um das Werk in seiner Zeit zu verorten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die infrastrukturelle und mediale Vorbereitung der Spiele sowie eine detaillierte Analyse der filmischen Umsetzung, inklusive der eingesetzten Montagetechniken und der Inszenierung des Körpers.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den zentralen Begriffen gehören Olympia, NS-Propaganda, Filmtechnik, Körperkult, Ästhetik und die Rolle des Dokumentarfilms als Mittel der Selbstdarstellung eines Regimes.

Welche Rolle spielt die Technik für die ästhetische Wirkung des Films laut der Autorin?

Die Technik wird als essenziell beschrieben; Riefenstahl nutzte modernste Verfahren wie Unterwasserkameras und spezielle Kamerafahrten, um Sport als eine Form der "demonstrierten Kunst" und ästhetische Perfektion darzustellen.

Wie bewertet die Autorin den Propagandacharakter des Werks abschließend?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass es sich um einen Propagandafilm handelt, der jedoch in seiner künstlerischen Umsetzung weit über reine Propaganda hinausgeht und den Zeitgeist einer Ästhetisierung von Kraft widerspiegelt.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Olympiade 1936 und Leni Riefenstahls "Olympia". Triumph der (Film)Technik
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin
Autor
Ilona Yafimava (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
15
Katalognummer
V502564
ISBN (eBook)
9783346033208
ISBN (Buch)
9783346033215
Sprache
Deutsch
Schlagworte
olympiade leni riefenstahls olympia triumph film
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ilona Yafimava (Autor:in), 2017, Olympiade 1936 und Leni Riefenstahls "Olympia". Triumph der (Film)Technik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/502564
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Leseprobe aus  15  Seiten
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