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Auswirkungen von Stress auf das Arbeitsgedächtnis

Der Zusammenhang zwischen Alpha-Amylase-Tagesprofilen und der Leistung in einem n-back Test

Título: Auswirkungen von Stress auf das Arbeitsgedächtnis

Tesis (Bachelor) , 2018 , 60 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Lea Kern (Autor)

Psicología - Psicología clínica, Psicopatología, Prevención
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Ziel dieser Arbeit ist es, den Zusammenhang zwischen langfristigem Stress und dem Arbeitsgedächtnis zu untersuchen. Dabei wurde für die Messung von Stress sowohl ein Maß subjektiven Stressempfindens anhand der Perceived Stress Scale (PSS), als auch objektiv gemessener Stress anhand von Tagesprofilwerten der Alpha-Amylase im Speichel (sAA) herangezogen. Die Arbeitsgedächtnisleistung wurde anhand eines n-back Paradigmas operationalisiert.

Das Phänomen Stress ist für viele Menschen in unserer heutigen Gesellschaft in allen Lebensbereichen ein alltäglicher Begleiter, was mit weitreichenden Konsequenzen sowohl für den Körper als auch für die Psyche verbunden ist. Die soziologische Perspektive auf die heutige „Beschleunigungsgesellschaft“ (Schnabel, 2009) zeigt auf, wie wir im alltäglichen Leben ständig neuen Herausforderungen gegenübergestellt werden. Die Untersuchung der Einflüsse dieser dauerhaften Belastungen auf die Psyche und den Körper haben längst Einzug in das psychologische Forschungsfeld gefunden – unter dem Begriff Stressforschung.

Stress, oft negativ konnotiert, ist grundsätzlich eine gesunde Reaktion des Körpers, um durch autonome, endokrine und behaviorale Aktivierungsprozesse adaptiv mit herausfordernden oder bedrohlichen Situationen umzugehen. Es muss zwischen akuten adaptiven Stressreaktionen und den Konsequenzen chronischen Stresses unterschieden werden. Dieser kann durch alltägliche Belastungen oder einzelne einschneidende Lebensereignisse entstehen und hat gravierende Folgen für die körperliche und psychische Gesundheit. Daher ist es wichtig, Stressreaktionen, deren Moderatoren und kurz- und langfristigen Konsequenzen zu erforschen, um ihre Wirkung besser zu verstehen und praktische Implikationen für erfolgreiche Prävention und Behandlung negativer Stresseffekte abzuleiten.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Theoretische Einbettung

1.1 Einleitung

1.2 Theoretischer Hintergrund

1.2.1 Das psychologische Konstrukt Stress

1.2.1.1 Stresstheorien.

1.2.1.2 Physiologische Stressreaktion.

1.2.1.3 Chronischer Stress.

1.2.2 Das Enzym Alpha-Amylase

1.2.2.1 Tagesprofile

1.2.2.2. Alpha-Amylase und Stress.

1.2.3 Das Arbeitsgedächtnis.

1.2.3.1 Das Mehrkomponentenmodell des Arbeitsgedächtnisses.

1.2.3.2 Physiologische Betrachtung des Arbeitsgedächtnisses.

1.2.3.3 Arbeitsgedächtniskapazität.

1.2.3.4 N-Back Test als Maß der Kapazität des Arbeitsgedächtnisses.

1.2.5 Stress und Arbeitsgedächtnis.

1.3 Thematische Einordnung und Hypothesen der vorliegenden Arbeit

2 Methode

2.1 Stichprobe

2.2 Durchführung und Materialien

2.2.1 Online-Fragebogen.

2.2.2 Labortestung.

2.2.3 Erhebung der Alpha-Amylase Tagesprofile.

2.3 Gemessene Variablen und Operationalisierung

2.3.1 Arbeitsgedächtnisleistung.

2.3.2 Alpha-Amylase im Speichel als objektives Stressmaß.

2.3.3 Subjektives Stressempfinden.

2.3.4 Soziodemographische Daten.

2.3.5 Kontrollvariablen.

2.4 Studiendesign

2.5 Statistische Methoden

3 Ergebnisse

3.1 Datenaufbereitung

3.1.1 Voraussetzungsprüfung und Reliabilität.

3.2 Deskriptive Statistik

3.3 Kontrollvariablen

3.4 Hypothesentestung

3.4.1 Hypothese 1.

3.4.2 Hypothese 2.

3.4.3 Hypothese 3.

3.4.4 Hypothese 4.

3.5 Explorative Statistik

4 Diskussion

4.1 Zusammenfassung

4.2 Theoretische Einordnung der Ergebnisse

4.3 Limitationen

4.4 Implikationen

4.4.1 Forschungsperspektiven.

4.5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Abschlussarbeit ist es, den Zusammenhang zwischen langfristigem Stress und der kognitiven Leistungsfähigkeit des Arbeitsgedächtnisses zu untersuchen. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Beziehung zwischen dem subjektiv empfundenen Stress (gemessen via Perceived Stress Scale) sowie dem objektiv durch Speichel-Alpha-Amylase (sAA) Tagesprofile erfassten Stress und der Leistung in einem n-back Paradigma.

  • Analyse des Einflusses von Stress auf die kognitive Performance
  • Messung von Stress mittels subjektiver Fragebögen (PSS) und biologischer Marker (sAA)
  • Operationalisierung des Arbeitsgedächtnisses durch n-back Testung
  • Untersuchung von Zusammenhängen zwischen Stressbiologie und Gedächtniskapazität

Auszug aus dem Buch

1.2.1.1 Stresstheorien.

Ursprünglich formulierte Walter Cannon 1926 ein Stressmodell der Homöostase, welches besagt, dass Stress eine kompensatorische physiologische Reaktion auf Situationen ist, die das innere Gleichgewicht ins Wanken bringen. Daraus resultieren spezifisch entweder Flucht- oder Kampfreaktionen, um das Gleichgewicht wiederherzustellen. Sterling und Eyer (1988) hingegen vertreten die Meinung, dass das Modell der Homöostase Stressreaktionen nicht vollständig erklären kann. Laut ihrem Modell der Allostase ist das Ziel der Stressreaktion nicht nur die kurzfristige Wiederherstellung des Ausgangszustands, sondern auch die langfristige Anpassung des Organismus an Stressoren. Alleine durch diese Anpassungsfähigkeit an neue Bedingungen wird das Überleben und die Reproduktionsfähigkeit einer Spezies aufrechterhalten. Allerdings kommt es durch chronischen Stress auf Dauer zu einer Abnutzung der körperlichen Anpassungssysteme, der so genannten allostatic load (Sterling, 2012).

1974 formulierte Selye eine Theorie, in der Stress als eine nicht-spezifische körperliche Reaktion auf äußere Stressoren aufgefasst wird, die nach einem bestimmten Muster- dem Allgemeinen Adaptationssyndrom- verläuft: zunächst kommt es zu einer Alarmreaktion, auf die eine adaptive Reaktion folgt. Anhaltende Stressoren resultieren langfristig in einer Phase der Erschöpfung. Im Verlauf der Forschung zum Thema Stress wurde die Theorie Selyes durch weitere Erkenntnisse teilweise widerlegt beziehungsweise erweitert. So zeigten Studien, dass aus unterschiedlichen Stressoren sehr wohl spezifische körperliche Reaktionen resultieren können (Miller, Chen, & Zhou, 2007; Pacak, 2000; Pacak et al., 1998).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Theoretische Einbettung: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der Stressforschung und des Arbeitsgedächtnisses sowie deren physiologische und psychologische Verknüpfungen.

2 Methode: Hier werden das Studiendesign, die Stichprobenrekrutierung, die Labortestung mittels n-back Test sowie die Erhebung der Alpha-Amylase-Tagesprofile detailliert beschrieben.

3 Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die statistische Auswertung der erhobenen Daten, inklusive der Hypothesenprüfung und explorativer Analysen.

4 Diskussion: Hier werden die Ergebnisse theoretisch eingeordnet, methodische Limitationen der Studie erörtert und Implikationen für zukünftige Forschung abgeleitet.

Schlüsselwörter

Stressforschung, Arbeitsgedächtnis, n-back Test, Alpha-Amylase, Speichel-Biomarker, PSS, Stressreaktion, kognitive Leistung, chronischer Stress, allostatische Last, psychologische Konstrukte, Korrelationsstudie, Stressinduktion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den möglichen Zusammenhang zwischen langfristigem Stress und der Arbeitsgedächtnisleistung von Probanden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die Arbeit verknüpft psychologische Stresskonzepte, biophysiologische Stressmarker (insbesondere Alpha-Amylase) und kognitionspsychologische Modelle des Arbeitsgedächtnisses.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Hauptziel besteht darin zu klären, ob sich Stress, erfasst durch subjektive Einschätzungen und objektive Speichelmarker, negativ auf die Leistung in einem n-back Test auswirkt.

Welche wissenschaftlichen Methoden wurden verwendet?

Es wurde ein korrelatives Studiendesign mit einer Stichprobe von 57 Personen gewählt, bei dem neben Online-Fragebögen und Labortests mittels n-back Paradigma auch Speichelproben zur Bestimmung von Alpha-Amylase analysiert wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine ausführliche theoretische Einbettung, die Beschreibung der methodischen Durchführung, eine detaillierte Ergebnisanalyse sowie eine kritische Diskussion der Befunde.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Arbeitsgedächtnis, Alpha-Amylase-Tagesprofile, n-back Test und langfristigen Stress definiert.

Warum wurde das Enzym Alpha-Amylase als Stressmarker gewählt?

Alpha-Amylase im Speichel gilt als valider und gut handhabbarer biologischer Marker für die Aktivität des sympathischen Nervensystems, die bei Stressreaktionen eine zentrale Rolle spielt.

Zu welchem Schluss kommt die Autorin bezüglich des Zusammenhangs von Stress und Arbeitsgedächtnisleistung?

In der vorliegenden Studie konnte kein eindeutiger, signifikanter Zusammenhang zwischen langfristigem Stress und der Arbeitsgedächtnisleistung nachgewiesen werden, was vermutlich auf Stichprobenmerkmale wie den hohen Anteil an studentischen Probanden und mögliche Trainingseffekte zurückzuführen ist.

Final del extracto de 60 páginas  - subir

Detalles

Título
Auswirkungen von Stress auf das Arbeitsgedächtnis
Subtítulo
Der Zusammenhang zwischen Alpha-Amylase-Tagesprofilen und der Leistung in einem n-back Test
Universidad
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Calificación
1,0
Autor
Lea Kern (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
60
No. de catálogo
V502578
ISBN (Ebook)
9783346042026
ISBN (Libro)
9783346042033
Idioma
Alemán
Etiqueta
auswirkungen stress arbeitsgedächtnis zusammenhang alpha-amylase-tagesprofilen leistung test
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Lea Kern (Autor), 2018, Auswirkungen von Stress auf das Arbeitsgedächtnis, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/502578
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Extracto de  60  Páginas
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