Bartolomé de Las Casas. Gegner oder Wegbereiter einer europäisierten Welt?


Hausarbeit, 2019
25 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Bartolomé de Las Casas
2.1. Zeuge der Gewalt
2.2. Verteidiger der Rechte der Indios

3. Wann ist Gewalt gerecht? 3 Antworten im frühneuzeitlichen Spanien
3.1. Sepúlvedas Legitimierung von Gewalt
3.2. Vitorias Lehre des Naturrechts
3.3. Las Casas Ablehnung der bellum iustum -Argumentation

4. Wer oder was war Las Casas – Bedingungsloser Pazifist oder ekklesiastischer Imperialist?
4.1 Las Casas als Wegbereiter einer europäisierten Welt?
4.2 Las Casas als Gegner der Europäisierung der Welt?

5. Fazit

Quellen

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Der „Clash of Cultures“ durch die europäische Entdeckung der „Neuen Welt“ führte nicht nur zu einem Umdenken der europäischen Weltsicht, sondern auch zur Infragestellung ethisch-moralischer sowie wirtschaftstheoretischer Denkweisen. Das Interesse an den neuen Gebieten und Menschen provozierte hitzige Diskussionen innerhalb Europas über den rechtmäßigen Umgang mit ebendiesen. Aus ihrem Selbstverständnis heraus sahen sich die Kolonialstaaten der frühen Neuzeit der indigenen Bevölkerung gegenüber kulturell überlegen, es kam zur gewaltvollen Ausbeutung von Menschen und Land, gefolgt von einem erbitterten Wettstreit europäischer Staaten um weitere Kolonialgebiete.

Doch schon zu Beginn des 16. Jahrhunderts regte sich in den spanischen Kolonien Widerstand gegen dieses gewaltvolle Vorgehen, am wirkmächtigsten seitens der spanischen Geistlichen. Moralpredigten, päpstliche Erlasse, theologische Strömungen wie die „Schule von Salamanca“ und Rechtsstreitigkeiten wie der Disput von Valladolid waren die Mittel der Opposition gegen das unmoralische Vorgehen der spanischen Konquistadoren – aber bedeutete dies auch eine Opposition gegen die Aneignung der Welt durch Europa?

Dieser Frage soll in der Hausarbeit nachgegangen werden und ein besonderer Blick auf den „Verteidiger der Rechte der Indios“ Bartolomé de Las Casas geworfen werden. Inwiefern kann der „Erfinder“ des Menschenrechtsbegriffs auch als Vordenker einer globalisierten Welt gelten, in der alle Staaten und Völker liberalen Freihandel betreiben? Kann man seine Ideen als Konzept für eine humane Europäisierung verstehen? Oder als Angriff auf Kolonialisierung und Imperialismus?

Las Casas „ist unser Zeitgenosse“1. Mit diesen markigen Worten beschrieb Mariano Delgado, der Herausgeber von Las Casas Schriften ins Deutsche, den spanischen Mönch aus dem 16. Jahrhundert. Delgado will damit die Übertragbarkeit der Aussagen Las Casas aus der Frühen Neuzeit auf die heutige Zeit unterstreichen und aufzeigen, dass zunehmende Vernetzung damals wie heute mit Fragen zum Umgang mit „den Anderen“ verbunden sind. Las Casas stellte diese Fragen Zeit seines Lebens und bohrte damit unaufhörlich im moralischen Gewissen der Konquistadoren und der spanischen Krone. Die wichtigsten Ereignisse seines Kampfes für die Rechte der indigenen Einwohner Amerikas sollen deshalb zunächst erläutert werden, um die Ursache und vor allem die Folgen seiner Handlungen und Schriften einordnen zu können. Daraufhin werden die geistigen Strömungen des frühneuzeitlichen Spaniens aufgezeigt, die einerseits – vor allem in der Person Sepúlvedas – das Vorgehen spanischer Siedler in den Kolonien rechtfertigen sollten, dieses aber auch andererseits schon im frühen 16. Jahrhundert kritisierten. Letztere philosophische Denkrichtung wird heute als Spanische Spätscholastik bezeichnet und umfasst im Wesentlichen die Schule von Salamanca, deren führender Kopf Vitoria hier als Pars pro Toto untersucht werden soll. Anhand seiner Thesen lässt sich erkennen, wie ungewöhnlich pazifistisch Las Casas Meinung und Argumentation zu der Zeit war.

Zu der Frage, wer oder was Las Casas eigentlich war, gibt es einige Untersuchungen mit oft widersprüchlichen Erkenntnissen. So gilt er mitunter als „Vater der Menschenrechte“, Vordenker des Völkerrechts, erster Theoretiker der Gleichheit aller Menschen, erster Kämpfer für Ureinwohner, ebenso sei er ein Antikolonialist, Antiimperialist und Antispanier, gleichzeitig aber auch ein ekklesiastischer Imperialist gewesen, der hohes Ansehen bei der spanischen Krone genießt. Die Argumente der jeweiligen Positionen sollen deshalb skizziert werden, um am Ende die Diskussion nicht nur darauf zu beschränken, als was man Las Casas bezeichnen kann. Die Argumente tragen auch zu der Diskussion bei, welchen Beitrag Las Casas zu einer Aneignung der Welt durch Europa geleistet hat. So werden die gegensätzlichen Thesen Las Casas entweder als Gegner oder Wegbereiter einer europäisierten Welt zu sehen in eigenen Kapiteln begründet, um am Ende zu einem Fazit zu kommen.

Für diese Ausarbeitung wird von den überlieferten Schriften Las Casas ausgegangen, die wie erwähnt von Delgado 1994–1997 in deutscher Sprache herausgegeben wurden. Diese umfassen vier Bücher, die Delgado thematisch unterteilt in missionstheologische, historische und ethnographische sowie in zwei Büchern aufgeteilte sozialethische und staatsrechtliche Schriften. Anhand der Aufteilung erkennt man bereits die äußerst umfangreiche Arbeit des Gelehrten. In dieser Arbeit wird überwiegend vom ersten Buch2 ausgegangen, da dort Las Casas Standpunkt im Disput von Valladolid verschriftlicht ist.

Literatur zum Erfinder des Menschenrechtsbegriffs und seinen Arbeiten gibt es entsprechend viele. Zur Rezeption seiner Biographie wurde im Wesentlichen auf den Beitrag von Eggensperger3, Elverts Monographie4 sowie Gründers5 Studien zum Verhältnis von Mission und Kolonialismus zurückgegriffen. Im Diskussionsteil werden Positionen verschiedenster Autoren dargestellt. Zentral ist dabei die These Castros6, dass Las Casas einen ekklesiastischen Imperialismus verfolgte, die so auch von Elvert und – nicht in diesen Worten, aber in diesem Sinne – von Delgado sowie Knauß7 vertreten wird. Bordat8 und Wallerstein9 sind hingegen von einer bedingungslos pazifistischen Weltsicht Las Casas überzeugt. Wirtschaftstheoretische Folgen der Ideen der spanischen Spätscholastiker skizziert Thumfart10 in Bezug auf Hugo Grotius. Ohne darauf genauer einzugehen, sollen aber einzelne Argumente hier auf Las Casas Wirkung übertragen werden.

2. Bartolomé de Las Casas

1484 in Sevilla geboren – acht Jahre vor der Entdeckung Amerikas. Allein der Geburtsort war für sein weiteres Wirken von hoher Bedeutung, da Sevilla in dieser Zeit zum Hauptstützpunkt der spanischen Flotten wurde. Die bis dahin schon beachtliche Größe des spanischen Reiches, machte einen effizienten bürokratischen Apparat notwendig, der in Sevilla sein Zentrum hatte. All die Ex- und Importe, v. a. bezüglich des Handels mit "Westindien", wurden dort kontrolliert und abgewickelt, weshalb Las Casas schon per Geburt eine geographische Nähe zum Kolonialhandel hatte.11 So wurde ihm das Reisen um die Welt quasi schon in die Wiege gelegt. 15.000 Meilen soll er am Ende seines Lebens allein auf dem Meer zurückgelegt haben12, eine für die Zeit unglaublich hohe Zahl. Sie resultierte vor allem aus seiner starken Überzeugung, dass es der beste Weg sei, die Indios gewaltlos für den christlichen Glauben zu gewinnen, für die er all die Strapazen und schwierigen Diskussionen auf sich nahm.

Seine ersten Erfahrungen mit unterdrückten Völkern machte er schon im Alter von 16 Jahren, als er als Soldat gegen aufständische Morisken kämpfte, die sich als Muslime im christlichen Spanien nach der Reconquista 1500 benachteiligt fühlten. So wuchs Las Casas wie alle Spanier der Zeit mit einer gewissen Selbstverständlichkeit auf, bei Völkern, die sich nicht den Oberen beugen wollen, militärisch zu intervenieren. Eine weitere militärische Laufbahn schlug Las Casas im Folgenden allerdings aus und folgte seinem Vater 1502 auf die Insel Española. Dort verdiente er sich mit seinen gerade mal 18 Jahren schnell Anerkennung vom lokalen spanischen Gouverneur und erhielt, auch aufgrund von militärischen Erfolgen gegen aufbegehrende indígenas, eine encomienda - eine dem europäischen Lehnswesen angelehnte Form des Gutsbesitzes. So verfügte er im heutigen Haiti über Grund und Boden mitsamt Menschen, die ihm untergeben waren. Eggensperger unterstellt Las Casas nachvollziehbar, dass er dabei genauso wie seine Landsmänner seiner Gier nach Edelmetall nachgab, da Las Casas Ackerland genauso in Spanien hätte haben können. 13 So musste auch er ein großes Interesse am Edelmetallabbau besessen haben. Einen Sonderweg in frühen Jugendtagen kann man in dem späteren Mönch und Bischof deshalb keineswegs erkennen. Im Gegenteil, er war vielmehr ein Stereotyp eines spanischen Siedlers.

1506 ging Las Casas dann aber nach Europa zurück14 , um in Rom Rechtswissenschaften und Theologie zu studieren, und wurde 1507 zum Priester geweiht, woraufhin er wieder in die Neue Welt zurückkehrte. Neben der Verwaltung seiner encomienda arbeitete er nun auch als Priester und Seelsorger.

Dass Las Casas de facto Unfreie seine landwirtschaftliche Arbeit verrichten ließ, muss für ihn eine Selbstverständlichkeit gewesen sein, wie Eggensperger argumentiert. Er wollte als junger Mann Karriere machen, tat dies vor allem militärisch, sowohl in Spanien als auch in der Neuen Welt, und für die zeitgenössischen Spanier war es ein angemessener Lohn encomendero zu werden. Der Entschluss, Priester zu werden, sollte dabei auch nicht als erste Einsicht oder Zweifel am Vorgehen in der Neuen Welt interpretiert werden, weil man ihm das aus der späteren Retrospektive gerne zuschreiben würde. Ein Priestertum war im erzkatholischen Spanien für viele attraktiv und wurde entsprechend von einigen abgelegt. So hat Las Casas das Priestertum womöglich als genauso selbstverständlich erachtet, wie sein Umgang mit und die Versklavung der indigenen Bevölkerung - auch wenn das Verhalten mit christlichen Werten eigentlich unvereinbar sein mag. Diese Einsicht erlangte er erst später. 15

2.1. Zeuge der Gewalt

Für die Spanier war Zwangsbekehrung zum Christentum in der Zeit der Epochenwende vom Mittelalter zur Frühen Neuzeit ein legitimes Instrument der Innenpolitik. Wenn eine Bevölkerungsgruppe nicht der Religion der spanischen Krone folgte, schreckten die Spanier kaum vor Gewalt zurück, um die Bevölkerung zu loyalen Untertanen zu erziehen und sie dauerhaft in den Staatsverband einbeziehen zu können. Dies tat man bei den Juden, Mauren und schließlich eben auch bei der indigenen Bevölkerung Amerikas.16 Was die spanischen Konquistadoren den amerikanischen Ureinwohnern alles antaten, ist heute im Detail nur schwer zu rekonstruieren, klar ist aber, dass sie unvorstellbar grausam gewesen sein mussten. Das Wissen darüber haben wir heute im Wesentlichen Las Casas zu verdanken, der in seinem kurzen Bericht über Westindien [17] detailliert, aber tendenziös18, von Ereignissen auf der anderen Seite des Atlantiks berichtet. Hauptantriebsfeder dieser Gräueltaten war sicherlich der starke Wunsch nach schnellem Reichtum durch Gold oder Silber, weshalb die Spanier auch einiges versuchten, um die neu entdeckten Länder für sich zu reklamieren. Neben päpstlichen Legitimierungen wie der Vertrag von Tordesillas oder Inter Cetera berief man sich auf die Entdeckung selbst, aus der Rechtstitel erwachsen würden und auf eine geistige wie kulturelle Inferiorität der Ureinwohner. Die indígenas galten als "sprechende Tiere", die gerade so verständig waren, den christlichen Glauben anzunehmen und Befehle ihrer spanischen Herren zu befolgen. 19

Schwierig für die Zeitgenossen – und so auch für Las Casas – war die Frage wer die Schuld trägt an den Massakern. Ohne auf die lange Vorgeschichte der Entdeckung Amerikas und der Motivation Kolumbus einzugehen, sollte zunächst festgehalten werden, dass es die spanische Krone war, die ein wesentliches Interesse an Eroberungen hatte. Die stets leere Staatskasse musste innereuropäische und innerspanische Kriege finanzieren und die geographische Lage der iberischen Halbinsel erschwerte den lukrativen Handel mit Ostasien enorm. So finanzierte die Krone die Kolumbusexpeditionen, versuchte schnellstmöglich die entdeckten Gebiete vertragsrechtlich für sich zu reklamieren und erhoffte sich daraus einen wirtschaftlichen Gewinn.20 Aber derartige Gewaltexzesse, wie sie Las Casas in seinen Berichten über Westindien beschreibt, lassen sich mit dem Profitwunsch der Krone allein keineswegs erklären, zumal der Einfluss der spanischen Oberhäupter in der Kolonie aufgrund von Entfernung und mangelhafter Verwaltungssysteme äußerst gering war21. So macht Eggensperger die spanischen Siedler selbst für die Gräueltaten verantwortlich und bezeichnet sie als "Heuschrecken", die aus Perspektivlosigkeit in Europa ihr Heil in der Ferne suchten, um dort schnell hohen Profit zu erlangen.22 Dies wurde ihnen versprochen, dies wollten sie um jeden Preis erlangen. Billige Arbeitskräfte für Landwirtschaft und Minen nahmen sie in der Folge dankbar und in großer Zahl an. Es entstand ein Machtgefüge, das kaum einer Kontrolle unterlag. Die spanische Krone konnte ein europäisches Vasallensystem nicht durchsetzen, weil die Siedler vor Ort nichts von ihrem "Kuchen" abgeben wollten und es zunächst an einer Instanz fehlte, die diesem Verhalten widersprach. Die unterlegene Waffentechnik der Indios verhinderte einen Widerstand und die Geistlichen vor Ort waren um die Jahrhundertwende selbst noch Profiteure der Ausbeutung, Las Casas selbst sei hier als Beispiel genannt. Erst als die Einheimischen immer mehr zu Sklaven wurden und die Gewalt ins Unbeschreibliche wuchs, entstanden lautere Zweifel am Vorgehen, vor allem vonseiten der Geistlichen. Sie waren die Einzigen, die sich als Kontrollinstanz vor Ort etablieren konnten.23

Zwar war es schon mit Kolumbus 1492 Usus, Kleriker mit in die Kolonien zu nehmen, doch erst 1510 schlossen sich dem die Dominikanermönche an – ein Segen für die amerikanischen Ureinwohner.24 Sie waren weniger korrumpierbar und stellten das Verhalten der Konquistadoren lautstark an den Pranger. Bestes Beispiel dafür ist die Adventspredigt von Antonio de Montesino 151125, die von Las Casas später veröffentlicht wurde und die Unvereinbarkeit der Ausbeutung und Vernichtung der Ureinwohner mit christlichen Werten und der Gesetzgebung unterstreicht. Die Dominikaner standen seitdem in Daueropposition zu den spanischen Siedlern und es folgten gegenseitige Vorwürfe und Kritik.26 Bis zum Ende der 1560 beendeten Conquista leisteten sie die geistliche Pionierarbeit, pazifizierten und integrierten die Indigenen, bevor der von Kolonialstaat und Amtskirche favorisierte Weltklerus die geschaffene klerikale Infrastruktur übernahm.27

[...]


1 Vgl. Delgado, Mariano: Die Entstehung moderner Rechtskonzeptionen in der spanischen Scholastik. In: M. Kaufmann & R. Schnepf (Hgg.), Politische Metaphysik. Die Entstehung moderner Rechtskonzeptionen in der spanischen Scholastik. Treffpunkt Philosophie 8, Frankfurt a.M. 2007, S. 176–200. Hier S. 199.

2 Vgl. Delgado, Mariano, Pietschmann, Horst, Sievernich, Michael: Bartolomé de Las Casas. Werkauswahl. In: M. Delgado (Hg.), Missionstheologische Schriften, Bd. 1, Übersetzungen von B. Pockrandt und H. Wels, Paderborn/München/Wien/Zürich 1994.

3 Vgl. Eggensperger, Thomas: Bartolomé de Las Casas: Versuch des Respekts vor dem Anderen. In: B. Springer & A. Fidora (Hgg.), Religiöse Toleranz im Spiegel der Literatur. Eine Idee und ihre ästhetische Gestaltung, Münster 2009, S. 117–128.

4 Vgl. Elvert, Jürgen: Europa, das Meer und die Welt. Eine maritime Geschichte der Neuzeit. München 2018.

5 Vgl. Gründer, Horst: Christliche Heilsbotschaft und weltliche Macht. Studien zum Verhältnis von Mission und Kolonialismus. In: F.-J. Post, T. Küster, C. Sorgenfrey (Hgg.), Europa – Übersee 14, Münster 2004.

6 Vgl. Castro, Daniel: Another face of empire. Bartolomé de Las Casas, indigenous rights and ecclesiastical imperialism. In Buchserie: Latin America Otherwise: Languages, Empires, Nations. Durham 2007.

7 Vgl. Knauß, Stefan: Von der Conquista zur Responsibility while Protecting. In: M. Kaufmann (Hg.), Treffpunkt Philosophie 14, Frankfurt a.M. 2015.

8 Vgl. Bordat, Josef: Gerechtigkeit und Wohlwollen. Das Völkerrechtskonzept des Bartolomé de Las Casas. Aachen 2006.

9 Vgl. Wallerstein, Immanuel Maurice & Pelzer, Jürgen: Die Barbarei der anderen. Europäischer Universalismus. Berlin 2010.

10 Vgl. Thumfart, Johannes: 400 Jahre Freiheit der Meere - 400 Jahre Ökonomische Theologie? Ideengeschichtliche Skizze zu Hugo Grotius und Francisco de Vitoria, nach Giorgio Agamben, Carl Schmitt und Max Weber. In: Hugo Grotius: Mare Liberum. Zur Aktualität eines Klassikertextes, S. 25-31, Potsdam 2009.

11 Vgl. Eggensperger 2009, S. 117–118.

12 Vgl. Delgado 1994, S. 33.

13 Eggensperger 2009, S. 117.

14 Die genauen Beweggründe für sein Theologiestudium lässt sich für die Forschung aufgrund mangelnder Quellen aus den Anfangsjahren Las Casas nicht mehr rekonstruieren.

15 Vgl. für eine zusammengefasste Darstellung der wichtigsten Lebensereignisse Eggensperger 2009, 117–118. Oder für eine äußerst detaillierte Biographie vgl. Neumann, Martin: Las Casas. Die unglaubliche Geschichte von der Entdeckung der neuen Welt. Freiburg 1992.

16 Vgl. Gründer 2004, S. 30.

17 Delgado, Mariano, König, Hans-Joachim: Bartolomé de Las Casas. Werkauswahl. In: M. Delgado (Hg.), Historische und ethnographische Schriften, Bd. 2, Übersetzungen von B. Pockrandt und H. Wels, Paderborn/München/Wien/Zürich 1995.

18 Vgl. Eggensperger 2009, S. 117–118. Er spricht gar von einem „überschätzten Werk“.

19 Vgl. Bordat 2006, S. 45. Diese Inferioritätsbehauptung gehe zurück auf Aristoteles "Sklaven von Natur", der "nur insofern an der Vernunft teilhat, als er sie von anderen annimmt, sie aber nicht von sich aus besitzt".

20 Vgl. Elvert 2018, S. 160–176, v.a. S. 166–167.

21 Vgl. Eggensperger 2009, S. 118–119.

22 Vgl. ebd., S. 119.

23 Vgl. ebd.

24 Grund für das späte Einsetzen waren lange Diskussionen der Dominikaner wie man eine ideale Ordensobservanz ohne Klöster und Gemeinschaften in den Siedlungsgebieten aufrechterhalten kann.

25 Vgl. Elvert 2018, S. 193–194.

26 Vgl. Eggensperger 2009, S. 119–120.

27 Vgl. Gründer 2004, S. 34.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Bartolomé de Las Casas. Gegner oder Wegbereiter einer europäisierten Welt?
Hochschule
Universität zu Köln  (Historisches Institut)
Veranstaltung
Die Aneignung der Welt durch Europa
Note
1,0
Autor
Jahr
2019
Seiten
25
Katalognummer
V502730
ISBN (eBook)
9783346033277
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Las Casas, Bartolomé de Las Casas, Europäisierung, Recht, Frühe Neuzeit, Clas of Cultures, Spanische Spätscholastik, Sepúlveda, Vitoria, bellum iustum, ekklesiastischer Imperialismus, 16. Jh., Entdeckung der Neuen Welt, Dominikaner, Erfinder der Menschenrechte, Menschenrechte
Arbeit zitieren
Philipp Müller (Autor), 2019, Bartolomé de Las Casas. Gegner oder Wegbereiter einer europäisierten Welt?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/502730

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