Dem Konzept des Sozialkapitals wird in neuerer Zeit stetig zunehmende Bedeutung beigemessen. Nicht nur der Bereich der Sozialwissenschaften, sondern z.B. auch die Politik oder die Wirtschaft bedient sich in ihrer Forschung an den Erklärungsansätzen des Sozialkapitals. Zwar ist es durch die Vielzahl an Sparten praktisch aussichtslos, eine einheitliche Definition des Begriffs zu finden, jedoch kann in nahezu jedem Kontext ein positiver Einfluss auf die gesellschaftliche Integration und den damit verbundenen demokratischen Prozess beobachtet werden.
Das Sozialkapital fungiert also als erklärende Variable für die unterschiedlichsten gesellschaftlichen Phänomene; so auch für die gesundheitliche Ungleichheit. Seit den 1990er Jahren gelten die sozialen Netzwerke in der Gesundheitsforschung als wichtige Indikatoren für die verschiedensten Erkenntnisse. Seither wächst die Anzahl der Studien, die den Zusammenhang von Sozialkapital und der Gesundheit des Menschen untersuchen, fortwährend. Eine Vielzahl dieser Studien liefert eindeutige Beweise dafür, dass die mentale und physische Gesundheit eines Individuums durch den Grad an sozialer Interaktion und durch die Qualität sozialer Netzwerke und Umwelten beeinflusst wird. Das Sozialkapital dient in dieser Hinsicht also als Ressource, die Einfluss auf den Gesundheitszustand des Individuums nimmt.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Theoretischer Rahmen
- Sozialkapital - eine Begriffserklärung
- Definition von Gesundheit
- Aktuelle Lage in Europa
- Hypothesen
- Studienuntersuchung
- Ergebnisdarstellung
- Poortinga
- Rocco/SUHRCKE
- Islam et al.
- Mohnen et al.
- Auswertung
- Ergebnisdarstellung
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Ziel dieser Arbeit ist es, die Frage zu klären, ob Sozialkapital als eine individuelle oder eine gemeinschaftliche Ressource betrachtet werden kann. Dabei wird insbesondere der Einfluss der Sozialkapitalausstattung auf die subjektive Gesundheit europäischer Bewohner untersucht.
- Definition und verschiedene Ansätze des Sozialkapitals
- Konzept der Gesundheit und deren Relevanz für die gesellschaftliche Integration
- Aktuelle Studien zum Zusammenhang von Sozialkapital und Gesundheit in Europa
- Analyse der Auswirkungen von Sozialkapital auf die subjektive Gesundheit auf individueller und gesamtgesellschaftlicher Ebene
- Bewertung der Ergebnisse im Kontext der Forschungsfrage
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema des Sozialkapitals und seine Bedeutung für die Gesellschaft ein. Sie stellt die Forschungsfrage nach der individuellen oder gemeinschaftlichen Natur des Sozialkapitals und seinem Einfluss auf die Gesundheit europäischer Bewohner. Das zweite Kapitel behandelt den theoretischen Rahmen, indem es verschiedene Definitionen des Sozialkapitals sowie die Definition von Gesundheit beleuchtet. Außerdem werden die aktuellen Studienlage in Europa und die Forschungsfrage in Form von Hypothesen zusammengefasst. Das dritte Kapitel widmet sich der empirischen Untersuchung und der Auswertung der Ergebnisse verschiedener Studien, welche den Zusammenhang von Sozialkapital und Gesundheit in Europa beleuchten. Das vierte Kapitel beinhaltet das Fazit, welches die zentralen Ergebnisse der Arbeit zusammenfasst und die Forschungsfrage beantwortet.
Schlüsselwörter
Sozialkapital, Gesundheit, subjektives Wohlbefinden, soziale Interaktion, gesellschaftliche Integration, europäische Gesellschaft, Studienanalyse, empirische Forschung.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter Sozialkapital?
Sozialkapital bezeichnet die Ressourcen, die sich aus sozialen Netzwerken, Vertrauen und gegenseitiger Unterstützung in einer Gemeinschaft ergeben.
Beeinflusst Sozialkapital die Gesundheit?
Ja, zahlreiche Studien belegen, dass Menschen mit hoher sozialer Interaktion und starken Netzwerken oft eine bessere physische und mentale Gesundheit aufweisen.
Ist Sozialkapital eine individuelle oder gemeinschaftliche Ressource?
Die Arbeit untersucht beide Aspekte: Es ist individuell (persönliche Kontakte) und gemeinschaftlich (gesellschaftlicher Zusammenhalt).
Wie wirkt sich soziale Ungleichheit auf die Gesundheit aus?
Soziale Ungleichheit führt oft zu geringerem Sozialkapital, was wiederum das Risiko für Krankheiten und geringeres subjektives Wohlbefinden erhöht.
Welche Rolle spielt Vertrauen in diesem Kontext?
Vertrauen ist eine Kernkomponente des Sozialkapitals; es erleichtert Kooperationen und fördert die psychische Stabilität in Krisenzeiten.
- Arbeit zitieren
- Lisanne Schmitz (Autor:in), 2018, Sozialkapital. Eine individuelle oder gemeinschaftliche Ressource?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/502790