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Die Hintergründe von "Les Saltimbanques" von Pablo Ruiz Picasso

Título: Die Hintergründe von "Les Saltimbanques" von Pablo Ruiz Picasso

Trabajo Escrito , 2019 , 28 Páginas

Autor:in: Nadja Schwarzenegger (Autor)

Arte - Pintura
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Geheimnisvoll, melancholisch, seltsam, ein wenig traurig und sensibel, isoliert und doch zusammengehörig, regungslos und zugleich umherziehend, heimatlos: So oder so ähnlich ließe sich der erste Eindruck beim Betrachten Picassos Gemälde "Les Saltimbanques" beschreiben. Bei längerer Betrachtung stellen sich dem Betrachter vielerlei Fragen: Wer sind diese Figuren? Woher kommen sie? Weshalb finden sie sich in dieser leeren Landschaft wieder und wohin gehen sie? Wie ist das Werk entstanden? Was wollte Picasso mit diesem Gemälde ausdrücken?

Die vorliegende Hausarbeit im Rahmen des Hauptseminars "Der frühe Picasso: Vom Fin-de-siècle bis zum Beginn des Kubismus (1900 – 1909)" versucht, diesen und weiteren Fragen mitunter durch den Blick auf die Entstehungsgeschichte und den Werkprozess sowie einer kunstgeschichtlichen Einordnung des Motivs gerecht zu werden. Im Vordergrund steht darüber hinaus auch die Analyse der von Picasso eingesetzten bildnerischen Mittel, um vom Bild ausgehende Wirkungen auf den Betrachter direkt am Bild zu belegen.

Somit baut sich diese Arbeit wie folgt auf: Zu Beginn des Hauptteils steht die charakterisierende Beschreibung des Gemäldes. Darauf folgt eine schwerpunktmäßige Analyse der bildnerischen Mittel. Als nächstes werden unter Berücksichtigung von Vorstudien und Skizzen Stationen des Werkprozesses des Gemäldes vollzogen. Ein kurzer Blick auf die bedeutsamen gemäldetechnologischen Untersuchungen von E. A. Carmean eröffnen dabei einen aufschlussreichen Blick auf die unter dem heutigen Gemälde liegende Malschichten.

Dieser Teil der Arbeit endet mit der Interpretation des Bildes, bevor im darauffolgenden Teil um die ikonographische Einordnung des Bildmotivs behandelt wird. Durch Klärung der Begrifflichkeiten und dem Blick auf die Herkunft des Zirkus- und Akrobatenmotivs in der bildenden Kunst soll dem Leser Picassos Begegnung mit der Welt des Zirkus und der Akrobaten verständlich gemacht werden. Der Vergleich mit ausgewählten Zirkus- und Akrobatendarstellungen rundet dieses Kapitel durch Anschaulichkeit ab.

Als nächstes zeigt ein Exkurs exemplarisch die Rezeption von Picassos Gemälde bei seinen Zeitgenossen Guillaime Appollinaire und Rainer Maria Rilke auf. Den Abschluss bildet ein resümierendes Fazit und ein kurzer Ausblick auf Picassos weiteres Schaffen nach dem Gemälde Les Saltimbanques. Ziel dieser Arbeit ist es darüber hinaus, einen Überblick über bisherige Forschungsergebnisse zu dem Werk zu bieten.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Les Saltimbanques (1905)

2.1. Charakterisierende Beschreibung und Wirkung des Dargestellten

2.2. Analyse bildnerischer Mittel

2.3. Bildinterpretation

2.4. Werkprozess: Skizzen, Vorstudien, Grafiken & Bezugswerke Picassos

3. Picasso und die Welt der Zirkusleute: zeitgeschichtliche Einordnung

3.1 Kurzüberblick: Herkunft, Begrifflichkeiten und Traditionslinien des Zirkus in Frankreich

3.2 Ikonographie: Zirkus- und Akrobatendarstellungen des 18. und 19. Jahrhunderts in Frankreich

4. Exkurs: Rezeption des Gemäldes

4.1. Literatur: Appollinaire

4.2. Literatur: Rainer Maria Rilkes 5. Elodie

4.2.1 Rilke und Picasso

4.2.2 Rilkes Begegnung mit den Saltimbanques und deren weiterer Verbleib

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht in einer umfassenden kunstgeschichtlichen Untersuchung von Pablo Picassos Gemälde Les Saltimbanques aus dem Jahr 1905, wobei insbesondere der Werkprozess, die ikonographische Einordnung in die Tradition der Zirkusdarstellungen und die zeitgenössische literarische Rezeption analysiert werden, um die Wirkung der melancholischen Akrobatengruppe zu ergründen.

  • Charakterisierung und formale Analyse des Gemäldes Les Saltimbanques
  • Untersuchung des künstlerischen Werkprozesses und der Entstehungsgeschichte
  • Historische Verortung des Zirkus- und Akrobatenmotivs in der französischen Kunst
  • Literarische Rezeption durch Guillaume Apollinaire und Rainer Maria Rilke
  • Künstlerische Identifikation mit dem Außenseiterstatus der Akrobaten

Auszug aus dem Buch

2.1. Charakterisierende Beschreibung und Wirkung des Dargestellten

Das Bild (Abb. 1) zeigt sechs inmitten einer wüstenartigen Landschaft nah beieinanderstehende Personen unterschiedlichen Alters.

Der sich am oberen Bildrand befindliche Himmel weist eine lockere Malweise und verschiedene Hellblautöne, hellen Grün- und Violetttönen sowie abgestuften Weißtönen auf und nimmt etwa ein Viertel der Bildfläche ein. Die restliche Landschaft besteht aus leicht geschwungenen Hügeln, welche aufgrund der überwiegend hellbraunen Farbigkeit vermutlich aus Sand bestehen. In dieser Umgebung finden sich die zum Teil auffallend farbig und zirkusartig gekleideten Personen, die als Gruppe den größten Anteil der Bildfläche einnehmen. In der rechten oberen Ecke des Bildes jedoch öffnet sich der freie Blick auf die Sandhügellandschaft und den bewegten, scheinbar mit Wolken überzogenen Himmel.

Es fällt auf, dass die Personen in unterschiedliche Richtungen blicken und sich trotz geringer räumlicher Distanz nicht direkt ansehen oder miteinander kommunizieren, worauf die überwiegend geschlossenen Münder hinweisen. Die Augen erscheinen überwiegend dunkel und leer, sodass ein differenzierter Blick nicht festgestellt werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Fragestellung nach der Bedeutung und Entstehungsgeschichte des Gemäldes Les Saltimbanques vor und skizziert den methodischen Aufbau der Untersuchung.

2. Les Saltimbanques (1905): Dieses Kapitel analysiert das Gemälde formal, beleuchtet Picassos Werkprozess sowie die zugrunde liegende Ikonographie und bietet einen Interpretationsansatz für das Werk.

3. Picasso und die Welt der Zirkusleute: zeitgeschichtliche Einordnung: Die Untersuchung befasst sich mit der Tradition des Zirkus in Frankreich und der künstlerischen Motivwahl, die Akrobaten als Symbole für den modernen Außenseiterstatus zu nutzen.

4. Exkurs: Rezeption des Gemäldes: Dieser Teil betrachtet die literarische Auseinandersetzung von Guillaume Apollinaire und Rainer Maria Rilke mit dem Gemälde sowie dessen Rezeptionsgeschichte.

5. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Resümee der formalen und inhaltlichen Aspekte und betont die Einreihung Picassos in die bestehende Motivgeschichte bei gleichzeitiger Schaffung eines neuen Ausdrucks.

Schlüsselwörter

Pablo Picasso, Les Saltimbanques, Akrobaten, Zirkusmotiv, Kunstgeschichte, Rosa Periode, Bildanalyse, Ikonographie, Guillaume Apollinaire, Rainer Maria Rilke, Moderne Kunst, Außenseiter, Werkprozess, Malerei, Motivgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht das Gemälde Les Saltimbanques von Pablo Picasso aus dem Jahr 1905 hinsichtlich seiner formalen Gestaltung, seines Entstehungsprozesses und seiner ikonographischen Einbettung in die Kunstgeschichte.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit thematisiert vor allem die Welt des Zirkus in der Kunst, die künstlerische Auseinandersetzung mit Außenseiterrollen, die formale Bildsprache Picassos sowie die literarische Rezeption durch zeitgenössische Dichter.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, einen Überblick über bisherige Forschungsergebnisse zu bieten und das Werk durch eine eigene formale Analyse sowie eine Untersuchung der Entstehungsgeschichte und Rezeption tiefergehend zu interpretieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit verwendet eine Kombination aus formaler Bildanalyse, historischer Einordnung, Untersuchung von Werkprozessen anhand von Skizzen und Quellen sowie eine literaturwissenschaftliche Betrachtung der Rezeptionsgeschichte.

Was deckt der Hauptteil ab?

Der Hauptteil gliedert sich in die Beschreibung und Analyse des Gemäldes, die Betrachtung des Werkprozesses, eine historische Einordnung des Zirkusmotivs sowie einen Exkurs über die Rezeption des Werkes durch Zeitgenossen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Pablo Picasso, Les Saltimbanques, Akrobatik, Rosa Periode, Ikonographie und die literarische Interpretation durch Rilke und Apollinaire.

Warum ist die Unterscheidung zwischen "bateleur" und "saltimbanque" für das Verständnis der Arbeit so wichtig?

Die Differenzierung ist notwendig, um die Ikonographie korrekt einzuordnen, da die Begriffe unterschiedliche Traditionen und soziale Kontexte (z.B. fahrende Gaukler vs. Akrobaten als Außenseiter) bezeichnen.

Welche Rolle spielte Rilkes "5. Elegie" in der Untersuchung des Gemäldes?

Rilkes Elegie dient als exemplarisches Beispiel für die tiefe künstlerische und emotionale Rezeption des Gemäldes durch Zeitgenossen, bei der das Werk eine entscheidende Rolle für das Verständnis von Picassos Schaffen einnahm.

Final del extracto de 28 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Hintergründe von "Les Saltimbanques" von Pablo Ruiz Picasso
Universidad
University of Regensburg  (Kunstgeschichte)
Curso
Der frühe Picasso: Vom Fin-de-siècle bis zum Beginn des Kubismus (1900-1909)
Autor
Nadja Schwarzenegger (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
28
No. de catálogo
V502799
ISBN (Ebook)
9783346038838
ISBN (Libro)
9783346038845
Idioma
Alemán
Etiqueta
hintergründe saltimbanques pablo ruiz picasso
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Nadja Schwarzenegger (Autor), 2019, Die Hintergründe von "Les Saltimbanques" von Pablo Ruiz Picasso, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/502799
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