Diese Hausarbeit greift die Frage auf, inwiefern sich Airbnb auf den lokalen Wohnungsmarkt in Berlin auswirkt. Die Grundthese lautet, dass Airbnb negative Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt und die Hotellerie in Berlin hat. Durch die zunehmende Nutzung von elektronischen Plattformen und sozialen Netzwerken wächst auch der Bereich der Sharing Economy. Vom Eigenheim bis zum Auto wird vieles zur vorübergehenden Nutzung angeboten. Besonders im Tourismussektor gewinnt die Sharing Economy immer mehr an Bedeutung. Eines der bekanntesten Unternehmen für die Online-Vermittlung von privaten Unterkünften ist Airbnb.
Zu Beginn wird der Begriff Airbnb im Zusammenhang mit Sharing Economy definiert. Im Anschluss wird die Entwicklung des Tourismus in Berlin analysiert und ins Verhältnis zu der Anzahl der Touristen, die Airbnb nutzen, gesetzt. Danach folgt die Analyse des Berliner Wohnungsmarktes. Im Anschluss wird über die Auswirkungen von Airbnb auf den Wohnungsmarkt diskutiert. Darauf folgt eine Erläuterung zu der Konkurrenz zwischen Airbnb und der Hotellerie. Anschließend wird auf die dazugehörigen möglichen Auswirkungen und Reaktionen der Hotellerie, durch das Wachstum von Airbnb, eingegangen. Im letzten Kapitel wird eine Schlussfolgerung gezogen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Airbnb als Sharing Economy
2.1 Grundprinzipien der Sharing Economy
2.2 Airbnb
3 Tourismus in Berlin
3.1 Tourismusentwicklung in Berlin
3.2 Nutzungsentwicklung von Airbnb
4 Analyse des Berliner Wohnungsmarktes im Zusammenhang mit Airbnb
4.1 Der Berliner Wohnungsmarkt
4.1.1 Bevölkerungsentwicklung
4.1.2 Wohnungsbauentwicklung
4.1.3 Preisentwicklung
4.2 Mögliche Auswirkungen von Airbnb auf den Berliner Wohnungsmarkt
5 Airbnb und die Hotellerie
5.1 Airbnb ein unlauterer Wettbewerber
5.2 Zweckentfremdungsverbotsgesetz
5.3 Reaktionen der Hotellerie
6 Schlussfolgerung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen der Online-Plattform Airbnb auf den lokalen Wohnungsmarkt sowie die traditionelle Hotellerie in Berlin, um zu prüfen, ob von dem Geschäftsmodell negative Konsequenzen ausgehen.
- Grundlagen der Sharing Economy und des Unternehmens Airbnb
- Entwicklung des Tourismussektors in Berlin
- Analyse der Wohnraumsituation unter Berücksichtigung von Airbnb-Inseraten
- Konfliktpotenziale zwischen Airbnb und der klassischen Hotellerie
- Rechtliche Rahmenbedingungen wie das Zweckentfremdungsverbotsgesetz
Auszug aus dem Buch
5.1 Airbnb ein unlauterer Wettbewerber
Berlin zählt zu einer der dynamischsten Städte in Bezug auf den Tourismus. Die Gästeanzahl lag dieses Jahr bei 7.667 und die Übernachtungen bei rund 18.512 (Statistik Berlin-Brandenburg, 2018).
Trotz der guten Zahlen der Hotellerie steht Airbnb in Diskussion, da die Plattform stetig wächst. Gründe hierfür sind, dass die Plattform Privatpersonen ermöglicht, auf eine einfache Weise Geld zu verdienen. Zudem ist hinzuzufügen, dass der Schwerpunkt der Zielgruppe auf der Generation Y liegt. Der Grund hierzu ist, dass Personen aus dieser Generation oftmals nachgesagt wird, dass sie offen für Neues sind und als Tourist meist Hostels besuchen, wodurch es dazu kommt, dass sie teilweise auf der Suche nach neuen Alternativen sind, wie zum Beispiel Airbnb. Zu der Generation Y gehört die Generation, die im Zeitraum der früheren 1980er bis hin der frühen 2000er geboren wurde (Allihn, 2014).
Durch das schnelle Wachstum und die zunehmende Beliebtheit von Airbnb wird die Plattform als Konkurrenz der Hotellerie wahrgenommen und als unlauterer Wettbewerber bezeichnet. Unter unlauterem Wettbewerb ist ein Verstoß gegen das sittliche und rechtmäßige Verhalten eines Unternehmens oder einer Organisation zu verstehen. Airbnb ist bekannt als unlauterer Wettbewerber, aufgrund dessen, dass nicht alle Marktteilnehmer die gleichen Grundlagen und Bedingungen im laufenden Wettbewerb haben und so unfaire Rahmenbedingungen entstehen. Von Airbnb Anbietern müssen nicht die gleichen Standards und Auflagen wie von der Hotellerie erfüllt werden, was grundlegend ist. Eine Unterkunft, die über Airbnb angeboten wird, kann nicht eins zu eins mit einem Hotel verglichen werden. Beispielsweise mussten sich die Privatunterkünfte von Airbnb bis zu diesem Jahr nicht beim Gewerbeamt anmelden („Lücke im Gesetz“, 2014) und auch keine Hygiene- und Sicherheitsstandards nachweisen. (IHA, 2014). Zudem mussten sie auch keine entsprechenden Steuern zahlen, während die Hotellerie dazu verpflichtet ist (Abel & Kraetzer, 2014).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema Sharing Economy ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Auswirkungen von Airbnb auf den Wohnungsmarkt und die Hotellerie in Berlin.
2 Airbnb als Sharing Economy: Dieses Kapitel definiert die Grundprinzipien des kollaborativen Konsums und stellt das Geschäftsmodell von Airbnb sowie dessen globale Verbreitung vor.
3 Tourismus in Berlin: Es wird die touristische Entwicklung in Berlin analysiert und in den Kontext der steigenden Nutzung der Airbnb-Plattform gesetzt.
4 Analyse des Berliner Wohnungsmarktes im Zusammenhang mit Airbnb: Das Kapitel untersucht die Bevölkerungs- und Wohnungsbauentwicklung in Berlin und diskutiert, ob Airbnb einen signifikanten Einfluss auf den Wohnraummangel und die Preisentwicklung hat.
5 Airbnb und die Hotellerie: Hier werden die Konflikte zwischen Airbnb und der Hotellerie beleuchtet, einschließlich der Wettbewerbsvorteile von Airbnb und der gesetzlichen Regelungen sowie der Reaktionen der Hotelbranche.
6 Schlussfolgerung: Das letzte Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die Anfangshypothese der negativen Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt nicht bestätigt werden kann.
Schlüsselwörter
Airbnb, Sharing Economy, Berlin, Tourismus, Wohnungsmarkt, Wohnungsbau, Mietpreisentwicklung, Hotellerie, unlauterer Wettbewerb, Zweckentfremdungsverbotsgesetz, Gästezahlen, Unterkunftssektor, Generation Y, Immobilienmarkt, Wohnungsknappheit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des Sharing-Economy-Unternehmens Airbnb auf den Wohnungsmarkt und die klassische Hotellerie in der Stadt Berlin.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Arbeit behandelt die Entwicklung der Sharing Economy, das Tourismuswachstum in Berlin, die aktuelle Situation auf dem Berliner Wohnungsmarkt und die Wettbewerbsbeziehung zur Hotellerie.
Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es zu untersuchen, inwieweit Airbnb negative Einflüsse auf den Berliner Wohnungsmarkt und die Hotellerie ausübt und ob die Anfangshypothese einer negativen Beeinträchtigung haltbar ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Datenanalyse unter Verwendung aktueller Statistiken, Berichte von Ämtern sowie Branchenpublikationen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der touristischen Entwicklung, die Untersuchung der Bevölkerungs- und Wohnraumsituation sowie die detaillierte Darstellung der rechtlichen und wettbewerbsrechtlichen Konflikte zwischen Airbnb und Hotels.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Airbnb, Sharing Economy, Berlin, Wohnungsmarkt, Hotellerie und Zweckentfremdungsverbotsgesetz.
Welche Rolle spielt das Zweckentfremdungsverbotsgesetz in dieser Analyse?
Das Gesetz wird als regulatorische Antwort des Staates beschrieben, um die Zweckentfremdung von Wohnraum für touristische Zwecke zu kontrollieren und faire Wettbewerbsbedingungen für alle Marktakteure zu schaffen.
Wie reagiert die Hotellerie auf das Aufkommen von Airbnb?
Die Reaktionen sind vielfältig und reichen von offener Ablehnung und dem Ruf nach regulatorischen Maßnahmen bis hin zu Anpassungsstrategien oder der bewussten Ignoranz des neuen Wettbewerbers.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2018, Wie wirkt sich Airbnb auf den Wohnungsmarkt und die Hotellerie in Berlin aus?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/502833