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Die Narrative Kompetenz im Lehrplan Plus. Analyse des Unterrichtswerks „Geschichte und Geschehen“ für die 6. Jahrgangsstufe

Título: Die Narrative Kompetenz im Lehrplan Plus. Analyse des Unterrichtswerks „Geschichte und Geschehen“ für die 6. Jahrgangsstufe

Trabajo de Seminario , 2018 , 18 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Tanja Otto (Autor)

Didáctica - Historia
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Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen der Narrativen Kompetenz im Geschichtsunterricht. Grundlage dafür bildet das Unterrichtswerk „Geschichte und Geschehen“ für die 6. Jahrgangsstufe. Unter Narrativer Kompetenz versteht der Lehrplan Plus die Erkenntnis, dass Geschichte wesentlich über Narrationen, also erzählende Darstellungen von Vergangenem, vermittelt und somit von handelnden Subjekten konstruiert wird. Narrative Kompetenz hat außerdem eine rezeptive und eine produktive Dimension, d.h. dass die Schülerinnen und Schüler im Geschichtsunterricht narrative Texte (und Bilder) nicht nur lesen und untersuchen, sondern auch aktiv verfassen sollen, und zwar sowohl in Lern- als auch in Prüfungssituationen. Demzufolge soll im Geschichtsunterricht die Narrativität eine – wenn nicht sogar – die zentrale Rolle spielen, wie es von manchen Geschichtsdidaktikern schon lange gefordert wird.

Das Fachprofil des Faches Geschichte weist im Vergleich zum alten Lehrplan einige grundsätzliche Neuerungen auf. Die zu erwerbenden Kompetenzen werden nun in einem Kompetenzstrukturmodell dargestellt und in Beziehung zueinander gesetzt. Besonders auffällig ist, dass dabei die Narrative Kompetenz eine prominente Rolle einnimmt, obwohl sie im alten Lehrplan keine Erwähnung gefunden hat. Konkret rahmt sie zusammen mit der Orientierungskompetenz alle anderen Kompetenzen (Sach-, Methoden- und Urteilskompetenz) ein, da diese beiden äußeren Kompetenzen abstrakter sind und immer auch die Eingerahmten miteinschließen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Die Narrative Kompetenz im Lehrplan Plus

1.2 Thema der Arbeit

1.3 Forschungsstand und methodisches Vorgehen

2. Analyse des Unterrichtswerks „Geschichte und Geschehen“

2.1 Allgemeine Beobachtungen

2.2 Quantitative Analyse der narrativen Aufgabenformate

2.3 Qualitative Analyse der narrativen Aufgabenformate

2.4 Weiterführende Möglichkeiten

2.4.1 Die rezeptive Dimension der Narrativen Kompetenz

2.4.2 Die produktive Dimension der Narrativen Kompetenz

3. Schluss

4. Literaturverzeichnis

4.1 Quellen

4.2 Forschungsliteratur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Geschichtslehrbuch „Geschichte und Geschehen“ (6. Jahrgangsstufe) im Hinblick auf die im Lehrplan Plus verankerte „Narrative Kompetenz“. Ziel ist es, das Potenzial des Lehrmaterials zur Förderung dieser Kompetenz zu analysieren und aufzuzeigen, an welchen Stellen durch die Anwendung didaktischer Aufgabentypen nach Hans-Jürgen Pandel eine stärkere narrative Reflexion und Produktion angeregt werden könnte.

  • Stellenwert der Narrativen Kompetenz im Lehrplan Plus
  • Analyse der Aufgabenformate hinsichtlich narrativer Strukturen
  • Kritische Bewertung der operativen Umsetzung im Lehrwerk
  • Entwicklung von Potenzialen zur Kompetenzförderung
  • Integration fachdidaktischer Modelle in die Unterrichtspraxis

Auszug aus dem Buch

2.3 Qualitative Analyse der narrativen Aufgabenformate

Im Folgenden sollen die drei Typen von narrativen Aufgaben in diesem Buch – Argumentationen, Interviews und Geschichten im eigentlichen Sinne – qualitativ analysiert werden. Dabei soll beurteilt werden, inwiefern sich diese Aufgaben eigenen, bei den Schülern der 6. Jahrgangsstufe die Narrative Kompetenz zu fördern.

Es muss zunächst angemerkt werden, dass in kaum einer dieser narrativen Aufgaben tatsächlich einer der ganz am Anfang erklärten Operatoren verwendet wird. Stattdessen kommen sehr vage Anweisungen wie „Stelle dir vor“, „Spielt“, „Schreibe auf“ oder „Entwickle“ zum Einsatz. Manchmal ist aus der Aufgabenstellung nicht einmal ersichtlich, ob sie mündlich oder schriftlich erfolgen soll. Einmal kommt sogar „Erzähle“ vor: „Erzähle, wie du dich fühlst und welche Wünsche für die Zukunft du hast.“ Hier wird jedoch gar keine „Erzählung“ im eigentlichen Sinne verlangt, sondern eine Beschreibung von Gedanken, Gefühlen und Wünschen, d.h. es fehlt die kohärente Geschichte nach Pandel sowie überhaupt eine Handlung. Folglich wird „Erzähle“ hier nur als verbum dicendi verwendet und nicht als Operator der Narrativität.

Die argumentativen Aufgaben gestalten sich meist in Form eines „Streitgesprächs“, das in Partnerarbeit oder vor der Klasse inszeniert werden soll, wie z.B. folgende Aufgabe im Kapitel zum Alten Ägypten: „Ein Vater will seinen Sohn davon überzeugen, die Mühen der Schreiberschule auf sich zu nehmen. Spielt ein Gespräch zwischen Vater und Sohn, in dem diese Argumente dazu austauschen.“ Das Problem bei solchen Aufgaben ist, dass sie zwar eine Perspektivenübernahme fordern, da ja aus der Sicht einer Person der jeweiligen Zeit argumentiert wird, es handelt sich jedoch gleichzeitig um eine sehr rudimentäre Form des Erzählens. Pandel zählt in seinem Werk „Historisches Erzählen“ die Teilkompetenzen auf, die Schüler können, wenn sie „erzählkompetent“ sind. Diese gehen weit über eine bloße Perspektivenübernahme hinaus, beispielsweise indem Schüler „Handlungssubjekte“ selbst bestimmen oder „verschiedene Handlungen als Teile eines einzigen Geschehens darstellen“ können, was diese Argumentationsaufgaben nicht leisten können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel verortet die Narrative Kompetenz innerhalb des bayerischen Lehrplan Plus und definiert das Forschungsinteresse sowie die methodische Herangehensweise.

2. Analyse des Unterrichtswerks „Geschichte und Geschehen“: In diesem Hauptteil wird das Lehrbuch hinsichtlich der Anwendung narrativer Aufgabentypen sowie der Förderung der produktiven und rezeptiven Dimension untersucht.

3. Schluss: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und verdeutlicht, dass die Förderung narrativer Kompetenz in dem untersuchten Werk primär von der didaktischen Gestaltung durch die Lehrkraft abhängt.

4. Literaturverzeichnis: Hier werden die verwendeten Quellen und die fachdidaktische Forschungsliteratur, insbesondere die Arbeiten von Pandel und Barricelli, aufgeführt.

Schlüsselwörter

Narrative Kompetenz, Geschichte und Geschehen, Geschichtsdidaktik, Lehrplan Plus, Historisches Erzählen, Hans-Jürgen Pandel, Aufgabenformate, Perspektivenübernahme, Multiperspektivität, rezeptive Kompetenz, produktive Kompetenz, fachdidaktische Analyse, Unterrichtswerk, historische Sinnbildung, Handlungssubjekte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, inwieweit das Geschichtslehrbuch „Geschichte und Geschehen“ für die 6. Jahrgangsstufe die im Lehrplan Plus geforderte „Narrative Kompetenz“ bei Schülern fördert.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen das historische Erzählen, die Analyse von Aufgabenformaten in Schulbüchern, die Bedeutung von Multiperspektivität sowie die Umsetzung fachdidaktischer Operatoren in der Unterrichtspraxis.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, ob und wie das Lehrwerk narrative Lernprozesse anregt und welche Verbesserungsmöglichkeiten bestehen, um die vom Lehrplan intendierte narrative Sinnbildung stärker zu unterstützen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine quantitative und qualitative Analyse der Aufgabenformate im Lehrbuch, basierend auf den sieben von Hans-Jürgen Pandel definierten Aufgabentypen für das historische Erzählen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in allgemeine Beobachtungen zum Lehrwerk, eine Auswertung der Häufigkeit narrativer Aufgaben sowie eine stichprobenartige qualitative Prüfung dieser Aufgaben auf ihre Eignung zur Kompetenzförderung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Narrative Kompetenz, Historisches Erzählen, Lehrplan Plus, Aufgabentypen und fachdidaktische Analyse bestimmt.

Warum spielt die Rolle der Lehrkraft eine so zentrale Rolle bei diesem Buch?

Da das Buch narrative Anweisungen oft sehr vage formuliert und die explizite Anleitung zur Reflexion über Narrationen weitgehend fehlt, liegt es in der Verantwortung der Lehrkraft, das vorhandene Potenzial für narrative Bildungsprozesse aktiv zu erschließen.

Inwiefern ist das Bild von Pippins Thronbesteigung als Beispiel relevant?

Es dient als Beispiel dafür, wie visuelle Quellen narrativiert werden könnten, wobei jedoch der Abstraktionsgrad für Schüler der 6. Jahrgangsstufe kritisch reflektiert wird.

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Detalles

Título
Die Narrative Kompetenz im Lehrplan Plus. Analyse des Unterrichtswerks „Geschichte und Geschehen“ für die 6. Jahrgangsstufe
Universidad
LMU Munich  (Geschichts- und Kunstwissenschaften)
Curso
Vertiefungskurs Geschichtsdidaktik: Narrativität im Geschichts- und Deutschunterricht
Calificación
1,0
Autor
Tanja Otto (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
18
No. de catálogo
V502945
ISBN (Ebook)
9783346037701
ISBN (Libro)
9783346037718
Idioma
Alemán
Etiqueta
Narrativität Geschichtsunterricht Geschichtsdidaktik Erzählen Lehrbuchanalyse Geschichte und Geschehen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Tanja Otto (Autor), 2018, Die Narrative Kompetenz im Lehrplan Plus. Analyse des Unterrichtswerks „Geschichte und Geschehen“ für die 6. Jahrgangsstufe, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/502945
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