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Das European Recovery Program (1948-1952). Eine Analyse des wirtschaftlichen Wiederaufbaus von Europa

Title: Das European Recovery Program (1948-1952). Eine Analyse des wirtschaftlichen Wiederaufbaus von Europa

Term Paper , 2018 , 20 Pages

Autor:in: Mareike Hügel (Author)

History of Europe - European Postwar Period
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Die nachfolgende Arbeit untersucht zunächst, welche Motivationen die USA hatten, den wirtschaftlichen Wiederaufbau Europas im Rahmen des European Recovery Programs (ERP) mit über 13 Milliarden US-Dollar zu unterstützen. Im Anschluss daran wird erläutert, wie Marshalls Politik des ERP funktionierte, insbesondere wird hierbei die Funktionsweise der zwei für die europäische Entwicklung bedeutendsten Organisationen des ERP beleuchtet: Zum einen ist hier die Organization for European Economic Integration (OEEC) als Vereinigung der westeuropäischen Länder, die im Rahmen des ERP unterstützt wurden, zu nennen. Andererseits soll die wichtigste Unterorganisation der OEEC, die Europäische Zahlungsunion (EZU) betrachtet werden, welche zur Wiederherstellung der europäischen Währungskonvertibilität ins Leben gerufen wurde.

Im Rahmen dieser Analyse wird insbesondere herausgearbeitet, welchen Beitrag das European Recovery Program zur Wirtschaftsintegration Westeuropas leistete. Kasten definiert Wirtschaftsintegration als die „Überwindung nationalstaatlicher Grenzen durch den Zusammenschluss einzelner Volkswirtschaften zu einem großen Wirtschaftsraum“. Es wird betrachtet, durch welche Maßnahmen dieser Integrationsprozess vorangetrieben werden kann, und inwiefern sich diese im European Recovery Program erkennen lassen, um abschließend zu beurteilen, ob der Marshallplan tatsächlich als Motor für die Wirtschaftsintegration Westeuropas nach dem Zweiten Weltkrieg diente. Da der Fokus der Ausarbeitung auf der Integration innerhalb Gesamt-Westeuropas liegt, werden die Entwicklung Westdeutschlands sowie der Ost-West-Konflikt nur kurz abgehandelt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das European Recovery Program (ERP)

2.1 Historischer Kontext

2.2 Funktionsweise des ERP

2.3 Aufbau eines europäischen Marktes

2.3.1 Die “Organization for European Economic Cooperation” (OEEC)

2.3.2 Die Europäische Zahlungsunion (EZU)

3 Beitrag des ERP zur Wirtschaftsintegration Westeuropas

4 Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des European Recovery Program (ERP) als Motor für die wirtschaftliche Integration Westeuropas in der unmittelbaren Nachkriegszeit. Dabei wird analysiert, welche spezifischen Motivationslagen die USA verfolgten, wie die Funktionsweise der zentralen Organisationen (OEEC und EZU) die Zusammenarbeit förderte und inwieweit das ERP tatsächlich den Grundstein für die weitere europäische Integration legte.

  • Motivation der USA für das European Recovery Program
  • Funktionsweise und Ziele der OEEC im europäischen Wiederaufbau
  • Bedeutung der Europäischen Zahlungsunion für die Währungskonvertibilität
  • Beitrag des ERP zur Liberalisierung des innereuropäischen Handels
  • Bewertung des Marshallplans als Impulsgeber für die europäische Integration

Auszug aus dem Buch

2.3.2 Die Europäische Zahlungsunion (EZU)

Aufgrund der schlechten Konvertierbarkeit der europäischen Währungen war der Wirtschaftsverkehr in Europa während der ersten Jahre des ERP weiterhin erheblich eingeschränkt. Die Länder konnten nur bilateralen Handel treiben, welcher auch bilateral ausgeglichen werden konnte. Dieses Konzept ließ keine Handelsüberschüsse über die bilateralen Handelsabmachungen hinaus zu, da Bilanzüberschüsse gegenüber einem Land nicht einfach mit Bilanzdefiziten gegenüber einem anderen Land verrechnet werden konnten. Die Liberalisierungsmaßnahmen die im Rahmen der OEEC durchgesetzt wurden führten jedoch zur Notwendigkeit eines neuen, elastischeren Zahlungsausgleichssystems, welches größere Handelsüberschüsse ermöglichte.

Ein erster Versuch diesbezüglich wurde unternommen, indem Gläubigerländer Ziehungsrechte für Schuldnerländer in ihrer eigenen Währung in Höhe des Aktivsaldos einrichteten. Wenn Schuldnerländer diese Ziehungsrechte in Anspruch nahmen, wurden den Gläubigerländern als Ausgleich ERP-Mittel in der entsprechenden Höhe gewährt. Dadurch konnten Schuldnerländer zwar Zahlungsbilanzdefizite ausgleichen, jedoch trug das System nicht zur Verbesserung der Zahlungsbilanz gegenüber dem Dollarraum bei. Ebenso führte der spätere Versuch, diese Ziehungsrechte auch multilateral zu gewähren, zu keinem größeren Erfolg.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Grundintention des Marshallplans nach 1947, das Ziel der wirtschaftlichen Wiederbelebung Europas sowie die methodische Eingrenzung der Analyse auf die westeuropäische Integration.

2 Das European Recovery Program (ERP): Dieses Kapitel beleuchtet den historischen Kontext der US-Strategie, die Funktionsweise des ERP als administratives Instrument sowie den Aufbau der OEEC und der EZU als zentrale Institutionen für den europäischen Markt.

3 Beitrag des ERP zur Wirtschaftsintegration Westeuropas: Hier wird analysiert, wie das ERP durch Liberalisierung und monetäre Zusammenarbeit, insbesondere durch die EZU, die wirtschaftliche Integration vorantrieb und als Rahmen für spätere Schritte wie die Montanunion diente.

4 Fazit: Das Fazit bewertet das ERP abschließend als wesentlichen Impulsgeber und strukturellen Bezugsrahmen, betont jedoch, dass es aufgrund fehlender supranationaler Kompetenzen nicht als alleiniger Motor der vollständigen Integration gelten kann.

Schlüsselwörter

European Recovery Program, Marshallplan, OEEC, EZU, Wirtschaftsintegration, Westeuropa, Dollarlücke, Währungskonvertibilität, Handelspolitik, Wiederaufbau, Liberalisierung, Außenhandel, Wirtschaftshilfe, multilaterales System, europäische Zusammenarbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem European Recovery Program (ERP), bekannt als Marshallplan, und dessen Rolle beim Wiederaufbau und der wirtschaftlichen Integration Westeuropas zwischen 1948 und 1952.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die US-amerikanische Wiederaufbaupolitik, die Institutionalisierung der europäischen wirtschaftlichen Kooperation durch die OEEC sowie die monetäre Stabilisierung durch die Europäische Zahlungsunion.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist zu beurteilen, inwieweit das ERP tatsächlich als Motor für die Wirtschaftsintegration in Westeuropa diente oder eher als anfänglicher Impulsgeber fungierte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politik- und wirtschaftshistorische Analyse, die auf der Auswertung relevanter Fachliteratur, zeitgenössischer Dokumente und offizieller Berichte der OEEC basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung, die Beschreibung der administrativen Funktionsweise des ERP, die Rolle der OEEC bei der Liberalisierung des Handels sowie die Bedeutung der EZU für das westeuropäische Zahlungssystem.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind European Recovery Program, Wirtschaftsintegration, OEEC, EZU, Dollarlücke und Wiederaufbau.

Warum scheiterte das ERP an einer vollständigen Integration?

Die Arbeit zeigt auf, dass die Mitgliedsstaaten nicht bereit waren, nationale Souveränität zugunsten einer supranationalen Behörde aufzugeben, was weitergehende Integrationsschritte innerhalb des ERP-Rahmens verhinderte.

Welche Rolle spielte Deutschland im Integrationsprozess?

Die Bundesrepublik Deutschland wurde im Verlauf des Programms sukzessive in das westliche Wirtschaftssystem eingegliedert, was maßgeblich zur Schließung der Dollarlücke und zur Steigerung der gesamteuropäischen Produktion beitrug.

Was unterscheidet das ERP von späteren Formaten wie der EGKS?

Während das ERP als breiter Basisrahmen diente, zeichneten sich spätere Formate wie die EGKS durch eine sektorale, tiefgreifendere Integration aus, an der nur interessierte Mitgliedsländer partizipierten.

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Details

Title
Das European Recovery Program (1948-1952). Eine Analyse des wirtschaftlichen Wiederaufbaus von Europa
College
Pforzheim University
Author
Mareike Hügel (Author)
Publication Year
2018
Pages
20
Catalog Number
V502952
ISBN (eBook)
9783346050694
ISBN (Book)
9783346050700
Language
German
Tags
european recovery program eine analyse wiederaufbaus europa
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mareike Hügel (Author), 2018, Das European Recovery Program (1948-1952). Eine Analyse des wirtschaftlichen Wiederaufbaus von Europa, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/502952
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