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Bitcoin als eigenständige Währung?

Titel: Bitcoin als eigenständige Währung?

Bachelorarbeit , 2016 , 42 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Marcel Kleber (Autor:in)

VWL - Geldtheorie, Geldpolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Als Antwort auf die weltweite Finanzkrise mit dem Höhepunkt im Jahr 2008 erschuf eine Person oder Gruppe mit dem Künstlernamen Satoshi Nakamoto das Konzept Bitcoin. Es beschreibt ein dezentrales, digitales Bezahlungssystem, das Transaktionen direkt vom Sender zum Empfänger ermöglicht. Mithilfe der durch Bitcoin etablierten Blockchain-Technologie sollen die Vorteile von (Fiat-)Währungen übernommen und Schwachpunkte ausgebessert werden. Zum Beispiel soll durch Kryptographie das bisher benötigte Vertrauen in die Handlung der Finanz-Institute überflüssig werden – das Bitcoin-Netzwerk beinhaltet keine derartigen Drittanbieter. Die bisherige Herausforderung der Wertstabilität soll mithilfe einer begrenzten Menge an möglichen Bitcoin-Einheiten gelöst werden.
In den Anfangsjahren 2009 bis 2012 war die Ausbreitung von Bitcoin noch gering. Erst durch die stetig wachsende Community und dem dadurch generierten Medienecho wurde den Bitcoin-Einheiten ein monetärer Wert zugesprochen - Es folgten einige (Kurs-)Höhen, aber auch Rückschläge. Das Open-Source-Projekt befindet sich seitdem in stetiger Weiterentwicklung, um seinen Standpunkt als Finanz-Innovation in der zunehmenden digitalen Welt zu etablieren.
Behörden und Finanzinstitute sind sich allerdings noch nicht einig, wie Bitcoins aufsichtlich eingeordnet werden. In den USA wird ermittelt, ob Bitcoin als Währung/Geld, als Wert oder Handelsgut gesehen werden soll. Nach der deutschen Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ist Bitcoin „als Finanzinstrument in der Form von Rechnungseinheiten“ zu betrachten. Bitcoins werden üblicherweise nicht gekauft, um sie als Geldanlage zu nutzen, wie beispielsweise ein Eigentumshaus. Aus diesem Grund ist für den Autor die Behandlung von Bitcoin als Ware oder Handelsgut nicht plausibel. Da Bitcoins ausschließlich digital existieren und keinen speziellen Nutzen wie eine Dienstleistung hat, ist auch die Definition als Wert nicht sinnvoll. Die hauptsächliche Verwendung des Bitcoin-Systems dient im Sinne der BaFin-Definition dem Kauf und Verkauf von Gütern. Damit konkurriert es mit dem herkömmlichen (gesetzlichen) Zahlungsmittel für Güter – der Währung. Bitcoin wird bereits von Enthusiasten für den Kauf und Verkauf genutzt. Ist jedoch auch eine allgemein anerkannte Nutzung von Bitcoin in Betracht zu ziehen bzw. möglich? In der vorliegenden Arbeit wird analysiert, ob Bitcoin eine eigenständige Währung darstellen kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Aspekte einer eigenständigen Währung

2.1 Geld und Währung

2.2 Geldverfassung und Währungspolitik

2.3 Moderne IT-Technologie: Elektronisches Geld vs. virtuelle Währungen

3 Bitcoin, das digitale Zahlungsnetzwerk

3.1 Merkmale und die Technik dahinter

3.2 Entwicklung und aktuelle Ereignisse

4 Bitcoin im Vergleich mit eigenständigen Währungen

4.1 Vergleich der geldtheoretischen Aspekte

4.2 Ausgewählte Aspekte der Blockchain-Technologie

4.3 Folgerung

5 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob Bitcoin die notwendigen ökonomischen und rechtlichen Voraussetzungen erfüllt, um als eigenständige Währung anerkannt zu werden, wobei Fiat-Währungen wie der Euro oder US-Dollar als Maßstab herangezogen werden.

  • Grundlagen der Geldtheorie und moderne Währungssysteme
  • Funktionsweise von Bitcoin als dezentrales Zahlungsnetzwerk
  • Vergleich der Bitcoin-Eigenschaften mit den Funktionen von Geld
  • Analyse der Blockchain-Technologie als Finanzinnovation
  • Diskussion von Potenzialen und Herausforderungen für den Finanzmarkt

Auszug aus dem Buch

3.1 Merkmale und die Technik dahinter

Bitcoin ist ein elektronisches Bezahlungssystem, das unabhängig von Regierung, Zentralbanken und Drittanbietern (z.B. private Banken) vollständig und ausschließlich digitales Geld ermöglicht. Es wurde 2009 als Antwort auf die Finanzkrise erfunden. Finanzinstitute sollen überflüssig gemacht werden, indem die Bezahlungen auf digitalem Wege direkt vom Sender zum Empfänger übermittelt werden. Mithilfe von Kryptographie wird sichergestellt, dass alle Transaktionen unverfälscht vollzogen werden. Um das System nutzen zu können, muss ein Internetzugang und ein Computer, Tablet oder Smartphone mit der Bitcoin-Software zum Übermitteln der Daten vorhanden sein.

Das Nutzen von Bitcoin ist pseudoanonym. Die Bitcoin-Software, auch Wallet (dt.: Brieftasche) genannt, synchronisiert die Daten und stellt gleichzeitig eine elektronische Geldbörse mit einer einzigartigen zuordenbaren Adresse dar, mit der sich Nutzer im Netzwerk identifizieren – Sie ist aber nicht wie ein herkömmliches Konto mit einer Identität verbunden. Der Nutzer ist auch nicht auf eine Adresse begrenzt, sondern kann ohne bürokratischen Aufwand in der Wallet neue Adressen für verschiedene Transaktionskontakte erzeugen und an andere Nutzer weitergeben. Aus technischer Sicht besteht die elektronische Brieftasche aus einem Schlüsselpaar für ein asymmetrisches Kryptosystem, welches aus dem privaten und dem öffentlichen Schlüssel gebildet wird. Der private Schlüssel sichert den Kontostand, indem er die Transaktionen signiert und dessen nachträgliches Modifizieren verhindert. Wer Zugang zu diesem Schlüssel hat, besitzt auch die dazugehörigen Bitcoins. Der öffentliche Schlüssel wird für Transaktionen sichtbar gemacht.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema Bitcoin ein, erläutert dessen Ursprung als Reaktion auf die Finanzkrise und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Eignung als eigenständige Währung.

2 Aspekte einer eigenständigen Währung: Dieses Kapitel definiert geldtheoretische Grundlagen, erläutert staatliche Währungspolitik sowie moderne IT-Innovationen wie elektronisches Geld und virtuelle Währungssysteme.

3 Bitcoin, das digitale Zahlungsnetzwerk: Hier werden die technischen Merkmale, die Funktionsweise der Blockchain, das Mining sowie die bisherige Entwicklung und Markthistorie von Bitcoin beschrieben.

4 Bitcoin im Vergleich mit eigenständigen Währungen: In diesem Hauptteil erfolgt der kritische Abgleich der Bitcoin-Eigenschaften mit den Funktionen von Geld und den Anforderungen an eine Währung unter Einbeziehung der Blockchain-Technologie.

5 Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass Bitcoin aktuell keine eigenständige Währung ist, jedoch als technologische Finanzinnovation das Potenzial zur Ergänzung bestehender Zahlungssysteme besitzt.

Schlüsselwörter

Bitcoin, Blockchain, Kryptowährung, Währung, Geldtheorie, Zahlungsverkehr, Digitalisierung, Mining, Peer-to-Peer, Finanzinnovation, E-Money, Zentralbank, Marktkapitalisierung, Volatilität, Anonymität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Bitcoin-System und prüft, ob es die ökonomischen und rechtlichen Kriterien erfüllt, um als eigenständige Währung im Vergleich zu klassischen Fiat-Währungen zu gelten.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?

Die Arbeit befasst sich mit der Geldtheorie, der Funktionsweise von Zahlungsnetzwerken, den technischen Aspekten der Blockchain sowie den Herausforderungen von Volatilität und staatlicher Regulierung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Bitcoin als eigenständige Währung?“. Es wird untersucht, ob Bitcoin alle Funktionen von Geld und die Anforderungen an eine Währung in ausreichendem Maße erfüllt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor nutzt eine systematische Analyse der geldtheoretischen Grundlagen, einen Vergleich von Bitcoin-Eigenschaften mit Währungsdefinitionen sowie eine Diskussion von Expertenmeinungen und aktuellen Marktdaten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Grundlagen moderner Währungen und virtueller Währungssysteme dargelegt, gefolgt von einer detaillierten Beschreibung der Bitcoin-Technik und einem abschließenden Vergleich mit traditionellen Währungsmaßstäben.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Bitcoin, Blockchain, Kryptowährung, Geldpolitik, Dezentralität, Zahlungsverkehr und Finanzinnovation gekennzeichnet.

Warum wird Bitcoin laut der Arbeit nicht als "elektronisches Geld" (e-money) eingestuft?

Obwohl Bitcoin viele Anforderungen erfüllt, fehlt es an einer Verbindung zu einer herkömmlichen Währung und einem staatlich anerkannten Emittenten, was für die Definition von e-money zwingend erforderlich ist.

Welches Potenzial sieht der Autor in der Blockchain-Technologie jenseits von Bitcoin?

Der Autor sieht in der Blockchain eine technologische Chance zur Effizienzsteigerung im Finanzsektor, etwa für manipuliersichere Transaktionen oder zur Senkung von Infrastrukturkosten, unabhängig von der Währung Bitcoin selbst.

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Details

Titel
Bitcoin als eigenständige Währung?
Hochschule
Universität Potsdam
Note
2,0
Autor
Marcel Kleber (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
42
Katalognummer
V503070
ISBN (eBook)
9783346047366
ISBN (Buch)
9783346047373
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bitcoin Geldtheorie Geldpolitik Weltwährung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marcel Kleber (Autor:in), 2016, Bitcoin als eigenständige Währung?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/503070
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  42  Seiten
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