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Inwiefern ist es möglich Klöster als einen gesellschaftlich-politischen Handlungsort von Äbtissinnen zu klassifizieren?

Title: Inwiefern ist es möglich Klöster als einen gesellschaftlich-politischen Handlungsort von Äbtissinnen zu klassifizieren?

Term Paper , 2019 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Rouven Mienert (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Diese Hausarbeit ist eine Untersuchung zu den Handlungsspielräumen von Äbtissinnen im Mittelalter. Dabei wird genauer untersucht ob und wovon die Macht jener Vorsteherinnen von Frauengemeinschaften abhängig war, beziehungsweise vorgegeben wurde.

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Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DIE STELLUNG DER FRAU IM MITTELALTER

2.1 DIE RECHTLICHE STELLUNG DER FRAU IM MITTELALTER

2.2 DIE GESELLSCHAFTLICHE STELLUNG DER FRAU

3. DAS KLOSTER

4. DAS ÄBTISSINNENAMT

4.1 DER WEG ZUR ÄBTISSIN

4.2 HERRSCHAFTSVERHÄLTNISSE DER ÄBTISSINNEN

4.2.1 Herrschaft der Äbtissinnen innerhalb von Frauengemeinschaften

4.2.2 Herrschaft der Äbtissinnen außerhalb ihrer Gemeinschaft

4.3 DAS ÄBTISSINNENAMT ALS HANDLUNGSORT

5. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Fragestellung, inwiefern das Kloster im Mittelalter als ein gesellschaftlich-politischer Handlungsort für Äbtissinnen klassifiziert werden kann, wobei die ständische Herkunft und die Auswirkungen des Geschlechtsrollenverständnisses zentral betrachtet werden.

  • Rechtliche und gesellschaftliche Stellung der Frau im Mittelalter
  • Strukturen des Klosters als Versorgungs- und Handlungsraum
  • Qualifikationswege und Herrschaftslegitimation von Äbtissinnen
  • Einflussfaktoren wie Familienstrategien und soziale Netzwerke
  • Veränderung der Handlungsmöglichkeiten durch den Beginn der Frühen Neuzeit

Auszug aus dem Buch

4.2.1 Herrschaft der Äbtissinnen innerhalb von Frauengemeinschaften

Frauenklöster und Frauenstifte wurden hierarchisch geleitet. Äbtissinnen standen bei dieser Hierarchie an erster Stelle und hatten somit die Straf- und Disziplinargewalt gegenüber den Mitgliedern dieser Gemeinschaften inne. Zu den Untergeordneten gehörten auch Kanoniker. Diese schuldeten den Vorsteherinnen ebenfalls Gehorsam, wodurch Frauenklöster und Frauenstifte einer der wenigen mittelalterlichen Institutionen waren, bei denen Frauen in der Position waren direkte Herrschaft gegenüber Männern auszuüben.

Obgleich Äbtissinnen an oberster Stelle innerhalb der Klosterhierachie standen, heißt das nicht, dass ihre übergeordnete Stellung nicht in Frage gestellt wurde. So wollte beispielsweise eine hochadelige Kanonisse im 14. Jahrhundert ihr eigenes Haus auf dem Stiftsbezirks von St. Stephan im Unterelsass bauen. Dieses Vorhaben wurde jedoch von der Äbtissin des Stifts untersagt. Daraufhin wandte sich die Kanonisse mit guten Beziehungen außerhalb des Stifts direkt an den Bischof von Straßburg, welcher ihr Vorhaben unterstützte. Der Bischof wirkte von außen auf das Stift ein, in dem er der Äbtissin und weiteren Kanonissen mit der Exkommunikation drohte. Abschließend wurde nach vielen Jahren geprägt von Prozessen ein Kompromiss gefunden. Die hochgeborne Kanonisse durfte sich innerhalb des bestehenden Stiftsgebäudes eine eigene Wohnung einrichten. Das zeigt, dass die Herrschaft einer Äbtissin innerhalb einer Frauengemeinschaft keinesfalls als linear über- und untergeordnet bezeichnet werden kann, sondern immer wieder neu bewiesen und verteidigt werden musste.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in das Thema der Äbtissinnen im Mittelalter und Darlegung der forschungsgeschichtlichen Ausgangslage sowie des methodischen Vorgehens.

2. DIE STELLUNG DER FRAU IM MITTELALTER: Analyse der rechtlichen Unterordnung unter den „Munt“ sowie der gesellschaftlichen Bedingungen, unter denen adelige Frauen im Vergleich zu anderen Ständen agierten.

3. DAS KLOSTER: Untersuchung des Klosters als soziale Institution, die vorwiegend adeligen Frauen zur Versorgung diente und häufig in Familienstrategien eingebunden war.

4. DAS ÄBTISSINNENAMT: Detaillierte Betrachtung der Voraussetzungen, Herrschaftsverhältnisse und Handlungsspielräume von Äbtissinnen innerhalb und außerhalb ihrer Gemeinschaften.

5. FAZIT: Zusammenfassende Bewertung des Klosters als Handlungsort und Reflexion über den Wandel der Machtpositionen mit Beginn der Frühen Neuzeit.

Schlüsselwörter

Äbtissin, Mittelalter, Kloster, Frauenkloster, Frauenstift, Herrschaft, Handlungsort, Munt, Adel, Familienstrategie, Frauengeschichte, Gesellschaft, Handlungsspielraum, Frühe Neuzeit, Klostergründung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle und den Machtbefugnissen von Äbtissinnen in mittelalterlichen Frauenstiften und Klöstern im Kontext gesellschaftlicher Strukturen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die rechtliche und soziale Stellung der Frau, die Organisation von Klöstern sowie die spezifischen Herrschaftsstrukturen und Handlungsmöglichkeiten der Äbtissinnen.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Die Arbeit zielt darauf ab, zu analysieren, inwieweit das Kloster als ein gesellschaftlich-politischer Handlungsort für die dortigen Vorsteherinnen fungierte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung relevanter Fachliteratur sowie zeitgenössischer Quellen basiert.

Welche inhaltlichen Aspekte bilden den Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Klosters als Institution, den Weg zum Äbtissinnenamt sowie die Analyse der internen und externen Herrschaftsverhältnisse.

Welche Keywords beschreiben diese Publikation am besten?

Kernbegriffe sind Äbtissinnenamt, mittelalterliche Gesellschaft, Adel, Herrschaftsverhältnisse und Handlungsspielräume von Frauen in der Vormoderne.

Welche Bedeutung hatte die Abstammung für den Aufstieg zur Äbtissin?

Die adelige Herkunft war in der Regel eine Grundvoraussetzung für das Amt, da Klöster oft eng mit den „Familienstrategien“ des Adels verknüpft waren.

Wie wirkte sich die Reformation auf die Rolle der Äbtissinnen aus?

Mit der Frühen Neuzeit und der Reformation verloren Äbtissinnen zunehmend Kompetenzen, da ihre Handlungsmöglichkeiten vermehrt auf Basis ihres Geschlechts eingeschränkt wurden.

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Details

Title
Inwiefern ist es möglich Klöster als einen gesellschaftlich-politischen Handlungsort von Äbtissinnen zu klassifizieren?
College
University of Cologne  (Historisches Institut)
Course
Städtischer Alltag im Spätmittelalter und früher Neuzeit
Grade
1,3
Author
Rouven Mienert (Author)
Publication Year
2019
Pages
16
Catalog Number
V503110
ISBN (eBook)
9783346047540
Language
German
Tags
Äbtissin Kloster Frauengemeinschaft Adelsgesellschaft mittelalterliche Frau Ständegesellschaft Kirche Mittelalter Geschlechterrollen im Mittelalter Frauenkonvent
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Rouven Mienert (Author), 2019, Inwiefern ist es möglich Klöster als einen gesellschaftlich-politischen Handlungsort von Äbtissinnen zu klassifizieren?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/503110
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