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Zu Albrecht Dürers Gemälde "Bildnis Kaiser Maximilian I"

Title: Zu Albrecht Dürers Gemälde "Bildnis Kaiser Maximilian I"

Term Paper , 2006 , 14 Pages , Grade: gut

Autor:in: Anna-Lena Henkel (Author)

Art - Painting
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Summary Excerpt Details

Diese Seminararbeit behandelt das Gemälde „Bildnis Kaiser Maximilians I.“ von Albrecht Dürer (1519). Mit in die genaue Untersuchung und Beschreibung des Werkes einbezogen werden eine Kohlezeichnung, ein Holzschnitt und das derzeit in Wien hängende Gemälde, die alle den Kaiser in gleicher Pose zeigen und als Vorstudien bzw. Nachbereitungen gesehen werden können. Neben der Klärung der Zusammenhänge dieser vier Werke Albrecht Dürers wird auf die geschäftliche und teils auch sehr anerkennende Beziehung von Kaiser Maximilian I. und Albrecht Dürer eingegangen.
Die Einordnung des zu behandelnden Gemäldes in das Gesamtwerk Dürers und die Veränderung der Werkbedeutung von Dürers Schaffenszeit bis zur gegenwärtigen Kunstgeschichte, bilden den Hauptteil der Seminararbeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Katalogeintrag

3. Gemäldebeschreibung

3.1 Vorikonographische Beschreibung

3.2 Ikonographische Beschreibung

3.3 Angewandte Technik und Erhaltungszustand

4. „Kaiser Maximilian I. hält Albrecht Dürer die Leiter“ – Über die Beziehung des Künstlers zum Kaiser

5. Deutung, Einordnung und Besonderheiten

6. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Seminararbeit untersucht das „Bildnis Kaiser Maximilians I.“ von Albrecht Dürer aus dem Jahr 1519. Ziel der Arbeit ist es, das Werk durch die Einbeziehung von Vorstudien und Nachbereitungen kunsthistorisch einzuordnen, die Bedeutung der Beziehung zwischen dem Künstler und dem Kaiser zu beleuchten und die Besonderheiten der gewählten Bildtradition gegenüber zeitgenössischen Herrscherporträts herauszuarbeiten.

  • Analyse der Entstehungsgeschichte und Vorstufen (Kohlezeichnung, Holzschnitt)
  • Untersuchung der künstlerischen Beziehung zwischen Albrecht Dürer und Kaiser Maximilian I.
  • Deutung der ikonographischen Elemente wie Wappen, Kollane und Granatapfel
  • Methodische Besonderheiten der Tüchleinmalerei und ihr Erhaltungszustand
  • Kritische Einordnung des Werkes im Kontext der frühen Porträttradition

Auszug aus dem Buch

3.1 Vorikonographische Beschreibung

Auf dem hochformatigen, rechteckigen Gemälde mit kobaltblauem Hintergrund, ist der leicht nach rechts geneigte Oberkörper eines reich gekleideten, älteren Mannes zu sehen, der den Blick dem Betrachter abwendet und einen Punkt links außerhalb des Gemäldes fixiert. Die Figur nimmt in der Höhe ungefähr drei Viertel des Werkes ein. Oberhalb der Person, die einen weit ausladenden, schwarzen Hut trägt, an dessen Krempe ein Medaillon eingearbeitet ist, ist über die gesamte Breite des Gemäldes ein Pergamentstreifen angebracht, auf dem in Deutsch: „Der Allergrosmechtig ist vnüberwindlichist Kayser Maximilian der in vernunft schicklichkeit Weisheit vnd manheit / bey seinen zeiten menigklich vbertroffen Auch merckliche grosse sachen und getatten geübt hat. Ist geborn den XIX tag / Des monats marcy im MCCCLVIIII Jar hat gelebt LVIIII Jar – IX monat vnnd XXV tag. Vnnd ist mit tod ver / schiden zu Weiß seiner Mayestat erblannd Den XII. Tag des monats January in dem MCCCCCXIX Jar / Der Allemechtig geruche Der Seele sein gotliche Barmhertzigkeit genedigklichen mitzuteylen.“ geschrieben steht. Die Anfangsbuchstaben sind kunstvoll kalligraphisiert. Die Ränder des Pergamentstreifens sind nochmals übermalt.

Links in Kopfhöhe, neben dem mittig platzierten Herren, ist ein Wappen mit einem doppelköpfigen Adler zu sehen. Dieses ist von einer Krone überhöht und von der gleichen goldenen und aufwendig gearbeiteten Kette umrahmt, die auch an der Brust der Figur wieder zu finden ist. Jedoch werden die Enden der Kette, die der Mann um die Schultern gelegt hat, von einer Art löwenkopfähnlichem Fabelwesen gehalten, das wiederum ein mit den vier Gliedmaßen herunterhängendes Tier augenscheinlich im Maul hält; an der Kette am Wappen ist dies nicht wieder zu finden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in das Gemälde von 1519 ein und erläutert die Einbeziehung weiterer Werke wie Zeichnungen und Holzschnitte zur Untersuchung der Künstler-Kaiser-Beziehung.

2. Katalogeintrag: Dieser Abschnitt liefert die grundlegenden Objektinformationen wie Maße, Technik und Provenienz sowie eine erste visuelle Beschreibung des Dargestellten.

3. Gemäldebeschreibung: Hier erfolgt eine detaillierte formale, ikonographische und technische Analyse des Porträts, inklusive der Erläuterung des Erhaltungszustands.

4. „Kaiser Maximilian I. hält Albrecht Dürer die Leiter“ – Über die Beziehung des Künstlers zum Kaiser: Das Kapitel untersucht die geschäftliche und persönliche Verbindung zwischen Dürer und dem Kaiser sowie die historischen Anekdoten, die ihr Verhältnis prägten.

5. Deutung, Einordnung und Besonderheiten: Es wird analysiert, warum das Werk von der üblichen Bildtradition abweicht und welche Rolle es als Vorstudie innerhalb von Dürers Schaffen spielt.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung der außergewöhnlichen Porträtdarstellung für das Gesamtwerk Dürers zusammen und würdigt die Bedeutung des Werkes trotz seiner ursprünglichen Funktion als Vorlage.

Schlüsselwörter

Albrecht Dürer, Kaiser Maximilian I., Porträtmalerei, Tüchleinmalerei, Ikonographie, Ordenskette, Goldene Vlies, Granatapfel, Vorstudie, Kunstgeschichte, Habsburger, Burgund, höfische Repräsentation, Bildtradition, Wiener Gemälde.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit widmet sich der kunsthistorischen Analyse des 1519 entstandenen Gemäldes „Bildnis Kaiser Maximilians I.“ von Albrecht Dürer.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die formale Bildbeschreibung, die Ikonographie, die angewandte Technik sowie die historisch-biografische Beziehung zwischen dem Künstler Dürer und dem Kaiser.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Entstehungskontext des Gemäldes zu klären und zu erläutern, warum es trotz seiner ursprünglichen Funktion als bloße Vorlage als bedeutendes Werk im Oeuvre Dürers gilt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die kunsthistorische Werkanalyse, den Vergleich mit Parallelwerken (Skizzen, Holzschnitte) und die Quellenrecherche zur Identifikation der Beziehung zwischen Künstler und Auftraggeber.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die physische Beschreibung des Bildes, die Deutung der ikonographischen Symbole sowie die Analyse der künstlerischen Absichten Dürers im Kontext der Porträttradition.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Dürer, Maximilian I., Porträt, Tüchleinmalerei, Vorstudie, Ikonographie und Hofkunst.

Welche Bedeutung hat die im Gemälde dargestellte „Ordenskette“?

Die Kette ist die Kollane des Ordens vom „Goldenen Vlies“, die den Kaiser als Souverän ausweist und die Verbindung zwischen dem Haus Habsburg und Burgund symbolisiert.

Warum wird das Gemälde im Text als „Sonderfall“ bezeichnet?

Das Gemälde weicht aufgrund der fehlenden kaiserlichen Insignien (Zepter, Krone) und der ungewöhnlichen, fast intimen Bildtradition stark von den damals üblichen, idealisierten Herrscherporträts ab.

Welchen Einfluss hatte der Tod des Kaisers auf das Werk?

Der Tod des Kaisers führte dazu, dass das ursprünglich als Vorlage konzipierte Werk eine andere Bedeutung erlangte und Dürer die Darstellung in anderen Medien wie dem Holzschnitt zur propagandistischen Erinnerung an den Herrscher weiterentwickelte.

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Details

Title
Zu Albrecht Dürers Gemälde "Bildnis Kaiser Maximilian I"
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Philologische Fakultät II)
Course
Dürer: Facetten seines Werkes
Grade
gut
Author
Anna-Lena Henkel (Author)
Publication Year
2006
Pages
14
Catalog Number
V50327
ISBN (eBook)
9783638465700
ISBN (Book)
9783638751292
Language
German
Tags
Albrecht Dürers Gemälde Bildnis Kaiser Maximilian Dürer Facetten Werkes
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anna-Lena Henkel (Author), 2006, Zu Albrecht Dürers Gemälde "Bildnis Kaiser Maximilian I", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/50327
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