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Besser Mann als Frau? Geschlechterstereotype und Geschlechtsidentität im Beruf

Eine empirische Analyse

Título: Besser Mann als Frau? Geschlechterstereotype und Geschlechtsidentität im Beruf

Libro Especializado , 2020 , 143 Páginas

Autor:in: Elisabeth Gothein (Autor)

Psicología - Psicología social
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In der Gesellschaft wird seit Jahren diskutiert, wie sich eine Gleichstellung von Frauen und Männern im Berufsleben erreichen lässt. Dennoch werden Erwerbsarbeit und beruflicher Erfolg weiterhin mit Männlichkeit assoziiert und Flexibilität und Sorgearbeit mit Weiblichkeit.

Frauen und Männern droht der Verlust ihrer Geschlechtsidentität, sobald sie ihrem Geschlechterstereotyp widersprechende Verhaltensweisen, Eigenschaften oder berufliche Interessen zeigen. Auf Basis einer empirischen Untersuchung analysiert Elisabeth Gothein die Reaktionen auf Berufe und Tätigkeiten, die gemeinhin mit Weiblichkeit oder Männlichkeit assoziiert werden.

Um eine Gleichstellung der Geschlechter im Beruf zu erreichen, empfiehlt Gothein männliche und weibliche Sterotype bewusst vom Geschlecht zu entkoppeln. Beruflicher Erfolg als Status, Arbeitszeitflexibilität oder eine gesunde Work-Life-Balance sollten von Frauen und Männern gleichermaßen angestrebt werden können, ohne dass dies einen Verlust der Geschlechtsidentität zur Folge hat. Mit ihren Forschungsergebnissen bietet Gothein einen Ansatzpunkt für weitere Forschung in einem wichtigen und stark diskutierten Bereich der heutigen Gesellschaft.

Aus dem Inhalt:
- Geschlechterdifferenzen;
- Geschlechterforschung;
- Identität;
- Social Identity Theory;
- Self-Verification;
- Self-Enhancement;

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Theoretischer Hintergrund

1.1 Einleitung

1.2 Identität und Geschlechtsidentität

1.3 Fokus Mann: Bedrohung der Geschlechtsidentität

1.3.1 Bedrohung der Geschlechtsidentität

1.3.2 Unsicherheit der Geschlechtsidentität

1.3.3 Wiederherstellung der Geschlechtsidentität

1.3.4 Wiederherstellung im beruflichen Kontext

1.3.5 Erklärungen zur stärkeren Bedrohung der Männer als der Frauen

1.4 Fokus Frau im beruflichen Kontext: Gewinn von sozialem Status

1.4.1 Selbstwertschutz und Selbstwerterhöhung

1.4.2 Männlichkeit als Indikator von sozialem Status im Beruf

1.5 Hypothesen

1.5.1 H1: Zufriedenheit mit der Prototypikalitätsrückmeldung

1.5.2 H2: Zukünftiger beruflicher Erfolg

1.5.3 H3: Arbeitflexibilitätspräferenz

1.5.4 H4: Wahrnehmung des beruflichen Erfolgs

1.5.5 H5: Wahrnehmung der Arbeitsflexibilitätspräferenz

2 Methode

2.1 Untersuchungsdesign

2.2 Stichprobe

2.3 Vorgehen und Material

2.3.1 Messungen

3 Ergebnisse

3.1 Datenaufbereitung und Analysemethoden

3.2 Deskriptive Statistiken

3.3 Inferenzstatistische Analysen

3.3.1 Manipulationscheck und Check der beruflichen abhängigen Variablen

3.3.2 Varianzanalysen und Kontrastanalysen

3.3.3 Moderatoranalysen

3.4 Weiterführende Analysen

3.4.1 Moderatoranalysen

3.4.2 Gruppenunterschiede

4 Diskussion

4.1 Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse

4.2 Limitationen und Perspektive für zukünftige Forschung

4.3 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen einer Bedrohung der Geschlechtsidentität auf Männer und Frauen im beruflichen Kontext, insbesondere im Hinblick auf deren affektive Reaktionen und geschlechtstypische Einschätzungen zu beruflichem Erfolg und Arbeitsflexibilität. Die zentrale Forschungsfrage ist, ob Männer und Frauen unterschiedlich auf identitätsbedrohende Rückmeldungen reagieren und wie sie versuchen, ihre Geschlechtsidentität oder ihren sozialen Status im beruflichen Umfeld wiederherzustellen oder zu sichern.

  • Untersuchung der Geschlechtsidentitätsbedrohung bei Männern und Frauen
  • Analyse von geschlechtsspezifischen Reaktionen im beruflichen Kontext
  • Erforschung der Strategien zur Wiederherstellung der Geschlechtsidentität
  • Rolle von beruflicher Flexibilität und beruflichem Erfolg als geschlechtsassoziierte Konstrukte

Auszug aus dem Buch

1.3.2 Unsicherheit der Geschlechtsidentität

Precarious Manhood Theory. Die Precarious Manhood Theory (Vandello et al., 2008) basiert auf der Annahme, dass Männlichkeit ein erworbener Zustand ist, der erst durch eine Leistung bewiesen werden muss, während Weiblichkeit eher als natürlicher, biologischer Zustand empfunden wird (Gilmore, 1991). In vielen Kulturen dieser Welt gibt es Rituale, die Jungen durchlaufen müssen, um den sozialen Status eines Mannes zu erlangen, die in diesem Maße bei Frauen selten vorkommen (Gilmore, 1991). Sie müssen ihren sozialen Status als Mann erst aktiv und öffentlich demonstrieren, bevor sie als Männer anerkannt werden (Gilmore, 1991). Vandello et al. (2008) zeigten, dass diese Vorstellungen auch in der sogenannten westlichen Gesellschaft existieren. Die von ihnen entwickelte Precarious Manhood Theory sagt aus, dass Männlichkeit als unsicherer sozialer Status gilt, der als schwerer zu erlangen und leichter zu verlieren betrachtet wird als Weiblichkeit. Daher muss sich der Status als Mann erst verdient werden und dann demonstriert und verteidigt (Bosson & Vandello, 2011).

Die Studien von Vandello et al. (2008) zu der Theorie implizieren, dass der Übergang zum Mann, genauso wie der Verlust von Männlichkeit im Vergleich zur Weiblichkeit deutlich mehr sozialen Veränderungen zugeschrieben wird (beispielsweise durch das Beweisen von Mut). Der Übergang und der Verlust von Weiblichkeit werden eher mit weniger beeinflussbaren physischen Gründen in Verbindung gebracht (zum Beispiel durch das Erreichen der Pubertät). Außerdem sind Überzeugungen über die Unsicherheit und Flüchtigkeit beziehungsweise den leichten Verlust von Männlichkeit weiter verbreitet und eher akzeptiert als von Weiblichkeit. Die Precarious Manhood Theory sagt zudem aus, dass der Status als Frau in der Regel nicht in dem Ausmaß angezweifelt wird wie der als Mann. Frauen müssen ihn deshalb auch weniger verteidigen beziehungsweise können dies auch weniger, da Weiblichkeit eher mit physischen Gründen verknüpft ist als mit sozialen (Vandello et al., 2008).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Theoretischer Hintergrund: Einführung in die Thematik der Geschlechtsidentitätsbedrohung und der relevanten Theorien wie Precarious Manhood, Social Identity Theory und Gender Role Conflict.

2 Methode: Beschreibung des Online-Studiendesigns, der Stichprobenrekrutierung und der verwendeten psychologischen Messinstrumente zur Erfassung der Probandendaten.

3 Ergebnisse: Darstellung der statistischen Auswertungen, der deskriptiven Statistiken und der inferenzstatistischen Analysen zur Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.

4 Diskussion: Interpretation der Befunde, Reflexion der Limitationen der Studie und Ableitung von Implikationen für zukünftige Forschungen und den Berufsalltag.

Schlüsselwörter

Geschlechtsidentität, Männlichkeit, Weiblichkeit, Precarious Manhood Theory, Geschlechterstereotype, beruflicher Erfolg, Arbeitsflexibilität, Geschlechterrollen, Backlash Effekt, Geschlechtsidentitätsbedrohung, Selbstwertschutz, Soziale Identität, berufliche Konstrukte, empirische Analyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie sich die Bedrohung der Geschlechtsidentität auf Männer und Frauen auswirkt, wenn sie mit Rückmeldungen konfrontiert werden, die ihren Geschlechterstereotypen widersprechen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die Studie fokussiert auf Geschlechterstereotype, die soziale Identität, berufliche Erfolgszuschreibungen und die Präferenz für Arbeitsflexibilität im beruflichen Umfeld.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, zu analysieren, ob und wie Männer und Frauen auf identitätsbedrohende Situationen im Beruf reagieren und ob sie versuchen, ihr Geschlecht oder ihren Status aktiv zu verteidigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin führte eine Online-Studie mit 350 Teilnehmenden in einem Between-Subjects-Design durch, bei dem mittels fiktiver Rückmeldungen eine Bedrohung der Geschlechtsidentität induziert wurde.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine theoretische Fundierung, eine detaillierte methodische Vorgehensweise, die Darstellung der statistischen Ergebnisse sowie eine ausführliche Diskussion der Resultate.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen zählen Geschlechtsidentität, Precarious Manhood Theory, berufliche Statuswahrnehmung und die geschlechtsspezifische Reaktion auf Identitätsbedrohungen.

Warum unterscheidet sich die Reaktion von Frauen laut Autorin von der Theorie?

Entgegen der Hypothesen zeigten Frauen im beruflichen Kontext bei einer Bedrohung keine Stärkung ihrer weiblichen Identität, sondern reagierten unzufriedener, was durch den Wandel moderner Geschlechterrollen in der untersuchten studentischen Generation erklärt wird.

Welchen Einfluss hat das Alter der Stichprobe auf die Ergebnisse?

Die Autorin vermutet, dass die junge, studentische Stichprobe bereits stark von modernen, weniger strikten Geschlechterrollen geprägt ist, was die klassische Bedrohungswahrnehmung abschwächt.

Final del extracto de 143 páginas  - subir

Detalles

Título
Besser Mann als Frau? Geschlechterstereotype und Geschlechtsidentität im Beruf
Subtítulo
Eine empirische Analyse
Autor
Elisabeth Gothein (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
143
No. de catálogo
V503304
ISBN (Ebook)
9783964871459
ISBN (Libro)
9783964871466
Idioma
Alemán
Etiqueta
Work-Life-Balance Geschlecht Gleichberechtigung Geschlechtsidentität Beruflicher Erfolg
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Elisabeth Gothein (Autor), 2020, Besser Mann als Frau? Geschlechterstereotype und Geschlechtsidentität im Beruf, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/503304
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Extracto de  143  Páginas
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