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Christliche Mission in Usbekistan vor dem Hintergrund des Islam in Mittelasien

Titel: Christliche Mission in Usbekistan vor dem Hintergrund des Islam in Mittelasien

Magisterarbeit , 2007 , 81 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Alexander Gietsel (Autor:in)

Theologie - Islamische Religionswissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Mit dieser Masterarbeit soll die christliche Mission in Usbekistan vor dem Hintergrund des Islam in Mittelasien erforscht werden. Die Bewohner dieses Gebietes sind überwiegend Muslime. Für sie ist ihr Glaube und der Ursprung ihrer Religion das Höchste im Leben. Daher wird der erste Punkt dieser Arbeit einen Einblick in die vorislamische Zeit, in die Bedeutung des religiösen Führers, sowie in die Entwicklung und Ausbreitung des Islam bis in das zu erforschende Gebiet Mittelasiens geben. Das zu wissen, und die Geschichte Usbekistans mit den verschiedenen Einflüssen, die das Land geprägt haben, zu kennen, ist wichtig für die Begegnung mit ihnen. Dazu wird ein kurzer Abriss der Nation, der Ethnologie, der Sprache, des wirtschaftlichen Aspektes und kulturellen Standes dargestellt. All diese Aspekte sollen helfen, einen Zugang zu den Menschen zu finden.

Der zweite Punkt wird sich mit der aktuellen Lage in Mittelasien und Usbekistan auseinandersetzen. Unter diesem Aspekt wird nach schon bestehenden christlichen Einrichtungen geforscht und welche christlichen Kirchen schon vertreten sind, die Mission betreiben? In diesem Zusammenhang soll die Herangehensweise der christlichen Mission, soweit es möglich ist, dargestellt werden. Im letzten Teil dieser Arbeit sollen die erforschten Erkenntnisse einen auswertenden Charakter haben, die dazu verwendet werden, bzw. beitragen, eigene Vorschläge für eine mögliche christliche Mission in Mittelasien (Usbekistan) zu unterbreiten.

Usbeken, auch Uzbek genannt, sind das zweitgrößte Turkvolk in der Welt und mit knapp zwölf Millionen Einwohnern Staatsvolk der Republik Usbekistan. Die Usbeken haben sich auch in Kasachstan, Tadschikistan und Turkmenien angesiedelt, ebenso in der Provinz Xinjang in der Volksrepublik China.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 DIE VORISLAMISCHE ZEIT UND DIE ENTWICKLUNG ZUM ISLAM

1.1 Die sozialen und politischen Verhältnisse um das Jahr 600

1.2 Die altarabische Religion

1.2.1 Die mekkanische Religion und der „Hochgott“

1.2.2 Die älteren monotheistischen Religionen

1.3 Der religiöse Führer

1.3.1 Mohammed als Prophet

1.3.2 Der Koran

1.4 Die Ausbreitung der islamischen Religion

1.5 Die Geschichte und die Entstehung des Landes Usbekistan, die Anfänge, verschiedene Einflüsse

1.6 Die Entstehung der Nation

1.7 Die Wirtschaft in Usbekistan

1.7.1 Lebensstandard und das Lebensniveau

1.7.2 Gott im täglichen Leben

2 CHRISTLICHE MISSIONEN IN ZENTRALASIEN

2.1 DIE ARMENISCH-APOSTOLISCHE KIRCHE IN TASCHKENT

2.1.1 Öffentliche Gottesdienste

2.1.2 Gemeinsame Feier des Passah

2.2 DIE EVANGELISCH-LUTHERISCHE KIRCHE

2.2.1 10-jährige Bestehen der Kirche

2.2.2 Kinder- und Jugendarbeit

2.2.3 Diakoniearbeit und Sprachkurse

2.2.4 Bekämpfung des HIV- und Aids Erkrankungen

2.2.5 Humanitäre Hilfe

2.2.6 Christliche Radiosendungen

2.2.7 Christlich-muslimische Tagung

2.3 DIE RÖMISCH-KATHOLISCHE KIRCHE IN USBEKISTAN

2.3.1 „Zeugnis von Jesus Christus in Asien“

2.3.2 Missionare der Barmherzigkeit

2.3.3 Die Feier des Passahfestes

2.3.4 Das jährliche Treffen „Sui Iuris“

2.3.5 Katholischer Informationsdienst

2.4 DIE RUSSISCH-ORTHODOXE KIRCHE

2.4.1 Feierliches Treffen am runden Tisch

2.4.2 Dialog der Zivilisation

2.4.3 Arbeit mit den Jugendlichen

2.4.4 Sonntagsschule für Kinder und Jugendliche

2.4.5 Taufen und Trauungen

2.4.6 Publikationsaktivitäten

2.5 DIE KIRCHE DER SIEBENTEN-TAGS-ADVENTISTEN

2.5.1 Einrichtung des Gesundheitszentrums

2.5.2 ADRA-Usbekistan

2.5.3 Adventist World Radio

2.5.4 Aus- und Weiterbildung von Missionaren

3 EIGENE ERKENNTNISSE UND VORSCHLÄGE

3.1 Möglichkeiten der christlichen Mission

3.1.1 Die Religion des Islam für die Usbeken

3.1.2 Der Islam in Usbekistan

3.2 Kultureller Hintergrund

3.2.1 Dialog auf das Leben bezogen

3.2.2 Dialog auf den Verstand bezogen

3.2.3 Dialog auf das Herz gerichtet

3.2.4 Soziale Einrichtungen, humanitäre Unterstützung und Behördenhilfe

4 ZUSAMMENFASSUNG

Zielsetzung und Themenfelder

Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Rahmenbedingungen christlicher Missionsarbeit in Usbekistan vor dem Hintergrund der islamischen Prägung der Region. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der Analyse historischer, kultureller und sozio-politischer Faktoren, um Wege für einen interreligiösen Dialog und eine effektive missionarische Praxis zu erschließen.

  • Historische Entwicklung des Islam und der islamischen Kultur in Zentralasien
  • Status quo und Arbeitsweisen führender christlicher Kirchen in Usbekistan
  • Sozio-ökonomische Lage der Bevölkerung als Kontext für missionarisches Engagement
  • Bedeutung des interreligiösen Dialogs für das Verhältnis zwischen Christentum und Islam
  • Integration praktischer humanitärer Arbeit in die Missionsstrategie

Auszug aus dem Buch

1.1 Die sozialen und politischen Verhältnisse um das Jahr 600

Den Ursprung des Islam finden wir in Arabien zu der Zeit, als Arabien noch von den Nomadenstämmen besiedelt war. Heute ist das nur noch in manchen Teilen des Landes der Fall. „Fast völlig von Wüsten bedeckt (Gebirgswüste, Steppen mit einzelnen Oasen), daher unfruchtbar und wenig Landwirtschaft und Nutztierhaltung“.

Um das Jahr 600 gab es viele Stämme in Arabien. Die einzige Einnahmequelle war die Viehzucht. Man lebte von der Kamel-, Schaf- und Ziegenzucht. Diese Stämme bildeten zwei Stammklassen. Die eine bestand aus Hirten, Schaf- und Ziegenhirten. Sie waren nicht so angesehen, nicht so mobil; denn die Art ihrer Arbeit brachte ihnen Einschränkungen. Sie musste ihr Leben den Umständen und der Situation anpassen. Ihr Gebiet war der äußerste Rand der Wüste.

Anders war es mit der Stammklasse, die sich auf die Kamelzucht spezialisierte. Diesen Stämmen waren bessere Möglichkeiten gegeben. Sobald der Frühling (rabi) begann, wanderten diese Stämme in die Wüstenregion hinaus. Kamele sind für die Wetterverhältnisse der Wüste sehr gut geeignet. So bot sich eine gute Möglichkeit, trotz unterschiedlicher Regenzeiten in jedem Jahr, seinem Geschäft nachzugehen.

Jeder hatte sein ihm zugewiesenes Gebiet zum Durchwandern. „In verschiedenen Fällen war nur ein Teil eines Stammes nomadisch, während der andere Teil sich in einer Oase angesiedelt hatte und dort Ackerbau betrieb“.

Zusammenfassung der Kapitel

1 DIE VORISLAMISCHE ZEIT UND DIE ENTWICKLUNG ZUM ISLAM: Dieses Kapitel liefert einen Überblick über die sozialen, religiösen und historischen Entwicklungen in Arabien und dem späteren Usbekistan vor und während der Entstehung des Islam.

2 CHRISTLICHE MISSIONEN IN ZENTRALASIEN: Hier werden die Präsenz und die Aktivitäten verschiedener christlicher Konfessionen in Usbekistan analysiert, inklusive deren humanitärer und sozialer Projekte.

3 EIGENE ERKENNTNISSE UND VORSCHLÄGE: Dieser Abschnitt reflektiert die Möglichkeiten für christliche Mission unter dem Gesichtspunkt des interreligiösen Dialogs und der kulturellen Sensibilität.

4 ZUSAMMENFASSUNG: Die Ergebnisse der Arbeit werden resümiert und die Bedeutung des interreligiösen Dialogs für zukünftige missionarische Bemühungen hervorgehoben.

Schlüsselwörter

Christliche Mission, Usbekistan, Mittelasien, Islam, interreligiöser Dialog, Religionsgeschichte, Evangelisch-Lutherische Kirche, Römisch-Katholische Kirche, Russisch-Orthodoxe Kirche, Adventisten, humanitäre Hilfe, Kultur, Missionsstrategie, Religionswandel, Monotheismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit grundlegend?

Die Arbeit erforscht die Möglichkeiten christlicher Mission in Usbekistan unter Berücksichtigung des starken islamischen Einflusses in Mittelasien.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit analysiert historische Hintergründe, die aktuelle religiöse Lage, die Arbeit verschiedener christlicher Kirchen vor Ort sowie Strategien für einen konstruktiven Dialog.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Erkenntnisse zu gewinnen, um Vorschläge für eine angemessene und erfolgreiche christliche Missionspraxis in einem muslimisch geprägten Kontext zu unterbreiten.

Welche wissenschaftliche Methodik wird angewandt?

Es handelt sich um eine theologische Untersuchung, die historische Quellenanalyse mit der Auswertung aktueller Berichte und kircheninterner Daten zur Missionsarbeit in Zentralasien verbindet.

Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der islamischen Entstehung und eine detaillierte Bestandsaufnahme der Arbeit von fünf führenden christlichen Kirchen in Usbekistan.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind Mission, Interreligiöser Dialog, Usbekistan, Islam, Kultur und Kontextualisierung.

Welche Rolle spielt die humanitäre Hilfe in der Mission?

Die humanitäre Hilfe, etwa durch Organisationen wie ADRA, dient als praktischer Zugang, um Vertrauen aufzubauen und mit der Bevölkerung in einen persönlichen Kontakt zu treten.

Warum ist der "interreligiöse Dialog" so wichtig?

Der Autor argumentiert, dass aufgrund der engen Verflechtung von Kultur, Politik und Religion in Usbekistan ein Dialog auf Basis von Respekt und Wertschätzung essenziell ist, um missionarisch Gehör zu finden.

Ende der Leseprobe aus 81 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Christliche Mission in Usbekistan vor dem Hintergrund des Islam in Mittelasien
Hochschule
Theologische Hochschule Friedensau
Note
2,0
Autor
Alexander Gietsel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
81
Katalognummer
V503322
ISBN (eBook)
9783346053008
ISBN (Buch)
9783346053015
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Islam Mission Central Asien Entstehung von Islam Mohamed
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alexander Gietsel (Autor:in), 2007, Christliche Mission in Usbekistan vor dem Hintergrund des Islam in Mittelasien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/503322
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Leseprobe aus  81  Seiten
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