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Präparieren im Biologieunterricht. Ansichten von Lehrern zum Einsatz in der Sekundarstufe I

Titel: Präparieren im Biologieunterricht. Ansichten von Lehrern zum Einsatz in der Sekundarstufe I

Seminararbeit , 2017 , 131 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Julia Bernard (Autor:in)

Didaktik - Biologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Forschungsarbeit geht der Frage nach, welche Annahmen Lehrerinnen und Lehrer der Sekundarstufe I im Fach Biologie zum Sezieren und Präparieren treffen, welcher Nutzen also dem Einsatz dieser Arbeitsweise in der individuellen Unterrichtsplanung zukommt. Mit den theoretischen Grundlagen zum Sezieren und Präparieren im Biologieunterricht wird diese Arbeit über den empirischen Forschungsstand zu einer Fragestellung führen und aus dieser Hypothesen ableiten. Welche konzeptuellen Annahmen treffen Lehrerinnen und Lehrer im Fach Biologie in der Sekundarstufe I zu dem Lernzuwachs, den Schüler/innen durch den Einsatz der Arbeitsweise Sezieren/ Präparieren erleben? Welche Vorstellungen, also Begriffe, Konzepte und Denkfiguren, haben Biologielehrerinnen und -lehrer der Sekundarstufe I zum Sezieren und Präparieren im Unterricht?

Das Untersuchen von Naturobjekten ist seit jeher eine Vorgehensweise naturwissenschaftlichen Erkenntnisgewinns. Zum Untersuchen gehören das Sezieren und Präparieren von Organismen. Ein Blick in die öffentliche Debatte reicht aus, um zu erkennen, dass es sich bei dieser Erkenntnismethode jedoch nicht um ein emotional unbelastetes Thema handelt. Schüler- und Elterninitiativen diskutieren in einschlägigen Foren über den Sinn und Unsinn von Sektionen im Biologieunterricht, selbst Studierenden des Faches stellt sich die Frage nach Selbstüberwindung. Auch im biologiedidaktischen Seminar der Pädagogischen Hochschule Freiburg wurde überlegt, ob es toter Organismen bedarf, um bestimmte Kompetenzen zu erlangen. Somit befinden wir uns in der Debatte um die Legitimation von Sektionen im Biologieunterricht.

Im angloamerikanischen Raum scheint es zumindest so viele Vorbehalte gegenüber der Sektion von Lebewesen zu geben, dass vermehrt über interaktive Alternativen zum "haut-nahen" Sezieren diskutiert wird. Auch in Deutschland gab es den Präzedenzfall an der Universität Mainz, wo die Sezierpflicht für Studierende im Fach Biologie abgeschafft wurde. Mit der Frage nach relevanten Erkenntnismethoden der Biologie für die Fachdidaktik ist die grundlegende Legitimation für das Präparieren in der Schulklasse bereits gegeben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Theoretische Grundlagen

1.1 Untersuchen im Biologieunterricht

1.2 Sezieren und Präparieren

1.3 Didaktische Begründung des Präparierens im Biologieunterricht

2. Forschungsstand

3. Empirischer Teil

3.1 Fragestellung

3.2 Angemessenheit der Methode

3.2.1 Leitfadeninterviews

3.2.2 Exkurs: Besonderheiten des Experteninterviews

3.3 Vorgehensweise bei der Erhebung

3.3.1 Zugang zum Untersuchungsfeld

3.3.2 Durchführung der Interviews

3.3.3 Interviewleitfaden

4. Auswertungsprozess

5. Ergebnisse

5.1 Interview 1: Frau F.

5.1.1 Transkript Interview 1: Frau F. (siehe Anhang)

5.1.2 Redigierte Aussagen Interview 1: Frau F. (siehe Anhang)

5.1.3 Geordnete Aussagen Interview 1: Frau F.

5.1.4 Explikation Interview 1: Frau F.

5.2 Interview 2: Frau G.

5.2.1 Transkript Interview 2: Frau G. (siehe Anhang)

5.2.2 Redigierte Aussagen Interview 2: Frau G. (siehe Anhang)

5.2.3 Geordnete Aussagen Interview 2: Frau G.

5.2.4 Explikation Interview 2: Frau G.

5.3 Interview 3: Frau Z.

5.3.1 Transkript Interview 3: Frau Z. (siehe Anhang)

5.3.2 Redigierte Aussagen Interview 3: Frau Z. (siehe Anhang)

5.3.3 Geordnete Aussagen Interview 3: Frau Z.

5.3.4 Explikation Interview 3: Frau Z.

5.4 Interview 4: Herr K.

5.4.1 Transkript Interview 4: Herr K. (siehe Anhang)

5.4.2 Redigierte Aussagen Interview 4: Herr K. (siehe Anhang)

5.4.3 Geordnete Aussagen Interview 4: Herr K.

5.4.4 Explikation Interview 4: Herr K.

5.5 Interview 5: Herr N.

5.5.1 Transkript Interview 5: Herr N. (siehe Anhang)

5.5.2 Redigierte Aussagen Interview 5: Herr N. (siehe Anhang)

5.5.3 Geordnete Aussagen Interview 5: Herr N.

5.5.4 Explikation Interview 5: Herr N.

5.6 Interview 6: Frau Ks.

5.6.1 Transkript Interview 6: Frau Ks. (siehe Anhang)

5.6.2 Redigierte Aussagen Interview 6: Frau Ks. (siehe Anhang)

5.6.3 Geordnete Aussagen Interview 6: Frau Ks.

5.6.4 Explikation Interview 6: Frau Ks.

5.7 Interview 7: Herr S.

5.7.1 Transkript Interview 7: Herr S. (siehe Anhang)

5.7.2 Redigierte Aussagen Interview 7: Herr S. (siehe Anhang)

5.7.3 Geordnete Aussagen Interview 7: Herr S.

5.7.4 Explikation Interview 7: Herr S.

5.8 Interview 8: Frau B.

5.8.1 Transkript Interview 8: Frau B. (siehe Anhang)

5.8.2 Redigierte Aussagen Interview 8: Frau B. (siehe Anhang)

5.8.3 Geordnete Aussagen Interview 8: Frau B.

5.8.4 Explikation Interview 8: Frau B.

5.9 Interview 9: Herr M.

5.9.1 Transkript Interview 9: Herr M. (siehe Anhang)

5.9.2 Redigierte Aussagen Interview 9: Herr M. (siehe Anhang)

5.9.3 Geordnete Aussagen Interview 9: Herr M.

5.9.4 Explikation Interview 9: Herr M.

6. Zusammenfassung

7. Diskussion

8. Reflexion

9. Literaturverzeichnis

11. Anhang

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Forschungsarbeit untersucht die konzeptuellen Annahmen von Lehrerinnen und Lehrern der Sekundarstufe I im Fach Biologie bezüglich des Einsatzes von Sektionen und Präparationen im Unterricht, um den fachdidaktischen Nutzen und die Hintergründe dieser Arbeitsweise zu beleuchten.

  • Didaktische Legitimation des Präparierens als Erkenntnismethode
  • Untersuchung der pädagogischen Erwartungen und Zielsetzungen von Lehrenden
  • Stellenwert von Handlungsorientierung und haptischem Erleben
  • Rolle der affektiv-emotionalen Komponente im Lernprozess
  • Umgang mit ethischen Fragestellungen und Tierwohl im Unterricht

Auszug aus dem Buch

1. Theoretische Grundlagen

In dieser Forschungsarbeit soll es um den didaktischen Einsatz der Arbeitsweise Präparieren im Biologieunterricht der Sekundarstufe I gehen. Sezieren und Präparieren werden traditionell dem Untersuchen als Grundform des Erkundens zugeordnet. An dieser Stelle soll die Erkenntnismethode des Untersuchens umrissen werden, bevor spezifiziert das Präparieren als Arbeitsweise in diesem Rahmen verortet und beleuchtet werden kann.

Untersuchungen kennen die meisten Menschen im alltäglichen Kontext zum Beispiel durch Ärzte oder auch als Auftragsarbeiten diverser TV-Krimiregisseure. Ist die biologische Erkenntnismethode des Untersuchens gemeint, so bedarf es einer begrifflichen Präzisierung (vgl. SPÖRHASE-EICHMANN und RUPPERT 2016, S. 95).

Ex-negativo bietet es sich an, festzuhalten, was Untersuchen gerade nicht ist, um diese Methode zu charakterisieren. Neben dem Untersuchen stehen die Erkundungsformen Betrachten, Beobachten und Experimentieren (vgl. UHLIG in SPÖRHASE-EICHMANN und RUPPERT 2016, S. 131). Unterschieden werden die vier Erkenntnismethoden nach Zielebenen und Vorgehensweisen. Ersichtlich wird die Kategorisierung nach UHLIG durch die Grafik 1. Hier werden die Grundformen des Erkundens am biologischen Phänomen der Kressesamenkeimung konkretisiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel verortet das Präparieren als biologische Erkenntnismethode innerhalb der Didaktik und grenzt es begrifflich von anderen Erkundungsformen ab.

2. Forschungsstand: Hier werden internationale Studien und bisherige Erkenntnisse zum Einsatz von Sektionen im Unterricht sowie die damit verbundenen Vorbehalte und Vorteile diskutiert.

3. Empirischer Teil: Dieser Abschnitt beschreibt die qualitative Forschungsfrage sowie das gewählte methodische Vorgehen mittels Experten- und Leitfadeninterviews.

4. Auswertungsprozess: Es wird der methodisch kontrollierte Prozess erläutert, wie aus den Interviews durch Transkription, Reduktion und Explikation Ergebnisse gewonnen wurden.

5. Ergebnisse: Die gesammelten Daten aus den neun Experteninterviews werden hier einzeln dargestellt, geordnet und interpretierend expliziert.

6. Zusammenfassung: Die wichtigsten Befunde werden zentral zusammengefasst, wobei insbesondere affektive Gründe und die Handlungsorientierung hervorgehoben werden.

7. Diskussion: Die Ergebnisse der Studie werden in den Kontext der Fachliteratur und des aktuellen Forschungsstands eingeordnet.

8. Reflexion: Der Autor reflektiert das eigene methodische Vorgehen, die Stichprobenwahl und die Grenzen der Aussagekraft der Untersuchung.

Schlüsselwörter

Präparieren, Sezieren, Biologieunterricht, Sekundarstufe I, Handlungsorientierung, Erkenntnisgewinnung, Schülervorstellungen, Modellvorstellungen, Affektion, Ethik, Ekel, Lehreraussagen, qualitative Forschung, didaktische Reduktion, Naturwissenschaftliches Interesse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Forschungsarbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht die Hintergründe und Motive von Biologielehrkräften der Sekundarstufe I für den Einsatz der Arbeitsweise "Präparieren" oder "Sezieren" im Unterricht.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Zentral sind der didaktische Nutzen, die psychomotorische Schulung, die Förderung affektiver Lernziele und der Umgang mit ethischen Aspekten der Sektion.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Das Ziel ist es, die individuellen Annahmen und Erwartungen von Lehrpersonen zu identifizieren, die den Einsatz von Präparationen in ihrer persönlichen Unterrichtsplanung legitimieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es handelt sich um eine qualitative Studie, die auf problemzentrierten Leitfadeninterviews mit neun Lehrkräften basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Herleitung, dem methodischen Erhebungsdesign und der detaillierten Auswertung der geführten Interviews anhand spezifischer Kategorien.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit am besten?

Präparieren, Handlungsorientierung, Didaktik, Schülervorstellungen und naturwissenschaftliche Arbeitsweisen sind die tragenden Begriffe.

Wie gehen Lehrkräfte mit der ethischen Problematik des Tötens von Tieren um?

Die Befragten betonen zumeist, dass keine Tiere eigens für den Unterricht getötet werden, sondern auf Schlachtabfälle oder bereits verstorbene Tiere zurückgegriffen wird, um ethische Bedenken zu minimieren.

Warum wird trotz der "Sauerei" und des Aufwands präpariert?

Lehrkräfte sehen in der Sektion ein "Wow-Erlebnis", das Schüler motiviert und ihnen einen direkten, haptischen Zugang zur Anatomie ermöglicht, der durch Medien oder Modelle nicht vollständig ersetzbar ist.

Ende der Leseprobe aus 131 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Präparieren im Biologieunterricht. Ansichten von Lehrern zum Einsatz in der Sekundarstufe I
Hochschule
Pädagogische Hochschule Freiburg im Breisgau  (Biologie und ihre Didaktik)
Note
1,0
Autor
Julia Bernard (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
131
Katalognummer
V503644
ISBN (eBook)
9783346042323
ISBN (Buch)
9783346042330
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sezieren Präparieren Lehrermeinungen Lehrerannahmen Vorstellungen Forelle Sekundarstufe biologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Julia Bernard (Autor:in), 2017, Präparieren im Biologieunterricht. Ansichten von Lehrern zum Einsatz in der Sekundarstufe I, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/503644
Blick ins Buch
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