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Crystal Meth und die sozialpädagogische Arbeit mit drogenkonsumierenden Müttern. Wie können Mütter und Kinder in gemeinsamen Wohnformen zusammenleben?

Título: Crystal Meth und die sozialpädagogische Arbeit mit drogenkonsumierenden Müttern. Wie können Mütter und Kinder in gemeinsamen Wohnformen zusammenleben?

Libro Especializado , 2020 , 93 Páginas

Autor:in: Maria Liebing (Autor)

Pedagogía - Pedagogía social
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Immer mehr Menschen konsumieren Crystal Meth – auch junge Mütter. Drogenkonsum und Kindeswohl scheinen unvereinbar. Was der Sozialen Arbeit jedoch immer noch fehlt, sind geeignete Instrumentarien zur Gefährdungseinschätzung. Bei der Sorge um die Kinder werden Bedürfnisse und Rechte der Mütter übersehen, bei der Sorge um die Mütter dagegen der Kinderschutz.

Sind Kindeswohl und Drogenkonsum vielleicht doch miteinander vereinbar? Inwieweit können crystalkonsumierende Mütter mit ihren Kindern im Rahmen einer Mutter-Kind-Einrichtung zusammenleben? Und was müssen Einrichtungen hierfür leisten?

Die Autorin Maria Liebing klärt die erforderlichen Rahmenbedingungen sowie rechtlichen Grundlagen für eine sozialpädagogische Unterstützung für betroffener Mütter und deren Kinder. Des Weiteren gibt Liebing konkrete Handlungsempfehlungen, die mehr Handlungssicherheit bezüglich Sucht und Elternschaft im Rahmen von Mutter-Kind-Einrichtungen schaffen.

Aus dem Inhalt:
- Suchthilfe;
- § 19 SGB VIII;
- Jugendschutzgesetz;
- Betäubungsmittelgesetz;
- Kindeswohlgefährdung

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Crystal Meth

2.1 Substanz

2.2 Historie

2.3 Epidemiologie

2.4 Konsum

2.4.1 Konsumformen

2.4.2 Konsumphasen

2.4.3 Konsummotive

2.4.3.1 Leistungssteigerung

2.4.3.2 Geselligkeit

2.4.3.3 Gewichtsreduzierung

2.4.3.4 Selbstmedikation

2.4.3.5 Biographische Gründe

2.5 Wirkungsweise

2.5.1 Kurzzeitwirkung

2.5.2 Langzeitwirkung

2.6 Abstinenz und Rückfallrisiko

3 Konsum und Kindeswohl

3.1 Begrifflichkeiten

3.1.1 Kindeswohl

3.1.2 Kindeswohlgefährdung

3.1.3 Erziehungsfähigkeit

3.2 Auswirkungen des Konsums

3.2.1 prä- und postnatale Auswirkungen

3.2.2 Auswirkungen auf die Erziehungsfähigkeit

3.3 Diskurs: Elternschaft und Konsum

4 Handlungsempfehlungen

4.1 Handlungsrahmen

4.1.1 Die Mutter-Kind-Einrichtung als Unterbringungsform

4.1.2 Zielgruppe

4.1.3 Rahmenbedingungen und rechtliche Grundlagen

4.1.3.1 Institutionelle Rahmenbedingungen

4.1.3.2 Rechtliche Grundlagen

4.1.3.2.1 Jugendschutzgesetz

4.1.3.2.2 Betäubungsmittelgesetz

4.1.3.2.3 Schweigepflicht und Datenschutz

4.2 Handlungsempfehlungen für Einrichtungen nach § 19 SGB VIII

4.2.1 sozialpädagogische Unterstützungsmöglichkeiten

4.2.1.1 Chancen und Grenzen von Drogentestungen

4.2.1.2 Verhalten bei einem Notfall

4.2.2 Instrumentarien zur Gefährdungseinschätzung

4.2.3 Netzwerk- und Kooperationsarbeit

4.2.4 weitere Angebote

5 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die sozialpädagogischen Handlungsmöglichkeiten in der Arbeit mit Crystal-Meth-konsumierenden Müttern in stationären Mutter-Kind-Einrichtungen nach § 19 SGB VIII. Ziel ist es, trotz der Suchtproblematik Wege aufzuzeigen, wie das Kindeswohl gesichert und eine gemeinsame Unterbringung verantwortet werden kann, indem individuelle Unterstützung und klare Rahmenbedingungen geschaffen werden.

  • Wirkungsweise und Risiken von Crystal Meth auf Mütter und Kinder.
  • Die Vereinbarkeit von Konsum und Kindeswohl im stationären Setting.
  • Entwicklung von Handlungsempfehlungen und Unterstützungsinstrumenten für Fachkräfte.
  • Bedeutung von Netzwerk- und Kooperationsarbeit für suchtbelastete Familien.
  • Reflexion über Kontrollinstrumente wie Drogentests in der Jugendhilfe.

Auszug aus dem Buch

2.4.1 Konsumformen

Am häufigsten sind nasale und intravenöse Konsumformen sowie die Inhalation von Crystal. Weitaus seltener wird Crystal oral und vaginal bzw. anal konsumiert. Beim nasalen Gebrauch, in der Szene auch „sneefen“, „ruppen“ oder „rotzen“ genannt, wird Crystal in Pulverform durch die Nase gezogen und über die Nasenschleimhaut aufgenommen. Die Wirkung tritt nach ca. fünf bis zehn Minuten ein. Beim intravenösen Gebrauch wird Crystal zunächst in Wasser aufgelöst und dann mit einer Spritze injiziert, in der Szene als „ballern“ bezeichnet. Hierbei tritt die Wirkung sofort ein. Beim Inhalieren (Szenebezeichnung: „blecheln“) wird Crystal zunächst auf einer Alufolie erhitzt und der dabei entstehende Dampf wird eingeatmet. Aber auch das Rauchen von Crystal in einer sogenannten Crackpfeife (Szenebezeichnung: „pipe“) ist üblich. Auch hierbei tritt die Wirkung sofort ein. Bei oraler Aufnahme, in der Szene unter „bomben“ bekannt, wird Crystal in Tabletten- oder Kapselform geschluckt, wobei eine Wirkung nach etwa 30 bis 40 Minuten eintritt. Darüber hinaus existieren auch anale (Szenebezeichnung: „booty bomb“) und vaginale Gebrauchsformen. Genaue Angaben zum Wirkungseintritt finden sich für diese Konsumformen nicht. (vgl. JSDB 2014, S. 12ff.)

Zu Beginn des Konsums von Crystal wird die Substanz oftmals noch nasal konsumiert. Sobald eine gewisse Gewöhnung eintritt, wird meist zum Inhalieren übergegangen. Bei einem intravenösen Gebrauch besteht das höchste Risiko einer Überdosierung.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die steigende Relevanz von Crystal Meth in der Arbeit mit Müttern in Mutter-Kind-Einrichtungen und begründet die Notwendigkeit der Arbeit durch mangelnde praxisorientierte Handlungsempfehlungen.

2 Crystal Meth: Dieses Kapitel erläutert die Substanz, deren Historie und Epidemiologie, die verschiedenen Konsumformen und -phasen sowie die Konsummotive und die Wirkungsweise.

3 Konsum und Kindeswohl: Hier erfolgt eine theoretische Auseinandersetzung mit Begriffen wie Kindeswohl und Erziehungsfähigkeit, gefolgt von einer Analyse der Auswirkungen des Konsums auf das Kind und einem kritischen Diskurs zur Vereinbarkeit von Elternschaft und Sucht.

4 Handlungsempfehlungen: Dieser zentrale Teil liefert konkrete Ansätze für die Arbeit in Einrichtungen nach § 19 SGB VIII, einschließlich rechtlicher Rahmenbedingungen, Krisenmanagement und Kooperationsstrategien.

5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, statt pauschaler Ablehnung eine individuelle, differenzierte Hilfeplanung zu etablieren, um Mütter zu unterstützen und Kinder zu schützen.

Schlüsselwörter

Crystal Meth, Sozialpädagogik, Mutter-Kind-Einrichtung, § 19 SGB VIII, Kindeswohl, Erziehungsfähigkeit, Suchthilfe, Drogenkonsum, Suchtprävention, Jugendhilfe, Kinderschutz, Interdisziplinäre Zusammenarbeit, Handlungsempfehlungen, Suchterkrankung, Eltern-Kind-Bindung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der sozialpädagogischen Unterstützung von Müttern, die Crystal Meth konsumieren, im Rahmen einer stationären Unterbringung in Mutter-Kind-Einrichtungen nach § 19 SGB VIII.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Auswirkungen von Crystal Meth auf die Erziehungsfähigkeit, der Schutz des Kindeswohls, die Entwicklung von Handlungssicherheit für pädagogische Fachkräfte sowie die kritische Reflexion von Kontrollmaßnahmen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Handlungsempfehlungen zu entwickeln, die es Einrichtungen ermöglichen, suchtkranken Müttern und ihren Kindern Hilfen anzubieten, anstatt den Konsum als generelles Ausschlusskriterium zu werten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Verknüpfung theoretischer Erkenntnisse mit Erfahrungen aus der sozialpädagogischen Praxis in Mutter-Kind-Einrichtungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Substanz Crystal, die Analyse der Auswirkungen auf Elternschaft und Kindeswohl sowie detaillierte Empfehlungen für institutionelle Rahmenbedingungen und die tägliche pädagogische Arbeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Crystal Meth, Kindeswohl, Sozialpädagogische Arbeit, Mutter-Kind-Einrichtung, Erziehungsfähigkeit und Suchtprävention.

Warum ist das Thema gerade für Mutter-Kind-Einrichtungen so aktuell?

Die Fallzahlen steigen, insbesondere in grenznahen Regionen wie Sachsen, und Einrichtungen sehen sich vermehrt mit Anfragen für suchtbelastete Familien konfrontiert, für die bisher kaum spezifische Standards existieren.

Wie bewertet die Autorin den Einsatz von Drogentests?

Sie steht Drogentests kritisch gegenüber, da sie Machtgefälle und Misstrauen fördern können, und plädiert stattdessen für einen transparenten, vertrauensbasierten Ansatz in Verbindung mit einer umfassenden Wissensaneignung über die Substanz.

Welche Bedeutung kommt dem Netzwerk bei der Arbeit mit betroffenen Familien zu?

Ein gut ausgebautes, interdisziplinäres Netzwerk, bestehend aus Jugendhilfe, Suchthilfe und medizinischen Diensten, ist essenziell, um die Mütter stabilisieren und das Kindeswohl langfristig sichern zu können.

Final del extracto de 93 páginas  - subir

Detalles

Título
Crystal Meth und die sozialpädagogische Arbeit mit drogenkonsumierenden Müttern. Wie können Mütter und Kinder in gemeinsamen Wohnformen zusammenleben?
Autor
Maria Liebing (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
93
No. de catálogo
V503658
ISBN (Ebook)
9783964871510
ISBN (Libro)
9783964871527
Idioma
Alemán
Etiqueta
Jugendhilfe Crystal Meth Crystal Mutter Kind HzE Mutterschaft Sucht Drogen Sachsen Dresden Kindeswohlgefährdung Kindeswohl Abhängigkeit Konsum Bachelor Soziale Arbeit Sozialpädagogik Leipzig Chemnitz Erziehungsfähigkeit Schwangerschaft Elternschaft Handlungsempfehlungen Mutter-Kind-Einrichtung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Maria Liebing (Autor), 2020, Crystal Meth und die sozialpädagogische Arbeit mit drogenkonsumierenden Müttern. Wie können Mütter und Kinder in gemeinsamen Wohnformen zusammenleben?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/503658
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