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Der Begriff der Sucht in Thomas Szasz‘s "Das Ritual der Drogen"

Título: Der Begriff der Sucht in Thomas Szasz‘s "Das Ritual der Drogen"

Trabajo Escrito , 2018 , 11 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Jean Paulus (Autor)

Psicología - General
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In dieser Arbeit soll es um die Fragen, wie Szasz seine Definition von "Sucht" darlegt und welche Argumente er vorbringt, gehen. Was ist Sucht für ihn und wie entstand diese? Was ist die Meinung der Gesellschaft und wieso ist diese nicht richtig? Ist "Sucht" eine Krankheit des Menschen oder lediglich eine "Verhaltensabweichung", von der keine Gefahr für die Gesellschaft ausgeht? gehen. Dabei werden auch Erkenntnisse von anderen Wissenschaftlern hinzugezogen, um Szasz Hypothesen gegebenenfalls zu unterstützen oder zu wiederlegen. So wird zunächst die Entstehung der Sucht, sowie die Motive näher beleuchtet. Dann werden verschiedene Definitionen von Sucht betrachtet, mit dem Hauptaugenmerk auf Szasz´s Argumente. Dabei wird auch auf die negative Konnotation eingegangen, die mit dem Begriff der Sucht einhergeht. Anschließend werden die Verbesserungsvorschläge in "Das Ritual der Drogen" beschrieben und in einem abschließenden Fazit werden dann Antworten auf die gestellten Fragen zusammenfassend dargestellt.

Recherchiert man den Begriff "Sucht" so lautet die erste Definition "Krankhafte Abhängigkeit von einem bestimmten Genuss- oder Rauschmittel". Sofort folgt die zweite Definition, dass Sucht ein "übersteigertes Verlangen nach etwas, einem bestimmten Tun [ist]". Diese beiden unterschiedlichen Begriffserklärungen begründen im Prinzip die Intention von Thomas Szasz in "Das Ritual der Drogen" und seinem Versuch den Be-griff der "Sucht" für die Allgemeinheit näher zu erklären. Hierbei konzentriert er sich stark auf die Drogensucht, welche auch das Kernthema seines Werkes ist.

Schon zuvor setzte Szasz sich sehr gesellschaftskritisch mit Themen wie psychiatrische Krankheiten und Geisteskrankheiten auseinander und kreierte mühevoll einen neuen Feind für die Gesellschaft: Ärzte, Psychiater und Pharmakologen. So ist es auch in "Das Ritual der Drogen" nicht anders und mit Hilfe von geschichtlichen Bezügen und logischem Denken erklärt er das Konstrukt von "Sucht" und wieso die Definition der Gesellschaft eine Fabrikation dessen ist, was Ärzte, Psychiater und Pharmakologen in der Vergangenheit festlegten.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sucht: Entstehung und Motive

3. Sucht: Definition und negative Konnotation

4. Erklärung und Verbesserungsvorschläge

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das gesellschaftliche Konstrukt der Sucht anhand der Thesen von Thomas Szasz in seinem Werk „Das Ritual der Drogen“. Ziel ist es, die Definition von Sucht kritisch zu hinterfragen, die negativen Konnotationen des Begriffs zu analysieren und Szasz' Forderung nach einem toleranteren, rituell orientierten Umgang mit Drogenkonsum zu beleuchten.

  • Kritische Analyse des Begriffs „Sucht“
  • Entstehung von Drogenproblematiken als gesellschaftliche Konstruktion
  • Die Rolle der Medizin und Pharmakologie bei der Stigmatisierung
  • Ritualtheoretische Betrachtung von Drogenkonsum
  • Plädoyer für einen aufgeklärten und toleranten Diskurs

Auszug aus dem Buch

4. Erklärung und Verbesserungsvorschläge

Thomas Szasz behandelt in seinem Werk „Das Ritual der Drogen“ die Drogensucht und versucht aufklärerisch zu verdeutlichen, warum Sucht keine Krankheit ist und dass der Mensch selber entschied, einige andere Menschen in der Gesellschaft, in diesem Fall die „Drogenabhängigen“, auszuschließen. Er appelliert gegen diese Ausgrenzung und schlägt einige Punkte vor, wie man stattdessen mit dem „Problem der Drogensucht“ umgehen sollte.

Zunächst kritisiert Szasz die Kontrolle und Überwachung der Drogenkonsumenten und schlägt stattdessen vor, dass diejenigen kontrolliert werden sollten, „die [ihnen] vorschreiben wollen, wie [sie] Drogen zu konsumieren habe[n]“ (Szasz 1974: 8). Er fordert zur „medizinischen Toleranz“ auf und stellt sich gegen die Ausbeutung durch die Medizin (Ebd.). Des Weiteren kritisiert er, dass die Wissenschaft nur die chemische Wirkung von Drogen untersucht und den menschlichen und rituellen Aspekt vollkommen außen vorlässt (vgl. Szasz 1974: 18). Dies lege wohl daran, dass es einfacher ist zu untersuchen, was die Drogen körperlich gesehen mit dem Menschen machen, anstatt seelisch und gesellschaftlich (Ebd.).

„Es bedarf der Intelligenz, um die chemische Wirkung von Drogen zu erforschen, aber es bedarf des Mutes, um das Ritual zu verstehen, das der Drogenkonsument zelebriert; und während man nur intelligent sein muß, um den chemischen Aspekt einer Droge zu begreifen, die andere nehmen, muß man sowohl mutig als auch tolerant sein, um das Ritual zu verstehen, das sie vollziehen.“ (Ebd.).

So appelliert er zur Toleranz auf und gegen das blinde Ausführen und Gehorchen von den Gegnern. Weiter führt Szasz aus, dass man sich auf die beteiligten Menschen konzentrieren sollte und nicht die Drogensucht, also Ärzte, Süchtige, Politiker und die Bevölkerung (Ebd.). Nur so können „missbrauchte und suchtbildende Drogen“ vollends verstanden werden (Ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des Suchtbegriffs ein und stellt Thomas Szasz' gesellschaftskritische Perspektive sowie die Forschungsfrage der Arbeit vor.

2. Sucht: Entstehung und Motive: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Konstruktion des Drogenproblems und die Mechanismen, durch die bestimmte Substanzen und Konsumenten stigmatisiert werden.

3. Sucht: Definition und negative Konnotation: Der Text analysiert die offizielle Definition von Sucht als Krankheit sowie die sprachliche und soziale Herleitung der negativen Konnotation des Begriffs.

4. Erklärung und Verbesserungsvorschläge: Hier werden Szasz' Appelle für einen toleranteren Umgang mit Drogenkonsum diskutiert, wobei der Fokus auf rituellen Aspekten statt rein medizinischer Kontrolle liegt.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Argumentation zusammen und plädiert für Bildung und Aufklärung als Mittel gegen die Stigmatisierung von Drogenkonsumenten.

Schlüsselwörter

Sucht, Drogen, Thomas Szasz, Das Ritual der Drogen, Verhaltensabweichung, Gesellschaftskritik, Stigmatisierung, Medizinische Toleranz, Ritual, Drogenproblematik, Krankheitsbegriff, Aufklärung, Soziale Kontrolle, Rauschmittel, Abhängigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Werk von Thomas Szasz und analysiert, inwiefern der Begriff „Sucht“ als gesellschaftlich konstruiertes Phänomen statt als rein medizinische Krankheit zu verstehen ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Soziologie des Drogenkonsums, die Kritik an psychiatrischen und medizinischen Definitionen sowie die rituellen Bedeutungen des Substanzkonsums.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Szasz' Argumentation gegen die Klassifizierung von Sucht als Krankheit darzulegen und die negativen gesellschaftlichen Folgen dieser Etikettierung zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse des Werkes von Thomas Szasz, ergänzt durch aktuelle gesellschaftspolitische Perspektiven und wissenschaftliche Definitionen zum Suchtkontext.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Entstehungsgeschichte des Suchtproblems, die semantische Analyse des Begriffs sowie Szasz' Vorschläge zur Entstigmatisierung durch Toleranz erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Sucht, Stigmatisierung, medizinisches Modell, ritueller Konsum und gesellschaftliche Konstruktion.

Warum sieht Szasz Drogen eher als Ritual denn als reines medizinisches Problem?

Szasz argumentiert, dass der Mensch Drogen in einen rituellen Kontext einbettet, ähnlich religiösen Handlungen, und dass die bloße chemische Wirkung die soziale Bedeutung des Konsums nicht hinreichend erklärt.

Wie unterscheidet sich Szasz' Auffassung von der offiziellen Haltung der Gesundheitsbehörden?

Während staatliche Stellen Sucht als chronische, behandlungsbedürftige Krankheit definieren, klassifiziert Szasz sie als eine „Form der Verhaltensabweichung“, die weniger auf biologischen Defekten als auf gesellschaftlicher Ausgrenzung basiert.

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Detalles

Título
Der Begriff der Sucht in Thomas Szasz‘s "Das Ritual der Drogen"
Universidad
University of Bremen
Calificación
1,0
Autor
Jean Paulus (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
11
No. de catálogo
V503723
ISBN (Ebook)
9783346053510
ISBN (Libro)
9783346053527
Idioma
Alemán
Etiqueta
begriff sucht thomas szasz‘s ritual drogen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jean Paulus (Autor), 2018, Der Begriff der Sucht in Thomas Szasz‘s "Das Ritual der Drogen", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/503723
Leer eBook
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