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Die agile Denkungsart und HERMES 5.1

Herleitung und Anwendung zur Untersuchung der agilen Substanz von HERMES 5.1

Titel: Die agile Denkungsart und HERMES 5.1

Masterarbeit , 2018 , 126 Seiten , Note: 5.4 (CH)

Autor:in: Herbert Joachim Bruns (Autor:in)

BWL - Informationswissenschaften, Informationsmanagement
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Eine Zielsetzung diese Arbeit ist es, herauszufinden, ob die Projektmanagement Methode HERMES, mit ihrer Ergänzung durch agile Szenarien, die Anforderungen, die an ein agiles Vorgehen gestellt werden, erfüllt. Basis für die Beurteilung dieser Anforderungen ist die agile Denkungsart, ein Mindset, das bestimmte Werte und Prinzipien beinhaltet, aus dem die agilen Praktiken abgeleitet werden. Die Herleitung und Definition dieser Denkungsart aus "Lean" (Management und Development) ist die zweite Zielsetzung dieser Arbeit.

Die Hypothese lautet: Beim Einsatz der agilen Projektmanagementmethode HERMES gibt es Verbesserungspotential in Bezug auf die Umsetzung der agilen Denkungsart. Ausgehend von der Tatsache, dass HERMES lediglich zwei Szenarien, die beide auch in "nicht-agiler" Form vorliegen, in die ansonsten unverändert belassene Projektführungsmethode einfügt, geht der Autor davon aus, dass HERMES in dieser Form nicht als agile Methode gelten kann.

Die Autoren des HERMES Referenzhandbuchs konstatieren selbst, dass HERMES und SCRUM bezüglich der Führung des Teams "ein grundsätzlich unterschiedliches Verständnis" aufweisen. Es existieren Konflikte zwischen den Modellen und es wird im Folgenden zu untersuchen sein, ob und wie die Autoren diese gelöst haben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Hinführung und Problemstellung

1.2 Frage- und Zielstellung

1.3 Abgrenzung

1.4 Relevanz

1.5 Aufbau der Arbeit

2 Theorie

2.1 Einleitung und Stand der Forschung

2.2 Der Begriff

2.3 Agile Werte, - Prinzipien und - Praktiken

2.4 HERMES

2.5 Lean Management

2.5.1 Begriff

2.5.2 Kategorien und Gestaltungsprinzipien des Lean Managements

2.5.2.1 Qualität

2.5.2.2 Raum und Zeit

2.5.2.3 Kosten

2.5.2.4 Muda

2.5.2.5 Wertschöpfung

2.5.2.6 Arbeit

2.5.2.7 Organisationskultur

2.5.2.8 Visuelles Management (VM)

2.6 Agile Softwareentwicklung

2.6.1 Lean Development (LD)

2.6.2 Extreme Programming (XP)

2.6.3 SCRUM

2.6.4 KANBAN

2.6.5 Weitere Quellen für agile Werte und Prinzipien

3 Das Vorgehen

3.1 Die Untersuchungskriterien

3.2 Die Operationalisierung

3.3 Die analytische Herangehensweise

4 Die Untersuchung

4.1 HERMES Werte und Prinzipien

4.2 Integration oder Verbindung?

4.3 HERMES und Agilität

4.4 Analyse des Szenarios IT-Individualentwicklung agil

4.4.1 Das Szenario «IT-Individualentwicklung agil»

4.4.2 Projektsteuerung und Projektführung

4.4.3 Eine Zwischenbilanz

4.4.4 Projektplanung

4.4.5 Anforderungen, Phasenkonzept und Änderungsmanagement.

4.4.6 Testen und Risikomanagement

4.4.7 Organisationskultur und Rollen

4.5 Die Ergebnisse

4.6 Was bedeuten die Ergebnisse?

4.7 Lösungsansätze

5 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Verbesserungspotenzial der Projektmanagementmethode HERMES 5.1 im Hinblick auf die Umsetzung einer agilen Denkungsart. Ziel ist es, durch die Herleitung einer Definition agiler Werte und Prinzipien zu prüfen, inwieweit HERMES 5.1 tatsächlich agil agiert oder lediglich agile Elemente in ein traditionelles Wasserfallmodell integriert.

  • Herleitung und Definition der agilen Denkungsart
  • Analyse der Projektmanagementmethode HERMES 5.1
  • Gegenüberstellung von agilen Prinzipien und HERMES-Praktiken
  • Bewertung von Verbesserungspotenzialen für eine agilere Projektführung

Auszug aus dem Buch

2.5 Lean Management

Eine klare Definition des Begriffs «Lean» zu finden, bereitet Schwierigkeiten. Der Begriff sei «inflationär […] vieldeutig und bewusst so geprägt, um Wirkung zu erzielen […] ihn als eindeutigen terminus technicus zu bestimmen wird nur schwer gelingen» (Zollondz, 2013, S.XIX). Der Konzern (Toyota), dessen Produktionssystem «als Ursprung der «Lean Production» gesehen werden kann» (Dombrowski & Mielke, 2015, S.14) kennt den Begriff nicht (Zollondz, 2013, S.XIX).

Gablers Wirtschaftslexikon charakterisiert «Lean Management» als «Managementansatz, nach dem bes. durch die Grundprinzipien Dezentralisierung und Simultanisierung (verbunden mit kooperativen Verhaltensweisen) die Ziele Kundenorientierung und Kostensenkung für die gesamte Unternehmensführung realisiert werden […] » (Gabler, 2014, S.1980).

Diese sehr allgemeine Beschreibung wird durch die Präzisierung der Begriffe Dezentralisierung und Simultanisierung verständlicher. Der Kernpunkt der Dezentralisierung ist die Organisation der Arbeit in den primären Leistungsbereichen der Wertschöpfungskette in hochqualifizierten Teams mit intensiven Kommunikationsbeziehungen. Die Aufgabe der Funktionsspezialisierung (einzeln zugewiesene, detaillierte Arbeitsanweisungen) zugunsten einer integrierten Produkt-, Prozess- und Kapazitätsplanung machen den Kern der sog. Simultanisierung aus (ibid.). Im Gegensatz zu Gabler, die «Lean Production» und «Lean Marketing» separat und nicht als Teile des Lean Managements aufführen, sehen Womack & Jones (2013) die «Lean Production» als Teil eines übergreifenden Denkansatzes, dem «Lean Thinking» (S.10). Als die fünf Schlüsselprinzipien des «Lean Thinking» nennen sie: «genaue Spezifikation des Wertes [im ökonomischen Sinne] durch das spezifische Produkt, Identifikation des Wertstroms durch jedes Produkt, Flow des Wertes ohne Unterbrechungen, Pull des Wertes durch den Kunden […], Streben nach Perfektion» (Womack & Jones, 2013, S.16). Diese Beschreibung erscheint auf den ersten Blick noch abstrakter zu sein als die bei Gabler. Sobald der Leitbegriff «Wert» geklärt ist, werden die Aussagen klarer.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beschreibt die Problemstellung der Kombination von HERMES 5.1 mit agilen Methoden und definiert die Zielsetzung sowie die Hypothese der Arbeit.

2 Theorie: Erläutert die Grundlagen der agilen Denkungsart, das Lean Management sowie verschiedene agile Methoden wie SCRUM, KANBAN und XP als Basis für die Analyse.

3 Das Vorgehen: Definiert die methodische Vorgehensweise und die Untersuchungskriterien, die zur Bewertung der Agilität von HERMES herangezogen werden.

4 Die Untersuchung: Analysiert das Szenario "IT-Individualentwicklung agil" von HERMES im Detail und bewertet es anhand der Kriterien der agilen Denkungsart.

5 Fazit und Ausblick: Fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und bestätigt die Hypothese, dass HERMES Verbesserungspotenzial hinsichtlich seiner agilen Substanz aufweist.

Schlüsselwörter

HERMES 5.1, Agilität, Agile Denkungsart, Lean Management, Projektmanagement, SCRUM, Lean Development, KANBAN, Extreme Programming, Wertschöpfung, Prozessmodell, Softwareentwicklung, Organisationskultur, Selbstorganisation, Kundenorientierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Masterarbeit befasst sich mit der Untersuchung der Projektmanagementmethode HERMES 5.1 hinsichtlich ihrer agilen Substanz und hinterfragt, ob HERMES tatsächlich eine agile Arbeitsweise ermöglicht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition einer agilen Denkungsart (Mindset), die Grundlagen des Lean Managements, gängige agile Methoden (SCRUM, KANBAN, XP) und die Anwendung dieser Konzepte auf HERMES 5.1.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: "Gibt es beim Einsatz der agilen Projektmanagementmethode HERMES Verbesserungspotenzial in Bezug auf die Umsetzung der agilen Denkungsart?"

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deduktive Analyse, bei der aus Fachliteratur abgeleitete Werte und Prinzipien der Agilität als Kriterienkatalog verwendet werden, um das Szenario "IT-Individualentwicklung agil" von HERMES zu bewerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden HERMES 5.1, die theoretischen Hintergründe des Lean Managements sowie agile Softwareentwicklungsmethoden analysiert, um anschließend die Konformität von HERMES mit den agilen Kriterien zu prüfen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen gehören HERMES 5.1, agile Denkungsart, Lean Management, Wertschöpfung und Projektführung.

Ist HERMES 5.1 eine agile Methode?

Nach Ansicht des Autors ist HERMES 5.1 in seiner jetzigen Form nicht agil, sondern integriert lediglich einzelne agile Elemente, was eher als eine "agile Fassade" bezeichnet wird.

Wie kann die Agilität von HERMES verbessert werden?

Der Autor schlägt vor, agile Prinzipien wie Selbstorganisation und interdisziplinäre Teams konsequent vom Projektstart an zu etablieren und hierarchische Phasenmodelle zugunsten iterativer Vorgehensweisen aufzubrechen.

Ende der Leseprobe aus 126 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die agile Denkungsart und HERMES 5.1
Untertitel
Herleitung und Anwendung zur Untersuchung der agilen Substanz von HERMES 5.1
Hochschule
Kalaidos Fachhochschule Schweiz
Note
5.4 (CH)
Autor
Herbert Joachim Bruns (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
126
Katalognummer
V503769
ISBN (eBook)
9783346050717
ISBN (Buch)
9783346050724
Sprache
Deutsch
Schlagworte
HERMES 5.1(agil) Agiles Mindset Lean Management Toyota Produktionssystem GPS (Ganzheitliche Produktionssysteme Lean Development Agile Entwicklung XP KANBAN SCRUM Das dem agilen Mindset zugrunde liegende Menschenbild Selbstorganisierte Team Fassaden SCRUM
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Herbert Joachim Bruns (Autor:in), 2018, Die agile Denkungsart und HERMES 5.1, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/503769
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Leseprobe aus  126  Seiten
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