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Symptome, Ursachen und ausgewählte Behandlungsmöglichkeiten der Zwangsstörung unter besonderer Berücksichtigung von jugendlichen Patienten

Title: Symptome, Ursachen und ausgewählte Behandlungsmöglichkeiten der Zwangsstörung unter besonderer Berücksichtigung von jugendlichen Patienten

Pre-University Paper , 2017 , 36 Pages , Grade: Sehr gut

Autor:in: Schajan Karim (Author)

Psychology - Consulting and Therapy
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Ticks wie Treppenstufen zu zählen oder ausschließlich die weißen Streifen des Schutzweges zu berühren sind fast jedem bekannt. Vor allem bei Kindern gibt es eine breite Palette an Aktivitäten und Ritualen, die ihnen Sicherheit und Struktur geben. Bis zu einem bestimmten Zeitpunkt werden diese Handlungen als Schutzverhalten gesehen – eine Phase in der Kindheit, die meistens ohne weitere Komplikationen wieder vergeht. Intensiviert sich das Verhalten, spricht man von einer psychischen Störung. Ab wann von einer Zwangsstörung gesprochen wird und welche Merkmale für eine Zwangsneurose typisch sind, sind daher Leitfragen dieser Arbeit.
Mithilfe von Literatur und dem Besuch einer Selbsthilfegruppe über einen Zeitraum von einem Jahr gelang es mir, Fragen, die insbesondere die sozialen Auswirkungen der Krankheit betreffen, weitgehend zu beantworten. Aufgrund von Widersprüchlichkeiten und verschiedenen Autorenmeinungen entschied ich mich für persönlich ausgewählte Quellen, die bereits von anderen Autoren zitiert wurden.
Nach langer Recherche über die Ursachen erscheint mir die Serotonin-Hypothese am plausibelsten und dadurch die Kombination aus Verhaltenstherapie und Psychopharmakotherapie als erfolgreichste und sinnvollste Behandlungsmethode. Therapieresistente Patienten sollten auf einen chirurgischen Eingriff zurückgreifen, für die sich meiner Meinung nach das größte Forschungs- und Innovationspotential bietet.
Selbstverständlich dient diese Arbeit nicht zur Selbstdiagnose.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Zwangsstörung

2.1 Zwangsgedanken

2.1.1 Unangenehme Gedanken

2.1.2 Impulse

2.1.3 Bildhafte Vorstellungen

2.2 Zwangshandlungen

3 Mögliche Ursachen einer Zwangsstörung

3.1 Genetische Faktoren (Prädisposition)

3.1.1 Studien

3.2 Biologische Faktoren (Prädisposition)

3.2.1 Serotonin-Hypothese

3.2.2 Dopamin- und Basalganglien-Hypothese

3.3 Erziehung und Lernen (Auslösebedingung)

3.3.1 Erstes Lerngesetz (klassisches Konditionieren)

3.3.2 Zweites Lerngesetz (operantes Konditionieren)

3.3.3 Drittes Lerngesetz (Lernen am sozialen Modell)

4 Einfluss auf Außenstehende

5 Diagnostik

5.1 Diagnosekriterien

5.1.1 DSM-IV und ICD-10 im Vergleich

5.2 Verbreitung und Beginn

5.2.1 Verbreitung

5.2.2 Beginn

6 Behandlungsmöglichkeiten

6.1 Psychotherapie

6.1.1 Verhaltenstherapie

6.1.2 Gesprächspsychotherapie

6.1.3 Psychoanalytische Therapie

6.1.4 Familientherapie

6.1.5 Metakognitive Therapie

6.2 Medikamentöse Behandlung (Psychopharmakotherapie)

6.3 Chirurgische Eingriffe

6.4 Selbsthilfe

7 Selbsthilfegruppe

7.1 Erwartungen und erster Eindruck

7.2 Das Verhalten der Mitglieder

7.3 Fazit der Selbsthilfegruppe

8 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Zwangsstörung bei Jugendlichen, um ein tieferes Verständnis für die Symptomatik, die Ursachen sowie geeignete Behandlungsansätze zu gewinnen und die sozialen Auswirkungen der Krankheit zu beleuchten.

  • Definition und Erscheinungsformen der Zwangsstörung
  • Genetische und neurobiologische Entstehungshypothesen
  • Lerntheoretische Erklärungsmodelle
  • Diagnostische Verfahren und Klassifikationssysteme
  • Vergleich verschiedener therapeutischer Behandlungsmethoden

Auszug aus dem Buch

2.2 Zwangshandlungen

Durch die vorausgegangen Zwangsgedanken baut sich ein innerer Druck auf. Wenn dieser unerträglich wird, reagiert der Zwanghafte mit Handlungen („Neutralisierungen“), die – wie der Name schon sagt – zur Neutralisation der negativen Gefühle dienen. Zu den Zwangshandlungen (engl. compulsions) zählen aber nicht nur die physischen Aktivitäten, wie viele glauben. Mentale Reaktionen fungieren ebenfalls zur Beruhigung (zum Beispiel das Überdecken der belastenden Bilder durch schöne Erinnerungen) und fallen unter den Begriff „Neutralisierung“. Diese Gegengedanken werden im Fachjargon als „Denkzwänge“ bezeichnet. (vgl. Ambühl und Meier, Zwang verstehen und behandeln, S.20ff)

Die Zwangshandlungen werden zu keiner Zeit willentlich und mit Freude ausgeführt! Wichtig ist, diese Reaktionen nicht zu unterdrücken. Es können dann gravierende Anspannungen und verstärkte Angstgefühle auftreten, die im ungünstigsten Falle auch Panikattacken verursachen können. Wenn eine bestimmte Handlung den seelischen Zustand – wenn auch nur für kurze Zeit – stark verbessert, prägt sich der Zwangserkrankte diese Handlung detailliert ein. Bei erneutem Kontakt mit dem Auslöser stellt jener diese so präzise wie nur möglich nach, um ein identisches Ergebnis zu erhalten. Es entsteht ein Ritual. (vgl. Kostarellos, Die Zwangsstörung, S.23ff) Diese Rituale werden nach strengen Regeln ausgeführt;

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der Relevanz der Zwangsstörung sowie der Zielsetzung der Arbeit unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Unsicherheiten.

2 Zwangsstörung: Definition der Störung und Erläuterung der Kernkomponenten Zwangsgedanken und Zwangshandlungen sowie deren Auswirkungen auf den Alltag.

3 Mögliche Ursachen einer Zwangsstörung: Darstellung biologischer, genetischer und lerntheoretischer Hypothesen zur Entstehung der Zwangserkrankung.

4 Einfluss auf Außenstehende: Analyse der Belastungen für Angehörige und Empfehlungen für einen konstruktiven Umgang mit der Erkrankung im sozialen Umfeld.

5 Diagnostik: Übersicht über Diagnosekriterien, Vergleich internationaler Klassifikationssysteme sowie Daten zu Verbreitung und Krankheitsbeginn.

6 Behandlungsmöglichkeiten: Detaillierte Untersuchung von Psychotherapie, medikamentöser Behandlung, chirurgischen Eingriffen und der Bedeutung von Selbsthilfe.

7 Selbsthilfegruppe: Empirischer Einblick in die Dynamik und den Nutzen von Selbsthilfegruppen für Zwangserkrankte.

8 Fazit: Zusammenfassende Reflexion der Erkenntnisse zur Zwangsstörung und deren Bedeutung für Betroffene und das gesellschaftliche Umfeld.

Schlüsselwörter

Zwangsstörung, Zwangsneurose, Zwangsgedanken, Zwangshandlungen, Verhaltenstherapie, Psychopharmakotherapie, Serotonin-Hypothese, Basalganglien, Diagnostik, Selbsthilfegruppe, Remission, Habituation, Rituale, Angststörung, Jugendlichenpsychologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Zwangsstörung, insbesondere unter Berücksichtigung der spezifischen Situation jugendlicher Patienten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit deckt die Definition der Störung, deren Ursachen, diagnostische Methoden, verschiedene Behandlungsmöglichkeiten und eine praktische Fallbetrachtung durch den Besuch einer Selbsthilfegruppe ab.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Symptome und Ursachen zu erlangen sowie die Wirksamkeit aktueller Therapieansätze zu analysieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Der Autor nutzt eine fundierte Literaturrecherche sowie eine teilnehmende Beobachtung in einer Selbsthilfegruppe als empirischen Teil.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen zu Zwangsgedanken und -handlungen, Erklärungsmodelle für die Krankheitsentstehung, diagnostische Kriterien und ein breites Spektrum an Therapiemöglichkeiten detailliert beschrieben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zwangsstörung, Therapie, Diagnose, Serotonin, Verhaltenstherapie, Rituale und Patientenbetreuung sind zentrale Begriffe.

Welche Rolle spielen chirurgische Eingriffe bei der Behandlung?

Chirurgische Eingriffe wie die Tiefe Hirnstimulation werden als ultima ratio für therapieresistente Patienten diskutiert, wobei der Autor bei Jugendlichen aufgrund der Risiken kritisch bleibt.

Warum ist das Zwangstagebuch für Patienten sinnvoll?

Es dient dazu, die Schwere der Krankheit objektiv zu erfassen, Muster von Angst und Zwang zu erkennen und dient somit als wichtige Vorbereitung für eine effektive therapeutische Behandlung.

Wie unterscheidet sich die Sichtweise der Teilnehmer in der Selbsthilfegruppe?

Die Teilnehmer bilden eine unterstützende Gemeinschaft, wobei jedoch ein teilweise abwertender Umgang mit gesunden Personen oder Außenstehenden beobachtet wurde.

Ist eine vollständige Heilung bei Zwangsstörungen realistisch?

Der Autor stellt fest, dass ein sicherer Weg zur vollständigen Heilung bisher kaum absehbar ist, jedoch eine Remission und die Kontrolle der Symptome durch therapeutische Maßnahmen erreichbar sind.

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Details

Title
Symptome, Ursachen und ausgewählte Behandlungsmöglichkeiten der Zwangsstörung unter besonderer Berücksichtigung von jugendlichen Patienten
College
Bundesrealgymnasium Linz
Grade
Sehr gut
Author
Schajan Karim (Author)
Publication Year
2017
Pages
36
Catalog Number
V504000
ISBN (eBook)
9783346048677
Language
German
Tags
Psychologie Zwangsstörung Zwangsneurose Medizin Biologie Humanmedizin Krankheit Chronisch
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Schajan Karim (Author), 2017, Symptome, Ursachen und ausgewählte Behandlungsmöglichkeiten der Zwangsstörung unter besonderer Berücksichtigung von jugendlichen Patienten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/504000
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