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Postmaterialismus in Kohorten. Wertewandel in verschiedenen Generationen

Título: Postmaterialismus in Kohorten. Wertewandel in verschiedenen Generationen

Presentación (Redacción) , 2015 , 17 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Annika Frings (Autor)

Sociología - Sistemas sociales y Estructuras sociales
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema Postmaterialismus in Kohorten und bezieht sich dabei vor allem auf den Text von Ronald Inglehart und Christian Welzel, in denen sie sich mit dem Thema des intergenerationalen Wertewandels befassen. Insbesondere beschäftigen sie sich mit der Untersuchung der Muster, die den Generationenunterschieden zu Grunde liegen und Veränderungen verursachen. Allerdings handelt es sich bei dabei nicht um einen universellen Trend, sondern dieser tritt lediglich in Ländern auf, in denen eine sozioökonomische Entwicklung stattgefunden hat. Bei Abwesenheit einer wirtschaftlichen Entwicklung tritt auch kein kultureller Wandel auf. Wenn jüngere und ältere Kohorten allerdings unter signifikant unterschiedlichen Bedingungen aufgewachsen sind, sollten sie sich in ihren Werten deutlich unterscheiden. Dies sollte laut Inglehart und Welzel in den meisten postindustriellen Ländern der Fall sein, da deren jüngere Generationen nicht mehr unter unsicheren Bedingungen aufwuchsen.

Ältere Kohorten erlebten Rezessionen und die beiden großen Weltkriege, wodurch materielle Werte nicht gesichert waren. Jüngere Kohorten, die sogenannten Nachkriegskohorten, erlebten dagegen einen Wirtschaftsaufschwung und die Ausbreitung des Wohlfahrtsstaats. Wo also eine wirtschaftliche Entwicklung stattgefunden hat, sollte es zu einer Verschiebung auf den Wertedimensionen kommen. Dabei lässt sich zwischen drei Wertedimensionen differenzieren: Materialismus und Postmaterialismus, Traditional und Secular-Rational sowie Survival und Self-Expression. Materialistische Werte umfassen dabei Werte, die die wirtschaftliche und physische Sicherheit betreffen, während bei den postmateriellen Werten der Fokus auf Unabhängigkeit und Selbstverwirklichung liegt. Traditionelle Werte legen großen Fokus auf Religion und Respekt vor Autoritäten und beinhalten ein geringes Niveau von Toleranz sowie ausgeprägten Nationalstolz. Die Werte der Secular-Rational-Dimension sind dagegen genau gegensätzlich zu den traditionellen Werten. Die Bedeutung von Religion und Autoritäten nimmt ab, während Toleranz, beispielsweise gegenüber Themen wie Scheidung und Abtreibung, zunimmt. In der dritten Wertedimension liegt der Fokus der Survival-Werte, auf harter Arbeit und Sicherheit, wohingegen die Verschiebung zu Self-Expression-Werten mit einer zunehmenden Bedeutung von Selbstverwirklichung, Unabhängigkeit und Mitbestimmung einhergeht.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Wertewandel Hypothese

3. Ergebnisse der Analysen

3.1. Kohortenanalyse

3.2. Periodeneffekte

3.3. Weltweite Vergleiche

4. Zusammenfassung und Fazit

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den intergenerationalen Wertewandel, insbesondere den Übergang von materialistischen zu postmaterialistischen Werten, auf Basis der Theorie von Inglehart und Welzel. Die Forschungsfrage fokussiert darauf, inwiefern sozioökonomische Entwicklungen innerhalb verschiedener Kohorten zu signifikanten Wertunterschieden führen und welche Rolle dabei Kohorten-, Perioden- und Lebenslaufeffekte spielen.

  • Die Theorie des intergenerationalen Wertewandels und die Mangel- sowie Sozialisationshypothese
  • Methodische Vorgehensweise bei der Erfassung von Wertetypen mittels 4-Item Fragekatalogen
  • Die Differenzierung zwischen Kohortenanalyse, Periodeneffekten und Lebenslaufeffekten
  • Vergleichende Analysen zwischen westlichen postindustriellen Demokratien und ex-kommunistischen Ländern
  • Der Zusammenhang zwischen wirtschaftlichem Wachstum und dem Wandel zu postmateriellen bzw. säkular-rationalen Werten

Auszug aus dem Buch

3.1. Kohortenanalyse

Um festzustellen, ob es sich bei der Verlagerung von Materialismus hin zum Postmaterialismus um einen Lebenslaufeffekt handelt, haben die Autoren eine Kohortenanalyse durchgeführt. Dazu war es nötig, die Geburtskohorten über einen längeren Zeitraum zu beobachten. Da die 4 Fragen Item Skala bereits seit 1970 im Eurobarometer erfasst wurde, sind für die sechs betrachteten Länder Daten über eine Zeitspanne von 35 Jahren vorhanden und damit ausreichend, um die benötigte Kohortenanalyse durchzuführen. Im Detail wurde hierzu jeweils die Position jeder Kohorte zu einem Zeitpunkt bestimmt, in dem ein Ratio aus dem prozentualen Anteil der Materialisten in einer Kohorte und dem prozentualen Anteil der Postmaterialisten in einer Kohorte gebildet wurde. In Abbildung 2 ist dargestellt, wie sich die Werte der Kohorten über den betrachteten Zeitraum entwickelt haben. Es ist ersichtlich, dass jüngere Kohorten postmaterialistischer als ältere Kohorten sind und dies auch über die ganze betrachtete Zeitspanne bleiben. Sie werden also im Laufe der Zeit nicht materialistischer. Aus dieser Tatsache lässt sich schließen, dass es sich bei den auftretenden Altersunterschieden nicht um einen Lebenslaufeffekt handelt. Dafür müsste nämlich der Kurven verlauf anders sein und im Laufe der Zeit nach unten, hin zum materialistischen Pol, gehen. Ein weiteres Anzeichen dafür, dass es sich nicht um einen Lebenslaufeffekt handelt, ist die Tatsache, dass ein umfassender Wertewandel stattfindet. Es ist zu erkennen, dass jede Kohorte, die im Laufe der Zeit neu hinzukommt, weniger materialistisch ist als die vorherige und dies auch über den gesamten beobachteten Zeitraum so bleibt (Inglehart/Welzel, 2005; Inglehart, 2008).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema des intergenerationalen Wertewandels ein und erläutert die theoretischen Konzepte von Inglehart und Welzel sowie die Bedeutung der sozioökonomischen Bedingungen.

2. Die Wertewandel Hypothese: In diesem Kapitel werden die zentrale Wertewandel-Hypothese sowie die Mangel- und Sozialisationshypothese vorgestellt und die methodische Erfassung der Wertetypen erläutert.

3. Ergebnisse der Analysen: Hier werden die empirischen Ergebnisse der Kohortenanalysen, der Periodeneffekte sowie weltweite Vergleiche dargestellt und kritisch diskutiert.

3.1. Kohortenanalyse: Dieses Kapitel untersucht mittels einer Kohortenanalyse, ob es sich bei dem beobachteten Wertewandel um einen generationenspezifischen Effekt oder lediglich um einen Lebenslaufeffekt handelt.

3.2. Periodeneffekte: Dieser Abschnitt analysiert den Einfluss kurzfristiger wirtschaftlicher Schwankungen, wie der Inflationsrate, auf die Stabilität der Wertorientierungen innerhalb von Kohorten.

3.3. Weltweite Vergleiche: Das Kapitel weitet die Analyse auf eine Vielzahl unterschiedlicher Länder aus und differenziert zwischen verschiedenen Gesellschaftstypen basierend auf ihrem ökonomischen Entwicklungsstand.

4. Zusammenfassung und Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, die bestätigt, dass ein weitreichender kultureller Wertewandel in Abhängigkeit zur wirtschaftlichen Entwicklung steht.

5. Literaturverzeichnis: Auflistung der für die Ausarbeitung verwendeten wissenschaftlichen Quellen.

Schlüsselwörter

Postmaterialismus, Wertewandel, Kohortenanalyse, Sozialisationshypothese, Mangelhypothese, Generationenunterschiede, wirtschaftliche Entwicklung, Materialismus, Survival-Werte, Self-Expression, Periodeneffekte, sozioökonomischer Wandel, Eurobarometer, säkular-rationale Werte, politische Kultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Phänomen des intergenerationalen Wertewandels, also die Verschiebung von materialistischen zu postmaterialistischen Wertorientierungen, basierend auf den Modellen von Inglehart und Welzel.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind der Einfluss wirtschaftlicher Entwicklung auf gesellschaftliche Werte, die Auswirkungen von Rezessionen, der Vergleich verschiedener Generationen (Kohorten) und die Unterscheidung von Lebenslauf- und Periodeneffekten.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, empirisch zu belegen, dass die beobachteten Wertunterschiede zwischen Generationen auf einen realen Wertewandel zurückzuführen sind, der durch ökonomische Stabilität geprägt wurde, statt nur vorübergehende Alterserscheinungen darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin nutzt eine Sekundäranalyse bestehender Daten (vornehmlich aus dem Eurobarometer und dem US National Election Survey), insbesondere durch die Anwendung von Kohortenanalysen, um die Entwicklung von Wertetypen über Zeitspannen von mehreren Jahrzehnten zu vergleichen.

Welche Schwerpunkte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Hypothesen, eine detaillierte Kohortenanalyse, die Untersuchung von Periodeneffekten durch Inflationsdaten sowie einen groß angelegten Vergleich zwischen verschiedenen Gesellschaftstypen weltweit.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Forschungsarbeit am besten?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Postmaterialismus, intergenerationaler Wertewandel, Kohortenanalyse und sozioökonomische Entwicklung charakterisiert.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen materialistischen und postmaterialistischen Werten?

Materialistische Werte werden durch den Fokus auf physische und wirtschaftliche Sicherheit definiert, während postmaterialistische Werte durch Aspekte wie Selbstverwirklichung, Unabhängigkeit und politische Mitbestimmung gekennzeichnet sind.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der Universalität des Wertewandels?

Die Autorin stellt fest, dass der Wertewandel keineswegs universell ist, sondern eng an die sozioökonomische Entwicklung eines Landes gekoppelt bleibt; in wirtschaftlich stagnierenden Regionen findet dieser Wandel nicht statt.

Welchen Einfluss haben Periodeneffekte laut der Analyse?

Periodeneffekte, etwa durch wirtschaftliche Krisen oder hohe Inflation, erzeugen kurzfristige Fluktuationen, die Menschen stärker auf materielle Sicherung fokussieren lassen, jedoch langfristig die stabilen Kohortenmuster nicht dauerhaft auslöschen.

Final del extracto de 17 páginas  - subir

Detalles

Título
Postmaterialismus in Kohorten. Wertewandel in verschiedenen Generationen
Universidad
University of Cologne
Calificación
1,3
Autor
Annika Frings (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
17
No. de catálogo
V504014
ISBN (Ebook)
9783346047441
ISBN (Libro)
9783346047458
Idioma
Alemán
Etiqueta
Postmaterialismus Materialismus Wertewandel
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Annika Frings (Autor), 2015, Postmaterialismus in Kohorten. Wertewandel in verschiedenen Generationen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/504014
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