In der vorliegenden Arbeit soll den wesentlichen Aspekten zu Entstehung, Aufbau und Inhalt des neuen Gebet- und Gesangbuches "Gotteslob" Rechnung getragen werden, und zwar speziell in Hinblick auf den Österreichteil. Es kann dabei nicht um inhaltliche Vollständigkeit, um Abhandlung aller in diesem Kontext interessanten Aspekte gehen, vielmehr sollen jene Punkte herausgegriffen werden, die auch für den Österreichteil interessant und von Bedeutung sind und waren. Wesentliche Inhalte der Arbeit gehen zurück auf Aussagen Armin Kirchers.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung & Vorwort
1.1. Vorwort zur vorliegenden Arbeit
1.2. Thematischer Einstieg
1.3. Armin Kircher
2. Entstehung
2.1. Wesentliche Etappen zum „Gotteslob Österreich“
2.2. Verlage und Begleitpublikationen
2.3. Diözesanvertreter
2.4. Probepublikation
3. Aufbau, Inhalt und Formalia des Österreich- bzw. Eigenteils
4. Fazit & Schlussbemerkungen zum „Österreichteil“
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der Entstehung, dem inhaltlichen Aufbau und der formalen Gestaltung des österreichischen Eigenteils des neuen Gebet- und Gesangbuches „Gotteslob“ auseinander, um die spezifischen regionalen und pastoralen Aspekte dieses Projekts zu beleuchten.
- Historische Entwicklung des „Gotteslob Österreich“
- Rolle von Armin Kircher im Entstehungsprozess
- Bedeutung der Probepublikation für die Evaluierung
- Gestaltung des Aufbaus und inhaltliche Schwerpunkte
- Berücksichtigung von Minderheitensprachen
Auszug aus dem Buch
2.4. Probepublikation
Eine Besonderheit im Entstehungsprozess des „Gotteslob“ war die Durchführung einer Testphase im Vorfeld der Veröffentlichung. Dazu wurde in der Zeit zwischen 1. Adventsonntag 2007 und Pfingsten 2008, in insgesamt 188 Pfarreien der 37 beteiligten Diözesen Deutschlands, Österreichs und Südtirols, eine Probepublikation herausgegeben, die in weiterer Folge von verschiedenen Gruppen evaluiert wurde. Die Gottesdienstgemeinden wurden dabei vor allem zur Akzeptanz neuer Lieder und Andachten befragt. Die zweite Gruppe bildeten Familien, die in der eigenen Wohnung das Hausgebet im Advent sowie die Feier am Heiligen Abend erprobten. Auch Layout und Register wurden auf ihre Funktionalität geprüft. Als drittes bewerteten ca. 20 aktive Mitglieder jeder Gemeinde katechetische Inhalte wie Bibelschule und Gebete. Die vierte Gruppe setzte sich aus haupt- und nebenamtlichen pastoralen Mitarbeitern zusammen, die sich vor allem mit den gottesdienstlichen Feiern auseinandersetzten. Schließlich wurden auch die Kirchenmusiker befragt: Sie beurteilten u. a. die Gemeindetauglichkeit der Lieder und Gesänge sowie die neu geschaffenen Orgelsätze in der Orgelbegleitpublikation.
Neben dem Inhalt, also den einzelnen Texten und Gesängen, ging es bei der Evaluation der Probepublikation wesentlich auch um grundlegende Fragen der Haptik und Optik des Gesangbuches. Konkret sollten Format, Schrifttyp und -größe, Layout, Papier- und Umschlagqualität auf ihre Tauglichkeit und Praktikabilität hin bewertet werden. Dabei wurde auf zwei Aspekte besonderes Augenmerk gelegt, die sich beim „Gotteslob 1975“ als teilweise problematisch erwiesen, nämlich die Lesbarkeit des Textes sowie das Material des Umschlags. Ersteres sollte durch die Unterlegung mehrerer Textstrophen unter die Liedmelodie verbessert werden. Beim Umschlagmaterial wurde von Kunststoff auf Karton umgestellt, um das Brechen des Umschlags im Winter so weit als möglich auszuschließen. Beide, sowohl die Verbesserung der Lesbarkeit als auch die Wahl des Umschlagmaterials, resultiert direkt aus den Ergebnissen der Evaluierung der Probepublikation.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung & Vorwort: Dieses Kapitel führt in die Aufgabenstellung ein und erläutert den Entstehungskontext der vorliegenden Arbeit im Rahmen eines Seminars.
2. Entstehung: Hier werden der zeitliche Ablauf, die beteiligten Organisationen, die Rolle der Diözesanvertreter sowie die wissenschaftliche Bedeutung der Probepublikation detailliert dargestellt.
3. Aufbau, Inhalt und Formalia des Österreich- bzw. Eigenteils: Das Kapitel widmet sich der inhaltlichen Strukturierung, den künstlerischen Entscheidungen und der Integration regionaler sowie fremdsprachiger Elemente.
4. Fazit & Schlussbemerkungen zum „Österreichteil“: Der Autor resümiert den Projekterfolg, bewertet die getroffenen Entscheidungen kritisch und reflektiert über die Bedeutung des neuen Gotteslobs für die pastorale Arbeit.
Schlüsselwörter
Gotteslob, Österreichteil, Liturgie, Gesangbuch, Armin Kircher, Diözesen, Probepublikation, Kirchenmusik, Minderheitensprachen, Pastorale Arbeit, Gebetbuch, GGB-Ö, Liturgische Kommission, Entstehungsprozess, Gemeinde.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Entstehung, den inhaltlichen Aufbau und die formalen Aspekte des spezifisch österreichischen Teils des aktuellen katholischen Gebet- und Gesangbuches „Gotteslob“.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Zentrale Themen sind der Koordinationsprozess zwischen den Diözesen, die Rolle von Schlüsselpersonen wie Armin Kircher, die Testphasen durch Probepublikationen und die Integration regionaler Besonderheiten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die komplexen Entscheidungsfindungen und die inhaltliche Gestaltung des Österreichteils nachvollziehbar darzustellen und zu bewerten.
Welche methodische Herangehensweise wird gewählt?
Die Arbeit basiert auf einer Analyse der Entstehungsgeschichte, der Auswertung von Fachpublikationen und der Reflexion des Projekts als schriftliche Ausarbeitung eines Seminarreferats.
Was steht im Hauptteil der Arbeit im Fokus?
Im Hauptteil liegt der Schwerpunkt auf dem konkreten Entstehungsprozess, den Verlagsentscheidungen, der Einbindung der Diözesanvertreter und der detaillierten inhaltlichen Konzeption des Buches.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Wichtige Begriffe sind „Gotteslob Österreich“, „Liturgische Kommission“, „Probepublikation“ und „Kirchenmusik“.
Warum war die Probepublikation so wichtig für das Projekt?
Sie diente als essentielle Testphase, in der durch die Rückmeldungen von Gemeinden, Familien und Kirchenmusikern sowohl inhaltliche als auch praktische Qualitätsmängel des Vorgängermodells behoben werden konnten.
Welche Rolle spielten die Minderheitensprachen bei der Gestaltung?
Die Berücksichtigung der in Österreich vertretenen Minderheitensprachen gilt als inhaltliches Novum und Ausdruck der kulturellen Identität sowie der Würdigung dieser Volksgruppen innerhalb der Liturgie.
- Quote paper
- Sebastian Riedel (Author), 2017, Das Neue "Gotteslob". Aufbau, Inhalt und Entstehung des Österreichteils, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/504097