Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Politics - Miscellaneous

Personalisierung als Mittel der Darstellung politischer Prozesse

Title: Personalisierung als Mittel der Darstellung politischer Prozesse

Term Paper (Advanced seminar) , 2001 , 19 Pages , Grade: 2. 3

Autor:in: Eva Grammel (Author)

Politics - Miscellaneous
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

1. Einleitung

Diese Arbeit soll sich mit dem Phänomen der Personalisierung von Politikern, insbesondere der der Kanzlerkandidaten befassen, denn dieses Mittel der Politik bzw. der Politikberichterstattung in den Medien, vor allem während Wahlkämpfen spielt in immer größerem Maße eine Rolle. Besondere Bedeutung erhält die Auseinandersetzung mit der Personalisierung, wenn bedacht wird, dass in Deutschland ein parlamentarisches System herrscht, in dem die Regierung aus dem Parlament hervorgeht. Das Volk wählt demzufolge nur indirekt den Bundeskanzler, als das es für eine Partei mit ihrem jeweiligen Kanzlerkandidaten votiert. Anders ist es in einem präsidentiellen System, wie zum Beispiel in den Vereinigten Staaten von Amerika, in dem die Wähler die Möglichkeit haben, ihr Regierungsoberhaupt unmittelbar zu wählen. Bei den Wahlen in den USA stehen die Kandidaten fast ausschließlich im Mittelpunkt des Wahlkampfes, während ihre jeweilige Parteizugehörigkeit weitestgehend in den Hintergrund tritt. Aufgabe dieser Arbeit wird nun sein, die vorliegende Literatur daraufhin zu untersuchen, ob in Deutschland eine sogenannte Amerikanisierung des Wahlkampfes in Hinsicht auf den Aspekt der Personalisierung stattgefunden hat bzw. stattfindet. Daran knüpft sich die Frage, wie sich die Personalisierung auf das Wahlverhalten auswirkt. Lässt sich ein Einfluss auf die Wahlentscheidung ausmachen? Diese Fragestellung wird am Schluss der Arbeit anhand des Wahlkampfes zur Bundestagswahl 1998 und deren Ergebnis untersucht.

Leider ist die Literatur zum Phänomen der Personalisierung in Deutschland im Gegensatz zu den USA recht spärlich , denn diese Erscheinung ist zu jung, als dass sie in der Forschung großen Niederschlag gefunden hätte.

Zunächst sollte jedoch eine ausführliche Definition des Begriffes Personalisierung vorgenommen werden, denn in der (leider noch recht spärlichen) Literatur zu dieser Thematik wird Personalisierung keineswegs immer als fester Terminus für einen bestimmten Vorgang benutzt und bleibt häufig unscharf.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2.Definition

2.1. Teilkonzepte der Personalisierung

2.2. Historische Entwicklung der Personalisierung

3. Akteure und Rezipienten der Personalisierung

3.1. Die Medien

3.2. (Selbst)darstellung der Politiker

3.3. Der Wähler als Rezipient der personalisierten Politik(er)

4. Faktoren der Wahlentscheidung

5. Die Bundestagswahl 1998

5.1. Personalisierung der Kandidaten in den Medien

5.2. Kandidatenorientierung als Wahlentscheidungsfaktor

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit untersucht das Phänomen der Personalisierung von Politikern, insbesondere von Kanzlerkandidaten, in deutschen Wahlkämpfen. Die zentrale Forschungsfrage ist, ob in Deutschland eine "Amerikanisierung" des Wahlkampfes stattfindet, bei der die Personalisierung die Parteiidentifikation als entscheidenden Wahlfaktor verdrängt, und wie sich dies auf das Wahlverhalten auswirkt.

  • Analyse von Medienstrukturen und deren Einfluss auf die politische Darstellung.
  • Differenzierung zwischen rollennaher und rollenferner Personalisierung.
  • Untersuchung der Rolle der Medien als Vermittler zwischen Politik und Gesellschaft.
  • Kategorisierung verschiedener Wählertypen in Bezug auf deren Empfänglichkeit für Personalisierung.
  • Empirische Fallstudie zur Bundestagswahl 1998.

Auszug aus dem Buch

3.1. Die Medien

An erster Stelle sind zunächst die Massenmedien zu nennen, die in der modernen Demokratie mehrer Funktionen übernehmen, die wie folgt aufgegliedert werden können:

• Informationsfunktion: Medien sollen hier die Aufgabe erfüllen, Nachrichten über Tatsachen zu berichten und Stellungnahmen der verschiedenen Gruppen und Parteien zu bestimmten Ereignissen und Problemen zu verbreiten. Wichtig ist hierbei, dass erwartet wird, dass dies vollständig, objektiv und für jedermann verständlich geschieht. Demzufolge haben sie wichtigen Einfluss auf die politische Willensbildung des Bürgers.

• Artikulationsfunktion: Medien sollen in diesem Fall ein Forum bieten, auf dem die unterschiedlichen Ansichten der Gesellschaft zum Ausdruck gebracht werden können.

• Kontrollfunktion: Medien erfüllen diese dadurch, dass sie alle Vorgänge in der Politik und im öffentlichen Leben kritisch betrachtet und kommentiert.

Der in dieser Arbeit zu untersuchende Faktor der Personalisierung in der medialen Berichterstattung über Politik kann anhand des nachfolgenden Schaubildes sehr gut nachvollzogen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Phänomen der Personalisierung ein und stellt die Forschungsfrage nach einer möglichen Amerikanisierung des deutschen Wahlkampfes.

2.Definition: Dieses Kapitel definiert Personalisierung als verstärkte mediale Präsentation des Politikers anstelle reiner Sachpolitik.

2.1. Teilkonzepte der Personalisierung: Es werden verschiedene Ebenen und Kategorien der Personalisierung, wie rollennahe und rollenferne Attribute, theoretisch differenziert.

2.2. Historische Entwicklung der Personalisierung: Das Kapitel beleuchtet den historischen Kontext der Personalisierung in Deutschland und den Einfluss der Mediensysteme.

3. Akteure und Rezipienten der Personalisierung: Hier werden die Rollen von Politikern, Medien und Wählern im Personalisierungsprozess analysiert.

3.1. Die Medien: Dieses Kapitel beschreibt die zentralen Funktionen der Massenmedien und deren Rolle als Vermittler politischer Realität.

3.2. (Selbst)darstellung der Politiker: Es wird untersucht, wie Politiker Medieninstrumente zur aktiven Selbstdarstellung nutzen.

3.3. Der Wähler als Rezipient der personalisierten Politik(er): Das Kapitel klassifiziert verschiedene Wählertypen basierend auf ihrer Empfänglichkeit für Personalisierungsangebote.

4. Faktoren der Wahlentscheidung: Hier werden kurz- und langfristige Faktoren der Wahlentscheidung gegenübergestellt.

5. Die Bundestagswahl 1998: In diesem Kapitel wird das theoretische Modell anhand der Bundestagswahl 1998 konkretisiert und auf eine Amerikanisierung hin geprüft.

5.1. Personalisierung der Kandidaten in den Medien: Diese Sektion analysiert die Berichterstattung über Helmut Kohl und Gerhard Schröder in den Medien.

5.2. Kandidatenorientierung als Wahlentscheidungsfaktor: Das Kapitel untersucht empirisch, ob die Kandidatenorientierung die Parteiidentifikation bei Wählern abgelöst hat.

Schlüsselwörter

Personalisierung, Politikberichterstattung, Wahlkampf, Kanzlerkandidaten, Amerikanisierung, Medien, Parteiidentifikation, Wahlentscheidung, Image-Konstruktion, Rollennähe, Rollenferne, Bundestagswahl 1998, Massenmedien, politische Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der zunehmenden Personalisierung von Politikern, insbesondere von Kanzlerkandidaten, in der medialen Berichterstattung während Wahlkämpfen in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit umfasst Themen wie Medienqualität, die Selbstdarstellung von Politikern, das Wählerverhalten im Kontext von Mediennutzung und die Theorie der Amerikanisierung des Wahlkampfes.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, ob in Deutschland eine Amerikanisierung des Wahlkampfes stattfindet, bei der die Personalisierung der Kandidaten die traditionelle Parteiidentifikation als Wahlentscheidungsgrundlage verdrängt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalyse basiert und die Theorie anhand von Fallbeispielen und empirischen Studien zur Bundestagswahl 1998 konkretisiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen der Personalisierung, die Rollen von Medien und Wählern sowie die empirische Überprüfung dieser Konzepte am Beispiel der Bundestagswahl 1998.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Personalisierung, Medien, Wahlentscheidung, Kanzlerkandidaten, Amerikanisierung und Parteiidentifikation sind die zentralen Begriffe.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen rollennaher und rollenferner Personalisierung?

Rollennahe Personalisierung bezieht sich auf Kompetenz und politische Fähigkeiten, während rollenferne Personalisierung auf private Merkmale wie Aussehen oder Charakterzüge abzielt.

Zu welchem Ergebnis kommt die Studie bezüglich der Bundestagswahl 1998?

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass keine übermäßige, alleinige Personalisierung durch das Fernsehen stattfand; die Parteiidentifikation blieb weiterhin ein entscheidender Faktor, auch wenn eine zunehmende Kandidatenorientierung erkennbar war.

Excerpt out of 19 pages  - scroll top

Details

Title
Personalisierung als Mittel der Darstellung politischer Prozesse
College
University of Potsdam  (Politikwissenschaften)
Grade
2. 3
Author
Eva Grammel (Author)
Publication Year
2001
Pages
19
Catalog Number
V5040
ISBN (eBook)
9783638130721
ISBN (Book)
9783656247401
Language
German
Tags
Personalisierung Mittel Darstellung Prozesse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Eva Grammel (Author), 2001, Personalisierung als Mittel der Darstellung politischer Prozesse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/5040
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  19  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint