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Der Dokumentarfilm. Möglichkeiten der Dramaturgie und Gestaltung

Title: Der Dokumentarfilm. Möglichkeiten der Dramaturgie und Gestaltung

Diploma Thesis , 2005 , 161 Pages , Grade: 1

Autor:in: Mag. (fh) Monika Grassl (Author)

Film Science
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Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Dokumentarfilm als ein Kommunikations- und Ausdrucksmittel der heutigen Zeit. Laut Definitionen in Fachbüchern und Lexika soll der Dokumentarfilm die Realität in seiner „vorgefundenen Ursprünglichkeit“ wiedergeben. Daher wird in der Arbeit der Frage nachgegangen, ob und wie eine vorgefundene Realität dokumentarisch dargestellt werden kann, sodass das Dargestellte einen authentischen Charakter aufweist und einem Wahrheitsanspruch genügt. Durch die besonderen Umstände während der oft extremen Drehbedingungen, der subjektiven Sicht des/der FilmemacherIn und der Wahrnehmung des/der ZuseherIn entsteht aus einer vorgefundenen Wirklichkeit eine neue dokumentarfilmische Realität. Um diese zu beschreiben, werden in der vorliegenden Arbeit auch die Einflussfaktoren während der Herstellungsphasen eines Dokumentarfilms thematisiert. Die Möglichkeiten der dokumentarischen Umsetzung einer vorgefunden Realität werden auf vier verschiedenen Ebenen des Dokumentarfilms diskutiert.

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Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. WAHL DES FORSCHUNGSGEGENSTANDES

2.1 ZIELSETZUNG

2.2 FORSCHUNGSMETHODE

2.2.1 Forschungsleitende Fragestellungen

2.2.2 Das qualitative Interview

3. BESCHREIBUNG DES GENRES

3.1 STELLUNG VON AUDIOVISUELLEN MEDIEN

3.2 DAS MEDIUM FILM

3.3 DAS DOKUMENTARISCHE GENRE

3.3.1 Mögliche Definitionen des Genres

3.3.2 Abgrenzung zum fiktionalen Film

3.3.3 Abgrenzung zum dokumentarischen Journalismus

3.3.3.1 Die Meldung

3.3.3.2 Der Bericht

3.3.3.3 Die Reportage

3.3.3.4 Das Feature

3.3.3.5 Magazinbeiträge

3.3.4 Besondere Formen des dokumentarischen Films

3.3.4.1 Das Dokudrama

3.3.4.2 Der Filmessay

3.3.4.3 Dokutainment

3.3.4.4 „Reality-TV“

3.3.4.5 „Pseudo-Dokus“

3.3.4.6 Die TV-Dokumentation

3.3.4.7 Der Dokumentarfilm

3.3.5 Vertriebskanäle

3.3.5.1 Das Kino

3.3.5.2 Das Fernsehen

3.4 SCHLUSSFOLGERUNGEN

4. KOMMUNIKATIONSMITTEL DOKUMENTARFILM

4.1 THEORETISCHE ÜBERLEGUNGEN

4.1.1 Der Begriff Kommunikation

4.1.2 Filmtheoretische Überlegungen

4.1.3 Semiotische Betrachtungsweise

4.1.3.1 Zeichen

4.1.3.2 System

4.1.3.3 Die Sprache der Bilder

4.2 SCHLUSSFOLGERUNG

4.3 ERSTE FILMISCHE EBENE: INHALT UND THEMA

5. ZWEITE FILMISCHE EBENE: DIE ERZÄHLUNG

5.1 DIE NARRATION

5.1.1 Interdisziplinäre Betrachtung von Erzählung

5.1.1.1 Ansätze aus der Histographie

5.1.1.2 Ansätze aus der Literaturwissenschaft

5.1.1.3 Sprachwissenschaft und Linguistik

5.1.2 Narrative Modelle

5.1.2.1 Narratives Modell von Thorndyke

5.1.2.2 Modell Labov und Waletzky

5.1.2.3 Das strukturale Modell

5.1.2.4 Am Handlungsverlauf orientierte Modelle

5.1.3 Das narrative System

5.1.3.1 Wahrnehmungspsychologische Voraussetzung

5.1.3.2 Bedeutung der narrativen Form

5.1.3.3 Merkmale einer Erzählung

5.1.3.4 Die narrative Struktur

5.2 ERZÄHLEN IM DOKUMENTARFILM

5.2.1 Bedeutung von narrativen Elementen für den Dokumentarfilm

5.2.1.1 Kritik an der Narrativität

5.2.1.2 Kritik an der Kritik

5.2.2 Der narrative Aufbau im Dokumentarfilm

5.2.2.1 Die Stimme im Dokumentarfilm – „wer spricht?“

5.2.2.2 Modus – „wer sieht?“

5.2.2.3 Organisation der Zeit

5.2.2.4 dramaturgische Regeln im Dokumentarfilm

5.3 SCHLUSSFOLGERUNG

6. DRITTE FILMISCHE EBENE: KINEMATOGRAPHISCHE UMSETZUNG IM DOKUMENTARFILM

6.1 STILMITTEL DER INTRADIEGETISCHEN EBENE

6.1.1 Kommentarstimmen im „ON“

6.1.1.1 Der intradiegetisch-heterodiegetische Erzähler

6.1.1.2 Darstellung der „Talking Heads“

6.1.1.3 Das Interview

6.1.2 Das Filmbild

6.1.3 Originalton (O-Ton)

6.1.4 Montage und Bildschnitt

6.2 ELEMENTE DER EXTRADIEGETISCHEN EBENE

6.2.1 Der Kommentar aus dem „OFF“

6.2.1.1 Der extradiegetisch-heterodiegetische Erzähler

6.2.1.2 Der Intradiegetisch-homodiegetische Erzähler

6.2.2 fremdsprachige Übersetzungen

6.2.3 ohne Worte

6.2.4 Kinematographische Umsetzung der Perspektive

6.2.4.1 Die Übersicht

6.2.4.2 Innenperspektive

6.2.4.3 Außenperspektive

6.3 SCHLUSSFOLGERUNG

7. VIERTE EBENE: DIE NEUE REALITÄT IM FILM

7.1 STELLWERT DER „NICHTFILMISCHEN REALITÄT“

7.2 BEGRIFFSDEFINITIONEN

7.3 HISTORISCHE TENDENZEN IM UMGANG MIT REALITÄT

7.4 THEORIEN ZUR VERMITTLUNG VON REALITÄT

7.4.1 Erkenntnistheoretischer Ansatz

7.4.2 Ansätze der Kommunikations- und Medienwissenschaften

7.5 ZUR PROBLEMATIK DER DARSTELLUNG VON REALITÄT IM DOKUMENTARFILM

7.5.1 Ebenen der Realität

7.5.2 Codierung von Realität durch die „Macher“

7.5.2.1 Die Subjektivität des Dokumentarfilmers

7.5.2.2 Präsents der Kamera und des Teams

7.5.2.3 im Spannungsfeld von Repräsentation und Konstruktion

7.5.2.4 Finanzielle Einflüsse

7.5.3 Decodierung von Realität durch die Rezipienten

7.6 SCHLUSSFOLGERUNG

8. DAS WESEN DES DOKUMENTARFILMS

8.1 PERSÖNLICHE ANSICHTEN DER INTERVIEWTEN

8.2 MERKMALE DES „GUTEN“ DOKUMENTARFILMS

9. RESÜMEE

10. AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Dokumentarfilm als zentrales Kommunikationsmedium der Gegenwart, mit dem Ziel, dessen Wesen zu erfassen und Kriterien für die Qualität dokumentarischer Arbeiten zu definieren. Dabei wird der Fokus auf die Narratologie und formale Gestaltungselemente gelegt, um zu klären, wie vorgefundene Realität authentisch in eine filmische Wirklichkeit transformiert werden kann.

  • Theoretische Grundlagen der Kommunikation und Narration im Dokumentarfilm.
  • Analyse filmischer Ebenen: Inhalt, Erzählstruktur und kinematographische Stilmittel.
  • Untersuchung des Spannungsfeldes zwischen dokumentarischer Authentizität und medialer Konstruktion.
  • Empirische qualitative Experteninterviews zur Definition eines „guten“ Dokumentarfilms.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Rolle der Institution Fernsehen und der Gestaltung von Realität.

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Mögliche Definitionen des Genres

Im allgemeinen Sprachgebrauch fällt unter Dokumentarfilm bzw. Dokumentation jegliche nicht fiktive audiovisuelle Aufarbeitung einer Information, die versucht, eine vorgefundene Realität exakt wiederzugeben. Dies inkludiert den zwei stündigen Dokumentarfilm fürs Kino, genauso wie die journalistische Meldung, den Magazinbeitrag und den Nachrichtenbericht.

Im Folgenden wird der Versuch unternommen, das Genre zunächst durch einige Definitionen aus der Fachliteratur zu beschreiben:

Der Begriff Dokumentarfilm stammt von Filmemacher John Grierson aus dem Jahr 1928. Er beschrieb seinen Film MOANA demnach wie folgt:

(...) Moana being a visual account of events in the daily life of a Polynesian youth and his family, has documentary value.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Dokumentarfilms als gesellschaftspolitische Kommunikationsform ein und fokussiert auf die Narratologie sowie formale kinematographische Umsetzungen als zentrales Thema.

2. WAHL DES FORSCHUNGSGEGENSTANDES: Das Kapitel erläutert die Motivation der Verfasserin und definiert die forschungsleitenden Fragestellungen sowie das methodische Vorgehen mittels qualitativer Experteninterviews.

3. BESCHREIBUNG DES GENRES: Es erfolgt eine Einordnung audiovisueller Medien und eine detaillierte Abgrenzung des Dokumentarfilms zu anderen Formen wie Spielfilm, Journalismus oder TV-Formaten wie „Reality-TV“.

4. KOMMUNIKATIONSMITTEL DOKUMENTARFILM: Hier werden theoretische Ansätze zur Kommunikation und Semiotik im Film behandelt, um die filmische Vermittlung von Inhalten und Themen zu beleuchten.

5. ZWEITE FILMISCHE EBENE: DIE ERZÄHLUNG: Dieses Kapitel widmet sich der Narratologie, analysiert Erzählmodelle und diskutiert, wie erzählerische Regeln im Dokumentarfilm Anwendung finden.

6. DRITTE FILMISCHE EBENE: KINEMATOGRAPHISCHE UMSETZUNG IM DOKUMENTARFILM: Im Fokus stehen hier die ästhetischen Stilmittel der Bildgestaltung, Tonaufnahme und Montage sowie deren Bedeutung für die filmische Form.

7. VIERTE EBENE: DIE NEUE REALITÄT IM FILM: Dieser Teil erörtert die Konstruktion von Wirklichkeit im Film, die Rolle der Subjektivität des Filmemachers und die Bedeutung der Rezeption durch das Publikum.

8. DAS WESEN DES DOKUMENTARFILMS: Basierend auf Experteninterviews werden persönliche Ansichten und wesentliche Merkmale zusammengefasst, die einen „guten“ Dokumentarfilm ausmachen.

Schlüsselwörter

Dokumentarfilm, Narratologie, Filmtheorie, Realität, Authentizität, Kinematographie, Experteninterview, Kommunikation, Montage, Dramaturgie, Konstruktion, Rezeption, Wirklichkeit, Filmgestaltung, Medienmanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Diplomarbeit befasst sich mit dem Dokumentarfilm als Kommunikations- und Ausdrucksmittel, wobei insbesondere seine dramaturgischen Gestaltungsmöglichkeiten und die Art der Realitätsvermittlung untersucht werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Abgrenzung des Genres von anderen dokumentarischen Formen, die narrative Struktur sowie die ästhetischen und kinematographischen Gestaltungsmittel, die zur Konstruktion einer filmischen Realität führen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es, ein Verständnis dafür zu schaffen, was einen „guten“ Dokumentarfilm ausmacht und wie Filmemacher eine authentische Darstellung im Spannungsfeld zwischen vorgefundener Realität und inszenatorischer Manipulation erreichen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine umfassende Literaturrecherche sowie die Methode des qualitativen Experteninterviews, um theoretisches Wissen mit der praktischen Sichtweise von Regisseuren, Produzenten und Redakteuren zu verknüpfen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in vier filmische Ebenen: Inhalt/Thema, Narration (Erzählstruktur), kinematographische Umsetzung (Stilmittel) und die daraus resultierende neue filmische Realität (Konstruktion und Rezeption).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Dokumentarfilm, Narratologie, Authentizität, Realitätskonstruktion, Kinematographie, Experteninterview und filmische Subjektivität zusammenfassen.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des Fernsehens?

Die Autorin kritisiert eine oft negative Entwicklung im Fernsehen, wo durch fixe Formate, Quotendruck und „Dokutainment“ die inhaltliche Tiefe und der künstlerische Anspruch des Dokumentarfilms häufig zugunsten einer „leicht verdaulichen“ Information vernachlässigt werden.

Was bedeutet der Begriff „gestaltete Realität“ im Dokumentarfilm?

Er beschreibt, dass ein Dokumentarfilm niemals die Realität eins zu eins abbildet, sondern durch die Auswahl von Motiven, Kamerawinkeln und Montage eine subjektive, vom Filmemacher konstruierte filmische Wirklichkeit erzeugt.

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Details

Title
Der Dokumentarfilm. Möglichkeiten der Dramaturgie und Gestaltung
College
St. Pölten University of Applied Sciences  (Medienmanagement)
Grade
1
Author
Mag. (fh) Monika Grassl (Author)
Publication Year
2005
Pages
161
Catalog Number
V50415
ISBN (eBook)
9783638466448
ISBN (Book)
9783656620686
Language
German
Tags
Wesen Dokumentarfilms Möglichkeiten Dramaturgie Gestaltung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mag. (fh) Monika Grassl (Author), 2005, Der Dokumentarfilm. Möglichkeiten der Dramaturgie und Gestaltung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/50415
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