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Vorurteile, Diskriminierung und (soziale) Wahrnehmung aufgrund der Namensgebung. Namen machen Leute?

Title: Vorurteile, Diskriminierung und (soziale) Wahrnehmung aufgrund der Namensgebung. Namen machen Leute?

Term Paper , 2019 , 13 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Freda Jansen (Author)

Psychology - Media Psychology
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Diese Arbeit behandelt die Leitfrage, inwiefern Namen im Alltag unsere soziale Stellung negativ beeinflussen und wie wir dadurch von anderen Menschen und auch von uns selbst wahrgenommen werden. Der Autor spricht zunächst an, dass durch Namensgebung Vorurteile und Diskriminierung entstehen können. Anschließend folgen ein kurzer Überblick und eine Definition der Begriffe "Diskriminierung" und "Vorurteil". Weiterführend wird auf Vornamen und Nachnamen eingegangen und schließlich auf die Zusammenhänge der Thematik mit dem Geschlecht und der ethnischen und sozialen Herkunft. Anknüpfend daran folgt eine Auseinandersetzung mit dem Schwerpunkt der Prävention und der praktischen Umsetzung von Antidiskriminierung.

Warum werden bestimmte (Vor-)Namen mit Attributen sowie vorgefertigten Meinungen und Stereotypen verknüpft? Das gleiche Ergebnis, dass einige Namen als beliebter angesehen oder auch mit positiveren Eigenschaften verknüpft werden, liefern die Studien über Schüler in Bezug auf deren Leistungsbeurteilung durch Lehrpersonen oder die Häufigkeit angeklickter Namen bei Online-Singlebörsen. Ebenso werden bei einem Bewerbungsverfahren einige Namen schneller aussortiert als andere.

Jedes Elternpaar macht sich seine eigenen Gedanken zu der Namensgebung ihres Kindes. Mittlerweile existieren Unmengen von Namenshitlisten, Ratgebern zur Namensgebung und Lexika zu diesem Thema. Trotzdem geschieht es immer wieder, dass bestimmte "Namensfeindbilder" geschaffen werden, unter denen die Träger dann zu leiden haben.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Vorurteile und Diskriminierungen aufgrund der Namensgebung

2.1 Begriffliche Annäherung an die Begriffe ‚Vorurteil‘ und ‚Diskriminierung‘

2.2 Vornamen und Nachnamen

2.2.1 Geschlecht (Sexismus)

2.2.2 Herkunft (ethnische Diskriminierung)

2.2.3 Soziale Herkunft (Klassismus)

3. Antidiskriminierung und praktische Umsetzung

4. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern die Namensgebung eines Menschen dessen soziale Stellung beeinflussen kann und wie Namen zur Grundlage für Vorurteile und Diskriminierung werden. Dabei wird analysiert, welche Mechanismen der Wahrnehmung im Alltag, bei Bewerbungsverfahren oder im schulischen Kontext wirken und welche Rolle gesellschaftliche Stereotype dabei spielen.

  • Soziologische und psychologische Grundlagen von Vorurteilen und Diskriminierung
  • Einfluss von Vor- und Nachnamen auf Bildungs- und Berufschancen
  • Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, ethnischer und sozialer Herkunft
  • Strukturelle Auswirkungen von Namensfeindbildern im Alltag
  • Strategien zur Antidiskriminierung und Förderung des sozialen Wandels

Auszug aus dem Buch

2. Vorurteile und Diskriminierungen aufgrund der Namensgebung

Die erste Frage, die sich zur Beantwortung der Kernfrage dieser Arbeit und zu dem folgenden Kapitel gestellt werden muss, lautet, welche gesellschaftliche Relevanz der eigene Vor- oder Nachname in unserem Leben besitzt. Allgemein und vorweg ist zu sagen, dass es ein Irrglaube ist, dass die Eltern bei der Vergabe eines Namens für ihr/e Kind/er nur durch ihre individuellen Vorlieben influenziert werden. In Wahrheit nehmen alle Menschen täglich bestimmte positive oder negative Züge in der Gesellschaft und bei ihrem Gegenüber wahr – und das natürlich auch in Bezug auf das Thema Namen und diese an sich. Daher kommt es, dass bestimmte Namen mehr im Trend liegen, als andere, was Statistiken des Standesamtes über die Häufigkeit von vergebenen Namen belegen (vgl. Lütkenhöner, S. 1). Anhand dieser Statistiken kann durch die wechselnde Präferenz im Laufe der Jahrzehnte sogar eine ungefähre Alterszuordnung einiger Personen getroffen werden: So gab es in den Jahren 1950/60 eine Namenswelle für Sabine und Gabriele, zu Hochzeiten des deutschen Nationalismus ab dem 19. Jahrhundert/um 1900, waren Namen wie Heinrich, Otto oder Ilse weit verbreitet.

Auch Vergleiche mit Schulklassen aus früheren Jahren belegen diesen Umstand (vgl. Gerhards, 2010, S.12). Außerdem ist festzustellen, dass, je nach sozialer Schichtzugehörigkeit, verschiedene Namen mehr oder weniger beliebt sind. Des Weiteren lassen diese Art der Namensstatistiken bei Familien mit Migrationshintergrund eine Einschätzung der kulturellen Integration in ein neues Land zu. Denn oftmals ist es der Fall, dass durch die Namen ein Stück der eigenen Heimat und Herkunft erhalten bleiben (vgl. Gerhards/Hans, Einleitung). Durch diesen Faktor und den dadurch gegeben Rückschluss auf die ethnische und soziale Herkunft einer Person, kann es zu Fällen von Diskriminierung kommen (vgl. Lütkenhöner, S. 1).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Motivation der Arbeit durch mediale Beispiele und erläutert die Relevanz von Namensvorurteilen im Alltag sowie die Forschungsfrage.

2. Vorurteile und Diskriminierungen aufgrund der Namensgebung: Dieses Kapitel analysiert, wie Namen gesellschaftliche Assoziationen hervorrufen und inwieweit diese zu Diskriminierung in Schule und Beruf führen können, unterteilt in verschiedene Kategorien wie Geschlecht und Herkunft.

2.1 Begriffliche Annäherung an die Begriffe ‚Vorurteil‘ und ‚Diskriminierung‘: Es erfolgt eine wissenschaftliche Definition der Kernbegriffe unter Einbezug institutioneller, struktureller und individueller Perspektiven.

2.2 Vornamen und Nachnamen: Hier wird die historische und soziale Bedeutung der Namenswahl sowie deren Einfluss auf berufliche Chancen und soziale Integration untersucht.

2.2.1 Geschlecht (Sexismus): Die Untersuchung widmet sich der Verbindung zwischen Geschlechterkonstruktionen, Rollenbildern und der Wahrnehmung von Vornamen.

2.2.2 Herkunft (ethnische Diskriminierung): Dieses Unterkapitel thematisiert die Benachteiligung durch Namen, die auf eine ausländische oder ethnische Herkunft schließen lassen, basierend auf Feldexperimenten.

2.2.3 Soziale Herkunft (Klassismus): Der Fokus liegt auf der Diskriminierung aufgrund des sozialen Status und der durch Namen vermittelten Klassenzugehörigkeit.

3. Antidiskriminierung und praktische Umsetzung: Das Kapitel erörtert Lösungsansätze, wie individuelle Mobilität und kollektiven sozialen Wandel, um Diskriminierung entgegenzuwirken.

4. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die Unvermeidbarkeit von Vorurteilen und betont die Notwendigkeit, das Individuum unabhängig von der Namensgebung zu betrachten.

Schlüsselwörter

Namensgebung, Vorurteile, Diskriminierung, Soziale Wahrnehmung, Geschlecht, Sexismus, Ethnische Herkunft, Soziale Herkunft, Klassismus, Stereotype, Antidiskriminierung, Chancengleichheit, Soziologische Namensforschung, Identitätsbildung, Individuelle Mobilität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Namensgebung eines Kindes und der sozialen Wahrnehmung durch die Gesellschaft, wobei der Fokus auf den daraus resultierenden Vorurteilen und Diskriminierungen liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit behandelt die Auswirkungen von Namen auf die soziale Stellung, Bildungs- und Berufschancen sowie die Verknüpfung von Namen mit Geschlecht, sozialer Schicht und ethnischer Herkunft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu ergründen, inwiefern Namen im Alltag die soziale Stellung negativ beeinflussen können und wie diese Wahrnehmungsprozesse Diskriminierung legitimieren oder befeuern.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturgestützte Analyse, wobei sie auf soziologische Namensstudien, Feldexperimente (z. B. zu Bewerbungsverfahren) und sozialpsychologische Theorien zu Vorurteilen zurückgreift.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung von Vorurteil und Diskriminierung sowie eine detaillierte Analyse der Diskriminierungsfaktoren Geschlecht, Herkunft und soziale Schicht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentral sind Begriffe wie Namensgebung, Diskriminierung, Vorurteile, Stereotype, Chancengleichheit und Antidiskriminierung.

Welche Bedeutung haben die in der Arbeit zitierten Studien zu Namen wie „Kevin“ oder „Justin“?

Die Arbeit verweist auf Studien (u.a. von Astrid Kaiser), die zeigen, dass bestimmte Namen bei Lehrkräften systematisch mit Attributen wie „verhaltensauffällig“ assoziiert werden, was zu einer negativen Leistungsbeurteilung führt.

Welche Rolle spielt die „individuelle Mobilität“ bei der Antidiskriminierung?

Die Autorin beschreibt die individuelle Mobilität als eine Strategie, bei der Betroffene oder deren Eltern versuchen, belastete Strukturen zu verlassen – beispielsweise durch den bewussten Wechsel zu Namen, die in der Gesellschaft positiver konnotiert sind.

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Details

Title
Vorurteile, Diskriminierung und (soziale) Wahrnehmung aufgrund der Namensgebung. Namen machen Leute?
College
University of Cologne  (Department Erziehungs- und Sozialwissenschaften)
Grade
1,3
Author
Freda Jansen (Author)
Publication Year
2019
Pages
13
Catalog Number
V504166
ISBN (eBook)
9783346054876
ISBN (Book)
9783346054883
Language
German
Tags
Vourteile Diskriminierung Namensgebung Namen Stereotypen Nachteile Stigmata
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Freda Jansen (Author), 2019, Vorurteile, Diskriminierung und (soziale) Wahrnehmung aufgrund der Namensgebung. Namen machen Leute?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/504166
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