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Großvater als Problemfall. Konstantin der Große konstruiert seine Genealogie

Titel: Großvater als Problemfall. Konstantin der Große konstruiert seine Genealogie

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2018 , 14 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Katja Knauder (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
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Konstantin der Große ist einer der wohl berühmtesten, aber auch umstrittensten römischen Kaiser. In der vorliegenden Arbeit wird zunächst die Person Konstantin behandelt, wozu auch seine Kaisererhebung im Jahr 306 nach Christus gehört. Um ein besseres Verständnis aufzubauen, wird zu Beginn auch das Herrschaftssystem der diokletianischen Tetrarchie am Beispiel von Konstantins Vater, Constantius Chlorus, erläutert.

Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt auf der Abstammung Konstantins, wobei nur geringes Augenmerk auf die niedrige Herkunft seiner Mutter gelegt wird. Vielmehr wird auf seine neu konstruierte Genealogie bezüglich des Großvaters eingegangen. In diesem Zusammenhang werden auch seine Machtübernahme und der Weg zu Konstantins tatsächlicher Alleinherrschaft behandelt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Person Konstantin

3. Der Weg zur Alleinherrschaft

3.1 Konstruktion einer neuen Genealogie

3.2 Machtübernahme Konstantins

4. Konstantin zwischen Macht und Religion

4.1 Mailänder Vereinbarung

4.2 Konstantins Kirchenpolitik

5. Geschichte als Argument

6. Konstantin der Große im Unterricht

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Person Konstantin den Großen, mit einem besonderen Fokus auf die strategische Konstruktion seiner Genealogie zur Machtlegitimierung sowie sein politisch motiviertes Verhältnis zum aufstrebenden Christentum.

  • Kaisererhebung und das Herrschaftssystem der Tetrarchie
  • Genealogische Mythenbildung als Machtinstrument
  • Religion als politisches Werkzeug (Mailänder Vereinbarung)
  • Die historische Figur Konstantin im Bildungsauftrag

Auszug aus dem Buch

3.1 Konstruktion einer neuen Genealogie

Mit der Trennung von der herculischen Dynastie verabschiedete sich Konstantin gleichzeitig auch vom System der Tetrarchie. Allerdings stellte sich auch ein neues Problem damit ein, denn bisher war seine Legitimation auf Maximian begründet, der Konstantin zum Augustus ernannt hatte. Konstantin musste eine neue Legitimation kreieren. Zum einen bezog er sich auf den Sonnengott Sol invictus, den bereits sein Vater Constantius Chlorus als Schutzgott in Anspruch genommen hatte. Mit dieser Wahl stellte er sich gegen die Götter, auf welche sich die Kaiser in der Tetrarchie bezogen, wie Jupiter oder Hercules, und er gab auch dem dynastischen Prinzip gegenüber der Tetrarchie den Vorrang, denn er kehrte zum „biologisch-dynastischen Prinzip“ zurück. Er legitimierte sich selbst durch seine Abstammung von Constantius I. und verwies des weiteren auch auf Claudius II. Gothicus, den er als seinen Großvater präsentierte. Nachdem Konstantin von seinem Feldzug gegen Maximian zurückkehrte, hielt ein unbekannter Zeitzeuge eine Lobrede, worin man das Legitimationsproblem löste.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Person Konstantin und die Definition des thematischen Schwerpunkts auf Genealogie und Machtlegitimation.

2. Die Person Konstantin: Historischer Überblick über die Herkunft, die Jugend und die instabilen politischen Verhältnisse vor der Kaisererhebung.

3. Der Weg zur Alleinherrschaft: Analyse der politischen und genealogischen Strategien, durch die Konstantin das System der Tetrarchie zugunsten einer Alleinherrschaft überwand.

3.1 Konstruktion einer neuen Genealogie: Untersuchung der erfundenen Abstammung von Claudius Gothicus zur Neulegitimierung der kaiserlichen Macht.

3.2 Machtübernahme Konstantins: Darstellung des militärischen Konflikts mit Maxentius und des Sieges an der Milvischen Brücke als Wendepunkt.

4. Konstantin zwischen Macht und Religion: Erörterung der Verschiebung des Machtgefüges nach dem Sieg über Maxentius und dem Arrangement mit Licinius.

4.1 Mailänder Vereinbarung: Analyse der kirchenpolitischen Übereinkunft von 313 n. Chr. zur Gewährleistung religiöser Toleranz.

4.2 Konstantins Kirchenpolitik: Untersuchung der pragmatischen Hinwendung zum Christentum und der daraus resultierenden Privilegierung des Klerus.

5. Geschichte als Argument: Reflexion über die Instrumentalisierung von Geschichte und gefälschten Dokumenten zur Machtanspruchsbegründung.

6. Konstantin der Große im Unterricht: Didaktische Überlegungen zur Behandlung Konstantins und der Thematik „Geschichte als Argument“ im Schulunterricht.

7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung von Konstantins Herrschaft als politisch kalkulierten Prozess, der Religion und Mythen geschickt zur Machtausübung nutzte.

Schlüsselwörter

Konstantin der Große, Römische Kaiser, Tetrarchie, Genealogie, Claudius Gothicus, Machtlegitimation, Mailänder Vereinbarung, Christentum, Geschichte als Argument, Konstantinische Schenkung, Herrschaftssystem, Antike, Politische Bildung, Dynastie, Sol invictus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Herrschaft Konstantins des Großen mit einem Fokus auf die Mechanismen seiner Machtlegitimation durch genealogische Konstruktionen und kirchenpolitische Manöver.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Themen umfassen das Ende der Tetrarchie, die Bedeutung von Mythen und Abstammung für kaiserliche Macht sowie das pragmatische Verhältnis Konstantins zum Christentum.

Was ist das primäre Ziel dieser Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Konstantin durch gezielte Geschichtskonstruktion und religiöse Bündnisse seine Stellung als Alleinherrscher etablierte und festigte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse historischer Quellen und der fachwissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der konstantinischen Propaganda.

Was wird im Hauptteil detailliert beleuchtet?

Der Hauptteil behandelt den Aufstieg Konstantins, die Neukonstruktion seiner Genealogie, die kirchenpolitischen Weichenstellungen und die dauerhafte Wirkung historischer Mythen.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind „Geschichte als Argument“, „Genealogische Konstruktion“ und „Pragmatische Kirchenpolitik“.

Warum war die Erfindung einer Abstammung von Claudius Gothicus so effektiv?

Da Claudius Gothicus nur kurz regierte und wenig Konkretes über ihn bekannt war, bot er eine ideale, unanfechtbare Projektionsfläche für eine dynastische Legitimation Konstantins.

Inwieweit lässt sich das Christentum als Instrument der Politik einordnen?

Die Autorin deutet darauf hin, dass die Förderung des Christentums weniger religiös motiviert war, sondern primär dazu diente, die vorhandenen Netzwerke der Christen für die Stabilisierung der kaiserlichen Macht zu nutzen.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Großvater als Problemfall. Konstantin der Große konstruiert seine Genealogie
Hochschule
Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
Note
1,0
Autor
Katja Knauder (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
14
Katalognummer
V504383
ISBN (eBook)
9783346062499
ISBN (Buch)
9783346062505
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Konstantin Antike Römische Geschichte Geschichte als Argument
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katja Knauder (Autor:in), 2018, Großvater als Problemfall. Konstantin der Große konstruiert seine Genealogie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/504383
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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