Lizenzpresse (1945 - 1949) und Marktzutrittsphase (1949 - 1954)


Hausarbeit, 2004

34 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Lizenzpresse und Marktzutrittsphase
1. Historischer Bezug
2. Lizenzpresse 1945 bis ’49
2.1. Grundlagen alliierter Pressepolitik
2.2. Pressepolitik nach der Kapitulation
2.3. Zur Umsetzung der Pressepolitik der Alliierten
2.3.1.Militär- und Heeresgruppenzeitungen
2.3.2. Zonenzeitungen
2.3.2. Gründung von Nachrichtenagenturen
2.4. Lizenzpresse in den Besatzungszonen
2.4.1 US-amerikanische Besatzungszone
2.4.2 Britische Besatzungszone
2.4.3. Französische Besatzungszone
2.4.4. Sowjetische Besatzungszone
2.5. Probleme bei der Umsetzung der Lizenzpresse
3. Marktzutrittsphase und Entwicklung der Tagespresse 1949 bis ’54
3.1. Presse und Informationsfreiheit in der Bundesrepublik
3.2. Altverleger und ehemalige Lizenzträger
3.3. Publizistische und wirtschaftliche Probleme der neuen Zeitungen

III. Fazit

IV. Literaturverzeichnis

I. Einleitung

Während des Dritten Reichs sorgte das 1933 gegründete Volksministerium für Volksaufklärung und Propaganda für eine zentrale Instrumentalisierung der Massenmedien. Auf täglichen Konferenzen erteilte das von Joseph Goebbels geleitete Ministerium der Presse detailliert inhaltliche und formale Weisungen bezüglich der Berichterstattung. Journalisten wurden durch das Schriftleitergesetz vom 1933 gleichgeschaltet. Auch und gerade während des Zweiten Weltkriegs war die vorrangige Aufgabe der Presse, die nationalsozialistische Politik zu propagieren.[1] So gab Propagandaminister Goebbels bereits im Vorfeld seiner Sportpalastrede[2] genaueste Presseanweisungen, da sich durch die Resonanz in der Presse die gewünschte mobilisierende Wirkung noch verstärkten sollte.[3]

Daher setzen die Alliierten nach Ende der Kapitulation der deutschen Wehrmacht auf einen Neubeginn, der auf unterschiedlichen Ebenen angegangen wurde – auch auf der des ehemals nationalsozialistisch instrumentalisierten Pressewesens. Nachdem das gemeinsame Ziel eines Siegs über Nazi-Deutschland erreicht war, wollten die Alliierten zunächst gemeinsam vorgehen – und das nicht nur im Bereich der Pressepolitik. In der Praxis wählten Franzosen, US-Amerikaner, Briten und besonders die sowjetischen Besatzungsmächte jedoch unterschiedliche Wege, um einen Neuaufbau des Pressewesens zu erreichen. Wie verschieden das Vorgehen nach Zuspitzung des Kalten Kriegs schließlich sein sollte, zeigt sich an folgendem Zitat Walter Ulbrichts, dem Staatsratvorsitzenden der 1949 gegründeten DDR, welches aus seinem 1955 erschienen Werk „Zur Geschichte der neuesten Zeit“ stammt.

„Der Grundunterschied im Herangehen der Besatzungsmächte bestand [...] darin: Die Sowjetunion erkannte den Hitlerfaschismus als die offene, brutale Herrschaft der deutschen Rüstungsmagnaten, Bankherren und Junker und sah deshalb in deren Unschädlichmachung die Hauptaufgabe der deutschen Besatzung. [...] Die imperialistischen Westmächte jedoch wollten den Pelz des Bären waschen, ohne ihn naß zu machen, indem sie einige besonders abstoßende barbarische Züge des deutschen Faschismus beseitigen, einige formal-demokratische Rechte einführten, aber die Wurzel des Übels, die Macht der deutschen Monopolherren, retteten.“[4]

Dieses unterschiedliche Herangehen der Alliierten nach dem Ende des Krieges und die Gestaltung und Entwicklung der Presselandschaft des von Nationalsozialismus und Krieg gezeichneten Landes in der Nachkriegszeit soll im Mittelpunkt dieser Arbeit stehen. Außerdem auf die Folgen der Lizenzpolitik auf die Ausbildung eines freien Pressemarktes nach Gründung der beiden deutschen Teilstaaten eingegangen werden. Dabei wird allerdings die Entwicklung in der DDR nicht weiter verfolgt, auf deren Territorium erst seit nach Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 ein freier Pressemarkt entstehen konnte.[5]

Zur zeitlichen Einordnung wird im ersten Abschnitt über die Gründzüge alliierter Besatzungspolitik informiert, bevor im daran anschließenden Teil auf die pressepolitischen Grundlagen eingegangen wird. Der dritte Abschnitt mit seinen drei Unterpunkten verschafft einen Überblick über die Umsetzung der alliierten Pressepolitik in den einzelnen Besatzungsgebieten. Im sich anschließenden Teil wird die Herausgabe von Lizenzzeitungen in den vier Besatzungszonen in einzelnen Punkten detailliert dargestellt.

Der letzte Abschnitt dieses Kapitels widmet sich der mit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland einhergehenden Aufhebung der Lizenzpflicht und Rückkehr der Altverleger an den nun wieder frei zugänglichen Pressemarkt. Dabei werden in Unterpunkten das Konkurrenzverhältnis zwischen Altverlegern und ehemaligen Lizenzträgern sowie die wirtschaftlichen und publizistischen Probleme der Zeitungsverleger beschrieben.

Abschließend sollen im Fazit die Ergebnisse präsentiert und ein Ausblick gegeben werden.

II. Lizenzpresse und Marktzutrittsphase

1. Historischer Bezug

Die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht am 8. Mai 1945 besiegelte das Ende des Zweiten Weltkriegs. Deutschland wurde vollständig durch die Truppen der Siegermächte besetzt. Am 5. Juni 1945 schließlich proklamierten die USA, Großbritannien, Frankreich und die Sowjetunion die Übernahme der uneingeschränkten Regierungsgewalt des Landes.[6] Über die Behandlung des Landes nach einem möglichen Kriegsende wurde bereits zuvor auf den Konferenzen der sogenannten Anti-Hitler-Koalition entschieden.[7] Das Gebiet der heutigen Bundesrepublik wurde schließlich in vier Besatzungszonen aufgeteilt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Die Besatzungszonen und die deutschen Länder bis 1949

(Quelle: Pürer, Heinz; Raabe, Johannes: Medien in Deutschland. Band 1. München 1994)

Berlin bildete ein eigenes Territorium, das von den vier Mächten gemeinsam regiert werden sollte. Die Regierungsgewalt für ganz Deutschland sollte ein Alliierter Kontrollrat übernehmen, der sich aus den Oberbefehlshabern der vier Besatzungsmächte zusammensetzte.[8]

In jener direkten Nachkriegszeit wurden Entscheidungen getroffen, die auch für die Entwicklung des Bundesrepublik bis heute entscheidend waren[9] – und das auch bezüglich der Presselandschaft des Landes.[10] Anfangs wollten Westalliierte und Sowjets noch gemeinsam vorgehen. Ihr Ziel war, die Gefahr eines von Deutschland ausgehenden Krieges auszuschießen.

In Folge dessen bekannten sich die Alliierten zur wirtschaftlichen Einheit des Landes und zum Neuaufbau einer demokratischen Ordnung. Doch differierende Interessen und Vorstellungen über die zukünftige Gestaltung des Landes blockierten alsbald die Entscheidungsfähigkeit des Alliierten Kontrollrats. Kompetenzen gingen an die Oberbefehlshaber und die Militärregierungen der einzelnen Besatzungszonen über. Geplante deutsche Zentralverwaltungen scheiterten am Veto Frankreichs, eine Wirtschaftseinheit unter anderem wegen von den Sowjets geforderten Reparationen. Bei der geplanten Demokratisierung orientierten sich die einzelnen Mächte zunehmend an ihren eigenen Systemen. Doch in allen Besatzungszonen entstanden zunächst demokratisch-orientierte Ordnungen – auch in der sowjetischen Besatzungszone.[11] Umstritten blieb jedoch bis heute, ob dies aus Rücksicht auf den Alliierten Kontrollrat geschah oder ob ein solches System zunächst dauerhaft ermöglicht hätte werden sollen.[12] Um die Jahreswende 1946/47 verschlechterten sich die Beziehungen zwischen den Alliierten nachhaltig, doch offiziell hielten sie weiterhin am Einheitsgebot fest.[13] Allerdings wurde das Land im Zeichen des Kalten Kriegs zunehmend zum Kampffeld des ideologischen und machpolitischen Konflikts zwischen Ost und West.[14] Nach dem Scheitern der Moskauer Außenministerkonferenz wurde im April 1947 die Unüberbrückbarkeit der Gegensätze definitiv bestätigt und die USA betrieben zunächst mit Unterstützung Großbritanniens, später auch Frankreichs, eine schrittweise Einbindung der Westzonen in das westliche Staatensystem.[15] Aus den Westzonen wurde schließlich am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik[16], aus der SBZ am 7. Oktober 1949 die DDR.[17]

Jene Entwicklung beeinflusste auch nachhaltig die Pressepolitik des Landes, wie im folgenden genauer erläutert werden soll.

2. Lizenzpresse 1945 bis ’49

2.1. Grundlagen alliierter Pressepolitik

Amerikaner und Briten entwarfen bereits frühzeitig gemeinsam Programme für eine Nachrichtenpolitik in Deutschland nach dem Ende des Krieges. Erarbeitet wurden sie von der dem alliierten Hauptquartier SHAEF (Supreme Headquaters Allied Expeditionary Force) unterstellten Einheit für psychologische Kriegsführung, PWD (Psychological Walfare Division).[18] Die Einheit aus britischen und amerikanischen Experten nahm im Herbst 1943 ihre Arbeit auf. Ihre Aufgabe: Das Führen eines Propagandakriegs, worunter auch das Ausarbeiten von medienpolitischen Konzepten fiel.[19]

Während die alliierten Planungsschritte bereits vor Jahren gut dokumentiert vorlagen, sind Dokumente über die Entscheidungen der Sowjetunion bis heute zum Teil nicht frei zugänglich. Dennoch ist gesichert, dass deutsche Exil-Kommunisten mit sowjetischen Verbündeten zusammenarbeiteten, um Deutschland und die Presse des Landes „antifaschistisch“ und „demokratisch“ umzugestalten. Umstritten ist jedoch bis heute, ob Schritte in Richtung eines Medienpluralismus der Täuschung der anderen Besatzungsmächte dienen oder zunächst tatsächlich umgesetzt werden sollten.[20] Zu jener Zeit gab es jedoch aus anglo-amerikanischer Sicht keinen Grund dafür, an einer weiteren (medienpolitischen) Kooperation mit den Sowjets zu zweifeln.[21] Briten und Amerikaner verhandelten mit den Sowjets auf den sogenannten Anti-Hitler-Konferenzen über das Schicksal Deutschlands. Interalliierte Planungsschritte wurden auf Ebene der Europäischen Beratenden Kommission, EAC (European Advisory Commission) abgestimmt.[22]

Die Planung west-alliierter Nachrichtenpolitik fand zunächst unter den Vorzeichen von „Kollektivschuld“[23] und „Bestrafung“ statt, die das alliierte Deutschlandbild und die gesamte Besatzungspolitik bestimmten.[24]

Ein charakteristisches Beispiel dafür stammt noch aus der Zeit zu Beginn des Jahres 1945: In den USA wurden Fotos von amerikanischen Soldaten veröffentlicht, die GIs zeigten, die Essen und Süßigkeiten an deutsche Kinder verschenkten. Wie der US-amerikanische Analytiker für Meinungsumfragen, Robert Muhlen, berichtete, war die Reaktion in den USA auf diese Fotos so heftig, dass ein Nachdruck der Fotos verboten wurde.[25] Soldaten wurden auf das Verbot einer Verbrüderung hingewiesen.[26] Die Armeezeitung Stars and Stripes erinnerte daran: „jeder Deutsche ist im Herzen, in Körper und Geist Hitler. Schließt keine Freundschaft mit Hitler. Verbrüdert euch nicht.“[27]

Von während des Krieges populären Thesen eines verwerflichen Nationalcharakters und der „Kollektivschuld“ wurde Abschied genommen, nachdem unter anderem eine vom britischen Auswärtigen Amt eingesetzte Expertenkommission festgestellt hatte, dass die Deutschen nicht von Natur aus unfähig seien, sich selbst demokratisch zu erziehen.[28]

Briten und Amerikanern setzten fortan auf ein liberaleres ein Konzept der Umerziehung „re-education“, das eines der zentralen Elemente west-alliierter Besatzungspolitik werden sollte.[29]

Nach über einem Jahrezehnt nationalsozialistischer Pressepolitik und Propaganda hatte ein Großteil der Bevölkerung das Vertrauen in die Presse verloren. Für die westlichen Alliierten war es daher wichtig, Vertrauen und Glaubwürdigkeit zurück zu gewinnen. So wollten sie mit Hilfe der publizistischen Medien Einfluss auf die Einstellungen und das Handeln der Deutschen gewinnen.[30] Die deutsche Publizistik wurde „Mittel, zugleich aber auch Objekt der ‚re-education’“.[31]

Ziel der „re-education“ war, das deutsche Volk von einem kriegerischen in ein friedliches Volk zu verändern.[32] Laut dem Medienhistoriker Koszyk sind „im Rahmen dieser ‚Umerziehung’ [...] alle Pläne für das spätere deutsche Mediensystem zu interpretieren.“[33]

Anfangs gingen die Alliierten nicht davon aus, dass der existierenden deutschen Presse zum Zweck der „re-education“ ein „Black out“ zu verordnen sei.[34] Es wurde lediglich geplant, in die wichtigeren Redaktionen Kontrollpersonal zu entsenden. Gleichzeitig wurde vorausgesetzt, dass Journalisten, die nicht eindeutig nationalsozialistisch waren, weiterarbeiten durften. Die westalliierten Berater erschreckte dabei aber, dass durch scharfe Kontrollen, wie eine Vorzensur, die eigenen Prinzipen, für die man gegen Hitler kämpfte, verletzt würden.[35]

Ende 1944 kamen die Westalliierten[36] dann zu vorläufigen Entschlüssen: Der deutschen Presse sollte ein definitives Ende gesetzt werden.[37] Vom Tag der Kapitulation an sollte ein dreimonatiger "Black out" für die Presse in Deutschland gelten.[38] Zur Entwicklung einer deutschen Presse sah SHAEF im „Gesetz Nr. 191“ vom 24. November 1944 drei Phasen vor.[39] In einem ersten Schritt sollte das "Drucken, Erzeugen, Veröffentlichen, Vertreiben, Verkaufen und gewerbliche Verleihen"[40] von Zeitungen, Zeitschriften und Büchern, sowie von Plakaten, Schallplatten und Filmen zu untersagt werden. Das Gesetz verbot auch das Betreiben von Agenturen, Nachrichten- und Bilddiensten, Funk, Hörfunk und Fernsehen, aber auch von Theatern und Kinos.[41] So sollten Druck- und Informationsquellen für den alliierten Bedarf gesichert und die eigenen Truppen von gefürchteter deutscher Propaganda und Sabotage geschützt werden. Das Gesetz wurde schließlich leicht novelliert am 12. Mai 1945, zeitgleich mit der „Nachrichtenkontroll-Vorschrift Nr. 1“, verkündet.[42] In letzterer wurde geregelt, unter welchen Voraussetzungen die im „Gesetz 191“ verbotenen Tätigkeiten dennoch ausgeübt werden konnten[43] - die rechtliche Grundlage für das Lizenzsystem wurde so geschaffen.[44]

2.2. Pressepolitik nach der Kapitulation

Die Besatzungsmächte wollten eine neue deutsche, demokratisch zuverlässige Presse schaffen, die keine Bindung mehr an die Pressetradition des Dritten Reichs haben sollte. Die Konsequenz: Keine der bis dahin existierenden Zeitungstitel sollten in die Nachkriegs-Zeitungslandschaft übernommen werden.[45] Der Neuanfang sollte durch die von SHAEF am 12. Mai 1945 verabschiedeten oben genannten Gesetze und Vorschriften erfolgen[46] - und zwar in nach einem Drei-Stufen-Plan:[47]

Erste Etappe: totales Erscheinungsverbot für Druckerzeugnisse jeglicher Art, dazu Schließung aller Druckereien und Verlagshäuser und die Auflösung aller noch bestehenden Redaktionen.

Zweite Etappe: einzig von den Besatzungsmächten herausgegebene Militär- bzw. Heeresgruppenzeitungen sollten erscheinen. Zuständig hierfür sollte die einzelne Militärregierung der jeweiligen Besatzungszone sein.

Dritte Etappe: Nach dem Plan der Siegermächte waren die Vergabe von Lizenzen für das Herausgeben von Zeitungen und Zeitschriften an nationalsozialistisch nicht vorbelastete Verleger und Journalisten vorgesehen, die das Vertrauen der jeweiligen Militärregierung besaßen.[48]

Am Schluss sollte der Übergang der alliierten Medien zu lizenzierten deutschen Medien unter alliierter Kontrolle stehen.[49]

[...]


[1] Vgl. dazu Meyn, Hermann, Massenmedien in Deutschland, Neuauflage 2001, Konstanz: UVK Verlagsgesellschaft mbH; S. 45.

[2] In der Goebbels die Bevölkerung zu einem „Totalen Krieg“ aufrief und eine sich andeutende humanitäre und militärische Katastrophe in Stalingrad der Bevölkerung vorenthielt, vgl. dazu Fetscher, Iring, Joseph Goebbels im Berliner Sportpalast 1943: „Wollt ihr den totalen Krieg?“. Hamburg 1998.

[3] Vgl. dazu Boelcke, Willi A., Goebbels und die Kundgebung im Berliner Sportpalast vom 18. Februar 1943. Vorgeschichte und Verlauf, in: Jahrbuch für die Geschichte Mittel- und Ostdeutschlands , Bd.19/1970, S. 234 – 255; hier S. 246.

[4] Walter Ulbricht, zitiert in Greuner, Reinhart, Lizenzpresse - Auftrag und Ende. Der Einfluß der anglo-amerikanischen Besatzungspolitik auf die Wiedererrichtung eines imperialistischen Pressewesens in Westdeutschland. Berlin: Rütten & Loening Berlin 1962; 24f.

[5] Zur Entwicklung in der DDR siehe: Holzweißig, Gunter, Die schärfste Waffe der Partei. Eine Mediengeschichte der DDR, Köln, Weimar, Wien: Böhlau Verlag 2002; S. 87 – 109.

[6] Vgl. Deutscher Bundestag, Presse- und Informationszentrum Referat Öffentlichkeitsarbeit (Hg.), Fragen an die deutsche Geschichte. Ideen, Kräfte, Entscheidungen. Von 1800 bis in die Gegenwart. Bonn 1983; S. 338.

[7] Vg. Koszyk, Kurt, Pressepolitik für Deutsche, 1945 – 1949. Geschichte der Deutschen Presse Teil IV, Berlin: Colloquium-Verlag 1986; S. 16.

[8] Vgl. Deutscher Bundestag, Fragen an die Deutsche Geschichte, S. 338.

[9] Vgl. Deutscher Bundestag, Fragen an die deutsche Geschichte, S. 334, siehe dazu auch: Böhret, Carl; Jann, Werner; Kronenwett, Eva: Innenpolitik und politische Theorie. Ein Studienbuch. 3., neubearbeitete und erweiterte Auflage. Opladen: Westdeutscher Verlag GmbH 1988; S. 12ff

[10] Siehe dazu: Pross, Harry, Zeitungsreport. Deutsche Presse im 20. Jahrhundert, Weimar: Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger 2000; S. 265 – 279.

[11] Vgl. Deutscher Bundestag, Fragen an die deutsche Geschichte, S. 338ff.

[12] Vgl. Koszyk, Kurt, Presse unter alliierter Besatzung. In: Wilke, Jürgen (Hg.), Mediengeschichte der Bundesrepublik Deutschland. Köln, Weimar, Wien: Böhlau Verlag 1999: S. 31 – 58; hier S. 33.

[13] Vgl. Grebner, Der Telegraf, S. 167f.

[14] Vgl. Deutscher Bundestag, Fragen an die Deutsche Geschichte, S. 334, siehe dazu auch: Galaction, Virgil, Nationalismus und Patriotismus in Osteuropa, in: politische studien, Heft 174, 18. Jahrgang, Juli / August 1967, S. 395 – 400 und Kühnl, Reinhard, Liberalismus als Form der bürgerlichen Herrschaft. Von der Befreiung des Menschen zur Freiheit des Marktes. Heilbronn: Distel Verlag 1999; S. 110 – 122.

[15] Vgl. Deutscher Bundestag, Fragen an die deutsche Geschichte, S. 364f.

[16] Das Saarland gehörte ab 1947 nicht mehr zur französischen Besatzungszone. Die französische Seite bevorzugte aus ökonomischen Gründen eine Anbindung des saarländischen Kohle- und Eisenreviers an ihr Land, siehe dazu: Herrmann, Ulrike, Otto Steinert und sein fotografisches Werk. Fotografie im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne, Kassel: kassel university press 2001, S. 21. Nach einer Volksbefragung wurde es 1957 politisch und 1959 auch wirtschaftlich in die Bundesrepublik Deutland integriert, vgl. Schütz, Walter J., Entwicklung der Tagespresse, in: Wilke, Jürgen (Hg.), Mediengeschichte der Bundesrepublik Deutschland. Köln, Weimar, Wien: Böhlau Verlag 1999, S. 110 – 134; hier: S. 114.

[17] Vgl. Grebner, Der Telegraf, Entstehung einer SPD-nahen Lizenzzeitung in Berlin 1946 bis 1950. Münster: Lit Verlag 2002; S. 341.

[18] Vgl. Koszyk, Presse unter alliierter Besatzung, S. 31 und Koszyk, Pressepolitik für Deutsche, S. 124f.

[19] Hüffer, Jürgen Benedikt, Vom Lizenzpressesystem zur Wettbewerbspresse. Lizenzverleger und Altverleger im Rheinland und in Westfalen 1945 – 1953/54. München, New Providence, London, Paris: Saur 1995 (Dortmunder Beiträge zur Zeitungsforschung; Bd. 54), S. 49.

[20] Vgl. Koszyk, Presse unter alliierter Besatzung, S. 32ff.

[21] Vgl. Koszyk, Pressepolitik, S. 19.

[22] Vgl. Koszyk, Pressepolitik, S. 16. Im Juli 1945 wurde sie auf der Potsdamer Konferenz durch den Rat der Außenminister ersetzt, siehe dazu: Koszyk, Presse unter alliierter Besatzung, S. 31f

[23] Siehe dazu: Mosberg, Helmuth, Reeducation. Umerziehung und Lizenzpresse im Nachkriegsdeutschland. München: Universitas 1991; S. 29 – 42.

[24] Vgl. Walchner, Martin , Entwicklung und Struktur der Tagespresse in Südbaden und Südwürttemberg-Hohenzollern, Sigmaringen: Thorbecke 1986; S. 75.

[25] Vgl. Mosberg, Reeducation, S. 29.

[26] Vgl. Pross, Zeitungsreport, S. 135.

[27]Stars and Stripes nach Muhlen in: Mosberg, REeducation, S. 29.

[28] Vgl. Hüffer, Vom Lizenzpressesystem zur Wettbewerbspresse, S. 50. Siehe dazu auch: Report of a Conference on Germany after the War (Auszug), in: Mosberg, Helmuth, Reeducation, Umerziehung und Lizenzpresse im Nachkriegsdeutschland, München: Universitas Verlag 1991, S. 171 – 181.

[29] Vgl. Grebner, Der Telegraf, S. 22.

[30] Vgl. Grebner, Der Telegraf, S. 22.

[31] Kutsch, zitiert in: Grebner, Der Telegraf, S. 22.

[32] Vgl. Koszyk, Pressepolitik für Deutsche, S. 17.

[33] Koszyk, Pressepolitik für Deutsche, S. 17.

[34] Vgl. Grebner, Der Telegraf, S. 24f.

[35] Vgl. Koszyk, Presse unter alliierter Besatzung, S. 32.

[36] Neben Briten und Amerikanern war auch die französische Seite ab März 1944 bei SHAEF mit einer Militärmission unter Leitung von General Pierre Koenig vertreten, vgl. Koszyk, Presse unter alliierter Besetzung, S. 35; siehe auch Walchner, Entwicklung und Struktur der Tagespresse, S. 76ff.

[37] Vgl. Pürer/Raabe, Medien in Deutschland, S. 91.

[38] Vgl. Holzweißig, Die schärfste Waffe der Partei, S. 67f.

[39] Vgl. Vgl. Koszyk, Presse unter alliierter Besatzung, S. 32.

[40] Militärregierungsgesetz Nr. 191, zitiert nach Pürer/Raabe, Medien in Deutschland, S. 91.

[41] Vgl. Pürer/Raabe, Medien in Deutschland, S. 91.

[42] Vgl. Hüffer, Vom Lizenzpressesystem zur Wettbewerbspresse, S. 50. Beide Schriftstücke wurden abgedruckt in: Greuner, Lizenzpresse; S. 265ff.

[43] Vgl. Nachrichtenkontroll-Vorschrift Nr. 1, in: Greuner, Lizenzpresse, S. 266.

[44] Vgl. Grebner, Der Telegraf, S. 29.

[45] Vgl. Pürer/Raabe, Medien in Deutschland, S. 92.

[46] Siehe Kapitel II.2.1.

[47] Verschiedene Autoren ziehen die Grenze zwischen den Etappen unterschiedlich, der Inhalt des Drei-Stufen-Plans bleibt davon aber unberührt. An dieser Stelle soll auf die Einteilung von Pürer/Raabe zurück gegriffen werden. Vgl. dazu Pürer/Raabe, Presse in Deutschland, S. 92f, aber auch Grebner, Der Telegraf, S. 26ff und Koszyk, Presse unter alliierter Besatzung, S. 32.

[48] Vgl. Pürer/Raabe, Medien in Deutschland, S. 93.

[49] Vgl. Koszyk, Presse unter alliierter Besatzung, S. 32.

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten

Details

Titel
Lizenzpresse (1945 - 1949) und Marktzutrittsphase (1949 - 1954)
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen  (Zentrum für Interdisziplinäre Medienwissenschaft)
Veranstaltung
Presse in Deutschland
Note
1,0
Autoren
Jahr
2004
Seiten
34
Katalognummer
V50449
ISBN (eBook)
9783638466653
Dateigröße
630 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Lizenzpresse, Marktzutrittsphase, Presse, Deutschland
Arbeit zitieren
Oliver Hedderich (Autor)Katrin Angrick (Autor), 2004, Lizenzpresse (1945 - 1949) und Marktzutrittsphase (1949 - 1954), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/50449

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