Diese Arbeit bietet dem Leser den Einstieg in die Thematik der steuerlichen Folgen bei Gründung und Liquidation von Kapitalgesellschaften. Das Hauptaugenmerk liegt in der Auseinandersetzung mit den ertrags- und umsatzsteuerlichen Wirkungen, weil sich hier in der Praxis häufige Fragestellungen ergeben. Der Lebenszyklus einer Kapitalgesellschaft dient als inhaltliche Orientierung.
Unternehmen sind oftmals wechselnden gesellschafts- sowie steuerrechtlichen Zuständen ausgesetzt. Dabei ist es von Wichtigkeit, sich diesen Veränderungen zeitlich anzupassen. Sowohl bei der Unternehmensgründung als auch bei Bestehen sollten Unternehmen die Wahl der Rechtsform grundlegend bedenken. Laut der Statistik von Statista gab es im Jahr 2017 mit rund 720.000 Kapitalgesellschaften nahezu doppelt so viele Körperschaften wie Personengesellschaften. Bei einer
Kapitalgesellschaft handelt es sich um eine Körperschaft des privaten Rechts, dessen Rechtsgrundlage auf einem Gesellschaftsvertrag bzw. einer Satzung beruht. Diese haften als juristische Personen für Schulden nur mit dem Gesellschaftsvermögen, daher ist eine persönliche Haftung der Gesellschafter ausgeschlossen.
Die Kapitalgesellschaften werden im Aktiengesetz (AktG) bzw. Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung(GmbHG) geregelt und treten in drei Formen auf: Die Aktiengesellschaft (AG), die Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) und die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) einschließlich der Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt). Im Jahr 2017 war die GmbH die meist gewählte Rechtsform unter den Kapitalgesellschaften.
Mit dem oben genannten Zahlenbeispiel soll die Popularität von Kapitalgesellschaften gegenüber den Personengesellschaften verdeutlicht werden. Neben den wirtschaftlichen Vorgängen sollten die steuerlichen Konsequenzen betrachtet werden, die solch eine Kapitalgesellschaft mit sich bringt.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Gründung einer Kapitalgesellschaft
- Gesellschaftliche Regelungen zum Gründungsprozess
- Besteuerung der Vorgründungsgesellschaft
- Einkommensteuerliche Aspekte
- Umsatzsteuerliche Aspekte
- Gewerbesteuerliche Aspekte
- Besteuerung der Vorgesellschaft
- Körperschaftsteuerliche Aspekte
- Umsatzsteuerliche und gewerbesteuerliche Aspekte
- Steuerpflicht der eingetragenen Kapitalgesellschaft
- Liquidation einer Kapitalgesellschaft
- Gesellschaftliche Regelungen zum Liquidationsprozess
- Körperschaftsteuerliche Aspekte
- Besteuerungszeitraum
- Liquidationsgewinn/ -verlust
- Einkommensteuerliche Aspekte
- Umsatzsteuerliche und gewerbesteuerliche Aspekte
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Seminararbeit beleuchtet die steuerlichen Folgen, die bei der Gründung und Liquidation von Kapitalgesellschaften entstehen. Der Fokus liegt dabei auf den ertrags- und umsatzsteuerlichen Aspekten, da diese in der Praxis häufig zu Fragen führen. Die Arbeit betrachtet den Lebenszyklus einer Kapitalgesellschaft und zeigt die relevanten steuerlichen Implikationen auf.
- Steuerliche Implikationen bei der Gründung einer Kapitalgesellschaft
- Einkommensteuerliche, umsatzsteuerliche und gewerbesteuerliche Aspekte
- Steuerliche Folgen bei der Liquidation einer Kapitalgesellschaft
- Körperschaftsteuerliche und einkommensteuerliche Aspekte im Liquidationsprozess
- Relevanz der Rechtsformwahl für die Steuerbelastung
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel der Seminararbeit führt in das Thema der Gründung und Liquidation von Kapitalgesellschaften ein. Es beleuchtet die Bedeutung der Rechtsformwahl und erläutert die unterschiedlichen Formen der Kapitalgesellschaften.
Kapitel 2 befasst sich mit der Gründung einer Kapitalgesellschaft. Es werden die gesellschaftlichen Regelungen zum Gründungsprozess sowie die steuerlichen Folgen für die Vorgründungsgesellschaft und die Vorgesellschaft erläutert. Im Fokus stehen die einkommensteuerlichen, umsatzsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Aspekte.
Kapitel 3 analysiert die steuerlichen Folgen der Liquidation einer Kapitalgesellschaft. Hierbei werden die gesellschaftlichen Regelungen zum Liquidationsprozess, die körperschaftsteuerlichen, einkommensteuerlichen und umsatzsteuerlichen Aspekte sowie die gewerbesteuerlichen Aspekte behandelt.
Schlüsselwörter
Kapitalgesellschaft, Gründung, Liquidation, Körperschaftsteuer, Einkommensteuer, Umsatzsteuer, Gewerbesteuer, Rechtsformwahl, Steuerliche Folgen, Lebenszyklus, Gesellschaftsvertrag, Satzung, Aktiengesellschaft, Kommanditgesellschaft auf Aktien, Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
Häufig gestellte Fragen
Welche steuerlichen Aspekte sind bei der Gründung einer GmbH wichtig?
Besonders relevant sind die Körperschaftsteuer, die Gewerbesteuer sowie die Umsatzsteuer, bereits ab der Phase der Vorgründungsgesellschaft.
Was ist steuerlich bei der Liquidation einer Kapitalgesellschaft zu beachten?
Es muss ein Liquidationsgewinn oder -verlust ermittelt werden, der im Rahmen der Körperschaftsteuer über einen speziellen Besteuerungszeitraum erfasst wird.
Wie wird die Vorgründungsgesellschaft besteuert?
In dieser Phase gelten oft noch einkommensteuerliche Regeln für die Gesellschafter, bevor die Gesellschaft als juristische Person voll steuerpflichtig wird.
Warum ist die Rechtsformwahl für die Steuerbelastung entscheidend?
Kapitalgesellschaften unterliegen der Körperschaftsteuer, während Personengesellschaften dem Transparenzprinzip der Einkommensteuer folgen, was zu unterschiedlichen Steuerlasten führt.
Haften Gesellschafter einer Kapitalgesellschaft persönlich für Steuerschulden?
In der Regel ist die Haftung auf das Gesellschaftsvermögen beschränkt, sofern keine gesetzlichen Ausnahmen oder Durchgriffshaftungen vorliegen.
- Quote paper
- Marc Lübbers (Author), 2019, Steuerliche Folgen bei der Gründung und Liquidation von Kapitalgesellschaften, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/504499