Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit die AfD eine rechtsextreme Partei darstellt. Dabei werden der Aufstieg sowie die Entwicklung der Partei beleuchtet. Nach einer politischen Einordnung der AfD werden die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu anderen rechtsextremen und rechtspopulistischen Parteien betrachtet. Auch die Auswirkungen der AfD auf die Gesellschaft und das politische System sollen nicht außer Acht gelassen werden.
Seit einigen Jahren erfreuen sich nationale und populistische Kräfte immer größeren Zuwachses. In einer Vielzahl europäischer Länder sind sie in den nationalen Parlamenten vertreten und gehören mehrfach der Regierung an. Auch im Parlament der europäischen Union stellen Nationalkonservative, EU-Skeptiker und Populisten mittlerweile eine gewichtige Anzahl der Abgeordneten. So hat sich auch in Deutschland mit der „Alternative für Deutschland“ mittlerweile eine populistische und rechtsnationale Partei etabliert. In Ostdeutschland erreichte diese bei vergangenen Landtagswahlen teilweise deutlich über 20 Prozent, bei der Bundestagswahl 2017 zog sie mit 12,6 Prozent in den deutschen Bundestag ein. Häufig kommt es zu umstrittenen Aussagen, Provokationen und Enthüllungen, infolge deren der AfD oftmals Ausländerfeindlichkeit, Nationalismus und auch rechtsextremistische Tendenzen unterstellt werden oder sogar Verbindungen zu rechtsextremistischen Organisationen und Verbänden im Raum stehen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Hauptteil
2.2 Aufstieg und Entwicklung
2.3 Programmatische Ausrichtung und politische Einordnung
2.4 Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu anderen rechtsextremen und rechtspopulistischen Parteien
2.5 Auswirkungen auf die Gesellschaft und das politische System
2.6 Kontroverse Äußerungen und Vorfälle (Auswahl)
3. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die politische Einordnung der Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD), insbesondere die Frage, ob sie als rechtsextreme Partei zu klassifizieren ist, indem sie zwischen offiziellem Parteiprogramm und dem tatsächlichen Auftreten ihrer Funktionäre differenziert.
- Historische Entwicklung und Gründungsgeschichte der AfD
- Abgrenzung zwischen Rechtspopulismus und Rechtsextremismus
- Programmatische Positionen der AfD zu Asyl, Migration und Islam
- Auswirkungen der Partei auf das deutsche Parteiensystem und den politischen Diskurs
- Analyse kontroverser Äußerungen führender Parteivertreter
Auszug aus dem Buch
2.1 Definitionen von Rechtspopulismus und Rechtsextremismus
Rechtspopulismus ist eine Unterform des Populismus. Dieser zeichnet sich meist durch eine generelle Ablehnung der „Eliten“ und bestehender Parteien aus. Populisten berufen sich allgemein darauf, die „Stimme des Volkes“ darzustellen und eine „schweigende Mehrheit“ in der Bevölkerung zu vertreten. Der rechte Populismus zeichnet sich durch eine besonders kritische und ablehnende Haltung zu Einwanderung und damit eventuell einhergehenden kulturellen Veränderungen aus. Innerhalb der europäischen Union lehnen sie deren momentane Struktur oder auch ihr generelles Bestehen ab. Außerdem sehen sie die Existenz des „christlichen Abendlands“ bedroht, was sich auch in einer grundsätzlichen Ablehnung des gesamten Islams und dessen Kultur äußert. Ihre Forderungen stellen oftmals Religionsfreiheit, den Schutz von Minderheiten und die generelle gesellschaftliche Pluralität infrage. Meist vertreten Rechtspopulisten eine oppositionelle Gesamthaltung, weswegen sie auch oftmals die Beteiligung an Regierungen ablehnen.
Rechtsextremismus hingegen beschreibt eine neofaschistische und nationalistische Haltung, welche sich grundsätzlich auf einem rassistisch-völkischen Weltbild begründet. Er stellt die menschliche Gleichheit unabhängig von Abstammung, religiöser Zugehörigkeit oder sexueller Orientierung infrage. Entgegen der Rechtspopulisten vertreten rechte Extremisten ein offen antidemokratisches und autoritäres Weltbild. Sie berufen sich häufig auf die Herstellung einer autoritären „Volksgemeinschaft“, die sich durch tief rassistische und faschistische Ideologie definiert.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den europaweiten Aufstieg nationaler Kräfte und begründet die Forschungsfrage, ob die AfD als rechtsextreme Partei einzustufen ist.
2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die Entstehung der AfD, ihre programmatische Ausrichtung, ihr Verhältnis zu anderen rechten Parteien sowie ihre gesellschaftspolitischen Auswirkungen und kontroverse Einzelvorfälle.
3. Fazit: Das Fazit stellt fest, dass die AfD formal populistisch und rechtskonservativ agiert, jedoch durch zahlreiche Äußerungen ihrer Funktionäre rechtsextreme Tendenzen aufweist.
Schlüsselwörter
AfD, Rechtspopulismus, Rechtsextremismus, Parteiprogramm, politische Einordnung, Migration, Parteiensystem, Nationalismus, Diskurs, Radikalisierung, politischer Protest, Demokratieverständnis, gesellschaftliche Spaltung, Wahlergebnisse, Kontroversen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der politischen Positionierung der Alternative für Deutschland (AfD) im Spektrum zwischen Rechtspopulismus und Rechtsextremismus.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Zentrale Themen sind die Programmatik der AfD, ihr Einfluss auf das deutsche Parteiensystem sowie die Analyse öffentlicher Äußerungen ihrer Spitzenpolitiker.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Frage zu beantworten, ob die AfD aufgrund ihrer Handlungen und Aussagen bereits als rechtsextreme Partei bezeichnet werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine deskriptive und analytische Methode verwendet, die offizielle Parteiprogramme mit realen Vorfällen und den Aussagen führender Parteifunktionäre kontrastiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Gründungsgeschichte, die inhaltliche Programmatik, den Vergleich mit anderen rechten Parteien sowie die Auswirkungen auf die deutsche politische Kultur.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Wichtige Schlagworte sind unter anderem Rechtspopulismus, Rechtsextremismus, Parteiprogramm, politische Diskursverschiebung und demokratische Grundwerte.
Welche Rolle spielt Björn Höcke für die Argumentation in der Arbeit?
Björn Höcke dient als zentrales Beispiel für Politiker, deren Äußerungen und Teilnahme an rechtsextremen Demonstrationen Zweifel an der demokratischen Grundhaltung innerhalb der Partei säen.
Wie bewertet der Autor den Umgang mit der Partei?
Der Autor plädiert gegen Ausgrenzung und für eine inhaltliche Debatte, bei der Provokationen und Ausschreitungen jedoch klar und unnachgiebig benannt werden sollten.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2018, Ist die AfD eine rechtsextreme Partei?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/504525