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Psychosoziale Folgen sozialer Phobie bei Kindern und Jugendlichen

Title: Psychosoziale Folgen sozialer Phobie bei Kindern und Jugendlichen

Term Paper , 2019 , 15 Pages

Autor:in: Larissa Sawinzew (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology
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Die folgende Hausarbeit befasst sich mit dem Krankheitsbild der sozialen Phobie und untersucht die psychosozialen Folge bei Kindern und Jugendlichen. Zunächst wird auf die Klassifikation der Sozialen Phobie eingegangen. Dabei werden sowohl das Klassifikationssystem DSM-IV als auch das Klassifikationssystem der ICD-10 herangezogen. Auf das klinische Erscheinungsbild eines sozialen Phobikers folgen Epidemiologie und Ätiologie der Störung. Daraufhin wird ein typischer Verlauf einer unbehandelten Sozialen Phobie aufgeführt und in dem darauffolgenden Kapitel werden die daraus resultierenden Beeinträchtigungen in den Bereichen Beruf & Schule und dem sozialen Umfeld dargestellt. Zum Schluss hin wird das Hilfesuchverhalten kurz angeschnitten.

Die Soziale Phobie gehört zu den häufigsten Angststörungen und verursacht bei den Betroffenen einen enormen Leidensdruck, der nicht nur zu Beeinträchtigungen im Beruf sondern auch zu Einschränkungen in sozialen Beziehungen führt. Sie entwickelt sich häufig schon im Kindes- und Jugendalter. Daher ist es wichtig, dass sie rechtzeitig diagnostiziert und behandelt wird, um langfristige Schädigungen zu vermeiden. Jedoch wird die Soziale Phobie nicht sofort erkannt und als einfache Schüchternheit abgetan. Bei Nichtbehandlung bleibt die Angst weiterhin bestehen und führt zu bedeutenden Folgen in dem Leben der Betroffenen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition und Diagnostik

2.1. Klassifikation nach ICD-10

2.2. Klassifikation nach DSM-IV

3. Klinisches Erscheinungsbild

4. Epidemiologie

5. Ätiologie der Sozialen Phobie

6. Verlauf

7. Psychosoziale Folgen der Phobie

7.1. Beruf und Schule

7.2. Soziales Umfeld

8. Hilfesuchverhalten

9. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Krankheitsbild der Sozialen Phobie bei Kindern und Jugendlichen mit dem primären Ziel, die daraus resultierenden psychosozialen Folgen für die Betroffenen zu identifizieren und aufzuzeigen, warum eine rechtzeitige Diagnose für die weitere Lebensführung entscheidend ist.

  • Klassifikation und diagnostische Kriterien nach ICD-10 und DSM-IV
  • Klinische Symptomatik und Sicherheitsverhalten bei Kindern und Jugendlichen
  • Ätiologische Faktoren und Risikomodelle der Störungsentwicklung
  • Auswirkungen der Sozialen Phobie auf Schule, Beruf und soziale Beziehungen
  • Herausforderungen im Hilfesuchverhalten und Bedeutung der therapeutischen Intervention

Auszug aus dem Buch

7.1. Beruf und Schule

Durch die Angst vor Bewertung und sozialer Hervorhebung kann der Schulbesuch zu einer Qual werden. Betroffene haben Angst, dass ihre Symptome wie Zittern oder Erröten in sozialen Situationen als abnormal bewertet werden kann. Deshalb versucht die betroffene Person möglichst vielen sozialen Situationen zu umgehen. Somit kann die Soziale Phobie und das daraus resultierende Vermeidungsverhalten das Kind stark im emotional-sozialen Bereich prägen und Entwicklungsrückstände provozieren. Ebenfalls tragen die Entwicklungsbereiche der Sprache, Mimik/Gestik und Motorik negative Folgen der psychischen Störung davon, welche zunächst die Schulleistung und später das Arbeitsleben beeinträchtigen. Leises und undeutliches Sprechen sowie das Vermeiden von Blickkontakt sind auffallende Merkmale. Die daraus resultierende mangelnde mündliche Beteiligung am Unterricht und Prüfungsängste beeinträchtigen die Schulleistung von sozialen Phobikern enorm. Durch die entstehenden schlechten Leistungen, der Angst vor Autoritätspersonen und traumatischen Erlebnissen, wie zum Beispiel Hänseleien von Mitschülern oder das nichtbesitzen von Freunden, kann es zu Schulvermeidung kommen.

„Einige sozialphobische Jugendliche weisen Sicherheitsverhalten in einer besonders massiven und generalisierten Form auf: Sie vermeiden den Schulbesuch. Dies kann sich auf wenige Stunden in der Woche beziehen oder bis hin zu völligem Absentismus führen.“ (Steil et. al.; 2006). Exzessive Schulvermeidung gefährdet die Adaptation und erhöht die Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung psychischer Störungen. (vgl. Steil et. al.; 2006).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der Sozialen Phobie als häufige Angststörung im Kindes- und Jugendalter ein und formuliert die zentrale Fragestellung der Arbeit.

2. Definition und Diagnostik: Dieser Abschnitt beschreibt die historische Einordnung der Störung sowie die aktuellen Klassifikationskriterien nach ICD-10 und DSM-IV.

3. Klinisches Erscheinungsbild: Hier werden die typischen Symptome, physiologischen Reaktionen und das Sicherheitsverhalten sozialphobischer Kinder und Jugendlicher erläutert.

4. Epidemiologie: Das Kapitel liefert Daten zur Prävalenz und dem Auftreten der Sozialen Phobie in der Population sowie Begleiterkrankungen.

5. Ätiologie der Sozialen Phobie: Es werden verschiedene Erklärungsansätze für die Entstehung der Störung betrachtet, insbesondere genetische Faktoren, Erziehungsstile und soziale Erfahrungen.

6. Verlauf: Die Ausführungen behandeln den typischen Krankheitsbeginn und die chronische Natur der Störung bei fehlender Therapie.

7. Psychosoziale Folgen der Phobie: Dieses Kapitel analysiert die weitreichenden negativen Auswirkungen auf den schulischen Erfolg, die berufliche Integration und die Gestaltung zwischenmenschlicher Beziehungen.

8. Hilfesuchverhalten: Es wird thematisiert, warum Betroffene trotz hohen Leidensdrucks nur selten professionelle Hilfe in Anspruch nehmen und welche Barrieren existieren.

9. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer frühzeitigen Diagnose und Aufklärung zur Vermeidung langfristiger psychosozialer Schäden.

Schlüsselwörter

Soziale Phobie, Angststörung, Kindheit, Jugend, Diagnose, ICD-10, DSM-IV, Vermeidungsverhalten, Sicherheitsverhalten, Schule, Sozialkompetenz, Ätiologie, Psychosoziale Folgen, Chronifizierung, Prävention

Häufig gestellte Fragen

Was ist das zentrale Thema dieser Hausarbeit?

Die Arbeit behandelt die psychosozialen Folgen der Sozialen Phobie bei Kindern und Jugendlichen und untersucht, wie die Störung deren Entwicklung und Lebensführung beeinflusst.

Welche Störungsbilder stehen im Fokus?

Der Fokus liegt ausschließlich auf der Sozialen Phobie (soziale Angststörung) und deren spezieller Ausprägung im Kindes- und Jugendalter.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das Krankheitsbild zu definieren und aufzuzeigen, welche gravierenden Auswirkungen (wie Schulvermeidung oder soziale Isolation) eine Nichtbehandlung auf die Betroffenen hat.

Welche wissenschaftlichen Kriterien werden zur Diagnose herangezogen?

Die Arbeit nutzt die Klassifikationssysteme ICD-10 und DSM-IV, um das Störungsbild klinisch präzise einzuordnen.

Welche Inhalte umfasst der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil deckt das klinische Erscheinungsbild, epidemiologische Daten, Ursachenmodelle (Ätiologie), den Krankheitsverlauf sowie spezifische Folgen für Schule, Beruf und das soziale Umfeld ab.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Soziale Phobie, Vermeidungsverhalten, Sicherheitsverhalten, soziale Kompetenz, Ätiologie und therapeutische Intervention.

Warum ist das Thema "Schulvermeidung" in diesem Kontext besonders relevant?

Schulvermeidung ist eine der gravierendsten Folgen der Sozialen Phobie, da sie die schulische Bildung gefährdet und langfristig zu sozialer Isolation sowie beruflichen Schwierigkeiten führen kann.

Welchen Einfluss hat der Erziehungsstil auf die Entwicklung einer Sozialen Phobie?

Studien deuten darauf hin, dass ein überbehütender oder abwertender Erziehungsstil die Entstehung der Störung begünstigen kann, da das Kind keine adäquaten Problemlösungsstrategien für soziale Situationen entwickeln kann.

Warum suchen Betroffene oft keine professionelle Hilfe?

Viele Betroffene schämen sich für ihre Symptome, halten diese für "normale" Schüchternheit oder versuchen ihre Angst so weit wie möglich zu verbergen, was eine rechtzeitige Diagnose erschwert.

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Details

Title
Psychosoziale Folgen sozialer Phobie bei Kindern und Jugendlichen
Author
Larissa Sawinzew (Author)
Publication Year
2019
Pages
15
Catalog Number
V504528
ISBN (eBook)
9783346046307
ISBN (Book)
9783346046314
Language
German
Tags
psychosoziale folgen phobie kindern jugendlichen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Larissa Sawinzew (Author), 2019, Psychosoziale Folgen sozialer Phobie bei Kindern und Jugendlichen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/504528
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