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Ökonomisierung in der Sozialen Arbeit. Zwischen Management und Menschlichkeit

Titel: Ökonomisierung in der Sozialen Arbeit. Zwischen Management und Menschlichkeit

Wissenschaftlicher Aufsatz , 2018 , 13 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Sascha Rogowski (Autor:in)

Pädagogik - Sozialpädagogik
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen, die das ökonomische Denken auf die Soziale Arbeit ausübt. Dabei wird die folgende Frage beantwortet: Wie wird die Soziale Arbeit durch das ökonomische Denken beeinflusst? Nach einer kurzen Einführung in die Problematik werden These und Antithese diskutiert. Als methodische Unterstützung wird das Sanduhrprinzip verwendet. Es werden verschiedene Argumente zur Begründung der Antithese und These erörtert, diskutiert und einander gegenübergestellt.

Die Soziale Arbeit bewegt sich heutzutage in veränderten Bedingungen und setzt sich mit neuen Herausforderungen auseinander. Neoliberale und neosoziale Entwicklungen in der Sozialen Arbeit beeinflussen nicht nur ihre Ausprägung, sondern auch deren Wahrnehmung seitens der Gesellschaft. Vor diesem Hintergrund wird die Möglichkeit einer Vereinbarung der Sozialen Arbeit und der Managementprinzipien kritisch hinterfragt, was heute im Mittelpunkt von vielen sozialwissenschaftlichen Diskussionen steht. Es wird analysiert, ob Managementprinzipien in der Sozialen Arbeit eingesetzt werden können und sollen. Dabei werden verschiedene Argumente gebracht, vor allem in Bezug auf die Ökonomisierung der Sozialen Arbeit und deren Folgen. Trotz der zahlreichen Auseinandersetzungen mit der Problematik steht immer noch in Frage, auf welche Weise eine Balance zwischen der Berücksichtigung von grundlegenden Managementaspekten und der Förderung von Hauptaufgaben der Sozialen Arbeit gefunden werden kann.

Die Soziale Arbeit hat einen Doppelauftrag und balanciert zwischen Hilfe und Kontrolle: einerseits soll sie den Menschen Hilfe und Unterstützung leisten, während sie andererseits die Gesellschaft vor jenen Menschen schützen soll, die in einer Notlage gegen gesellschaftliche Konventionen verstoßen. In ihrem aktuellen Verständnis ist die Soziale Arbeit berufen, den sozialen Wandel zu fördern und das Wohlbefinden von Menschen zu verbessern. So gehören zu den Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit nicht nur die Sozial- und Jugendhilfe, sondern auch das Gesundheitswesen sowie die Alten- und Eingliederungshilfe.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Soziale Arbeit zwischen Hilfe und Kontrolle

3. Theoretische Auseinandersetzung

3.1. Soziale Arbeit und das ökonomische Denken: Einführung in die Problematik

3.2. Kritik der Ökonomisierung der Sozialen Arbeit

3.3. Wohlverstandene Ökonomisierung der Sozialen Arbeit

4. Fazit und Ausblick

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss des ökonomischen Denkens auf die Soziale Arbeit. Ziel ist es, die Auswirkungen dieses Denkens zu bestimmen und zu klären, ob durch eine wohlverstandene Ökonomisierung eine Verbesserung der fachlichen Effektivität und Effizienz erreicht werden kann, ohne den sozialen Auftrag zu gefährden.

  • Wechselverhältnis zwischen ökonomischer Rationalität und Sozialer Arbeit
  • Kritische Analyse der Ökonomisierungsdebatte
  • Gegenüberstellung von Managementprinzipien und sozialer Verantwortung
  • Bedeutung der Effektivität und Effizienz für die moderne Soziale Arbeit
  • Potenziale einer wohlverstandenen Ökonomisierung

Auszug aus dem Buch

3.2. Kritik der Ökonomisierung der Sozialen Arbeit

Die Betrachtung des Managements und der Sozialen Arbeit als die einander widersprechenden Konstrukte hat ihre Gründe. Die Sozialwissenschaftler sehen in der Ökonomisierung der Sozialen Arbeit eine große Bedrohung, die sie unterschiedlich begründen. Den Ausgangspunkt des ökonomischen Denkens bildet die Bemühung eines rationalen und gewinnbringenden Ressourceneinsatzes, wobei es jedoch im sozialen Bereich nicht um die Profitmaximierung, sondern spezifisch um die positive Beeinflussung der Gesellschaft gehen sollte. Die als bedrohlich wahrgenommene Möglichkeit der Fokussierung der Sozialen Arbeit auf die Profitmaximierung liegt den meisten Befürchtungen zugrunde (vgl. Wirth 2006: S. 4).

Das Eindringen des ökonomischen Denkens in die Soziale Arbeit kann nicht abgeleugnet werden. Nach Meinung vieler Sozialwissenschaftler hat dies die Änderung der fachlichen Standards zur Folge. Diese Änderung wird kritisch gesehen, da sie den Auftrag der Sozialen Arbeit betrifft: diese steht nicht mehr für Benachteiligte da, sondern diesen gegenüber, was durch die Rhetorik der Aktivierung, Selbstverantwortlichkeit und Hilfe zur Selbsthilfe besonders deutlich wird. Die für die Soziale Arbeit typische Ambivalenz zwischen Hilfe und Kontrolle verschiebt sich laut den Kritikern der Ökonomisierung in Richtung der Kontrolle, was auch negativ interpretiert wird. Mit der Ökonomisierung werden häufig die De-Professionalisierung der Sozialen Arbeit und deren Prekarisierung in Verbindung gebracht. Es wird argumentiert, dass die Soziale Arbeit in die sogenannte Ökonomisierungsfalle geraten ist und keinen Ausweg finden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung legt die Relevanz der Untersuchung dar, formuliert die Forschungsfrage zum Einfluss des ökonomischen Denkens auf die Soziale Arbeit und erläutert das methodische Vorgehen.

2. Soziale Arbeit zwischen Hilfe und Kontrolle: Dieses Kapitel definiert das Wesen der Sozialen Arbeit als Profession und Disziplin und arbeitet deren Doppelauftrag zwischen Hilfeleistung und gesellschaftlicher Kontrolle heraus.

3. Theoretische Auseinandersetzung: Das Hauptkapitel analysiert das Spannungsfeld zwischen ökonomischer Rationalität und sozialem Handeln, differenziert zwischen Kritik und Chancen der Ökonomisierung.

3.1. Soziale Arbeit und das ökonomische Denken: Einführung in die Problematik: Es wird erläutert, wie ökonomische Paradigmen und das Rationalitätsprinzip Einzug in die Soziale Arbeit halten und welche neuen Schlüsselbegriffe wie Effizienz und Kundenorientierung dadurch geprägt werden.

3.2. Kritik der Ökonomisierung der Sozialen Arbeit: Hier werden die Bedenken der Sozialwissenschaftler thematisiert, insbesondere die Befürchtung der De-Professionalisierung, Standardsenkung und der einseitigen Ausrichtung auf ökonomische Verwertbarkeit.

3.3. Wohlverstandene Ökonomisierung der Sozialen Arbeit: Dieses Kapitel plädiert für eine strategische Nutzung von Managementinstrumenten, die darauf abzielt, die Soziale Arbeit als wirksame Dienstleistung zu professionalisieren, statt sie durch reine Kostenkürzungen zu entwerten.

4. Fazit und Ausblick: Das Fazit bestätigt die These, dass das ökonomische Denken bei wohlverstandener Gestaltung einen positiven Einfluss auf die Professionalisierung und Effektivität der Sozialen Arbeit ausüben kann.

Schlüsselwörter

Ökonomisierung, Soziale Arbeit, Managementprinzipien, Rationalitätsprinzip, Wohlfahrtsproduktion, Effizienz, Effektivität, Sozialmanagement, Professionalisierung, Doppelauftrag, Ressourcenmanagement, Paradigmenwechsel, Hilfe und Kontrolle.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert den Einfluss, den ökonomisches Denken auf die Strukturen und das Selbstverständnis der Sozialen Arbeit ausübt.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind das Spannungsverhältnis zwischen Managementprinzipien und sozialer Arbeit, die Kritik an der Ökonomisierung sowie die Frage der Effizienz in sozialen Dienstleistungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Festlegung der Auswirkungen des ökonomischen Denkens und die Prüfung, ob eine "wohlverstandene Ökonomisierung" einen positiven Beitrag zur Professionalisierung leisten kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit folgt einer theoretisch-analytischen Ausrichtung und nutzt das Sanduhrprinzip zur Strukturierung der Argumentation anhand wissenschaftlicher Quellen.

Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Auseinandersetzung, der Kritik an der Verbetriebswirtschaftlichung sowie der Differenzierung zwischen negativer Ökonomisierung und zielführenden Managementstrategien.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Ökonomisierung, Effizienz, Professionalisierung, Doppelauftrag und Wohlfahrtsproduktion.

Warum wird die Ökonomisierung von vielen Praktikern skeptisch gesehen?

Kritiker befürchten, dass ökonomische Standards zu einer De-Professionalisierung führen, das Wesen der Sozialen Arbeit zerstören und den Fokus von der Hilfe für Benachteiligte weg hin zur reinen Kostenoptimierung verschieben.

Was bedeutet der Begriff "wohlverstandene Ökonomisierung" im Kontext der Arbeit?

Damit ist der Einsatz ökonomischer Rationalitätskriterien gemeint, der nicht der Verdrängung inhaltlicher Ziele dient, sondern dazu, Soziale Arbeit effektiver und fachlich fundierter zu gestalten.

Auf welcher Ebene beeinflusst das ökonomische Denken laut Autor das Selbstverständnis der Sozialen Arbeit?

Der Autor unterscheidet vier Ebenen: die Makro-Ebene (Wohlfahrtsproduktion), die Meso-Ebene (Sozialwirtschaft), die Mikro-Ebene (Leistungserstellung im Unternehmen) und die Nano-Ebene (personenbezogenes Handeln).

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Details

Titel
Ökonomisierung in der Sozialen Arbeit. Zwischen Management und Menschlichkeit
Hochschule
Fachhochschule des Mittelstands
Note
1,7
Autor
Sascha Rogowski (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
13
Katalognummer
V504855
ISBN (eBook)
9783346049322
ISBN (Buch)
9783346049339
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soziale Arbeit Ökonomisierung Management Sozialhilfe Jugendhilfe Gesundheitswesen Altenhilfe Eingliederungshilfe
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sascha Rogowski (Autor:in), 2018, Ökonomisierung in der Sozialen Arbeit. Zwischen Management und Menschlichkeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/504855
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Leseprobe aus  13  Seiten
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