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Die tiergestützte Intervention. Ethischer Umgang mit Tieren in der Sozialen Arbeit

Titel: Die tiergestützte Intervention. Ethischer Umgang mit Tieren in der Sozialen Arbeit

Hausarbeit , 2019 , 19 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Marco Magerl (Autor:in)

Ethik
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Im Rahmen dieser Arbeit soll der Fokus auf den Umgang mit Tieren im Sozialen Feld gelegt werden, in dem Tiere für die Arbeit mit Menschen gezielt genutzt werden. Ziel dieser Arbeit ist es, sowohl die Anthropologische Sicht der Menschen und Tiere näher zu erfassen als auch einen Abgleich der Tierhaltung in der heutigen Zeit mit den einhergehenden Gesetzen zum Thema Tierschutz in Deutschland herzustellen.

Zentral werden die verschiedenen Felder der Tiergestützten Intervention beleuchtet und mögliche Arbeitsfelder der jeweiligen Praxis vorgestellt. Zudem wird der ethische Umgang mit Tieren unter Berücksichtigung des Präferenzutilitarismus nach Singer analysiert und zwei der größten deutschen Tierschutzverbände vorgestellt.

Erst kürzlich revolutionierte der Anbieter Beyond Meat den deutschen Lebensmittelmarkt für Liebhaber des Fleischgeschmacks. Innerhalb weniger Minuten war das Fleischersatzprodukt beim Discounter Lidl ausverkauft. Auch andere Anbieter, wie Rügenwalder und Wiesenhof machen mittlerweile einen beträchtlichen Teil ihres Umsatzes mit den Fleischimitaten. Fleischlose Alternativen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und liegen klar im Trend. Der Verzicht auf Fleisch und tierische Produkte kann als Zeichen einer wachsenden Verantwortung im Umgang mit Tieren gedeutet werden.

Auch werden Petitionen zum Schutze der Bienen und Artenvielfalt unterzeichnet und die Zahl der Haustiere steigt. Ein Indikator dafür, welchen Stellenwert die Tiere im täglichen Leben einnehmen, können auch die Umsatzzahlen der Heimtiernahrungs- und Bedarfsindustrie sein. So betrug der Gesamtumsatz 2017 4,838 Milliarden Euro, aufgeteilt auf die Rubriken Fertignahrung, Bedarfsartikel und Zubehör, Online-Shopping und Wildvogelfutter.

Die genannten Beispiele stellen einen Auszug einer möglicherweise vorangeschrittenen Sensibilisierung im Umgang mit Tieren dar. Dies gibt Anlass die Thematik des ethischen Umgangs mit Tieren näher zu beleuchten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Anthropologische Sicht

1.2 Tierhaltung in der Gegenwart

2. Tiergestützte Interventionen

2.1 Abgrenzung Tiergetsützte Interventionen

2.2 Tiergestützte Pädagogik

2.3 Tiergestützte Therapien

2.4 Tiergestütze Aktivitäten

3. Ethischer Umgang mit Tieren

3.1 Rechte der Tiere

3.2 Tiere entsprechend dem Präferenzutilitarismus (Singer)

3.3 Tierschutzorganisationen

4. Diskussion

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist es, die anthropologische Beziehung zwischen Mensch und Tier zu untersuchen und einen Abgleich zwischen heutiger Tierhaltung und geltendem Tierschutzrecht in Deutschland vorzunehmen. Dabei wird analysiert, wie ethische Anforderungen im Kontrast zur wirtschaftlichen Praxis stehen und welche Rolle tiergestützte Interventionen als positives Beispiel in der Sozialen Arbeit einnehmen.

  • Historische und anthropologische Entwicklung der Mensch-Tier-Beziehung
  • Status Quo der Tierhaltung und aktuelle Gesetzeslage in Deutschland
  • Analyse des ethischen Umgangs mit Tieren nach Peter Singers Präferenzutilitarismus
  • Vorstellung von tiergestützten Interventionen (Pädagogik, Therapie, Aktivitäten)
  • Rolle von Tierschutzorganisationen im gesellschaftlichen Diskurs

Auszug aus dem Buch

1.2 Tierhaltung in der Gegenwart

Derzeit sind zwei gegenläufige Trends in Deutschland und weltweit zu erkennen. Auf der einen Seite nimmt das Bewusstsein für Tierwohl und Umweltfaktoren enorm zu, so dass die Massentierhaltung aufgrund des hohen CO2 Ausstoßes angeprangert wird, das Tierwohllabel über die Haltungsbedingungen informiert, Biowaren in den letzten Jahren einen massiven Anstieg verbuchen und die Adoptionen von Haustieren auch über Ländergrenzen hinweg ansteigen. Auch werden Tiertransporte in der Politik diskutiert und Vegetarismus und Veganismus sind auf dem Vormarsch. Gleichzeit nimmt jedoch der Fleischkonsum aufgrund der wachsenden Weltbevölkerung und des ansteigenden Wohlstands weltweit zu. Erst kürzlich wurde daher beispielsweise in China eine Stadt aus Hochhäusern erbaut, in denen Schweine in Massentierhaltung auf unzähligen Stockwerken ohne Tageslicht gemästet werden.

Die Massentierhaltung ist auch in Deutschland auf dem Vormarsch, so dass beispielsweise über zwei Drittel der Rinder in Betrieben mit über 100 Tieren gehalten werden (Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, 2019). Tierschutzorganisationen prangern zudem an, dass neben der konventionellen Tierhaltung, die mit furchtbaren Zuständen der Tiere einher geht, auch die ökologische Tierhaltung weit entfernt von einer artgerechten Tierhaltung ist. So stehen einem 50 bis 110 Kilogramm schweren Schwein gerade mal 0,75 Quadratmeter zur Verfügung, dem Mastschwein aus ökologischer Haltung 1,3 Quadratmeter. Mastschweine werden nach 6 Monaten getötet, obwohl diese regulär eine Lebenserwartung von 15 – 20 Jahren hätten. Im Bereich der Legehennen ist es noch gravierender. Hier werden die männlichen Nachkommen direkt nach dem Schlüpfen durch das sogenannte „Schreddern“ getötet. Auch wenn dieses Verfahren seit langem umstritten ist, gehört es weiterhin zur gängigen Praxis und ist vollkommen legal. In Deutschland werden jedes Jahr knapp 800 Millionen Tiere aus konventioneller und ökologischer Landwirtschaft für die Ernährungsindustrie getötet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende gesellschaftliche Sensibilisierung für das Tierwohl ein und benennt das Ziel der Arbeit, die Beziehung zwischen Mensch und Tier sowie die Felder der tiergestützten Intervention zu analysieren.

2. Tiergestützte Interventionen: In diesem Kapitel werden die verschiedenen Formen der Arbeit mit Tieren in pädagogischen, therapeutischen und aktivitätsbezogenen Kontexten systematisch voneinander abgegrenzt.

3. Ethischer Umgang mit Tieren: Dieser Abschnitt beleuchtet die rechtlichen Grundlagen des deutschen Tierschutzes und ergänzt diese durch eine philosophische Analyse des Speziesismus nach Peter Singer sowie die Vorstellung relevanter Tierschutzverbände.

4. Diskussion: Das abschließende Kapitel reflektiert die Diskrepanz zwischen dem ethischen Anspruch an den Tierschutz und der wirtschaftlich geprägten Realität und hebt tiergestützte Interventionen als positives, menschzentriertes Gegenmodell hervor.

Schlüsselwörter

Tierwohl, Soziale Arbeit, Massentierhaltung, Tierschutzgesetz, Präferenzutilitarismus, Peter Singer, Tiergestützte Intervention, Pädagogik, Tiergestützte Therapie, Speziesismus, Mensch-Tier-Beziehung, Ethik, Tierschutzorganisationen, Nutztierhaltung, Tiergestützte Aktivitäten

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das ambivalente Verhältnis zwischen Mensch und Tier im Kontext von ethischen Anforderungen, rechtlichen Rahmenbedingungen und der praktischen Anwendung in der Sozialen Arbeit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der anthropologischen Entwicklung, dem aktuellen Zustand der Tierhaltung in Deutschland, der tiergestützten Arbeit mit Menschen sowie philosophischen Ansätzen zum Schutz von Tieren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist ein Abgleich zwischen der heutigen, oft von wirtschaftlichen Interessen geprägten Tierhaltung und den moralischen sowie gesetzlichen Ansprüchen an einen ethischen Umgang mit Tieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird für die ethische Analyse verwendet?

Die Arbeit nutzt den Präferenzutilitarismus nach Peter Singer als theoretisches Raster, um die moralische Gleichstellung der Interessen von Mensch und Tier zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung tiergestützter Interventionsformen, eine detaillierte Ausarbeitung der Tierrechte auf Basis des Tierschutzgesetzes und eine Analyse ethischer Diskriminierungsformen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Zu den Kernbegriffen zählen Tierwohl, Speziesismus, tiergestützte Intervention, Tierschutzgesetz und Mensch-Tier-Beziehung.

Warum wird das "Schreddern" von männlichen Küken in der Arbeit thematisiert?

Der Autor führt dieses Beispiel an, um die drastische Diskrepanz zwischen gängiger industrieller Praxis und der moralischen Wahrnehmung von Tieren als fühlende Lebewesen zu illustrieren.

Welche Rolle spielen Tierschutzorganisationen in der Argumentation des Autors?

Organisationen wie PETA und der Deutsche Tierschutzbund dienen als Beispiele für den aktiven Kampf gegen Missstände und die gesellschaftliche Aufklärung, um eine ethisch korrekte Behandlung zu fördern.

Wie bewertet der Autor den Einsatz von Tieren in der Sozialen Arbeit?

Die tiergestützte Intervention wird als ein positives Modell gewertet, da sie den Mensch-Tier-Kontakt auf Augenhöhe fördert und Tiere nicht als bloße Objekte, sondern als Co-Therapeuten betrachtet.

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Details

Titel
Die tiergestützte Intervention. Ethischer Umgang mit Tieren in der Sozialen Arbeit
Hochschule
DIPLOMA Fachhochschule Nordhessen; Abt. München
Note
1,3
Autor
Marco Magerl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
19
Katalognummer
V504861
ISBN (eBook)
9783346059871
ISBN (Buch)
9783346059888
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Tierethik Rechte der Tiere Tiere im Sozialen Feld Tiergestützte Pädagogik Tiergestütze Aktivitäten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marco Magerl (Autor:in), 2019, Die tiergestützte Intervention. Ethischer Umgang mit Tieren in der Sozialen Arbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/504861
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Leseprobe aus  19  Seiten
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