In dieser Projektarbeit wird die aktuelle Situation von Männern im Erzieherberuf in Deutschland dar gelegt und dabei besonders auf die Position des Mannes im Beruf des Erziehers, sowie die möglichen Gründe für die geringe Männerquote eingegangen. Die Untersuchung der „aktuellen Situation“ und der Männerquote beschränkt sich in dieser Arbeit auf Interviews mit Erziehern, Leitern und Eltern, Darstellung der Geschlechtersegregation, Betrachtung der Frauen- und Männerberufe und der Modelle und Strategien von Männlichkeit, sowie Besonderheiten des Mannes in der Erwerbsarbeit, speziell in der Frauenarbeit, beziehungsweise in dem Erzieherberuf. Dazu wird zunächst das Modell der hegemonialen Männlichkeit dargestellt, um hierarchische Geschlechtsverhältnisse zu verdeutlichen und den Druck oder den Zwang klarzumachen, welchem Männer durch das Männlichkeitsideal, mit besonderem Bezug auf die Erwerbsarbeit, ausgesetzt sind. Daraufhin wird die geschlechtliche Segregation in der Arbeitswelt vorgestellt, gefolgt von der Klarstellung, was einen Frauenberuf ausmacht und welche Strategien Männer, die in Frauenberufen arbeiten, verfolgen. Nachdem einer Betrachtung des Wandels des Arbeitsmarktes geht es speziell um den Mann als Erzieher, hinsichtlich den Zugängen zum Beruf, den Tätigkeitsfeldern, der fehlenden Attraktivität des Erzieherberufs, speziell für Männer, und der Sichtweise von aktuellen männlichen Erziehern und dem Umfeld der Erzieher, sowie der Kita auf männliche Erzieher.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Das Männlichkeitsideal
- Hegemoniale Männlichkeit
- Männer unter dem Druck des Männlichkeitsideals
- Geschlechtliche Arbeitsteilung
- (Re-)Segregation in der Arbeitswelt
- Männerberufe und Frauenberufe
- Strategien des Mannes im Frauenberuf
- Arbeitsformen im Wandel
- Männer im Erzieherberuf
- Männliche Zugänge zum Erzieherberuf
- Im Beruf angekommene Erzieher
- Tätigkeitsfelder und Konfliktpotenziale
- Fehlende Attraktivität des Erzieherberufs
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Projektarbeit beschäftigt sich mit der Situation von Männern im Erzieherberuf in Deutschland und analysiert die Position des Mannes im Beruf sowie die Gründe für die geringe Männerquote. Die Arbeit untersucht die Geschlechtersegregation in der Arbeitswelt, betrachtet die Frauen- und Männerberufe und beleuchtet die Strategien von Männlichkeit im Berufsleben, insbesondere in Frauenberufen und im Erzieherberuf.
- Das herrschende Männlichkeitsideal und seine Auswirkungen auf die Berufswahl von Männern
- Die geschlechtliche Segregation in der Arbeitswelt und die daraus resultierenden Herausforderungen für Männer in Frauenberufen
- Die Strategien von Männern, die in Frauenberufen arbeiten, um den Erwartungen des Männlichkeitsideals zu entsprechen
- Die Gründe für die geringe Männerquote im Erzieherberuf und die besonderen Herausforderungen, denen männliche Erzieher gegenüberstehen
- Die Wahrnehmung von männlichen Erziehern durch Eltern, Kollegen und die Gesellschaft
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung stellt die Fragestellung der Projektarbeit vor und beschreibt den Fokus der Arbeit auf die Situation von Männern im Erzieherberuf in Deutschland. Sie skizziert den methodischen Ansatz, der auf Interviews mit Erziehern, Leitern und Eltern sowie auf die Analyse von Studien zur Geschlechtersegregation und zum Männlichkeitsideal basiert.
Das Männlichkeitsideal
Dieses Kapitel analysiert das Modell der hegemonialen Männlichkeit nach Connell und zeigt die hierarchischen Verhältnisse zwischen Mann und Frau sowie zwischen Männern auf. Es beleuchtet die Zwänge, denen Männer unterliegen, um dem Idealbild der Männlichkeit zu entsprechen, insbesondere im Berufsleben.
Geschlechtliche Arbeitsteilung
Dieses Kapitel betrachtet die geschlechtliche Arbeitsteilung in der Arbeitswelt und untersucht die Ursachen für die Segregation in Männer- und Frauenberufe. Es analysiert die Strategien, die Männer in Frauenberufen verfolgen, um mit den Herausforderungen des Männlichkeitsideals umzugehen. Der Wandel des Arbeitsmarktes und seine Auswirkungen auf die Arbeitsformen werden ebenfalls behandelt.
Männer im Erzieherberuf
Dieses Kapitel konzentriert sich auf die Situation von Männern im Erzieherberuf. Es untersucht die Zugänge zum Beruf, die Tätigkeitsfelder und die besonderen Herausforderungen, denen männliche Erzieher begegnen. Die Gründe für die geringe Attraktivität des Erzieherberufs für Männer und die Wahrnehmung von männlichen Erziehern durch Eltern, Kollegen und die Gesellschaft werden beleuchtet.
Schlüsselwörter
Die Projektarbeit konzentriert sich auf die Themen der Hegemonialen Männlichkeit, Geschlechtersegregation, Frauenberufe, Männer im Erzieherberuf, Männerquote, Attraktivität von Berufen, Arbeitsformen im Wandel und die Herausforderungen, denen Männer im Erzieherberuf gegenüberstehen.
Häufig gestellte Fragen
Warum gibt es so wenige männliche Erzieher?
Gründe sind unter anderem das herrschende Männlichkeitsideal, die geringe Bezahlung, mangelnde Aufstiegschancen und gesellschaftliche Vorurteile gegenüber Männern in typischen „Frauenberufen“.
Was ist „hegemoniale Männlichkeit“?
Ein Konzept nach Connell, das ein dominantes Männlichkeitsbild beschreibt, welches Männer unter Druck setzt, Stärke und beruflichen Erfolg in traditionellen Männerdomänen zu zeigen.
Welche Strategien verfolgen Männer in Frauenberufen?
Männer nutzen oft Strategien wie die Spezialisierung auf technische Bereiche oder Leitungspositionen, um ihre männliche Identität im weiblich geprägten Umfeld zu wahren.
Wie reagieren Eltern auf männliche Erzieher?
Die Arbeit analysiert Interviews, die zeigen, dass die Reaktionen zwischen großer Wertschätzung für männliche Bezugspersonen und latentem Misstrauen schwanken.
Was sind die Tätigkeitsfelder von Männern in der Kita?
Männer übernehmen oft Rollen als Abenteurer, Sportvermittler oder Techniker, werden aber auch mit Konfliktpotenzialen in der pflegerischen Arbeit konfrontiert.
- Citar trabajo
- Alexander Kalemba (Autor), 2018, Männer in Frauenberufen. Position des Mannes und die geringe Männerquote im Erzieherberuf, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/504887