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Männer in Frauenberufen. Position des Mannes und die geringe Männerquote im Erzieherberuf

Titel: Männer in Frauenberufen. Position des Mannes und die geringe Männerquote im Erzieherberuf

Projektarbeit , 2018 , 17 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Alexander Kalemba (Autor:in)

Sozialwissenschaften allgemein
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Projektarbeit wird die aktuelle Situation von Männern im Erzieherberuf in Deutschland dar gelegt und dabei besonders auf die Position des Mannes im Beruf des Erziehers, sowie die möglichen Gründe für die geringe Männerquote eingegangen. Die Untersuchung der „aktuellen Situation“ und der Männerquote beschränkt sich in dieser Arbeit auf Interviews mit Erziehern, Leitern und Eltern, Darstellung der Geschlechtersegregation, Betrachtung der Frauen- und Männerberufe und der Modelle und Strategien von Männlichkeit, sowie Besonderheiten des Mannes in der Erwerbsarbeit, speziell in der Frauenarbeit, beziehungsweise in dem Erzieherberuf. Dazu wird zunächst das Modell der hegemonialen Männlichkeit dargestellt, um hierarchische Geschlechtsverhältnisse zu verdeutlichen und den Druck oder den Zwang klarzumachen, welchem Männer durch das Männlichkeitsideal, mit besonderem Bezug auf die Erwerbsarbeit, ausgesetzt sind. Daraufhin wird die geschlechtliche Segregation in der Arbeitswelt vorgestellt, gefolgt von der Klarstellung, was einen Frauenberuf ausmacht und welche Strategien Männer, die in Frauenberufen arbeiten, verfolgen. Nachdem einer Betrachtung des Wandels des Arbeitsmarktes geht es speziell um den Mann als Erzieher, hinsichtlich den Zugängen zum Beruf, den Tätigkeitsfeldern, der fehlenden Attraktivität des Erzieherberufs, speziell für Männer, und der Sichtweise von aktuellen männlichen Erziehern und dem Umfeld der Erzieher, sowie der Kita auf männliche Erzieher.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Männlichkeitsideal

2.1 Hegemoniale Männlichkeit

2.2 Männer unter dem Druck des Männlichkeitsideals

3. Geschlechtliche Arbeitsteilung

3.1 (Re-)Segregation in der Arbeitswelt

3.2 Männerberufe und Frauenberufe

3.3 Strategien des Mannes im Frauenberuf

3.4 Arbeitsformen im Wandel

4. Männer im Erzieherberuf

4.1 Männliche Zugänge zum Erzieherberuf

4.2 Im Beruf angekommene Erzieher

4.3 Tätigkeitsfelder und Konfliktpotenziale

4.5 Fehlende Attraktivität des Erzieherberufs

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die aktuelle Situation von Männern im Erzieherberuf in Deutschland, analysiert die Gründe für die geringe Männerquote und beleuchtet die Position des Mannes in diesem spezifisch weiblich konnotierten Berufsfeld.

  • Hegemoniale Männlichkeitsideale und deren Einfluss auf die Berufswahl
  • Strukturen der geschlechtlichen Arbeitsteilung und Segregation
  • Herausforderungen und Strategien männlicher Fachkräfte im Erzieherberuf
  • Soziale Wahrnehmung, Konfliktpotenziale und der "Generalverdacht"
  • Bedeutung von Karriereperspektiven und Arbeitsbedingungen für die Attraktivitätssteigerung

Auszug aus dem Buch

2.1 Hegemoniale Männlichkeit

In der hegemonialen Männlichkeit nach Connell wird das herrschende Männlichkeitsideal dargestellt, das als Leitbild von Männlichkeit dient. (vgl. Ganß 2010: 49f) Innerhalb des Modells der hegemonialen Männlichkeit gibt es mehrere Männlichkeiten, die ein hierarchisches Verhältnis zueinander besitzen Ebenso gibt es ein hierarchisches Verhältnis zwischen Mann und Frau. In der Grundhaltung der hegemonialen Männlichkeit liegt eine klare Abgrenzung von männlichem und weiblichem vor. (vgl. Ganß 2010: 50) Das Männliche spiegelt sich hierbei in den Attributen „weiß“, „heterosexuell“, „mächtig“ und „ökonomisch“ wieder. (vgl. Ganß 2010: 50f) Wobei Männlichkeit nicht als Eigenschaft zu sehen ist, sondern als eine Position im Geschlechterverhältnis, bezogen auf „Praktiken, durch die Männer und Frauen diese Position einnehmen, und die Auswirkungen dieser Praktiken auf die körperliche Erfahrung, auf Persönlichkeit und Kultur“.

(Ganß 2010: 50) Die hegemoniale Männlichkeit wird zur Aufrechterhaltung der bestehenden Geschlechterverhältnisse genutzt, indem das Männlichkeitsideal dargestellt wird, welches als Orientierungsmuster genutzt wird. (vgl. Ganß 2010: 50) Diese hegemonialen Strukturen fallen dem Alltagsbewusstsein nicht auf und werden somit nicht hinterfragt. Sie werden gar gestützt und reproduziert. Es lässt sich als eine unbewusste Zustimmung formulieren. (vgl. Ganß 2010: 50) Ein Beispiel für das hierarchische Verhältnis zwischen Mann und Frau bieten Männer, die dem Alleinernährermodell nicht nachkommen können, und sich deshalb an der „hegemonialen Selbstdefinition als Ernährer der Familie“ festkrallen, um die Dominanz innerhalb der Familie und der Ehe zu bewahren. Sie profitieren von der höheren Stellung des Mannes, die durch das Modell der hegemonialen Männlichkeit entsteht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit gibt einen Überblick über die Situation von männlichen Erziehern in Deutschland und skizziert die methodische Vorgehensweise sowie die zentralen Fragestellungen.

2. Das Männlichkeitsideal: Dieses Kapitel erläutert das Konzept der hegemonialen Männlichkeit und den damit verbundenen gesellschaftlichen Druck, unter dem Männer im Berufsleben stehen.

2.1 Hegemoniale Männlichkeit: Es wird die theoretische Grundlage nach Connell dargelegt, insbesondere die hierarchische Struktur von Männlichkeiten und die Abgrenzung zum Weiblichen.

2.2 Männer unter dem Druck des Männlichkeitsideals: Hier werden die psychologischen und strategischen Folgen für Männer analysiert, die in frauendominierten Berufen arbeiten.

3. Geschlechtliche Arbeitsteilung: Das Kapitel betrachtet die strukturelle Segregation auf dem Arbeitsmarkt und die geschlechtsspezifische Verteilung in Berufen.

3.1 (Re-)Segregation in der Arbeitswelt: Analyse der fortdauernden Aufteilung der Arbeitswelt in Männer- und Frauenberufe trotz offizieller Gleichstellungsbemühungen.

3.2 Männerberufe und Frauenberufe: Untersuchung der Stigmatisierung des Erzieherberufs als Frauenberuf und des damit verbundenen Statusgefälles.

3.3 Strategien des Mannes im Frauenberuf: Darstellung der Strategien, mit denen Männer versuchen, ihre Männlichkeit in einem frauendominierten Umfeld abzugrenzen oder aufzuwerten.

3.4 Arbeitsformen im Wandel: Betrachtung der Auswirkungen veränderter Arbeitsmarktbedingungen wie Teilzeit und atypische Beschäftigung auf die männliche Identitätskonstruktion.

4. Männer im Erzieherberuf: Praktische Untersuchung der Situation von Männern, die konkret als Erzieher tätig sind.

4.1 Männliche Zugänge zum Erzieherberuf: Kategorisierung der Wege, über die Männer in den Erzieherberuf gelangen, von Überzeugten bis zu Quereinsteigern.

4.2 Im Beruf angekommene Erzieher: Zusammenfassung der Erfahrungen von Männern, die bereits im Berufsalltag tätig sind, inklusive ihrer Wahrnehmung von Anerkennung.

4.3 Tätigkeitsfelder und Konfliktpotenziale: Analyse der Aufgabenbereiche und der Herausforderungen, etwa im Kontext des Generalverdachts gegenüber männlichen Erziehern.

4.5 Fehlende Attraktivität des Erzieherberufs: Untersuchung der Ursachen für die geringe Attraktivität des Berufs für Männer, einschließlich finanzieller und gesellschaftlicher Aspekte.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Schlussfolgerungen zur Förderung einer höheren Männerquote im Erzieherberuf.

Schlüsselwörter

Hegemoniale Männlichkeit, Erzieherberuf, Geschlechtliche Arbeitsteilung, Geschlechtersegregation, Männlichkeitsideal, Sorgearbeit, Männerquote, Identitätskonstruktion, Karriereperspektiven, Sozialarbeit, Stereotype, Generalverdacht, Professionalität, Berufsbiographie, Bildungsanthropologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der spezifischen Situation von Männern im Erzieherberuf in Deutschland, analysiert die Gründe für die geringe Männerquote und beleuchtet das Spannungsfeld zwischen männlicher Identität und frauendominierten Berufsfeldern.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Arbeit untersucht?

Zu den Kernbereichen gehören das Konzept der hegemonialen Männlichkeit, die geschlechtliche Segregation des Arbeitsmarktes, Strategien der Abgrenzung durch Männer im Frauenberuf sowie die institutionelle und gesellschaftliche Wahrnehmung von Erziehern.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Position des Mannes im Erzieherberuf darzulegen und die Ursachen für die geringe Quote zu identifizieren, wobei insbesondere der Druck durch gesellschaftliche Männlichkeitsideale im Fokus steht.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Die Untersuchung stützt sich primär auf eine theoretische Auseinandersetzung mit Männlichkeitskonzepten und eine Analyse qualitativer Daten, wie Interviews mit Erziehern, Leitungen und Eltern.

Welche Inhalte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen der hegemonialen Männlichkeit und Segregation erörtert, gefolgt von einer detaillierten Analyse der Zugangswege, Tätigkeitsfelder, Konflikte und der Attraktivität des Erzieherberufs für Männer.

Wie lässt sich die Arbeit anhand von Schlüsselwörtern charakterisieren?

Die zentralen Aspekte lassen sich mit Begriffen wie Hegemoniale Männlichkeit, Geschlechtersegregation, Sorgearbeit, Männlichkeitsideal und Erzieherberuf zusammenfassen.

Wie wirkt sich der sogenannte "Generalverdacht" auf männliche Erzieher aus?

Der Generalverdacht unterstellt Männern häufig fälschlicherweise eine Nähe zu Gewalt oder Missbrauch, was zu einer zusätzlichen Belastung führt und die gesellschaftliche Akzeptanz sowie die Berufsausübung erschweren kann.

Welche Rolle spielen Aufstiegschancen für Männer im Erzieherberuf?

Aufstiegschancen sind ein entscheidender Faktor für den langfristigen Verbleib von Männern im Beruf, da sie helfen, das durch das Männlichkeitsideal geprägte Streben nach Macht und Erfolg zu befriedigen und eine Abwertung des Berufs zu vermeiden.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Männer in Frauenberufen. Position des Mannes und die geringe Männerquote im Erzieherberuf
Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Note
1,7
Autor
Alexander Kalemba (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
17
Katalognummer
V504887
ISBN (eBook)
9783346051271
ISBN (Buch)
9783346051288
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Männer Frauenberufe Männerquote Erzieher
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alexander Kalemba (Autor:in), 2018, Männer in Frauenberufen. Position des Mannes und die geringe Männerquote im Erzieherberuf, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/504887
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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