Was ist gut und was ist böse? Die Präsentation fasst zusammen, was Moral und Ethik sind. Außerdem setzt sie sich mit moralische Konzeptionen wie dem Utilitarismus, dem Existentialismus, der Pflichtenethik sowie der Tugendethik auseinander.
Die einzelnen Begriffe werden am Beispiel von Breaking Bad verdeutlicht. So wird auch geklärt, wie man moralische Urteile fällt und wie die drei Ebenen der Ethik (deskriptive, normative und Metaethik) ineinandergreifen. Zum Abschluss gibt die Präsentation einen Überblick über Ethik und Moral in der Sozialen Arbeit.
Inhaltsverzeichnis
1. „Gut“ und „Böse“
2. Moral – was ist das?
3. Zusammenhang Moral/Ethik
4. Moralkonzeptionen
4.1 Moralische Konzeptionen: Utilitarismus
4.2 Moralische Konzeptionen: Existenzialismus
5. Deontologie oder Pflichtenethik
6. Tugendethik
7. Moralische Urteile
8. Drei Ebenen der Ethik
9. Moral und Ethik in der Sozialen Arbeit
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegenden Konzepte von Moral und Ethik sowie deren Bedeutung und Anwendung im Kontext der Sozialen Arbeit. Dabei wird analysiert, wie verschiedene philosophische Ansätze genutzt werden können, um moralische Dilemmata und menschliches Handeln zu bewerten.
- Grundlagen und Definitionen von Moral und Ethik
- Analyse moralischer Konzeptionen (Utilitarismus, Existenzialismus, Deontologie, Tugendethik)
- Die Struktur und Universalität moralischer Urteile
- Die Differenzierung zwischen Metaethik, deskriptiver und normativer Ethik
- Die Relevanz ethischer Reflexion für das Berufsfeld der Sozialen Arbeit
Auszug aus dem Buch
Deontologie oder Pflichtenethik
Walter belügt seine Frau und nimmt ihr damit die Entscheidungsfreiheit. Er nutzt sie für seinen eigenen Zweck aus:
„der, so ein lügenhaftes Versprechen gegen andere zu tun im Sinn hat, [wird] sofort einsehen, dass er sich eines anderen Menschen bloß als Mittels bedienen will, ohne dass dieser zugleich den Zweck in sich enthalte. Denn der, den ich durch ein solches Versprechen zu meinen Absichten gebrauchen will, kann unmöglich in meine Art, gegen ihn zu verfahren, einstimmen, und also selbst den Zweck der Handlung enthalten“
(Kant in: Sanders et al., 2016)
Zusammenfassung der Kapitel
„Gut“ und „Böse“: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, indem es die Figur Walter White aus der Serie „Breaking Bad“ nutzt, um die Ambivalenz moralischer Bewertungen in der Realität aufzuzeigen.
Moral – was ist das?: Es wird die etymologische Herkunft des Begriffs sowie dessen semantische Bedeutung als Normensystem erläutert.
Zusammenhang Moral/Ethik: Das Kapitel differenziert zwischen dem umgangssprachlichen Gebrauch und der philosophischen Sichtweise, wobei Ethik als Reflexion über Moral definiert wird.
Moralkonzeptionen: Ein Überblick über verschiedene ethische Theorien, die unterschiedliche Schwerpunkte bei der Bewertung menschlichen Handelns setzen.
Moralische Konzeptionen: Utilitarismus: Untersuchung der Handlungen Walter Whites unter dem Aspekt der Folgenabwägung und des Nutzens.
Moralische Konzeptionen: Existenzialismus: Betrachtung der persönlichen Entwicklung und der Selbstwerdung des Individuums am Beispiel des Protagonisten.
Deontologie oder Pflichtenethik: Vorstellung der kantischen Pflichtenethik, die moralisches Handeln durch universelle Gesetze und den Respekt vor dem Menschen als Zweck an sich bestimmt.
Tugendethik: Fokus auf die Charakterbildung und die Frage, wie sich wiederholte Handlungen auf das Wesen eines Menschen auswirken.
Moralische Urteile: Erörterung der Universalität moralischer Urteile im Kontrast zu rein subjektiven Präferenzen.
Drei Ebenen der Ethik: Einführung in die Systematik von Metaethik, deskriptiver Ethik und normativer Ethik.
Moral und Ethik in der Sozialen Arbeit: Abschließende Reflexion darüber, ob Soziale Arbeit eine dezidiert moralische Profession darstellt.
Schlüsselwörter
Moral, Ethik, Utilitarismus, Existenzialismus, Pflichtenethik, Deontologie, Tugendethik, Normensystem, Moralische Urteile, Soziale Arbeit, Kant, Aristoteles, Werte, Handlungstheorie, Berufsethik
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Anliegen dieser Arbeit?
Die Arbeit beleuchtet die philosophischen Grundlagen von Moral und Ethik und überträgt diese Konzepte auf die praktische Reflexion innerhalb der Sozialen Arbeit.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Moral, verschiedenen ethischen Strömungen wie Utilitarismus und Pflichtenethik sowie deren Relevanz für das professionelle Handeln.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, ein Verständnis für ethische Bewertungskriterien zu schaffen, um moralische Herausforderungen im Berufsalltag besser reflektieren zu können.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Auseinandersetzung mit ethischer Literatur sowie eine Fallanalyse zur Illustration der Theorien.
Worum geht es im Hauptteil?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung unterschiedlicher Moralkonzeptionen, deren Anwendung an einem Serienbeispiel und die Einordnung in die Systematik der Ethik.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die zentralen Charakteristika sind Moral, Ethik, Handlungsmaxime, Tugendethik und professionelle Haltung.
Warum wird die Serie „Breaking Bad“ zur Veranschaulichung genutzt?
Die Figur Walter White dient als komplexes Fallbeispiel, an dem sich moralische Ambivalenzen und verschiedene ethische Entscheidungsmuster plastisch aufzeigen lassen.
Wie unterscheidet sich laut der Arbeit Ethik von Moral?
Während Moral ein gewachsenes Normensystem darstellt, ist Ethik die wissenschaftliche und philosophische Reflexion über diese Moral.
- Arbeit zitieren
- Elena Stegemeyer-Senst (Autor:in), 2019, Was soll ich tun? Definition von Moral und Ethik sowie Anwendung auf die Serie "Breaking Bad", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/505130