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Tiergestützte Therapie bei Menschen mit Demenz

Titel: Tiergestützte Therapie bei Menschen mit Demenz

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2018 , 15 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Sabine Brüchmann (Autor:in)

Psychologie - Beratung und Therapie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit setzt sich mit der Fragestellung auseinander, ob und wie Menschen mit Demenz durch Interventionen mit Tieren geholfen werden kann. Um sich der Antwort auf diese Frage zu nähern, wird im ersten Teil dieser Hausarbeit das Ziel einer psychosozialen Intervention vorgestellt und der Begriff Wohlbefinden definiert. Es folgt ein Überblick über Modelle, die versuchen, die Beziehung und Kommunikation zwischen Menschen und Tieren zu erklären. Im Weiteren werden die Ergebnisse von vier Studien zur Fragestellung der Hausarbeit analysiert.

Die Beziehung zwischen Mensch und Tier hat viele Erklärungsmuster, einig sind sich alle, dass die Verbindung und Kommunikation auf einer Ebene abläuft, auf der auch Demenzerkrankte kommunizieren können und sich angenommen fühlen. Da die Kommunikation auf einer Ebene abläuft die, die Fähigkeiten der Demenz Erkrankten anspricht, welche noch lange erhalten bleiben, kann eine Vertrautheit entstehen die, die Bedürfnisse nach Nähe befriedigen kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Psychosoziale Interventionen

3. Was bedeutet Wohlbefinden

4. die Beziehung zwischen Mensch und Tier

4.1 die Biophilie-Hypothese

4.2 das Konzept der Du-Evidenz

4.3 Schichtenlehre der Persönlichkeit

4.3.1 Vitalschicht

4.3.2 Emotional-Schicht oder Es-Schicht

4.3.3 Personenschicht

4.4 weitere Erklärungsmodelle

5. Kommunikation zwischen Mensch und Tier

5.1 Digitale/verbale Kommunikation

5.2 Analoge/nonverbale Kommunikation

5.3 Kommunikation zwischen dementiell Erkrankten und Tieren

6. Methodik

7. Studienanalyse

8. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den potenziellen Mehrwert, den tiergestützte Interventionen für an Demenz erkrankte Menschen bieten können, um deren Wohlbefinden und Lebensqualität positiv zu beeinflussen.

  • Grundlagen psychosozialer Interventionen in der Demenzbetreuung
  • Theoretische Modelle der Mensch-Tier-Beziehung
  • Bedeutung der analogen versus digitalen Kommunikation bei Demenz
  • Analyse aktueller klinischer Studien zur Wirksamkeit tiergestützter Ansätze

Auszug aus dem Buch

5.3 Kommunikation zwischen dementiell Erkrankten und Tieren

Durch den zunehmenden Verlust von kognitiven Fähigkeiten wird die verbale Kommunikationsfähigkeit bei Demenzerkrankten zunehmend verringert. Die Wahrnehmung für die nonverbale Kommunikation bleibt allerdings sehr lange erhalten (Otterstedt, 2014).

Tiere kommunizieren auf der analogen Ebene und wollen somit keinen Sachverhalt mitteilen. Es geht bei dieser Form der Kommunikation darum, zum Beispiel Stimmungen, Gemütsbewegungen und Zusammengehörigkeit zu vermitteln. Befähigungen die, die Betroffenen nicht verloren haben, werden also angesprochen und angeregt.

Gleichzeitig werden Bedürfnisse, die der Erkrankte nicht ausreichend formulieren kann oder auch will, wie zum Beispiel nach Nähe, gestillt. Durch diese Art der Kommunikation erfolgt naher Körperkontakt fast automatisch. Streicheln und Umarmen zu dürfen und im Gegensatz zum Beispiel das Schnurren einer Katze oder das Ablecken durch einen Hund zu erleben, schafft zwischen dem Demenzkranken und dem Tier eine Atmosphäre von emotionaler Wärme.

Dies mag auch die größte Abgrenzung zu dem Einsatz von Stofftieren sein. Zwar erfahren Menschen bei dem Berühren von Stofftieren den taktilen Kontakt, aber es erfolgt durch den toten Gegenstand keine Reaktion auf den Menschen. Nur in Interaktion (Aktion-Reaktion) kann eine Beziehung positive gesundheitliche Auswirkungen erzielen (Otterstedt, 2003).

Der Kontakt zu lebendigen Tieren stimuliert alle menschlichen Sinne, es werden Kontaktprozesse angeregt, die sich positiv auf das ganzheitliche bio-psycho-soziale menschliche System auswirken.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert den Beziehungsaufbau als Kernaufgabe der psychiatrischen Pflege bei Demenz und führt die tiergestützte Intervention als mögliche Brücke zur Wahrnehmungswelt der Patienten ein.

2. Psychosoziale Interventionen: Es wird erläutert, wie psychosoziale Ansätze trotz früherer gegenteiliger Annahmen bei Demenz wirksam zur Erhaltung der Lebensqualität beitragen können.

3. Was bedeutet Wohlbefinden: Das Kapitel beleuchtet Wohlbefinden als individuelles, subjektives Konstrukt, das auch im Alter trotz kognitiver Einschränkungen positiv beeinflussbar bleibt.

4. die Beziehung zwischen Mensch und Tier: Anhand theoretischer Modelle wie der Biophilie-Hypothese und der Schichtenlehre wird erklärt, warum die Interaktion zwischen Mensch und Tier für Demenzkranke besonders zugänglich ist.

5. Kommunikation zwischen Mensch und Tier: Hier wird der Fokus auf die nonverbale, analoge Kommunikation gelegt, die bei Demenz als tragendes Element der Verständigung zwischen Mensch und Tier dient.

6. Methodik: Die Autorin beschreibt die systematische Suche in Fachdatenbanken und die Auswahlkriterien für vier klinische Studien der letzten fünf Jahre.

7. Studienanalyse: Dieses Kapitel wertet die Ergebnisse der ausgewählten Studien hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Depression, Agitation, körperliche Aktivität und Lebensqualität aus.

8. Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Plädoyer für den Einsatz von Tieren als wertvolle Ergänzung in der Beziehungsarbeit, weist jedoch auf den Bedarf nach weiterer evidenzbasierter Forschung hin.

Schlüsselwörter

Demenz, Tiergestützte Intervention, Psychosoziale Pflege, Wohlbefinden, Lebensqualität, Kommunikation, Nonverbale Interaktion, Gerontopsychiatrie, Biophilie-Hypothese, Studienanalyse, Beziehungsaufbau, Mensch-Tier-Beziehung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht den Mehrwert von tiergestützten Interventionen für Menschen mit einer Demenzerkrankung im Rahmen der gerontopsychiatrischen Pflege.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Zentral sind die Aspekte Kommunikation, Beziehungsaufbau, Wohlbefinden und die wissenschaftliche Überprüfung von Interventionen mit Tieren bei kognitiven Einschränkungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu analysieren, ob und wie tiergestützte Interventionen die Lebensqualität und den emotionalen Zustand von Demenzkranken positiv beeinflussen können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?

Es wurde eine Literaturrecherche und Analyse von vier klinischen Studien durchgeführt, die nicht älter als fünf Jahre waren und sich mit lebendigen Tieren im therapeutischen Kontext bei Demenz befassten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Wohlbefinden und Kommunikation sowie in die methodische Auswertung der Studienlage zu klinischen Parametern wie Depression und Agitation.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Begriffe wie tiergestützte Intervention, Demenz, Beziehungsarbeit, nonverbale Kommunikation und Lebensqualität stehen im Mittelpunkt der inhaltlichen Betrachtung.

Warum sind Tiere bei der Kommunikation mit Demenzkranken erfolgreicher als Menschen?

Tiere kommunizieren primär auf einer analogen, emotionalen Ebene, die bei Demenzkranken länger erhalten bleibt als die verbale, kognitive Sprachfähigkeit, wodurch eine Brücke geschlagen wird, wo professionelle Akteure oft an verbale Barrieren stoßen.

Was unterscheidet den Einsatz lebendiger Tiere von Stofftieren?

Im Gegensatz zu Stofftieren erfolgt bei lebendigen Tieren eine echte Interaktion (Aktion-Reaktion), die allein das Potenzial für positive gesundheitliche Auswirkungen besitzt.

Sind die Ergebnisse dieser Arbeit endgültig?

Die Autorin weist darauf hin, dass aufgrund der Schwierigkeit, Begriffe wie Lebensqualität zu messen, weitere valide und evidenzbasierte Daten erforderlich sind, um die Anerkennung dieser Ansätze weiter zu steigern.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Tiergestützte Therapie bei Menschen mit Demenz
Hochschule
Fachhochschule der Diakonie GmbH
Note
1,0
Autor
Sabine Brüchmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
15
Katalognummer
V505178
ISBN (eBook)
9783346054593
ISBN (Buch)
9783346054609
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Tiergestützte Interventionen Psychosoziale Intervention Menschen mit Demenz Demenz Gerontopsychiatrie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sabine Brüchmann (Autor:in), 2018, Tiergestützte Therapie bei Menschen mit Demenz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/505178
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Leseprobe aus  15  Seiten
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