Mit diesem Assessment können zentrale Merkmale bewertet werden, die den besonderen Bedürfnissen der Menschen mit Demenz nach Vertrautheit und Orientierung nachkommen. Diese Einschätzung kann bis zu einer Klinikgröße von 300 Betten, in Fachabteilungen und auf Stationen durchgeführt werden. Es ist darauf zu achten das die Einschätzung durch einen Demenzexperten, beziehungsweise einer entsprechenden Fachkraft, durchgeführt wird.
Das Evaluationsinstrument PAPAR© gliedert sich in folgende Kriterien: Personal, Assessment-Screening, Pflegeprozess-Behandlung, Angehörige-Vernetzung sowie Räumliche Umgebung. Im Rahmen dieses Projektberichtes wurden die räumliche Umgebung evaluiert.
Inhaltsverzeichnis
1. Vorstellung des Arbeitsbereichs
2. Umfeld- und Umweltanalyse zur Demenzsensibilität
2.1 Projektverlauf
2.2 Ergebnisse der Analyse Dezember 2018
2.2.1 Veränderungs- und Verbesserungsvorschläge
2.2.2 Kostenfaktor
2.3 Ergebnisse der Analyse Februar 2019
3. Zusammenfassung
4. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieses Projektberichts ist die systematische Analyse und Verbesserung der räumlichen Umgebung einer gerontopsychiatrischen Aufnahmestation im Hinblick auf ihre Demenzsensibilität unter Verwendung des Assessmentinstruments PAPAR©.
- Evidenzbasierte Selbstevaluation der Stationsumgebung
- Umsetzung praxisnaher Verbesserungen zur Orientierungsförderung
- Förderung der Patientensicherheit und Autonomie
- Budgetverwaltung und interdisziplinäre Projektarbeit
- Vergleichende Analyse zwischen dem Ist-Zustand und den erreichten Optimierungen
Auszug aus dem Buch
2.1 Projektverlauf
Die Autorin stellte in der Klausur des Pflegeteams der Station Anfang Dezember das Assessmentinstrument PAPAR© vor. Es wurde beschlossen eine Projektgruppe zu installieren, die im ersten Schritt eine Einschätzung der räumlichen Umgebung bezüglich der Demenzsensibilität zu Grunde liegend auf den Ergebnissen des bearbeiteten Assessmentbogen abgibt. Im Weiteren sollen Verbesserungsvorschläge erarbeitet, im Team vorgestellt und dann entsprechend umgesetzt werden.
Zur Vorbereitung auf das erste Treffen in der ersten Januarwoche 2019 erhielt jeder Teilnehmer den Assessmentbogen PAPAR© „Räumliche Umgebung“ mit der bitte diesen nach seiner persönlichen Wahrnehmung und Einschätzung ausfüllen. Im ersten Projektgruppen-Treffen wurden die Ergebnisse verglichen (siehe Kapitel 2.2).
Im Weiteren wurden in diesem Treffen durchführbare Verbesserungsvorschläge besprochen und eine Übersicht möglicher Kosten erhoben. Ebenso wurde vereinbart welcher Kollege welche Vorschläge umsetzen wird (siehe Kapitel 3.2.1). Das Leitungsteam der Station erhielten eine Übersicht der gesammelten Ideen sowie der möglichen Kosten. In der multiprofessionellen Teamsitzung in der dritten Januarwoche wurden die gesammelten Ideen dem Stationsteam vorgestellt.
Bis Ende Februar, zur Erstellung dieses Projektberichtes und einer erneuten Evaluation, haben die Kollegen aus der Projektgruppe unterschiedliche Aufgaben übernommen und diese umgesetzt. Im März ist ein weiteres Treffen geplant, um weitere Möglichkeiten zur Erhöhung der Demenzsensibilisierung auf Station zu besprechen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Vorstellung des Arbeitsbereichs: Dieses Kapitel beschreibt die organisatorische Einbettung der Station in den Verbund der Kliniken des Bezirks Oberbayern sowie die patientenspezifische Charakteristik der gerontopsychiatrischen Aufnahmestation.
2. Umfeld- und Umweltanalyse zur Demenzsensibilität: Hier wird der Prozess der Selbstevaluation mittels des Instruments PAPAR© erläutert, inklusive der durchgeführten Analysen, der konkreten Veränderungsmaßnahmen und der finanziellen Aspekte.
3. Zusammenfassung: Dieses Kapitel reflektiert die Projekterfahrungen der Projektgruppe, diskutiert die erzielten Ergebnisse und skizziert das weitere Vorgehen zur kontinuierlichen Qualitätsverbesserung.
4. Literaturverzeichnis: Hier werden die herangezogenen wissenschaftlichen Quellen und Fachbücher aufgeführt, die der Arbeit zugrunde liegen.
Schlüsselwörter
Demenzsensibilität, räumliche Umgebung, PAPAR©, Selbstevaluation, gerontopsychiatrische Station, Orientierung, Autonomie, Patientensicherheit, Projektarbeit, Qualitätsverbesserung, Demenz, Assessment, Kontraste, Umfeldanalyse, Station
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Projektbericht grundsätzlich?
Der Bericht dokumentiert ein Qualitätsprojekt zur Verbesserung der räumlichen Gestaltung einer gerontopsychiatrischen Aufnahmestation, um diese besser an die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz anzupassen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf der Gestaltung der räumlichen Umgebung, der Förderung von Orientierung und Sicherheit sowie der praktischen Umsetzung von Verbesserungen im Stationsalltag.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, durch eine strukturierte Selbstevaluation und gezielte bauliche oder gestalterische Veränderungen die Demenzsensibilität der Station messbar zu erhöhen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Zur Analyse wird das evidenzbasierte Selbstevaluationsinstrument PAPAR© verwendet, welches auf dem SPACE Assessment Spidergram basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst den Ablauf des Projekts, die Ergebnisse der Ist-Analyse vom Dezember 2018, die abgeleiteten Veränderungsvorschläge, deren Kostenplanung und die Erfolgskontrolle durch eine erneute Analyse im Februar 2019.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die Arbeit lässt sich vor allem durch Begriffe wie Demenzsensibilität, räumliche Umgebung, Assessment, Orientierungshilfen und Qualitätsentwicklung definieren.
Wie wurde das Budget für die Projektumsetzung gehandhabt?
Das Projektteam erhielt ein Budget von 350 Euro vom Leitungsteam, welches für Anschaffungen wie XXL-Wanduhren und Kontrastmaterialien genutzt wurde; für weitere Bedarfe wurde eine Budgetaufstockung genehmigt.
Welche Rolle spielt die Projektgruppe im beschriebenen Prozess?
Die Projektgruppe ist das zentrale Gremium, das die Analysen durchführt, Verbesserungsideen sammelt, die Umsetzung koordiniert und die multiprofessionelle Einbindung des Stationsteams sicherstellt.
- Quote paper
- Sabine Brüchmann (Author), 2019, Räumliche Umgebung und Demenzsensibilität in einem stationären Setting. Untersuchung mit dem Assessmentinstrument PAPAR©, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/505181