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Geschäftsmodelle der privaten Immobilienfinanzierung. Wie lassen sich Kosten, Rentabilität, Effizienz und Prozessstrukturen sinnvoll kombinieren?

Title: Geschäftsmodelle der privaten Immobilienfinanzierung. Wie lassen sich Kosten, Rentabilität, Effizienz und Prozessstrukturen sinnvoll kombinieren?

Bachelor Thesis , 2019 , 82 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Hannes Budde (Author), Jacob Dammann-Tamke (Author), Jan Hartmann (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit stellt Geschäftsmodelle der privaten Immobilienfinanzierung vor. Grundlage hierfür bildet eine empirische Untersuchung der Kundenbedürfnisse für eine Immobilienfinanzierung. Nach strukturierter Analyse der Anbieter von Immobilienfinanzierungen auf dem deutschen Markt, werden die identifizierten Geschäftsfelder nach relevanten Kriterien beurteilt. Aus Literatur und Primärforschung wird ein idealisierter Prozess für das Immobilienfinanzierungsgeschäft einer deutschen Filialbank erstellt und begründet dargestellt. Dabei wird eine konkrete Handlungsempfehlung an Vorstände klassischer Filialbanken gegeben. Diese Arbeit richtet sich sowohl an Entscheidungsträger in der Bankenbranche sowie an Studenten im Finanzwesen zur Verwendung in eigenen Arbeiten.

Neue Mitbewerber wie Finanzvermittler, Vergleichsplattformen und FinTechs etablieren sich zunehmend in diesem Geschäftsfeld. Für ihre Übernahme von Bestandteilen der Wertschöpfungskette der privaten Immobilienfinanzierung verlangen diese von den finanzierenden Banken Vergütungen, welche letztlich den Ertrag der Bank an dem Geschäft schmälern. Die Banken haben ihre frühere Monopolstellung bei privaten Immobilienfinanzierungen verloren. Somit setzen diese Mitbewerber die Margen im hart umkämpften Markt der privaten Immobilienfinanzierung weiter unter Druck. Banken müssen daher ihre Geschäftsmodelle in Hinblick auf Kosten, Rentabilität, Effizienz und Prozessstrukturen überdenken. Während es allein aufgrund der Nullzinspolitik der EZB für Banken schwer ist, noch auskömmliche Erträge aus ihrem "Brot und Butter-Geschäft" Immobilienfinanzierungen zu ziehen, stößt die Branche auch zunehmend auf veränderte Kundenbedürfnisse und neue Wettbewerber in diesem Markt. Wie also reagieren in diesem extrem herausfordernden Marktumfeld?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsbestimmung

2.1 Private Immobilienfinanzierung

2.2 Digitalisierung

3 Marktsituation und Marktteilnehmer

4 Geschäftsmodelle der privaten Immobilienfinanzierung

4.1 Klassisches Modell

4.2 Hybride Modelle

4.2.1 Omnikanalmodell

4.2.2 Vermittler

4.2.3 Plattformen

4.2.4 Gegenüberstellung von Vermittler und Plattform

4.3 Digitalisiertes Modell

5 Beurteilung der Modelle

5.1 Klassisches Modell

5.2 Hybride Modelle

5.2.1 Omnikanalmodell

5.2.2 Vermittler

5.2.3 Plattformen

5.3 Digitalisiertes Modell

5.6 Überblick

6 Empirische Untersuchung des Nachfrageverhaltens

6.1 Spezifische Bearbeitungsschritte

6.2 Erarbeitung des Fragebogens

6.3 Vorstellung des Fragebogens

6.4 Ergebnisse der Untersuchung

6.5 Auswertungsmethodik

7. Überprüfung der spezifischen Untersuchungsziele

7.1 Marktattraktivität

7.1.1 Klassisches Modell

7.1.3 Vermittler

7.1.4 Plattformen

7.1.5 Digitalisiertes Modell

7.2 Identifizieren von soziographischen Zusammenhängen

7.2.1 Klassisches Modell

7.2.2 Omnikanalmodell

7.2.3 Vermittler

7.2.4 Plattformen

7.2.5. Digitalisiertes Modell

7.2.5. Zwischenfazit

7.3. Identifizieren von weiteren auswahlrelevanten Faktoren

7.3.1 Klassisches Modell

7.3.2 Omnikanalmodell

7.3.3 Vermittler

7.3.4 Plattformen

7.3.5 Digitalisiertes Modell

7.3.6. Zwischenfazit

7.4. Verknüpfung der Erkenntnisse

8. Idealisiertes Modell

9. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die Auswirkungen der Digitalisierung auf das Geschäftsmodell der privaten Immobilienfinanzierung zu analysieren und eine strategische Ausrichtung für Filialbanken zu erarbeiten, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Forschungsfrage untersucht, wie sich die Marktteilnehmer, Prozessstrukturen und Kundenbedürfnisse verändert haben und welches Potenzial in verschiedenen digitalen und hybriden Modellen liegt.

  • Analyse der aktuellen Marktsituation und des Wettbewerbsdrucks durch neue Anbieter wie FinTechs und Vermittler.
  • Detaillierte Untersuchung und Gegenüberstellung verschiedener Geschäftsmodelle (klassisch, hybrid, digitalisiert).
  • Empirische Erhebung des Kundenverhaltens zur Bestimmung der Marktattraktivität einzelner Vertriebswege.
  • Entwicklung eines idealisierten, effizienten Immobilienfinanzierungsprozesses für Kreditinstitute.

Auszug aus dem Buch

4.1 Klassisches Modell

In der ersten Phase erfolgt die Kontaktaufnahme zwischen dem Finanzierungsnachfrager und dem Anbieter. Dabei geht die Initiative i. d. R. vom Kreditnehmer aus, der aufgrund eines Neubauvorhabens, Immobilienkaufes oder einer Renovierung ein Finanzierungsbedürfnis hat oder eine Verlängerung seiner bestehenden Finanzierung anstrebt. Nachdem der erste Kontakt erfolgt ist, findet eine Beratung durch den Finanzierungsberater in den Geschäftsräumen der Bank statt. Dem Darlehensnehmer werden erste Informationen über Konditionen sowie den Ablauf der Finanzierung gegeben. Der Interessent erhält ein erstes unverbindliches Angebot. Der Kunde fragt i. d. R. Angebote bei verschiedenen ortsansässigen Banken an. Dies erfolgt entweder durch den persönlichen Besuch bei Banken oder medial via Brief, Telefon, Mail oder Fax.

Nach der Informationsphase stellt der Kunde in der zweiten Phase einen Darlehensantrag. Dieser wird dem Anfragenden vom Finanzierungsberater der jeweiligen Bank postalisch zugesandt oder persönlich übergeben. Der Kunde füllt den Darlehensantrag aus und retourniert diesen zusammen mit allen relevanten Unterlagen und Nachweisen, die seitens der Bank gefordert werden. Der Kunde muss folglich sämtliche Dokumente eigenständig kopieren und papierhaft bei der Bank einreichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beschreibt die Herausforderungen für Banken durch das aktuelle Zinsumfeld, regulatorische Anforderungen und veränderte Kundenbedürfnisse im digitalen Zeitalter.

2 Begriffsbestimmung: Definiert die Grundlagen der privaten Immobilienfinanzierung und den gesellschaftlichen sowie bankbetrieblichen Aspekt der Digitalisierung.

3 Marktsituation und Marktteilnehmer: Analysiert den Wettbewerb, die Bedeutung von Festzinsbindungen und das veränderte Kundenverhalten zugunsten neuer Wettbewerber.

4 Geschäftsmodelle der privaten Immobilienfinanzierung: Beschreibt die Prozessstufen vom klassischen Modell bis hin zu digitalen Ansätzen unter Verwendung eines Sechs-Phasen-Modells.

5 Beurteilung der Modelle: Bewertet die verschiedenen Geschäftsmodelle anhand von Kriterien wie Kosten, Marktpotenzial, Zeit, Beratungsqualität und Regulatorik.

6 Empirische Untersuchung des Nachfrageverhaltens: Erläutert das methodische Vorgehen bei der Befragung zur Ermittlung der Kundenpräferenzen und Nutzungsabsichten.

7. Überprüfung der spezifischen Untersuchungsziele: Präsentiert die Ergebnisse der Umfrage bezüglich der Marktattraktivität, soziodemographischer Zusammenhänge und weiterer Faktoren.

8. Idealisiertes Modell: Entwirft einen zukunftsfähigen Prozess, der die Vorteile digitaler Infrastrukturen mit den Bedürfnissen nach persönlicher Beratung kombiniert.

9. Fazit: Fasst die Erkenntnisse zusammen und liefert eine strategische Handlungsempfehlung für Kreditinstitute zur Sicherung ihrer Wettbewerbsposition.

Schlüsselwörter

Immobilienfinanzierung, Digitalisierung, Bankgeschäft, Filialbank, Omnikanalmodell, Finanzvermittler, Onlineplattform, Kreditprozess, Kundennachfrage, Wettbewerbsfähigkeit, Prozessoptimierung, Bankvertrieb, Rentabilität, Kundenzufriedenheit, Beratungsqualität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelor-Thesis grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Veränderungen im Geschäftsfeld der privaten Immobilienfinanzierung unter dem Einfluss der Digitalisierung und untersucht, wie Filialbanken ihre Geschäftsmodelle anpassen müssen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Schwerpunkte sind die Wettbewerbssituation durch neue Anbieter, der Vergleich klassischer und digitaler Prozesse sowie die empirische Analyse des Nachfrageverhaltens potenzieller Immobilienfinanzierungskunden.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, eine strategische Handlungsempfehlung zu entwickeln, wie ein idealer, zukunftsorientierter Immobilienfinanzierungsprozess gestaltet sein sollte, der sowohl die Ertragsansprüche der Bank als auch die Bedürfnisse der Kunden erfüllt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert eine theoretische Analyse der verschiedenen Geschäftsmodelle mit einer eigenen empirischen Online-Umfrage zur Erhebung von Kundenpräferenzen und Verhaltensabsichten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden das klassische Modell sowie hybride (Omnikanal, Vermittler, Plattformen) und rein digitalisierte Modelle detailliert beschrieben und anhand von Kriterien wie Kosten, Zeit und Beratungsqualität kritisch bewertet.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie Immobilienfinanzierung, Digitalisierung, Omnikanalmodell, Wettbewerbsdruck und Prozessoptimierung geprägt.

Warum ist das klassische Filialmodell für Banken aktuell unter Druck?

Das klassische Modell weist aufgrund papierbasierter Prozesse lange Durchlaufzeiten auf, verursacht hohe Fixkosten für das Filialnetz und kann den Erwartungen moderner, internetaffiner Kunden an Schnelligkeit und Flexibilität oft nicht mehr gerecht werden.

Was unterscheidet den Vermittler von einer digitalen Plattform?

Während ein Vermittler als persönlicher Intermediär agiert und eine direkte Beratungsfunktion übernimmt, fungieren digitale Plattformen eher als automatisierte Schnittstellen, die dem Kunden den selbstständigen Vergleich und die Auswahl aus einer Vielzahl von Angeboten ermöglichen, oft bei geringerer persönlicher Beratungsintensität.

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Details

Title
Geschäftsmodelle der privaten Immobilienfinanzierung. Wie lassen sich Kosten, Rentabilität, Effizienz und Prozessstrukturen sinnvoll kombinieren?
College
Frankfurt School of Finance & Management
Grade
1,7
Authors
Hannes Budde (Author), Jacob Dammann-Tamke (Author), Jan Hartmann (Author)
Publication Year
2019
Pages
82
Catalog Number
V505275
ISBN (eBook)
9783346043603
ISBN (Book)
9783346043610
Language
German
Tags
Immobilienfinanzierung Baufinanzierung Forschung Finanzwesen Kunden Kundenverhalten Analyse Banken Sparkassen Ertragslage Optimierung Verbesserung Idealprozess Empirie Repräsentativ Studie Marktüberblick Start-Ups FinTechs Bankgeschäft Kundenbindung Ertragspotentiale Marge Überblick Deutschland Bankensterben Geschäftsfeld Finance Wissenschaft Erkenntnisse Marktforschung Bedarf Nachfrage Angebot Hausbau Hauskauf Finanzierung Kredit SWOT Stärken Schwächen Strengths Weaknesses Opportunities threats Bachelor Thesis Hausarbeit Literatur Arbeit Vermittler Digitalisierung Verbraucher Plattform Internet
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GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hannes Budde (Author), Jacob Dammann-Tamke (Author), Jan Hartmann (Author), 2019, Geschäftsmodelle der privaten Immobilienfinanzierung. Wie lassen sich Kosten, Rentabilität, Effizienz und Prozessstrukturen sinnvoll kombinieren?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/505275
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