Während der Einzelabschluss nach HGB unter anderem dem Zweck der Feststellung des Jahresergebnisses und des Leitmotives des Gläubigerschutzes dient, gilt die Informationsvermittlung des Konzernabschlusses als wesentliches Ziel. So basiert die Steuerbilanz auf den Einzelabschlüssen nach HGB und nicht auf dem Konzernabschluss.
Neben der Vollkonsolidierung, Quotenkonsolidierung und der einfachen Behandlung von Beteiligungen als Anlagevermögen stellt die Equity-Methode ein besonderes System der Beteiligungsbewertung mit bestimmten Konsolidierungsschritten dar. Ausschlaggebend für die Einbeziehung eines (Tochter-)Unternehmens ist die jeweilige Intensität des Einflusses des Mutterunternehmens auf das (Tochter-)Unternehmen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung - Fragestellung und Ziel der Arbeit
- Theoretische Grundlagen und Anwendungsbereich
- Übersicht der Beteiligungsformen
- Merkmale assoziierter Unternehmen
- Anwendung der Equity-Methode
- Grundkonzept der Equity-Methode
- Erstmalige Anwendung
- Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung
- Bewertungsmethode
- Fortschreibung
- Beendigung der Equity-Methode
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Seminararbeit beleuchtet die Equity-Methode als ein spezielles System der Beteiligungsbewertung im Kontext des Konzernabschlusses nach dem Handelsgesetzbuch (HGB). Die Arbeit untersucht die Anwendung und Bedeutung der Equity-Methode für die Konsolidierung von Unternehmen, die in einem Konzernverband stehen.
- Die verschiedenen Beteiligungsformen im HGB
- Das Grundkonzept und die Anwendung der Equity-Methode
- Die Bewertungsmethode und die Fortschreibung des Equity-Wertes
- Der Unterschied zwischen einem beherrschten Tochterunternehmen und einem assoziierten Unternehmen
- Die Bedeutung der Equity-Methode für die Erstellung eines Konzernabschlusses
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung beleuchtet die Fragestellung und das Ziel der Arbeit. Sie erläutert die Bedeutung der Equity-Methode für die Erstellung von Konzernabschlüssen nach dem HGB. Kapitel 2 behandelt die theoretischen Grundlagen der Beteiligungsformen im HGB und die Merkmale assoziierter Unternehmen. In Kapitel 3 wird das Grundkonzept der Equity-Methode erläutert und die Vorgehensweise bei der erstmaligen Anwendung sowie der Fortschreibung des Equity-Wertes dargestellt.
Schlüsselwörter
Equity-Methode, Konzern, Konzernabschluss, Handelsgesetzbuch (HGB), Beteiligungsformen, assoziierte Unternehmen, beherrschender Einfluss, Bewertungsmethode, Fortschreibung, Konsolidierung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Equity-Methode im Konzernabschluss?
Die Equity-Methode ist ein Bewertungssystem für Beteiligungen an Unternehmen, auf die ein Mutterunternehmen einen maßgeblichen Einfluss ausübt (assoziierte Unternehmen), ohne sie voll zu konsolidieren.
Wann wird ein Unternehmen als "assoziiert" betrachtet?
Ein assoziiertes Unternehmen liegt vor, wenn das Mutterunternehmen einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik ausüben kann, was in der Regel ab einer Stimmrechtsbeteiligung von 20 % vermutet wird.
Wie unterscheidet sich die Equity-Methode von der Vollkonsolidierung?
Bei der Vollkonsolidierung werden alle Vermögenswerte und Schulden übernommen. Bei der Equity-Methode wird lediglich der Beteiligungswert in der Bilanz um den anteiligen Erfolg und die Eigenkapitalveränderungen des Tochterunternehmens fortgeschrieben.
Was passiert bei der erstmaligen Anwendung der Equity-Methode?
Zum Zeitpunkt des Erwerbs wird die Beteiligung mit den Anschaffungskosten angesetzt. Eine Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem anteiligen Eigenkapital wird ähnlich wie bei der Vollkonsolidierung behandelt.
Was ist das Ziel des Konzernabschlusses nach HGB?
Im Gegensatz zum Einzelabschluss, der der Gewinnfeststellung und dem Gläuberschutz dient, steht beim Konzernabschluss die Informationsvermittlung über die wirtschaftliche Lage der gesamten Unternehmensgruppe im Vordergrund.
- Quote paper
- Agatino Puglisi (Author), 2019, Darlegung der Equity-Methode, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/505310