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Die Loreley. Entwicklung, Wandlung und Wirkung einer romantischen Sagengestalt

Titel: Die Loreley. Entwicklung, Wandlung und Wirkung einer romantischen Sagengestalt

Hausarbeit , 2014 , 20 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit soll ein Versuch sein, ein einheitliches Bild der Sagenfigur Loreley zu zeichnen. Die Loreley existiert in den verschiedensten Versionen unter den verschiedensten Namen – Was ist es also, das die Loreley zur Loreley macht? Um was für ein Wesen handelt es sich, spricht man von der Loreley und welche Charakteristika zeichnen die Loreley aus? Handelt es sich bei ihr um eine skrupellose Verführerin oder eine leidende Liebende? Die Frage nach ihrer Identität und ihrer Weiterentwicklung innerhalb der Epoche der Romantik soll geklärt werden, doch ebenso ihr Ursprung. Ist sie eine Erfindung deutscher Romantiker, eine Ableitung aus den Sagenwesen der griechischen und römischen Mythologie oder gar ein Abbild eines tief im Menschen verankerten Archetypus?

Zunächst gilt es herauszufinden wie der Mythos der Loreley entstanden ist. Zur Beantwortung dieser Frage werden die Sirenen aus Homers Odyssee, sowie die Nymphe Echo aus Ovids Metamorphosen näher beleuchtet und miteinander verglichen. Im nächsten Schritt wird der Echo-Mythos Ovids mit Brentanos "Zu Bacharach am Rheine" auf Unterschiede und Gemeinsamkeiten hin untersucht und es wird ein Zwischenfazit gezogen, wie sich das Bild der Loreley von der Antike zur Romantik entwickelt hat. Anschließend wird auch Heines "Ich weiß nicht was soll es bedeuten" in Verbindung mit Homers Sirenen hinzugezogen, um die Veränderungen der Figur der Loreley zum Ende der Romantik zu verdeutlichen. Heines Text ist insoweit von Bedeutung zur Erfassung der Loreley, als dass er sie populär gemacht und nachhaltig geprägt hat, und Brentanos, da die Loreley in seiner Ballade zuallererst erschien. Im Anschluss gilt es herauszufinden, worin die Faszination an der Figur der Loreley liegt und ob diese Faszination darauf zurückzuführen ist, dass sie sich mit einem der Archetypen C.G. Jungs vereinbaren lässt. Zum Schluss soll ein Fazit gezogen werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Vorgängerinnen der Loreley: Weibliche Sagengestalten der griechischen und römischen Mythologie

2.1 Die Sirenen in Homers Odyssee als todbringende Verführerinnen

2.2 Die Nymphe Echo als leidende Liebende

3. Die Lorely der Romantik

3.1 „Zu Bacharach am Rheine“ - Die Erfindung des Loreley-Mythos in Anlehnung an Ovids Echo-Mythos durch Clemens Brentano

3.2 „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten“ - Die Umschreibung und Ironisierung des romantischen Loreley-Mythos in Anlehnung an Homers Sirenen-Mythos durch Heinrich Heine

4. Die archetypische Wirkung der Loreley verdeutlicht an Heines Lore-Ley unter Berücksichtigung C.G. Jungs Analytischer Psychologie

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die Entstehung, Entwicklung und Wirkung der Sagenfigur Loreley. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwiefern es sich um eine literarische Erfindung der Romantik handelt, welche Einflüsse antiker Mythen (Sirenen, Echo) vorliegen und welche tiefenpsychologische Bedeutung der Figur, insbesondere im Hinblick auf den Archetypus der Anima nach C.G. Jung, zukommt.

  • Mythologische Vorbilder der Loreley: Sirenen und Nymphe Echo
  • Die literarische Konstruktion der Figur durch Clemens Brentano
  • Heines literarische Ironisierung und Etablierung des Loreley-Mythos
  • Psychologische Deutung als Femme Fatale und archetypische Anima-Projektion

Auszug aus dem Buch

3.1 „Zu Bacharach am Rheine“ - Die Erfindung des Loreley-Mythos in Anlehnung an Ovids Echo-Mythos durch Clemens Brentano

Clemens Brentano hat zeit seines Lebens verschiedene Versionen des Loreley-Mythos entwickelt. So liegt eine handschriftliche Version der Geschichte der Lore Lay unter dem Namen: „Lureley“ vor. Außerdem greift er den Mythos um die „Lureley“ erneut in seinem Rheinlandmärchen, dem „Märchen von dem Rhein und dem Müller Radlauf“ auf. Dieser Teil der Hausarbeit beschränkt sich allerdings auf die erste Version der Ballade über die Lore Lay. Im Jahr 1801 veröffentlichte Clemens Brentano den zweiten Band seines Romans Godwi oder Das steinerne Bild der Mutter - Ein verwilderter Roman und legte mit seiner darin enthaltenen Ballade über die Lore Lay den Grundstein für den Loreley-Mythos.

Werner Bellmann weist in seinem Aufsatz darauf hin, dass Ovids Metamorphosen für Brentanos Godwi an vielen Stellen als Vorbild gedient hat. Es lässt sich also sagen, dass einige Motive der Nymphe Echo auch in Brentanos Lore Lay zu finden sind. Im Folgenden sollen nun die Gemeinsamkeiten und Unterschiede dieser beiden Charaktere, sowie ihrer Geschichten herausgearbeitet werden.

Brentanos Ballade über die Lore Lay – später unter dem Titel „Zu Bacharach am Rheine“ – handelt von der schönen, aber unglücklichen Lore Lay, welche wegen ihrer Anziehungskraft auf Männer von einem Bischof als Zauberin zum Tode verurteilt werden soll. Doch der Bischof erliegt dem Zauber ihrer Schönheit und veranlasst stattdessen drei Ritter dazu, sie ins Kloster zu bringen. Auf dem Weg dorthin möchte Lore Lay auf den Felsen über dem Rhein klettern, um noch einmal das Schloss ihres Geliebten zu sehen. Oben angekommen bemerkt sie ein Schiff, beugt sich herunter um darauf nach ihrem Geliebten zu suchen und fällt dabei in den Rhein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert die Zielsetzung, die Figur der Loreley hinsichtlich ihrer Identität zu untersuchen und deren Ursprung sowie Wandlung von der Antike bis zur Romantik zu klären.

2. Die Vorgängerinnen der Loreley: Weibliche Sagengestalten der griechischen und römischen Mythologie: Dieses Kapitel analysiert die Sirenen und die Nymphe Echo als mythologische Vorbilder, die durch ihre verführerische bzw. leidende Natur Ähnlichkeiten zum Loreley-Bild aufweisen.

3. Die Lorely der Romantik: Hier wird dargelegt, dass die Loreley keine volkstümliche Sagengestalt ist, sondern von Brentano erfunden wurde, wobei Heine diese durch Ironisierung maßgeblich weiterentwickelte und populär machte.

4. Die archetypische Wirkung der Loreley verdeutlicht an Heines Lore-Ley unter Berücksichtigung C.G. Jungs Analytischer Psychologie: Dieser Abschnitt interpretiert die Loreley mittels C.G. Jungs Archetypenlehre als Projektion der Anima und als ambivalente „verschlingende Mutter“.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Loreley ein moderner Kunstmythos ist, der durch die Zusammenführung antiker Motive und moderner psychologischer Projektionen das Thema der männlichen Verführung dauerhaft prägt.

Schlüsselwörter

Loreley, Romantik, Clemens Brentano, Heinrich Heine, Mythologie, Sirenen, Echo, Anima, Archetyp, Femme Fatale, Literaturgeschichte, Sage, Verführung, C.G. Jung, Identität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit zeichnet ein einheitliches Bild der Sagenfigur Loreley nach und untersucht, wie sich die Figur von einer literarischen Erfindung der Romantik zu einem fest verankerten Mythos entwickelt hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Felder sind die mythologische Herleitung aus antiken Stoffen, die literarische Gestaltung durch Brentano und Heine sowie die tiefenpsychologische Deutung nach C.G. Jung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Identität und Weiterentwicklung der Loreley zu ergründen und festzustellen, ob sie als bloße Kunstfigur oder als archetypisches Abbild menschlicher Sehnsüchte zu verstehen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse angewandt, die intertextuelle Vergleiche mit antiken Mythen durchführt und die Ergebnisse anschließend mit psychologischen Theorien zur Anima-Projektion verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse antiker Vorbilder, die Ausarbeitung der Brentano- und Heine-Fassungen sowie die psychologische Untersuchung der archetypischen Wirkung der Figur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind Begriffe wie Loreley, Romantik, Mythos, Femme Fatale, Anima und der Archetypus der Großen Mutter.

Wie unterscheidet sich Heines Loreley von der Brentano-Version?

Heine ironisiert das romantische Motiv und bricht die Erhabenheit der Figur, indem er sie als klischeehaftes, aber dennoch nachhaltig wirksames Sinnbild für das Scheitern romantischer Weltbilder darstellt.

Warum spielt C.G. Jungs Psychologie in dieser Analyse eine Rolle?

Jungs Konzepte erlauben es, die Loreley nicht nur als literarische Figur, sondern als Projektionsfläche für männliche Anima-Vorstellungen und damit als Ausdruck tieferer unbewusster menschlicher Regungen zu verstehen.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Loreley. Entwicklung, Wandlung und Wirkung einer romantischen Sagengestalt
Hochschule
Technische Universität Dortmund
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
20
Katalognummer
V505329
ISBN (eBook)
9783346062208
ISBN (Buch)
9783346062215
Sprache
Deutsch
Schlagworte
loreley entwicklung wandlung wirkung sagengestalt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2014, Die Loreley. Entwicklung, Wandlung und Wirkung einer romantischen Sagengestalt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/505329
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Leseprobe aus  20  Seiten
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