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Migrationssoziologie. Manifestation transnationaler Muster der aramäischen Migrantenverbände in Paderborn

Titel: Migrationssoziologie. Manifestation transnationaler Muster der aramäischen Migrantenverbände in Paderborn

Hausarbeit , 2019 , 25 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Antonia Dursun (Autor:in)

Soziologie - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Aufgrund der Globalisierung und der einhergehenden Arbeitsmigration gewinnt der Begriff des Transmigranten immer mehr an Bedeutung. So kamen die ersten Aramäer, eine christliche Minderheit aus dem Südosten der Türkei, durch die Anwerbung von Gastarbeitern ab 1965 nach Deutschland, was zur Folge hatte, dass die Fluchtbewegung sich vergrößerte, da für viele die Lage in der Türkei unerträglich und bedrohlich wurde. Die Abwanderung aus der Heimat hatte für die Aramäer erhebliche Auswirkungen. Sie bezahlten die Flucht mit dem Verlust ihrer Heimat, der eigenen Identität, der Gefährdung der eigenen Kultur sowie des eigenen Glaubens. Angesichts dieser Besonderheiten „ist es nicht verwunderlich, dass Menschen mit Migrationshintergrund in ihren spezifischen Lebenslagen“ (Pries 2010) eigenethnische Migrantenverbände gründen, um diesen Verlust zu verhindern. So leben allein in der Umgebung von Paderborn 13 000 Aramäer, die hier eine zweite Heimat gefunden haben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Forschungsprojekt

3. Transnationalität

4. Migrantenverbände in Paderborn

5. Transnationale Muster

6. Manifestation transnationaler Muster hinsichtlich der aramäischen Migrantenverbände in Paderborn und die damit verbundene Identitätskonstruktion

6.1. Zirkuläre Wanderungsverläufe

6.2. Multilokale Diaspora-Strukturen

6.3. Lokale und regionale Identitäten in der Türkei

6.4. Lokale und regionale Identitäten in Deutschland

6.5. Mehrfachidentitäten

6.6. Hybridisierungsprozesse

7. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Manifestation transnationaler Muster innerhalb aramäischer Migrantenverbände in Paderborn zu untersuchen und deren Einfluss auf die Identitätskonstruktion der Mitglieder zu analysieren, wobei die Arbeit die Theorie der Transnationalität mit empirischen Befunden aus Interviews und Literatur verknüpft.

  • Transnationalität und transnationale Sozialräume
  • Rolle und Ziele von Migrantenverbänden
  • Zirkuläre Wanderungen und multilokale Diaspora-Strukturen
  • Lokale und regionale Identitätsbildung in Herkunfts- und Ankunftsland
  • Mehrfachidentitäten und Hybridisierungsprozesse

Auszug aus dem Buch

6.1. Zirkuläre Wanderungsverläufe

Zirkuläre Wanderungsverläufe entstehen, „wenn MigrantInnen in ihr (familiales) Herkunftsland zurückkehren oder zwischen verschiedenen Orten pendeln“ (Cyrus 2000, zitiert nach Stahl 2013: 221). Dieses Migrationsmuster lässt sich ebenfalls bei der aramäischen Bevölkerung veranschaulichen, da aufgrund des Wiederaufbaus der zerstörten christlichen Dörfer im Südosten der Türkei eine Vielzahl zwischen ihrem ehemaligen Heimatort und dem aktuellen Heimatort in Deutschland pendeln. Vor allem Rentner/innen, die in der Türkei aufgewachsen und erst im Erwachsenenalter nach Deutschland gekommen sind, halten sich den ganzen Winter über in der Türkei auf und kehren erst im Frühjahr nach Deutschland zurück.

Auch der Heimattourismus nimmt gegenwärtig stark zu. Durch die Modernisierung der Dörfer in Form von Schwimmbädern, Internetzugängen und robusten Häusern, zieht es aramäische Familien immer mehr in die Heimat ihrer Eltern. Somit verbringt eine Vielzahl der Aramäer, „die eine festen Wohnsitz in Deutschland haben und deren eigentliches Wanderungsprojekt damit abgeschlossen ist [...] ausgedehnte Urlaube in der Türkei“ (Stahl 2013: 222).

So erklärt auch XY, der Ansprechpartner des Fußballvereins Suryoye Paderborn, dass die zirkulären Wanderungsverläufe sowohl Vor- als auch Nachteile bergen. Vor allem der Vereinswechsel von Deutschland in die Türkei oder gegebenenfalls von der Türkei nach Deutschland eröffne eine Vielzahl an neuen Perspektiven. Bereits Stahl erwähnt, dass „Vereine im halbprofessionellen Bereich der Ober- und Verbandsligen [durch die beschriebenen Rekrutierungsvorteile] profitieren“ (ebd.). So dienen sie als „eine Art Nachwuchsabteilung für türkische Erst- und Zweitligaklubs“ (Haselbauer 2007, zitiert nach Stahl 2013: 222).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der transnationalen Migration ein und erläutert die Bedeutung aramäischer Migrantenverbände in Paderborn für die Identitätskonstruktion ihrer Mitglieder.

2. Forschungsprojekt: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen, welches auf bestehenden Befunden sowie zwei problemzentrierten Interviews mit Vertretern der Vereine Suryoye Paderborn und der Hochschulgruppe Suryoye Paderborn basiert.

3. Transnationalität: Hier wird der theoretische Rahmen des Transnationalismus erläutert, wobei insbesondere die Definitionen nach Ludger Pries sowie das Konzept der transnationalen Sozialräume im Zentrum stehen.

4. Migrantenverbände in Paderborn: Dieses Kapitel thematisiert die allgemeine Bedeutung von Migrantenverbänden für die gesellschaftliche Teilhabe und stellt speziell die Situation der aramäischen Verbände in Paderborn dar.

5. Transnationale Muster: Hier wird dargelegt, dass moderne Migrationsprozesse zunehmend transnational strukturiert sind und die ausgewählten Muster einen zentralen Teil der Forschung bilden.

6. Manifestation transnationaler Muster hinsichtlich der aramäischen Migrantenverbände in Paderborn und die damit verbundene Identitätskonstruktion: Das Hauptkapitel untersucht detailliert sechs transnationale Muster – von zirkulären Wanderungen bis hin zu Hybridisierungsprozessen – und deren Auswirkungen auf die Identität der Vereinsmitglieder.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass die untersuchten Vereine als Träger transnationaler Strukturen und Identitätskonstruktionen fungieren.

Schlüsselwörter

Transnationale Migration, Aramäer, Paderborn, Migrantenverbände, Transmigranten, Identitätskonstruktion, Sozialräume, Diaspora-Strukturen, Integration, Hybridisierung, Mehrfachidentitäten, Vereinswesen, Transnationalismus, zirkuläre Wanderung, Kulturwahrung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie sich transnationale Migrationsmuster in aramäischen Migrantenverbänden in Paderborn äußern und welche Auswirkungen dies auf die Identitätsbildung der Vereinsmitglieder hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Transnationalität, die Selbstorganisation von Migranten in Vereinen, die Bedeutung von Herkunfts- und Ankunftsregionen sowie der Prozess der Identitätskonstruktion zwischen verschiedenen Kulturen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu klären, inwiefern sich spezifische transnationale Muster bei aramäischen Verbänden manifestieren und wie diese die Identität der Mitglieder beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin nutzt eine Kombination aus einer ausführlichen Literaturrecherche und der Auswertung von zwei problemzentrierten Interviews mit Vorstandsmitgliedern der untersuchten Vereine.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert sechs transnationale Muster: zirkuläre Wanderungsverläufe, multilokale Diaspora-Strukturen, lokale/regionale Identitäten in der Türkei und Deutschland, Mehrfachidentitäten sowie Hybridisierungsprozesse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Transnationale Migration, Identitätskonstruktion, Aramäer, Paderborn, Diaspora-Strukturen, Hybridisierung und Transmigranten.

Warum spielt der Fußballverein Suryoye Paderborn eine wichtige Rolle?

Er dient als konkretes Fallbeispiel, an dem sich die im theoretischen Teil beschriebenen transnationalen Muster (wie z.B. zirkuläre Wanderung oder Vereinsidentität) besonders deutlich manifestieren lassen.

Welche Funktion hat die Hochschulgruppe Suryoye Paderborn in der Studie?

Sie fungiert als zweites Fallbeispiel, das den Fokus stärker auf Bildungsförderung, kulturelle Identität und die Zusammenarbeit mit anderen aramäischen Organisationen weltweit legt.

Wie gehen die Vereine mit der Identitätsfrage um?

Die Vereine pflegen eine sogenannte „Sowohl-als-auch-Identität“, bei der die Verbundenheit zur aramäischen Herkunft und zum christlichen Glauben mit der Integration in die deutsche Gesellschaft, zum Beispiel als Paderborner Verein, kombiniert wird.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Migrationssoziologie. Manifestation transnationaler Muster der aramäischen Migrantenverbände in Paderborn
Hochschule
Universität Paderborn  (Institut für Erziehungswissenschaften)
Veranstaltung
Einführung in die Migrationssoziologie
Note
1,3
Autor
Antonia Dursun (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
25
Katalognummer
V505401
ISBN (eBook)
9783346074256
ISBN (Buch)
9783346074263
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Migration Aramäer Transnationalismus Migrantenverbände transnationale Muster
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Antonia Dursun (Autor:in), 2019, Migrationssoziologie. Manifestation transnationaler Muster der aramäischen Migrantenverbände in Paderborn, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/505401
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Leseprobe aus  25  Seiten
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