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Kunstausstellung im Rosgartenmuseum Konstanz. Darstellung der Geschichte des Bodensees mit Charakterköpfen

Titel: Kunstausstellung im Rosgartenmuseum Konstanz. Darstellung der Geschichte des Bodensees mit Charakterköpfen

Essay , 2019 , 9 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Franca Dangel (Autor:in)

Kunst - Installationen, Aktionskunst, 'moderne' Kunst
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Dem Rosgartenmuseum, inmitten der Konstanzer Altstadt, lässt sich, seit seiner Gründung 1870, ein hoher Stellenwert für die Bodenseeregion zuschreiben. In langer Tradition widmet sich das Museum Kunst- und Kulturgeschichte der Stadt Konstanz und der umliegenden Region. Die jährliche Sonderausstellung 2018 lief unter dem Titel "Charakterköpfe - Bodenseegeschichte in Porträts, Miniaturen und frühen Fotografien". Den Kuratoren ist es hierbei gelungen, einen imposanten Querschnitt an Portraits verschiedener Epochen und verschiedener Gesellschaftsschichten darzubieten.

Zu Beginn der Ausstellung lassen sich Einzelportraits Geistlicher sowie Adliger und Patrizier betrachten, denen zunächst das Vorrecht solcher Selbstdarstellung ab dem Mittelalter zuteil war. Die nächste Epoche der Portraits steht unter der Überschrift "Der Glanz der Höfe" und zeigt größtenteils die neuen politischen Herrscher im Bodenseeraum nach dem Sieg Napoleons über Habsburg und seine Verbündeten. Die grüne Wand der Ausstellung (man muss anmerken, dass die verschiedenen Epochen farblich voneinander abgegrenzt wurden) zeigt Portraits bürgerlicher Unternehmer, die es mit dem tiefgreifenden Wirtschaftswandel 1720 in die Bodenseestädte zog.

Auch für Künstler war der Bodensee ein attraktiver Schaffensort. Hauptsächlich lagen deren Intentionen, ein Portrait oder sogar Selbstportrait anzufertigen, darin, eine Art Selbstsuche und Selbstvergewisserung in unsicheren Zeiten zu schaffen. Hierzu folgt in der Arbeit eine genauere Auseinandersetzung mit dem Künstler Otto Dix. Die Ausstellung schließt, neben einem Einblick in die Anfänge der Fotografie, mit Kinderbildern auf gelber Wand, sowie den vergessenen Demokraten auf Rot.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Rosgartenmuseum Konstanz

1.1. Ausstellung ‚Charakterköpfe – Bodenseegeschichte in Porträts, Miniaturen und frühen Fotografien‘

1.2. Otto Dix und der Bodensee

1.3. Bildnis des Dichters Wilhelm von Scholz

1.4. Der Mensch vor und hinter der Kunst

3. Kunstraum Kreuzlingen

3.1. Florian Germann, Die Stral 2

3.2. Sechs Tonnen Sand

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die kuratorische Praxis und die kunsthistorische Einordnung ausgewählter Ausstellungen am Bodensee. Dabei wird insbesondere analysiert, wie historische Narrative, politische Spannungsfelder und zeitgenössische medientheoretische Ansätze in der Vermittlung von Kunstwerken an den Standorten Rosgartenmuseum Konstanz und Kunstraum Kreuzlingen zum Ausdruck kommen.

  • Die Auseinandersetzung mit der Person Otto Dix im Kontext des Nationalsozialismus.
  • Die Analyse des Auftragsportraits „Bildnis des Dichters Wilhelm von Scholz“.
  • Die Untersuchung der kulturellen Vermittlerrolle des Kunstraums Kreuzlingen.
  • Die Interpretation raumgreifender Installationen von Florian Germann.
  • Die Verknüpfung von Kunstpraxis mit medientheoretischen Konzepten nach Niklas Luhmann.

Auszug aus dem Buch

1.3. Bildnis des Dichters Wilhelm von Scholz

Das Werk Bildnis des Dichters Wilhelm von Scholz von Otto Dix soll zunächst ikonographisch, „als Grundlage für jede weitere Interpretation“, erfasst werden. Das zu behandelnde Auftragsportrait zeigt einen wohlgenährten Mann in Anzug, der vor der Kulisse eines Sees in einem opulenten roten Stuhl Platz genommen hat. Die Hand des Dargestellten ziert ein Siegelring – das frühere Symbol von Macht und Autorität. Ein weiterer Anhaltspunkt für eine starke Position des Mannes ist der aufwendig gedrechselte und mit Tiermotiven verzierte Stuhl, auf dem er sitzt. Hinter dem Stuhl, rechts des Portraitierten, ist ein Hund dargestellt, der den Betrachter fixiert. Hintergrundinformationen lassen uns das Bild vervollständigen und es geht daraus hervor, dass es sich hierbei um ein Auftragsportrait des Dichters Wilhelm von Scholz handelt. Das Bild wurde 1953 auf der Terrasse des Anwesens Schloss Seeheim gezeichnet, das ab 1890 in Besitz der Familie war und damals Villa Scholz hieß.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Rosgartenmuseum Konstanz: Dieses Kapitel beleuchtet die Tradition des Museums und analysiert anhand der Sonderausstellung 2018 die Darstellung unterschiedlicher Gesellschaftsschichten und Epochen im Portrait.

1.1. Ausstellung ‚Charakterköpfe – Bodenseegeschichte in Porträts, Miniaturen und frühen Fotografien‘: Hier wird die kuratorische Gestaltung der Ausstellung beschrieben, die durch eine farbliche Trennung der Epochen den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel am Bodensee veranschaulicht.

1.2. Otto Dix und der Bodensee: Das Kapitel widmet sich der Emigration des Künstlers in die Bodenseeregion und dessen Anpassung an die Bedingungen unter der nationalsozialistischen Herrschaft.

1.3. Bildnis des Dichters Wilhelm von Scholz: Eine detaillierte ikonographische Analyse des Portraits, das die Machtposition des Dargestellten durch spezifische Attribute wie Siegelring und Stuhl unterstreicht.

1.4. Der Mensch vor und hinter der Kunst: Eine kritische Betrachtung des Spannungsverhältnisses zwischen dem als „entartet“ verfolgten Künstler Otto Dix und seinem Auftraggeber, dem NSDAP-Anhänger Wilhelm von Scholz.

3. Kunstraum Kreuzlingen: Fokus auf die Rolle des Kunstraums als grenzüberschreitender Kulturvermittler zwischen Deutschland und der Schweiz sowie die Einbindung der Räumlichkeiten in kuratorische Projekte.

3.1. Florian Germann, Die Stral 2: Vorstellung des Künstlers und seiner Arbeitsweise, die historische Begebenheiten mit physikalischen Experimenten und einer spezifischen Materialsuche verknüpft.

3.2. Sechs Tonnen Sand: Analyse einer raumgreifenden Installation, deren Bedeutung durch medientheoretische Überlegungen zu „fester“ und „loser Kopplung“ nach Niklas Luhmann erörtert wird.

Schlüsselwörter

Rosgartenmuseum, Konstanz, Otto Dix, Wilhelm von Scholz, Portraitmalerei, Nationalsozialismus, Kunstraum Kreuzlingen, Florian Germann, Die Stral 2, Installation, Kunstvermittlung, Bodensee, Niklas Luhmann, Medientheorie, Charakterköpfe

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Publikation im Kern?

Die Arbeit untersucht die Wechselwirkung zwischen regionaler Kunstgeschichte, politischen Lebensumständen von Künstlern und der kuratorischen Praxis in Museen und Kunsträumen am Bodensee.

Welche zentralen Themenfelder deckt das Dokument ab?

Zu den Schwerpunkten zählen die Portraitkunst des 20. Jahrhunderts, das Wirken von Otto Dix während der Zeit des Nationalsozialismus sowie zeitgenössische Installationskunst.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Komplexität hinter künstlerischen Werken – sowohl bei historischen Auftragsportraits als auch bei zeitgenössischen Installationen – durch historische und theoretische Kontexte erfahrbar zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode findet Anwendung?

Die Autorin/der Autor nutzt primär kunsthistorische Ikonographie sowie die Analyse zeitgenössischer Ausstellungsformate, ergänzt durch medientheoretische Anleihen.

Was thematisiert der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Fallstudie zu Otto Dix im Rosgartenmuseum und eine Untersuchung der raumgreifenden Arbeiten von Florian Germann im Kunstraum Kreuzlingen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Charakterköpfe, innere Emigration, Auftragsportrait, kulturelle Vermittlung, zeitgenössische Kunst und Medienform.

Warum wirkt die Zusammenarbeit zwischen Otto Dix und Wilhelm von Scholz laut der Arbeit bizarr?

Es ist ein Kontrast zwischen einem als „entartet“ verfolgten Künstler und einem überzeugten Nationalsozialisten, der als Auftraggeber fungierte – eine Situation, die durch wirtschaftliche Not und den lokalen Faktor erklärt wird.

Inwiefern spielt Niklas Luhmann eine Rolle bei der Interpretation von Florian Germanns Werk?

Seine Medientheorie der „festen“ und „losen Kopplung“ dient als Erklärungsmodell für die räumliche Anordnung und die funktionale Nutzung der Installation „Sechs Tonnen Sand“.

Was zeichnet die Ausstellungsstrategie im Kunstraum Kreuzlingen aus?

Der Kunstraum fungiert als Plattform für experimentelle Projekte, die den Dialog zwischen den Räumlichkeiten und den Künstlern in den Vordergrund stellen.

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kunstausstellung im Rosgartenmuseum Konstanz. Darstellung der Geschichte des Bodensees mit Charakterköpfen
Hochschule
Universität Konstanz
Note
2,0
Autor
Franca Dangel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
9
Katalognummer
V505424
ISBN (eBook)
9783346053336
ISBN (Buch)
9783346053343
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kunstausstellung rosgartenmuseum konstanz darstellung geschichte bodensees charakterköpfen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Franca Dangel (Autor:in), 2019, Kunstausstellung im Rosgartenmuseum Konstanz. Darstellung der Geschichte des Bodensees mit Charakterköpfen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/505424
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Leseprobe aus  9  Seiten
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