Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)

Eigentum und Ungleichheit bei Jean-Jaques Rousseau

Titel: Eigentum und Ungleichheit bei Jean-Jaques Rousseau

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2017 , 12 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Isabell Schell (Autor:in)

Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Rousseau sieht das Eigentum scheinbar als den Begründer von Verbrechen Kriegen und Morden. Diese hätten uns augenscheinlich erspart bleiben können, wenn es kein "mein und dein" geben würde. Wie ist es zu dem Zustand des Eigentums gekommen und inwieweit steht es in Beziehung zur Ungleichheit, welche wir durch diese Leiden und Schrecken erleben?

Um diese Frage zu beantworten, werde ich den Standpunkt Rousseaus näher erläutern. In meiner Hausarbeit werde ich dazu einen kurzen Verlauf zur Entstehung des Eigentums geben. In diesem werde ich darauf eingehen, wie sich die Ungleichheit vom
Naturzustand bis hin zum Entstehen erster ziviler Gesellschaften verändert hat. Außerdem werde ich darlegen, was Rousseau unter Ungleichheit versteht und welchen Einfluss das Eigentum darauf hat. Im vorletzten Punkt werde ich die Folgen des
Eigentums aufzeigen und zum Schluss noch ein Fazit abgeben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Arten von Ungleichheit

3. Ungleichheit und Eigentum

3.1 Der Naturzustand

3.2 Entstehung des Eigentums

3.3 Folgen des Eigentums

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Entstehung von Privateigentum und der Entstehung sozialer Ungleichheit im philosophischen Denken von Jean-Jacques Rousseau, um aufzuzeigen, wie dieser Prozess den Übergang vom natürlichen zum zivilen Menschen prägte.

  • Die Charakterisierung des menschlichen Naturzustands bei Rousseau.
  • Die Differenzierung zwischen natürlicher und gesellschaftlicher Ungleichheit.
  • Historische und soziale Faktoren, die zur Einführung des Privateigentums führten.
  • Die Auswirkungen der Eigentumsbildung auf soziale Hierarchien und Abhängigkeitsverhältnisse.
  • Die Transformation vom freien, asozialen Wesen zum unfreien, geselligen Menschen.

Auszug aus dem Buch

3.1 Der Naturzustand

Rousseau bezeichnet den Menschen im Naturzustand als Wilden und sieht in enger Verwandtschaft mit dem Tier. „Sehe ich ein Tier, das weniger stark ist als die einen, weniger flink als die anderen, alles in allem genommen aber am vorteilhaftesten von allen ausgestattet“ (ROUSSEAU 2010, S.36). Daraus kann man schließen, dass Rousseau ihn noch weit entfernt von unserer heutigen Auffassung von einem Menschen sieht. Kennzeichnend für diese Verwandtschaft sind, dass er sich allein von der Natur ernährt, aus Flüssen trinkt und auch noch keinerlei Wohnstätte oder ähnliches besitzt. Stattdessen schläft er jeden Tag woanders und sucht sich immer neue Zufluchtsstätten. Außerdem eignet er sich die Instinkte aller Tiere an und ist an alle Witterungen und Jahreszeiten gewöhnt (vgl. ebd.). Er ist demnach frei und lebt mit der Natur im Einklang. Außerdem folgt er einem sehr asozialen Leben ohne Verbindungen, die über den Akt der Fortpflanzung hinausgehen.

Die Selbstliebe und damit einhergehend die Selbsterhaltung ist die einzige Sorge des Wilden. Daher zeichnet er sich durch eine starke, robuste und fast unverwüstliche Körperbeschaffenheit (vgl. ebd.). Diese kräftige Körpergestalt braucht er, da sein Körper seine einzige Waffe ist, mit dem er sich gegen Tiere verteidigen kann.

Doch Rousseau erläutert auch eine ganze Reihe von Eigenschaften, in denen sich der Wilde vom Tier unterscheidet und heraushebt. Der Mensch kennzeichnet sich durch seine Möglichkeit, sich frei entscheiden zu können, wohin gegen beim Tier die Natur, also sprich die Instinkte, entscheiden, wie das Tier in bestimmten Situationen handelt. Die Natur befiehlt sozusagen und das Tier gehorcht. Anders als beim Tier hat der Mensch einen Handlungsspielraum beziehungsweise Handlungsfreiheit (vgl. ebd., S.45). Wenn der Mensch beispielsweise vor einem wilden Tier steht, hat er die Wahl zwischen Flucht und Kampf. Wie er sich schlussendlich entscheidet, liegt ganz bei ihm. Der Mensch besitzt also, wie diese Situation verdeutlicht, das Vermögen des Wollens oder vielmehr des Wählens. (vgl. ebd.)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, wie Rousseau das Eigentum als Ursprung für menschliches Leid, Kriege und die Zerstörung der natürlichen Gleichheit identifiziert.

2. Arten von Ungleichheit: Hier wird zwischen der physischen, natürlichen Ungleichheit und der durch gesellschaftliche Übereinkunft entstandenen politischen Ungleichheit unterschieden.

3. Ungleichheit und Eigentum: Dieses Kapitel analysiert den Naturzustand, die historische Entstehung des Privateigentums sowie die daraus resultierenden sozialen Folgen und Abhängigkeiten.

4. Zusammenfassung: Das Fazit fasst die Argumentationslinie zusammen, wonach das Eigentum und die damit einhergehende soziale Differenzierung Rousseau zufolge den Menschen aus seinem paradiesischen Naturzustand in eine Ära der Unfreiheit führten.

Schlüsselwörter

Rousseau, Eigentum, Ungleichheit, Naturzustand, Gesellschaftsvertrag, Selbstliebe, Perfektibilität, Mitleid, soziale Hierarchie, Sklaven, Freiheit, Zivilisation, Arbeitsteilung, Herrschaft, Knechtschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht Rousseaus Philosophie bezüglich der Entstehung von Ungleichheit und deren untrennbarer Verbindung zum Aufkommen von Privateigentum.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Naturzustand, der Unterscheidung verschiedener Ungleichheitsformen und der sozioökonomischen Transformation durch Eigentumsbildung.

Was ist das primäre Ziel der Analyse?

Das Ziel ist es, Rousseaus Argumentation nachzuvollziehen, wie der Mensch durch das Eigentum seine ursprüngliche Freiheit verlor und in gesellschaftliche Abhängigkeitsverhältnisse geriet.

Welche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer textnahen Interpretation der zentralen Werke Rousseaus zur Ungleichheitsdebatte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Ungleichheit, die Beschreibung des ursprünglichen Naturzustands und eine detaillierte Betrachtung der Entstehung und Folgen des Eigentums.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen gehören der Naturzustand, die Perfektibilität, die natürliche vs. gesellschaftliche Ungleichheit und der Übergang zur Zivilgesellschaft.

Wie unterscheidet sich laut Rousseau der Naturzustand vom späteren zivilen Zustand?

Im Naturzustand lebte der Mensch frei, asozial und gleich; nach der Entstehung des Eigentums dominiert ein Verhältnis von Über- und Unterordnung, Egoismus und Abhängigkeit.

Welche Rolle spielt das „Mitleid“ bei Rousseau?

Das Mitleid ist für Rousseau ein natürliches, existenzielles Gefühl, das im Naturzustand die Selbstliebe mäßigt und ein friedliches Zusammenleben ermöglichte, noch bevor es Gesetze gab.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Eigentum und Ungleichheit bei Jean-Jaques Rousseau
Hochschule
Universität Leipzig
Note
1,3
Autor
Isabell Schell (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
12
Katalognummer
V505492
ISBN (eBook)
9783346058294
ISBN (Buch)
9783346058300
Sprache
Deutsch
Schlagworte
eigentum ungleichheit jean-jaques rousseau
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Isabell Schell (Autor:in), 2017, Eigentum und Ungleichheit bei Jean-Jaques Rousseau, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/505492
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  12  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum