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Performativ. Austin tut, Derrida wiederholt

Titel: Performativ. Austin tut, Derrida wiederholt

Hausarbeit , 2019 , 23 Seiten , Note: 3,0

Autor:in: Belinda Bublitz (Autor:in)

Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)
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Diese Hausarbeit macht es sich zum Thema, Austins Sprechakttheorie aus "How to do things with words" darzustellen und im Anschluss daran Derridas Kritik zu zeigen, die er in seinem Aufsatz "Signatur Ereignis Kontext" ausarbeitet. Dabei sollen die folgenden Fragen geklärt werden: Wie hat sich der Begriff des Performativen bei Derrida im Gegensatz zu Austin geändert? Sowie, gelingt es Derrida Austin zu kritisieren und ihn zu widerlegen?

Im ersten Abschnitt wird die Sprechakttheorie von Austin konstativ dargestellt, vor allem die Teile der Theorie, welche auch von Derrida ins Visier genommen werden und zu welchen er sich äußert, sei es nun negativ oder positiv, denn Derrida übt nicht nur negative Kritik an Austin. Hier wird darauf eingegangen, wie Austin die performativen Äußerungen definiert, diese gegen die konstativen Äußerungen abzugrenzen versucht und wie Austin seine Theorie immer wieder neu beginnt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Austins Sprechakttheorie

2.1 Unterscheidung zwischen konstativ und performativ

2.2 Liste der Unglücksfälle

2.3 Grammatikalisches Merkmal

2.4 Phonetischer, phatischer, rhetischer Akt

2.5 Lokution, Illokution, Perlokution

2.6 Austins Kontext

2.7 Austins Parasiten

3. Derridas „Signatur Ereignis Kontext“

3.1 Derridas Verständnis von Kommunikation und Schrift, Kontext und

Iterabilität und der Différance

3.2 Derridas Parasiten

3.3 Derridas Kritik am Performativ von Austin

4. Was hat Austin getan?

5.Fazit

6. Beantwortung der Forschungsfragen

7. Ausblick

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht J.L. Austins Sprechakttheorie sowie die anschließende Dekonstruktion dieser Theorie durch Jacques Derrida in seinem Aufsatz „Signatur Ereignis Kontext“. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie sich der Begriff des Performativen bei Derrida im Vergleich zu Austin verändert hat und ob es Derrida gelingt, Austins Theorie erfolgreich zu kritisieren und zu widerlegen.

  • Darstellung der Sprechakttheorie nach J.L. Austin
  • Kritik an Austins Konzept des Kontexts und der Parasiten durch Derrida
  • Analyse der Begriffe Iterabilität und Différance als fundamentale Bestandteile des Performativen
  • Untersuchung der performativen Qualität von Austins eigener Vorlesungsreihe

Auszug aus dem Buch

3.1 Derridas Verständnis von Kommunikation und Schrift, Kontext und Iterabilität und der Différance

Derrida stellt also das Zitat von Austin vor seinen Aufsatz, in dem Austin vorgibt sich nur auf gesprochene Aussagen zu beschränken, und stellt so zuerst die Frage danach, was Kommunikation ist und ob der Kommunikation überhaupt „ein einzelner, eindeutiger“ Begriff zugeteilt werden kann. Für Derrida steht es außer Frage, dass dies der Fall ist, denn Kommunikation ist für Derrida der „Durchgangsort eines Sinns“ und es können diesem dann auch mehrere Bedeutungen zufallen.

Kommunikation ist für Derrida also ein „polysemisches Wort“, dem eben mehrere Bedeutungen zukommen können, so ist zum Beispiel das „Ja“ bei einer Trauung ein anderes, als das „Ja“ bei der Frage, ob die Scheidung wirklich durchgeführt werden soll. Das kann sowohl im semantischen, als auch im nicht-semantischen Feld eingesetzt werden und damit auch in der alltäglichen Sprache, zum Beispiel durch eine Bewegung, kommuniziert werden. Der Begriff und die Bedeutung der Kommunikation lässt sich nach Derrida durch den „Kontext“ eingrenzen, jedoch nicht abschließend bestimmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Hausarbeit stellt Austins Sprechakttheorie sowie Derridas Kritik daran vor und leitet die zentralen Forschungsfragen ab.

2. Austins Sprechakttheorie: Das Kapitel führt Austins Unterscheidung zwischen konstativen und performativen Äußerungen sowie seine Theorie der Lokution, Illokution und Perlokution ein.

2.1 Unterscheidung zwischen konstativ und performativ: Hier wird Austins Abgrenzung der Sprechakte basierend auf dem „wahr/falsch-Fetisch“ erläutert.

2.2 Liste der Unglücksfälle: Dieses Kapitel behandelt Austins Kriterien für das Gelingen oder Misslingen performativer Äußerungen.

2.3 Grammatikalisches Merkmal: Untersuchung von Austins Versuch, Performative durch grammatikalische Kriterien in der ersten Person Singular zu definieren.

2.4 Phonetischer, phatischer, rhetischer Akt: Detaillierte Betrachtung von Austins Aufteilung der Lokution in drei verschiedene Teilakte.

2.5 Lokution, Illokution, Perlokution: Erläuterung der Sprechakt-Kategorien und ihrer wechselseitigen Abhängigkeit.

2.6 Austins Kontext: Darstellung von Austins Fokus auf die Redesituation und soziale Konventionen.

2.7 Austins Parasiten: Analyse von Austins Ausschluss „unernster“ Sprachverwendung aus seiner Theorie.

3. Derridas „Signatur Ereignis Kontext“: Einführung in Derridas dekonstruktive Kritik an den Grundlagen der Sprechakttheorie.

3.1 Derridas Verständnis von Kommunikation und Schrift, Kontext und Iterabilität und der Différance: Kernkapitel zur Analyse von Derridas Begriffen der Iterabilität und Bedeutungskonstitution.

3.2 Derridas Parasiten: Derridas Argumentation gegen Austins Ausschluss von Zitat und unernster Sprache.

3.3 Derridas Kritik am Performativ von Austin: Zusammenfassende Kritik an Austins Fokus auf bewusste Anwesenheit und totalen Kontext.

4. Was hat Austin getan?: Eine Meta-Reflexion über die performative Natur von Austins eigenem Vorlesungsvortrag.

5.Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Widerlegbarkeit von Austins Theorie unter Berücksichtigung verschiedener Lesearten.

6. Beantwortung der Forschungsfragen: Explizite Beantwortung der eingangs gestellten Fragen zur Veränderung des Begriffs der Performativität.

7. Ausblick: Diskussion über die Rezeption der Performativität in der Kulturwissenschaft und bei Judith Butler.

Schlüsselwörter

Performativität, Sprechakttheorie, John L. Austin, Jacques Derrida, Iterabilität, Différance, Kommunikation, Kontext, Lokution, Illokution, Dekonstruktion, Schrift, Sprachphilosophie, Parasiten, Ritus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit setzt sich mit der philosophischen Debatte zwischen J.L. Austin und Jacques Derrida über das Wesen der Sprache und das sogenannte „Performative“ auseinander.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Sprechakttheorie, dem Konzept der Iterabilität (Wiederholbarkeit), der Rolle des Kontextes in der Kommunikation und der philosophischen Dekonstruktion.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu klären, wie sich der Begriff des Performativen durch Derridas Kritik verändert hat und ob es Derrida gelingt, Austins Sprechakttheorie vollständig zu widerlegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative und dekonstruktive Textanalyse, indem sie die Schriften von Austin und Derrida vergleicht und Austins Werk zusätzlich durch eine performative Leseart interpretiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Austins'schen Sprechakttheorie, die detaillierte Kritik durch Derrida sowie eine Reflexion darüber, inwiefern Austin selbst performativ gehandelt hat.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben den Autoren selbst: Performativität, Iterabilität, Différance, Kommunikation und Dekonstruktion.

Warum spielt der „wahr/falsch-Fetisch“ bei Austin eine so große Rolle?

Austin versucht, Performative von konstativen (wahrheitsfähigen) Aussagen abzugrenzen, bleibt dabei aber laut Derrida in einer binären Logik gefangen, die er eigentlich überwinden wollte.

Was bedeutet der Begriff „Parasit“ in dieser Diskussion?

Für Austin sind nicht-ernste Sprachverwendungen (wie in Theaterstücken oder Zitaten) „parasitär“ und stören die Theorie. Derrida hingegen argumentiert, dass gerade diese Iterabilität die Grundvoraussetzung für jedes sprachliche Handeln ist.

Warum kommt die Arbeit zu keinem eindeutigen Ergebnis bei der Frage der Widerlegung?

Die Antwort hängt davon ab, ob man Austin „konstativ“ (als misslungenen Versuch einer Definition) oder „performativ“ (als lebendige Aufführung einer philosophischen Untersuchung) liest.

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Details

Titel
Performativ. Austin tut, Derrida wiederholt
Note
3,0
Autor
Belinda Bublitz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
23
Katalognummer
V505542
ISBN (eBook)
9783346058393
ISBN (Buch)
9783346058409
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Austin Derrida Performativ Dekonstruktion Iterabilität
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Belinda Bublitz (Autor:in), 2019, Performativ. Austin tut, Derrida wiederholt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/505542
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Leseprobe aus  23  Seiten
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