Psychosexuelle Entwicklung bei Menschen mit geistiger Behinderung. Der Einfluss der Eltern auf Sexualität und Partnerschaft


Hausarbeit, 2019

18 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen
2.1 Geistige Behinderung
2.2 Leitprinzipien der Sonderpädagogik

3. Partnerschaften bei Menschen mit geistiger
Behinderung
3.1 Bedeutung von Liebe und Partnerschaft
3.2 Einschränkende Faktoren und Schwierigkeiten
3.3 Die Rolle der psychosexuellen Entwicklung

4. Der elterliche Einfluss auf Partnerschaften von Menschen mit geistiger Behinderung

5. Zusammenfassung und Fazit

1. Einleitung

Die Familie gilt als erste und zugleich wichtigste Sozialisationsinstanz, der ein Mensch im Laufe seines Lebens angehört (vgl. Wachtel 2013, S. 123). Die Beziehung zu den Eltern spielt somit eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung des Kindes und seiner Identitätsbildung (vgl. ebd.). Die erste große Liebe, die Entdeckung der eigenen Sexualität, bis hin zur Eheschließung und Gründung einer eigenen Familie – diese Erfahrungen sind der Anfang eines selbstbestimmten Lebens, das in westlichen Ländern weitgehend unabhängig von den Eltern verläuft. Doch wie sieht das bei Menschen aus, die durch eine Beeinträchtigung sozial stark von ihren Eltern abhängig sind? In Deutschland leben knapp 299.000 Menschen mit einer geistigen Behinderung (vgl. Engels/Engel/Schmitz 2016, S. 46). Circa 60% von ihnen leben bis ins Erwachsenenalter noch zu Hause (vgl. Wachtel 2013, S. 124). Durch ihre Behinderung ist dieser Personenkreis lebenslang auf besondere Förderung und Unterstützung angewiesen (vgl. Speck 2013a, S. 147). Dass die Bedeutung von Liebe und Partnerschaft damit allerdings nichts zu tun haben, verdeutlicht die Aussage eines jungen Mannes mit geistiger Behinderung: „Ich bin zwar behindert, aber meine Gefühle sind es nicht“ (Landesschau Baden-Württemberg 2017, Sek. 119). Daher sollten Menschen mit geistiger Behinderung auch die Möglichkeit dazu haben, eine möglichst selbstbestimmte Partnerschaft zu führen, die den gesellschaftlichen Normen entspricht. Das wirft die Frage auf, ob und inwiefern Eltern die Normalisierung und Selbstbestimmung von Partnerschaften dieses Personenkreises beeinflussen.

Um diese Frage beantworten zu können, soll zunächst geklärt werden, was man unter einer geistigen Behinderung versteht. Anschließend werden die Leitprinzipien der Sonderpädagogik beleuchtet, mit besonderem Augenmerk auf Normalisierung und Selbstbestimmung. Nachdem beschrieben wurde, welche Bedeutung Liebe und Partnerschaft für Menschen mit geistiger Behinderung haben, werden einschränkende Faktoren und Schwierigkeiten diesbezüglich erörtert. Speziell die Rolle der psychosexuellen Entwicklung soll im Anschluss daran untersucht werden. Daraufhin liegt der Fokus auf dem elterlichen Einfluss auf Partnerschaften dieses Personenkreises. Zum Schluss werden die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst und ein Fazit gezogen, inwiefern Eltern die Normalisierung und Selbstbestimmung dieser Partnerschaften beeinflussen. Es wird darauf hingewiesen, dass der elterliche Einfluss dabei als einer von vielen gilt und es zu keinem Zeitpunkt dieser Arbeit um eine Schuldzuweisung gehen soll.

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Geistige Behinderung

Spricht man von Menschen mit einer geistigen Behinderung, sind damit Menschen gemeint, „die auf Grund komplexer Dysfunktionen Schwierigkeiten haben, ihr Leben selbstständig zu führen, und die deshalb lebenslanger besonderer Hilfe, Förderung und Begleitung bedürfen“ (Speck 2013a, S. 147). Dabei gibt es unterschiedliche Zugänge zur Konstruktion von Behinderung, von denen einige im Folgenden erörtert werden sollen. Aus medizinischer Sicht bezieht sich eine geistige Behinderung auf Hirnfunktionsstörungen, deren Ursachen vor, während oder nach der Geburt entstehen können (vgl. Neuhäuser 2013, S. 389ff.). Meistens spielen allerdings mehrere Faktoren gleichzeitig eine Rolle (vgl. ebd., S. 390). Diese genetisch-organischen Schädigungen schwächen das Intelligenzniveau der Betroffenen (vgl. Speck 2013a, S. 149). In Deutschland gelten Menschen mit einem Intelligenzquotienten bis 60 als geistig behindert (vgl. Theunissen 2013c, S. 237). Die niedrige Intelligenz hat negative Effekte auf die Sprachkompetenz sowie die motorische und soziale Entwicklung (vgl. Speck 2013a, S. 149). Aufgrund dessen impliziert eine geistige Behinderung generell eine Mehrfachbehinderung, da mehrere Funktionen des Organismus beschädigt sind (vgl. ebd.). Der medizinische Zugang betrachtet die Behinderung unabhängig von gesellschaftlichen Normen.

Auch soziale Faktoren haben einen Einfluss auf geistige Behinderungen. Dazu zählen unter anderem Armut, institutionelle Hospitalisierung oder soziale Benachteiligung (vgl. Kulig 2013b, S. 392). Forscher fanden heraus, dass geistige Behinderungen in sozial schwachen Milieus signifikant häufiger vorkommen als in höher gebildeten Familien (vgl. Speck 2013a, S. 149). Deswegen geht man davon aus, dass die individuelle Ausprägung einer geistigen Beeinträchtigung von der sozialen Eingliederung, pädagogischer Unterstützung sowie der Sozialisation von Betroffenen abhängt (vgl. ebd.). Problematisch diesbezüglich ist vor allem die Definierung von geistiger Behinderung, da dadurch Betroffene von der Gesellschaft sozial abgewertet oder sogar ausgeschlossen werden können (vgl. ebd., S.147). Erstmals wurde der Begriff 1958 von der „Elternvereinigung für das geistig behinderte Kind e.V.“ verwendet (vgl. ebd.). Kritisch betrachtet wurde dieser jedoch erst, als die soziale Eingliederung nicht wie gewünscht erfolgte (vgl. ebd.). Seitdem wird immer wieder eine Begriffsänderung in beispielsweise „Menschen mit Lernschwierigkeiten“ gefordert, um eine Stigmatisierung zu umgehen (Theunissen 2013c, S. 237). Der Begriff gilt deswegen als umstritten, was allerdings weniger auf die Bezeichnung selbst als auf die gesellschaftliche Konnotation damit zurückzuführen ist (vgl. Speck 2013a, S. 148). Viele Menschen ohne Erfahrungen mit geistiger Behinderung können dieses Konstrukt nicht verstehen, wodurch ihr Fokus auf die Feststellung von Defiziten dieses Personenkreises liegt (vgl. Schuppener 2007, S. 111ff.). Daher spricht man auch davon, dass Menschen mit einer geistigen Beeinträchtigung erst durch soziale Zuschreibungsprozesse „behindert werden“ (vgl. ebd.).

Geistige Behinderung kann schlussfolgernd sowohl medizinische als auch soziale Ursachen haben. Beide werden in der „Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit“ (ICF) der Weltgesundheitsorganisation integriert. Diese wird auch bio-psycho-sozial Modell genannt und legt das Augenmerk auf die Beschreibung der gesundheitlichen Situation und damit einhergehenden behinderungsspezifischen Schwierigkeiten (vgl. Lindmeier 2013, S. 175). Dadurch werden Menschen nicht mehr auf ihre Beeinträchtigungen reduziert, sondern es werden auch ihre Gesundheitszustände beleuchtet (vgl. ebd., S.176). Die geistige Behinderung wird in der ICF somit als eine „relative Abweichung von Gesundheit“ gesehen (Borchert 2007, S. 13).

2.2 Leitprinzipien der Sonderpädagogik

Menschen mit geistiger Behinderung leben unter erschwerten psychischen, physischen und sozialen Bedingungen und müssen deswegen speziell gefördert werden. Dies ist Aufgabe von professionellen Fachkräften aber auch der Eltern, die stets nach fünf Leitprinzipien der Sonderpädagogik handeln sollten. Letztere sollen nachfolgend erörtert werden, um als Fundament für die Betrachtung von Partnerschaften bei Menschen mit geistiger Behinderung zu dienen. Der elterliche Einfluss auf Partnerschaften dieses Personenkreises bezieht sich vor allem auf die beiden Leitprinzipien Normalisierung und Selbstbestimmung.

Unter Normalisierung versteht man eine Annäherung von Menschen mit geistiger Behinderung an normale Lebensbedingungen der Gesellschaft (vgl. Bender 2012, S. 24). Der Personenkreis soll demnach ein Leben führen können, das sich nicht von dem Leben eines Menschen ohne Behinderung unterscheidet (vgl. Thimm 2005, S. 210). Dies impliziert gleiche Rechte und Pflichten, Akzeptanz und gleiche Behandlung in allen Lebenslagen und -verhältnissen: „In aller Kürze: Ein Leben so normal wie möglich“ (ebd.). Vor allem die Anerkennung als erwachsener Mensch und die Knüpfung von sozialen Kontakten können dabei einen positiven Effekt auf Partnerschaften von Menschen mit geistiger Behinderung haben (vgl. Bender 2012, S. 24). Dazu sind auch ein normaler Tagesrhythmus sowie übliche sexuelle Lebensmuster förderlich (vgl. ebd.). Um das Ziel des Normalisierungsprinzips erreichen zu können, müssen auch strukturelle und institutionelle Betreuungsbedingungen verändert bzw. normalisiert werden (vgl. Gröschke 2013, S. 256). Grundlegend ist auch, dass die Gesellschaft Menschen mit geistiger Behinderung gleichwertig akzeptiert (vgl. Bender 2012, S. 24). Das größte Problem an der Normalisierung ist die Frage, wie man „normal“ definiert (vgl. ebd., S. 25). Daher gilt der Begriff im aktuellen Forschungsstand als undifferenziert (vgl. ebd.).

Zu einem Leben, das so normal wie möglich sein soll, gehört auch der Anspruch auf Autonomie dazu, was in der menschlichen Natur verankert ist (vgl. Speck 2013b, S. 323) und als ein Teil der Lebensqualität in der westlichen Gesellschaft gilt (vgl. Bender 2012, S. 26). Das sonderpädagogische Leitprinzip der Selbstbestimmung hat daher zum Ziel, dass Menschen mit geistiger Behinderung möglichst selbstständig und unabhängig leben, ihren Interessen nachgehen und Erfahrungen mit ihrer Umwelt machen können (vgl. Speck 2013b, S. 323). Dies hat laut Forschern einen positiven Einfluss auf die Selbstwahrnehmung und zukünftige Handlungsbereitschaft (vgl. ebd.). Menschen mit geistiger Behinderung sollten allerdings nicht einfach sich selbst überlassen werden, sondern dabei unterstützt werden, autonome Fähigkeiten zu entwickeln, trotz weiter bestehender Abhängigkeit in gewissen Teilbereichen (vgl. ebd., S. 323f.). Dadurch entsteht ein Spannungsverhältnis zwischen Autonomie und Fürsorge (vgl. Bender 2012, S. 30). Eltern sollten die Selbstbestimmung ihres Kindes mit geistiger Behinderung nicht missachten, sondern es als Menschen mit eigenen Entscheidungsmöglichkeiten betrachten, um Identitätsschädigungen zu vermeiden (vgl. ebd., S. 28). Dies ist auch ausschlaggebend für spätere Partnerschaften, auf die Eltern einen wesentlichen Einfluss ausüben und sogar teilweise unterbinden (vgl. ebd.). Das moralische Vorbild der Eltern sowie die emotionale Bindung zu ihnen bilden die Grundlage für eine autonome Entwicklung (vgl. Speck 2013b, S. 324).

Auf dem Prinzip der Selbstbestimmung baut das sonderpädagogische Leitprinzip des Empowerments auf. Damit ist die Selbstbefähigung und Selbstermächtigung von Menschen mit geistiger Behinderung gemeint (vgl. Theunissen 2013a, S. 104). Mit dem Verweis auf eigene Stärken und Fähigkeiten soll der Personenkreis Probleme aus eigener Kraft bewältigen (vgl. ebd.). Dadurch sollen selbstbestimmte Lern- und Handlungsprozesse ermöglicht sowie Selbstvertrauen und Autonomie gewonnen werden (vgl. Bender 2012, S. 31). Anstelle der Perspektive, Menschen mit geistiger Behinderung auf ihre Hilfsbedürftigkeit zu reduzieren, rückt die Idee der Zusammenarbeit mit diesen in den Fokus (vgl. Theunissen 2013a, S. 105). Empowerment wird somit als eigene Philosophie gesehen, die sich mit der Gesellschaftlichkeit des Individuums, sozialen Aspekten sowie der Du-Bezogenheit auseinandersetzt (vgl. Theunissen 2003, S. 85).

Die letzten beiden Leitprinzipien der Sonderpädagogik sind Integration und Inklusion. Mit Integration ist gemeint, dass Menschen mit geistiger Behinderung in die Gesellschaft eingegliedert werden sollen, um ein Miteinander herzustellen (vgl. Hinz 2013, S. 183). Dies setzt allerdings eine Separation voraus (vgl. ebd.). Nach der Zwei-Gruppen-Theorie wird die Gesellschaft in die Kategorien „behindert“ und „nicht-behindert“ unterteilt (vgl. Hinz 2006, S. 157). Dadurch bleibt die soziale Klassifizierung, auch wenn eine institutionelle räumliche Trennung überwunden wird (vgl. ebd., S. 158). Die Idee einer inklusiven Gesellschaft ist hingegen von jeglichen Personenmerkmalen wie Geschlecht, Alter, Sexualität, Religion sowie Beeinträchtigungen unabhängig (vgl. ebd.). Das lässt darauf schließen, dass Unterschiede als Bereicherung angesehen werden und es keine definierte Normalität gibt. Inklusion ist seit der Inkraftsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (BRK) 2009 in Deutschland von hoher Relevanz (vgl. Theunissen 2013b, S. 181). Der Vertrag fordert eine volle und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung (vgl. Kulig 2013a, S. 51). Dadurch soll sichergestellt werden, dass Menschen mit geistiger Behinderung alle gesellschaftlichen Systeme ohne Einschränkungen nutzen können (vgl. Niehoff 2013, S. 369). Auch Sexualität und Partnerschaft von Menschen mit geistiger Behinderung könnten dadurch eine Enttabuisierung erfahren (vgl. Bender 2012, S. 35). Im Gegensatz zur Integration, bei der sich dieser Personenkreis lediglich an normale Lebensstandards anpasst, appelliert die Inklusion an eine Gesellschaft, in der versucht wird, ganz auf Separation zu verzichten (vgl. ebd., S. 36). In der Realität gibt es allerdings erhebliche Umsetzungsschwierigkeiten der BRK und somit dem Aufbau einer inklusiven Gesellschaft (vgl. Kulig 2013a, S. 52).

3. Partnerschaften bei Menschen mit geistiger Behinderung

In Bezug auf einen angemessenen Umgang der Gesellschaft mit Partnerschaften bei Menschen mit geistiger Behinderung dienen vor allem die beiden sonderpädagogischen Leitprinzipien Normalisierung und Selbstbestimmung als Grundlage. Um verstehen zu können, wie Eltern Einfluss auf die Normalisierung und Selbstbestimmung von Partnerschaften dieses Personenkreises ausüben, muss man zunächst nachvollziehen, welche Bedeutung Liebe und Partnerschaft für diesen hat.

3.1 Bedeutung von Liebe und Partnerschaft

Fast jeder Mensch wünscht sich aufgrund seiner sozialen Bedürfnisse, von einem anderen Menschen geliebt zu werden (vgl. Hennies/Sasse 2004, S. 65). Für Menschen mit geistiger Behinderung haben Liebe und Partnerschaft die gleiche Bedeutung wie für Menschen ohne Beeinträchtigungen (vgl. ebd., S. 67). Beide Personenkreise verbinden mit einer glücklichen Partnerschaft Aspekte wie Vertrauen, Treue, emotionale Sicherheit und gegenseitigen Respekt (vgl. ebd., S. 66). Der Unterschied liegt darin, dass Menschen mit geistiger Behinderung diesbezüglich häufig mit Ablehnung und Widerständen konfrontiert werden, während Partnerschaften ansonsten in der Gesellschaft als selbstverständlich und positiv gesehen werden (vgl. ebd.). Das liegt unter anderem daran, dass Menschen mit geistiger Behinderung oftmals „als verwunderliche, ewige Kinder angesehen“ werden, „die ein Niemandsland bewohnen, in das so etwas wie Sexualität niemals eindringen wird“ (Sinason 2000, S. 32). Sexualität bei Menschen mit geistiger Behinderung ist somit einer zweifachen Tabuisierung durch die Gesellschaft ausgesetzt, zum einen durch die Sexualität und zum anderen durch die Behinderung (vgl. Bender 2012, S. 24). Jedoch reduzieren sich gesellschaftliche Vorurteile, wie das des ewigen Kindes, zunehmend (vgl. Hennies/Sasse 2004, S. 67). Sexualität steht in einer engen Verknüpfung mit Leidenschaft und Liebe und kann Beziehungen vertiefen (Herrath/Walter 2013, S. 332). Ihre individuelle Auslebung sowie der Wunsch nach einer Partnerschaft werden als Teile der Persönlichkeitsentwicklung und Recht auf Selbstbestimmung betrachtet (vgl. Walter 1997, S. 236).

Für Menschen mit geistiger Behinderung spielt es eine wichtige Rolle, dass das Eingehen einer Partnerschaft im Gegensatz zur Familie auf eigenen Entscheidungen und nicht auf ethischen Verpflichtungen beruht (vgl. Wacker 1999, S. 241). Somit sind sie vom Partner freiwillig ausgewählt und ausdrücklich gewünscht (vgl. ebd.), wodurch sie sich attraktiv und begehrenswert fühlen (vgl. Hennies/Sasse 2004, S. 67). Das hat persönlichkeitsstabilisierende und entwicklungsfördernde Effekte auf diesen Personenkreis (vgl. ebd., S. 66f.). Zudem fördert eine Partnerschaft ein positives Sozialverhalten und kann einen therapeutischen Effekt auf aggressives und depressives Verhalten haben (vgl. Bender 2012, S. 24). Durch unterschiedliche Kompetenzen der Partner und gegenseitiger Unterstützung kann ein höherer Grad an Selbstbestimmung erlangt werden, wodurch sich der Personenkreis ein Stück weit von elterlichem Einfluss unabhängig machen kann (vgl. Hennies/Sasse 2004, S. 67).

[...]

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Psychosexuelle Entwicklung bei Menschen mit geistiger Behinderung. Der Einfluss der Eltern auf Sexualität und Partnerschaft
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Institut für Erziehungswissenschaft)
Veranstaltung
Pädagogisches Handeln und Diversität im Lebenslauf
Note
1,3
Autor
Jahr
2019
Seiten
18
Katalognummer
V505654
ISBN (eBook)
9783346057730
ISBN (Buch)
9783346057747
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Geistige Behinderung, Psychosexuelle Entwicklung
Arbeit zitieren
Anna Grauer (Autor), 2019, Psychosexuelle Entwicklung bei Menschen mit geistiger Behinderung. Der Einfluss der Eltern auf Sexualität und Partnerschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/505654

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Psychosexuelle Entwicklung bei Menschen mit geistiger Behinderung. Der Einfluss der Eltern auf Sexualität und Partnerschaft



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden