Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Medien / Kommunikation - Methoden und Forschungslogik

Qualitative Methoden. Das Leitfadeninterview im Kontext von Privatheit und Internet

Titel: Qualitative Methoden. Das Leitfadeninterview im Kontext von Privatheit und Internet

Projektarbeit , 2015 , 22 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Methoden und Forschungslogik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit stellt die Besonderheiten qualitativer Forschung dar, wobei vor allem auf das Leitfadeninterview als eine Methode qualitativer Forschung eingegangen wird. Nach der theoretischen Einführung wird ihr Einsatz an einem praktischen Beispiel, welches sich mit dem Thema Datenschutz im Internet befasst, erörtert. Das erarbeitete Forschungsdesign soll inklusive seiner Entwicklung dargestellt werden und auch die Durchführung der Methode wird kurz erläutert. Abschließend folgt eine Reflexion, die Potenziale und Probleme des Leitfadeninterviews diskutiert und den Forschungsprozess kritisch auswertet.

"Forschung zielt auf Erkenntnis" (Fahr 2011), das ist unbestritten, doch wie können Forscher ebenjene erlangen? Um diese Frage zu beantworten, gibt es mehrere Ansätze, die je nach Wissenschaft variieren. Die Mathematik und die formale Logik beispielsweise sind Wissenschaften, die deduktiv arbeiten, also ohne Empirie auskommen. Die Kommunikationswissenschaft hingegen ist eine empirische Wissenschaft. Empirisch meint, dass sich Erkenntnis nicht durch logische Schlüsse ableiten lässt, sondern dass induktiv von einigen Fällen auf viele (oder alle) Fälle geschlossen wird. Um zu Ergebnissen zu gelangen, stellt sich die Frage, mit welcher Methode Daten erhoben und ausgewertet werden sollen. Unterschieden wird zwischen qualitativen und quantitativen Methoden, wobei beides Verfahren der empirischen Forschung sind, die regelgeleitetes Handeln vorgeben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Forschungsansätze in der Kommunikationswissenschaft

2. Besonderheiten qualitativer Forschung

2.1 Formen und Prinzipien qualitativer Befragungen

2.2 Das Leitfadeninterview

2.2.1 Merkmale des Leitfadeninterviews

2.2.2 Potentielle Stärken & Schwächen des Leitfadeninterviews

3. Herleitung der eigenen Fragestellung

4. Das Forschungsdesign in seiner Entwicklung

5. Methodisches Vorgehen

6. Reflexion

8. Anhang

8.1 Ursprünglicher Leitfaden

8.2 Überarbeiteter Leitfaden

8.3 Fragebogen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Nutzungsverhalten von sogenannten "Digital Natives" im Kontext von Privatheit und Datensicherheit. Ziel ist es zu analysieren, inwieweit ein Bewusstsein für Datenschutzproblematiken bei jungen Nutzern vorhanden ist und ob sich auf Basis dieser Einstellungen Nutzertypologien ableiten lassen.

  • Grundlagen der qualitativen Sozialforschung
  • Methodik des Leitfadeninterviews in der Kommunikationswissenschaft
  • Analyse des Problembewusstseins bei Digital Natives
  • Entwicklung und Optimierung eines Forschungsdesigns
  • Reflexion über die Interaktion zwischen Interviewer und Befragtem

Auszug aus dem Buch

2.2.2 Potentielle Stärken & Schwächen des Leitfadeninterviews

Leitfadeninterviews haben einige spezifische Vor- und Nachteile, aber auch Chancen und Risiken, die auf alle persönlichen Befragungen zutreffen. Nachfolgend sollen zunächst ausgewählte Stärken und Schwächen von persönlichen Interviews erläutert werden.

In einer Face-to-Face-Befragung wird versucht Kommunikation durch Kommunikation zu messen, was generell als problematisch anzusehen ist, auch wenn die Kommunikation sich zumindest teilweise standardisieren lässt (vgl. Mörhring & Schlütz 2003: 16). Da es zu einer, kaum kontrollierbaren, Interaktion zwischen Befragtem und Interviewer kommt, ist die Methode hoch reaktiv. Das Instrument beeinflusst das Messobjekt. Ebenjener Einfluss kann unterschiedlich stark ausfallen. Besonders bei heiklen Themen wie beispielsweise Drogenkonsum oder Sexualität hat die Methode große Schwächen, da Effekte sozialer Erwünschtheit auftreten können. Befragte antworten dann unter Umständen nicht wahrheitsgetreu, sondern lassen sich von ihrem Gegenüber beeinflussen und stellen eigene Meinungen, Handlungen etc. so dar, wie sie diese für gesellschaftlich anerkannt halten (vgl. ebd. 2003: 155). Solche Beeinflussungen können dafür sorgen, dass die Reliabilität und die Validität der Forschungsergebnisse niedrig ausfallen (vgl. ebd. 2003: 21).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Forschungsansätze in der Kommunikationswissenschaft: Das Kapitel führt in die wissenschaftstheoretischen Grundlagen ein und erläutert die Unterschiede zwischen qualitativen und quantitativen Forschungsansätzen.

2. Besonderheiten qualitativer Forschung: Hier werden die Prinzipien der Offenheit und Kommunikation sowie das Leitfadeninterview als zentrale Erhebungsmethode detailliert beschrieben.

3. Herleitung der eigenen Fragestellung: Dieses Kapitel verknüpft aktuelle Internetnutzungszahlen mit der Forschungsrelevanz von Datenschutzdebatten und leitet daraus die spezifischen Forschungsfragen ab.

4. Das Forschungsdesign in seiner Entwicklung: Es wird der Prozess der Konzeption und Optimierung des Leitfadens sowie der Übergang zu einer ergänzenden Fragebogenmethode dargestellt.

5. Methodisches Vorgehen: Das Kapitel beschreibt die praktische Durchführung der acht Experteninterviews mit Studierenden als Repräsentanten der "Digital Natives".

6. Reflexion: Eine kritische Auseinandersetzung mit den Erfahrungen aus der Datenerhebung, den Stärken und Schwächen der Methode sowie den Anforderungen an den Interviewer.

8. Anhang: Enthält die verwendeten Leitfäden in ihrer ursprünglichen und überarbeiteten Form sowie den konzipierten Fragebogen zur Erhebung der Nutzerdaten.

Schlüsselwörter

Qualitative Forschung, Leitfadeninterview, Kommunikationswissenschaft, Digital Natives, Privatheit, Datenschutz, Online-Dienste, Soziale Netzwerke, Forschungsdesign, Nutzertypologien, Problembewusstsein, Empirie, Internetnutzung, Mediennutzungsforschung, Reaktivität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Einstellungen und dem Bewusstsein junger Internetnutzer („Digital Natives“) im Hinblick auf Privatheit und Datensicherheit bei der Nutzung von Online-Diensten.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Untersuchung adressiert?

Die zentralen Felder umfassen die allgemeine Internetnutzung, das Verständnis von Privatheit versus Öffentlichkeit sowie das individuelle Problembewusstsein gegenüber Datenschutzskandalen.

Was ist das primäre Ziel der Studie?

Das Ziel besteht darin, durch qualitative Interviews zu untersuchen, ob sich bei den Befragten bestimmte Nutzertypologien in Bezug auf ihre Einstellung zur Datensicherheit identifizieren lassen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine Kombination aus halb-strukturierten Leitfadeninterviews und einem ergänzenden Fragebogen verwendet, um sowohl quantitative Daten zur Mediennutzung als auch qualitative Einblicke in Motive zu gewinnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der theoretischen Einordnung qualitativer Forschung, der Herleitung der Fragestellung aus dem aktuellen Forschungsstand sowie der Dokumentation der methodischen Entwicklung und Durchführung.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich am besten über Begriffe wie qualitative Sozialforschung, Leitfadeninterview, Digital Natives, Datenschutz und Kommunikationswissenschaft beschreiben.

Welchen Einfluss hatte der "Überarbeitungsprozess" auf das Forschungsdesign?

Der Prozess führte dazu, dass Teile der Mediennutzungsabfrage in einen Fragebogen ausgelagert wurden, um im Interview mehr Raum für das zentrale Erkenntnisinteresse zum Thema Privatheit zu schaffen.

Welches Problem wurde in der Reflexion als besonders schwierig für die Interviewer identifiziert?

Die Interviewer berichteten von der Schwierigkeit, das parallele Zuhören, Nachdenken und die Steuerung des Gesprächsverlaufs zu bewältigen, ohne das Gespräch zu sehr durch eine "Leitfadenbürokratie" zu blockieren.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Qualitative Methoden. Das Leitfadeninterview im Kontext von Privatheit und Internet
Hochschule
Universität Erfurt
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
22
Katalognummer
V505758
ISBN (eBook)
9783346058546
ISBN (Buch)
9783346058553
Sprache
Deutsch
Schlagworte
qualitative methoden leitfadeninterview kontext privatheit internet
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2015, Qualitative Methoden. Das Leitfadeninterview im Kontext von Privatheit und Internet, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/505758
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  22  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum