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Freihandexperimente im Physikunterricht. Der "fliegende Teebeutel"

Title: Freihandexperimente im Physikunterricht. Der "fliegende Teebeutel"

Lesson Plan , 2019 , 16 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Anonym (Author)

Didactics - Physics
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Summary Excerpt Details

Im Rahmen des Seminars "Spezielle Fachmethodische Probleme: Unterrichtsversuche mit Videofeedback" wurde eine Unterrichtsminiatur erstellt, bei der ein Freihandexperiment aus dem Bereich Mechanik in die Einheit eingebettet wurde. Das Thema der Unterrichtsminiatur war "der fliegende Teebeutel". Das Experiment wurde als Schwerpunkt der Einheit gewählt und spielte eine zentrale Rolle. Hierfür wird ein handelsüblicher Teebeutel verwendet. Der Teebeutel wird vorsichtig geöffnet, das Ende abgeschnitten, ausgeleert und wie ein Schlauch auf eine feuerfeste Unterlage aufgestellt. Der Teebeutel wird anschließend an der oberen Kante gezündet. Nachdem der Teebeutel etwas abgebrannt ist, steigen die Teebeutelreste auf. Diese Ausarbeitung geht zunächst auf die Sachanalyse und die Elementarisierung ein. Danach wird die Unterrichtsminiatur vorgestellt, außerdem die didaktische und methodische Analyse, die Lernvoraussetzungen und die Unterrichtsziele. Zuletzt werden auch mögliche Alternativen berücksichtigt. Darauf folgen die Reflexion und Auswertung des Unterrichtsversuches.

Die Schulen, an denen die beiden Unterrichtsversuche durchgeführt werden sollten, waren bereits bekannt. Mit Hilfe dieser Informationen konnten die Unterrichtsversuche geplant werden. Die erste Klasse bestand aus insgesamt 12 Schülerinnen und Schülern (SuS). In der zweiten Klasse waren 14 SuS anwesend. Der Fachraum ist für den geplanten Unterrichtsversuch aus technischer Sicht vorbereitet. Die SuS befinden sich in der Gymnasialen Oberstufe (E-Phase) und im zweiten Halbjahr. Es ist zu erwarten, dass sie sich mit dem Themengebiet "Wärmelehre" auskennen, da diese in der 7. und 8. Jahrgangsstufe behandelt wurde. Die Fachbegriffe "Konvektion" und "Kamineffekt" sind ihnen nicht bekannt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aufbau der Unterrichtssequenz

2.1 Der fliegende Teebeutel

2.1.1 Sachanalyse

2.1.2 Elementarisierung

2.2 Unterrichtsminiatur

2.2.1 Lernvoraussetzungen

2.2.2 Unterrichtsziele

2.2.3 Didaktische Analyse

2.2.4 Methodische Analyse

2.2.5 Mögliche Alternativen

3. Auswertung

3.1 Auswertungsschwerpunkt

3.2 1.Durchgang

3.3 2.Durchgang

3.4 Fiktiver 3. Durchgang

3.5 Reflexion der Unterrichtsversuche und Lernzuwachs

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit dokumentiert und reflektiert die Erstellung einer Unterrichtsminiatur zum Thema "Der fliegende Teebeutel" im Physikunterricht. Ziel ist es, durch die Einbettung eines Freihandexperiments in eine Unterrichtseinheit das physikalische Verständnis der Schülerinnen und Schüler für Konvektion und Kamineffekte zu fördern sowie die eigene Lehrkompetenz durch videobasiertes Feedback weiterzuentwickeln.

  • Durchführung und physikalische Analyse des Freihandexperiments "Der fliegende Teebeutel"
  • Planung und didaktische Reduktion für die gymnasiale Oberstufe (E-Phase)
  • Methodische Gestaltung von Gruppenarbeitsphasen und Plenumsdiskussionen
  • Reflexion der Instruktionsqualität und des Arbeitsauftrags durch videobasiertes Feedback
  • Entwicklung eines optimierten, fiktiven Unterrichtsdesigns

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Sachanalyse

Beim Anzünden des Teebeutels wird die Luft im Inneren des Teebeutelschlauches und um den Teebeutel herum erwärmt. Durch das Erwärmen der Luft bewegen sich die Luftmoleküle schneller und dehnen sich somit aus. Dadurch vergrößert sich das Volumen (V) der warmen Luft. Die Masse (m) der Luft ändert sich nicht. Aus der Formel für die Dichte folgt, dass die warme Luft eine geringere Dichte als die kältere Luft hat. Aufgrund der geringeren Dichte steigt die wärmere Luft nach oben. Die kältere Luft strömt nach, wird erwärmt und steigt ebenfalls auf. Auch im Inneren des Teebeutel strömt kalte Luft nach. Dieses Phänomen wird als Konvektion bezeichnet. Es wird ein Wärmeausgleich angestrebt, so dass warme Luft aufsteigt und warme Luft nachströmt. Dadurch ist die Luft in dem Teebeutel und um den Teebeutel herum in ständiger Bewegung und somit entsteht eine Strömung nach oben. Die Strömung innerhalb des Teebeutels wird auch als Kamineffekt bezeichnet.

Anfangs ist der Teebeutel zu schwer, um mit der Luft nach oben gezogen zu werden. Je mehr der Teebeutel abbrennt, desto leichter wird er. Schließlich wird er so leicht, dass er von der Luftströmung mit nach oben gerissen wird und „fliegt“. Daher sollte der Teebeutel wie ein Schlauch aufgestellt werden. Wenn der Teebeutel nicht aufgestellt wird, kommt der Kamineffekt nicht zustande. Die Strömung der Luft ist auch nicht stark genug, um den Teebeutel mit nach oben zu reißen. Daher sollte der Teebeutel nicht unten angezündet werden, weil er umfällt und nicht aufsteigen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Seminar und die Zielsetzung der Unterrichtsminiatur mit dem Fokus auf das Experiment "Der fliegende Teebeutel".

2. Aufbau der Unterrichtssequenz: Detaillierte physikalische Analyse und didaktische Planung inklusive Lernvoraussetzungen, Zielen und methodischer Überlegungen.

3. Auswertung: Kritische Reflexion der durchgeführten Unterrichtsversuche, Vergleich der Durchgänge und Entwurf eines optimierten, fiktiven dritten Durchgangs.

Schlüsselwörter

Physikunterricht, Unterrichtsminiatur, Freihandexperiment, Der fliegende Teebeutel, Konvektion, Kamineffekt, Sachanalyse, Elementarisierung, Didaktische Reduktion, Videofeedback, Unterrichtsplanung, Reflexion, Instruktionsqualität, Mechanik, Wärmelehre

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Durchführung und methodische Reflexion einer Unterrichtsminiatur im Physikunterricht, in der ein Freihandexperiment ("Der fliegende Teebeutel") genutzt wird, um physikalische Phänomene erfahrbar zu machen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die physikalische Sachanalyse (Konvektion, Dichte, Kamineffekt), die didaktische Planung für die gymnasiale Oberstufe und die Reflexion über Lehrqualität sowie Instruktionsdesign.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, durch die Erprobung und Videoreflexion einer Unterrichtseinheit die eigene Lehrkompetenz zu steigern und einen zielgerichteten Prozess von der Planung über die Durchführung bis zur Evaluation zu dokumentieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin nutzt die Methode der videobasierten Reflexion von Unterrichtsversuchen sowie eine didaktische und fachliche Aufarbeitung basierend auf physikalischen Grundlagen und Lehrplanvorgaben.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die sachliche und didaktische Aufarbeitung des Experiments, die Dokumentation zweier realer Unterrichtsversuche sowie die Auswertung basierend auf kollegialem Feedback.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Freihandexperiment, Konvektion, Kamineffekt, Videofeedback, Unterrichtsminiatur und Instruktionsqualität.

Warum ist die korrekte Formulierung des Arbeitsauftrags laut Autorin so wichtig?

Der Autorin ist aufgefallen, dass Unklarheiten im Auftrag zu ineffektiven Gruppenarbeitsphasen führen und Schüler Schwierigkeiten haben, physikalische Erklärungen zu formulieren, wenn der Auftrag diese nicht explizit einfordert.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin aus dem fiktiven dritten Durchgang?

Sie schlussfolgert, dass eine präzise Instruktion mittels Dokumentenkamera und eine explizite Aufforderung zur physikalischen Begründung die Erkenntnisgewinnung der Schüler deutlich steigern kann, wobei der Zeitaufwand sorgfältig abgewogen werden muss.

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Details

Title
Freihandexperimente im Physikunterricht. Der "fliegende Teebeutel"
College
University of Frankfurt (Main)
Grade
1,5
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2019
Pages
16
Catalog Number
V505814
ISBN (eBook)
9783346054197
ISBN (Book)
9783346054203
Language
German
Tags
freihandexperimente physikunterricht teebeutel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2019, Freihandexperimente im Physikunterricht. Der "fliegende Teebeutel", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/505814
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