Erfolgreiche und gelungene Projekte, unteranderem auch Veranstaltungen, beeinflussen den Menschen und rufen gewisse Reaktionen und Gedanken in ihm hervor. Anforderungen und Komplexität steigen mit der Zeit, sodass Projekte aufwendiger werden, und daher auch die Zeit- und Ressourcenplanung einen höheren Anspruch genießt. Projektmanagement wird immer mehr zu einer wichtigen Führungsaufgabe. Veranstaltungsorganisation ist Bestandteil des Eventmanagements.
Veranstaltungen sind zur Kreierung von WOW-Momenten sehr gut geeignet und daher ist es notwendig, sich mit der genaueren Planung und Organisation zu befassen. Netzplantechnik ist unteranderem eine Methode, die im Projekt- und Eventmanagement eingesetzt wird. In dieser Arbeit wird die Netzplantechnik, insbesondere mit Vorgangsknoten-Netzplänen, genauer erläutert und kritisch hinterfragt. Daher ist es wichtig, sich mit den Basics aus Eventmanagement und Netzplantechnik auseinanderzusetzen.
Der Begriff des Projektmanagements umfasst diverse Aufgaben, Konzepte und Verfahren, die sich mit der Planung, Organisation, Steuerung und Überwachung von Projekten beschäftigt. Parallelen zeigen sich hiermit im Eventmanagement, welches die Summe aller für die erfolgreiche Abwicklung eines Events erforderlichen Führungsaufgaben, -techniken und -instrumente umfasst. Das Eventmanagement zählt somit zu einer Unterform des Projektmanagements.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Klärung von „Event“ und Eventmanagement
3. Netzplantechnik als Hilfsmittel im Projektmanagement
3.1. Begriffserläuterung der Netzplantechnik und des Netzplanes
3.2. Elemente und Arten der Netzplantechnik
4. Ablaufplanung durch Netzplantechnik
4.1. Projektanalyse und Projektstrukturplan
4.2. Vorgänge, Vorgangslisten und Anordnungsbeziehungen
4.3. Schwierigkeiten bei der Ablaufplanung
4.4. Erstellung eines vorläufigen Ablaufplanes (Netzplan)
5. Die Zeitplanung mithilfe von Netzplänen
5.1. Aufgaben der Zeitplanung und Zeitanalyse
5.2. Zeitplanung im einfachen Vorgangsknoten-Netzplan
5.2.1. Knotenaufbau und Abkürzungen
5.2.2. Berechnung der Vorgangszeitpunkte
5.2.3. Gesamtpufferzeit und Freie Pufferzeit
5.2.4. Kritischer Pfad
6. Kritische Betrachtung von Vorgangsknoten-Netzplänen
6.1. Vor- und Nachteile der Netzplantechnik
6.2. Einsatz der Netzplantechnik im Eventmanagement
7. Schlussbemerkung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Netzplantechnik als methodisches Instrument für die Ablauf- und Zeitplanung im Eventmanagement zu untersuchen, um eine zielorientierte Projektdurchführung zu unterstützen. Dabei soll die praktische Anwendbarkeit von Vorgangsknoten-Netzplänen sowie deren Möglichkeiten zur Identifikation kritischer Pfade und zur Transparenzsteigerung in komplexen Veranstaltungsprojekten analysiert werden.
- Grundlagen des Eventmanagements als Teilbereich des Projektmanagements
- Einsatz und methodische Anwendung der Netzplantechnik
- Methodik der Ablauf- und Zeitplanung mittels Vorgangsknoten-Netzplänen
- Berechnungsverfahren für Vorgangszeitpunkte und Pufferzeiten
- Kritische Analyse von Vorteilen und Grenzen der Netzplantechnik
Auszug aus dem Buch
4.3. Schwierigkeiten bei der Ablaufplanung
Bei der Planung einer Veranstaltung oder einem Projekt, und dem damit verbundenen Ablauf, ergeben sich in der praktischen Planung häufig Probleme.
Ein erstes Problem stellt die Bestimmung der Anordnungsbeziehung dar, insbesondere dann, wenn die Reihenfolge nicht genau bestimmt oder bestimmbar ist. Deren Festlegung erfolgt mit dem Netzplanentwurf, bei dem zunächst Vorgänge mit leichterfassenden Reihenfolgebedingungen festgehalten werden.
Das Entwerfen des Netzplanes versteht sich vielmehr als ein „Planungspuzzle“. Ein zweites Problem befasst sich mit der oben gegebenen Definition eines Vorganges, bei der nicht ersichtlich wird, wie „groß“ ein Vorgang sein soll. Bei einem sehr detailreichen Plan empfiehlt sich daher eine Vielzahl von Einzelaktivitäten zu einem Vorgang zusammenzufassen. Denn auch aus Gründen der Wirtschaftlichkeit sollte die Planung nicht zu aufwendig und schwerfällig sein, jedoch sollte die Vorgangsgröße aber auch nicht zu gering ausfallen. Der Knackpunkt liegt damit darin, die richtige „Größe“ des Vorgangs, und somit einen optimalen Detaillierungsgrad des Plans zu finden. Ein weiteres Problem findet sich in der Macht der mehreren Möglichkeiten der Reihenfolge von Vorgängen und/oder Meilensteine. Für eine Darstellung des Projektablaufs in einem Netzplan, muss man sich dann für eine Möglichkeit entscheiden. Sollten in einem eng zusammenhängenden Projektteil verschiedene Reihenfolgen durchführbar sein, so ist zu prüfen, ob der Teilbereich zu einem Vorgang zusammengefasst werden kann. Über die exakte Reihenfolge kann dann bei der Vorgangsdurchführung, unter Betrachtung aktueller Gegebenheiten, entschieden werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Projekt- und Eventmanagements ein und begründet die Relevanz der Netzplantechnik für eine strukturierte Veranstaltungsplanung.
2. Klärung von „Event“ und Eventmanagement: Es werden die Grundbegriffe erläutert und die Einordnung des Eventmanagements als Teilbereich des professionellen Projektmanagements vorgenommen.
3. Netzplantechnik als Hilfsmittel im Projektmanagement: Dieses Kapitel definiert die Netzplantechnik als Instrument zur Planung und Steuerung von Projektabläufen und stellt die formalen Elemente sowie die Arten der Technik dar.
4. Ablaufplanung durch Netztechnik: Hier wird der Prozess von der Projektanalyse über die Strukturplanung bis hin zur Erstellung eines vorläufigen Netzplans dargelegt und kritisch diskutiert.
5. Die Zeitplanung mithilfe von Netzplänen: Das Kapitel erläutert die methodische Durchführung der Vorwärts- und Rückwärtsrechnung sowie die Ermittlung von Pufferzeiten und des kritischen Pfads.
6. Kritische Betrachtung von Vorgangsknoten-Netzplänen: Es werden die Vor- und Nachteile der Netzplantechnik gegenübergestellt und der spezifische Einsatz im Kontext des Eventmanagements beleuchtet.
7. Schlussbemerkung: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Netzplantechnik und einem Ausblick auf ergänzende Methoden im Eventmanagement.
Schlüsselwörter
Netzplantechnik, Eventmanagement, Projektmanagement, Zeitplanung, Vorgangsknoten-Netzplan, Ablaufplanung, Projektstrukturplan, Kritischer Pfad, Pufferzeit, Vorwärtsrechnung, Rückwärtsrechnung, Projektsteuerung, Veranstaltungsplanung, Anordnungsbeziehungen, Prozessoptimierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Einsatz der Netzplantechnik, insbesondere mit Vorgangsknoten-Netzplänen, als Planungswerkzeug im Eventmanagement.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Felder sind die Projektanalyse, die methodische Erstellung von Netzplänen, die zeitliche Planung von Projektvorgängen sowie die kritische Reflexion dieser Managementmethode.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die Eignung der Netzplantechnik für eine zielorientierte Ablauf- und Zeitplanung bei Veranstaltungen aufzuzeigen und deren Anwendung in der Praxis zu erläutern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse und deskriptive Darstellung der Netzplantechnik, um deren Anwendung und theoretische Grundlagen (wie die Graphentheorie) zu strukturieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden der Aufbau von Netzplänen, die Berechnung von Zeitpunkten (Vorwärts-/Rückwärtsrechnung), die Bestimmung von Pufferzeiten sowie Vor- und Nachteile der Technik analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Netzplantechnik, Eventmanagement, kritischer Pfad, Vorgangsknoten, Zeitplanung und Projektsteuerung.
Warum ist der "Kritische Pfad" für das Eventmanagement von besonderer Bedeutung?
Der kritische Pfad zeigt jene Vorgänge auf, bei denen kein zeitlicher Spielraum besteht; jede Verzögerung hier würde sich direkt negativ auf den Veranstaltungstermin auswirken.
Worin besteht die größte Herausforderung bei der Anwendung der Netzplantechnik im Event-Kontext?
Die Herausforderung liegt oft darin, den richtigen Detaillierungsgrad zu finden und die Komplexität des Projekts in eine logische, eindeutige Abfolge zu bringen, ohne die Planung zu überladen.
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- Kevin Manuel Wendel (Author), 2019, Zielorientierte Ablauf- und Zeitplanung im Eventmanagement mithilfe von Vorgangsknoten-Netzplänen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/505996