Die Absicht dieser Arbeit ist es, die Potenziale innerhalb der Anwendungsbereiche von Augmented Reality (AR) aufzuzeigen. Dabei wird die Entwicklung und der aktuelle Stand von AR untersucht, sowie deren Anwendungsgebiete und deren bereits umgesetzte und zukünftige Einsatzmöglichkeiten. Des Weiteren werden verschiedene Best Practice Anwendungen in den verschiedenen Bereichen Produktentwicklung, Produktion und Marketing/Produktvertrieb anhand des Innovationsmanagements analysiert.
Ziel ist, die Herausforderung und Chancen für Modeunternehmen bei dem Einsatz von AR auszuarbeiten und eine Handlungsempfehlung zu generieren. Schlussfolgernd ergibt sich daraus folgende Forschungsfrage: Welche erweiterten Innovationspotenziale werden durch AR Modeunternehmen ermöglicht?
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen und Status Quo der AR
2.1. Verständnis von AR Anwendungen als Mischung von Technik und Technologie
2.1.1. Unterscheidung der Begriffe „Technologie“ und „Technik“
2.1.2. Differenzierte Charakterisierung von AR
2.2. Wissenschaftlich-technischer Stand der Entwicklung von AR
2.3. Zusammenfassung
3. Methodisch empirische Exploration der Anwendungsgebiete und Anwendungen für AR in der Kreativwirtschaft
3.1. Innovationsmodell von Schumpeter
3.1.1. Klärung der Methodik
3.1.2. Vorgehensweise der zu betrachtenden Anwendungsgebiete und Anwendungen
3.2. Empirische Untersuchung und Beschreibung der AR Anwendungen anhand des fünf Dimensionsmodells von Schumpeter
3.2.1. AR in der Produktentwicklung
3.2.1.1. Vuforia View von PTC
3.2.2. AR in der Produktion
3.2.2.1. REFLEKT One von RE’FLEKT
3.2.2.2. Festo Didactic AR App von Festo
3.2.3. AR im Marketing/Produktvertrieb
3.2.3.1. Custom AR von appear2media
3.2.3.2. Smart Mirror von phizzard GmbH
3.2.3.3. shoutr.System von shoutr labs
3.2.4 Auswertung der Schumpeter Typologie zur Einordnung von Innovationen
3.3. Experteninterviews
3.4. Ergebnisse der methodisch empirischen Exploration der Anwendungsgebiete und Anwendungen
4. Interpretation der Ergebnisse
4.1. Prinzip der Innovationsbewertung nach TRL und CRI
4.2. Prinzip des Technologiebedarfswert nach TNV
4.3. Innovationsbewertung von AR
4.4. Innovationspotenziale von AR in verschiedenen Branchen
5. Schlussbetrachtung: Herausforderungen für Modeunternehmen aus der Perspektive des Innovationsmanagements
5.1. Herausforderungen und Chancen für Modeunternehmen beim Einsatz von AR Anwendungen
5.2. Rulebook
5.3. Handlungsempfehlung für Modeunternehmen
5.4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Potenziale der Augmented Reality (AR) in der Wertschöpfungskette von Modeunternehmen, um Herausforderungen und Chancen für das Innovationsmanagement zu identifizieren und konkrete Handlungsempfehlungen für die strategische Implementierung abzuleiten.
- Analyse des technologischen Status Quo von AR in der Industrie 4.0
- Anwendung des Schumpeter-Innovationsmodells zur Bewertung von AR-Best-Practice-Lösungen
- Untersuchung von AR-Anwendungsgebieten in Produktentwicklung, Produktion und Marketing
- Entwicklung eines strategischen Rulebooks für Modeunternehmen
Auszug aus dem Buch
Die Technologie Augmented Reality (AR) ist nicht neu, seit 1990 spricht man darüber, spätestens mit dem Marktdurchbruch der App Pokémon Go im Sommer 2016 ist der Begriff „Augmented Reality“ geläufig.
Nicht nur im Bereich der Unterhaltungsmedien ist die Technologie angelangt, in den letzten Monaten erkennt man einen massiven Wandel von Pilotprojekten zur Integration von AR in reale Prozesse, ein Grund dafür ist die fortschreitende Entwicklung der Digitalisierung. Von Experten verschiedener Branchen wird der Technologie eine enorme Wachstumskraft zugesprochen. Im November 2018 sagte Apple Chef Tim Cook: „Simply put, we believe augmented reality is going to change the way we use technology forever. We’re already seeing things that will transform the way you work, play, connect and learn“ Darüber hinaus untermauert Michael Valdsgraad, Leiter der Digitalen Transformation bei IKEA, wie relevant die Betrachtung der Potenziale von AR ist, im folgenden Zitat. „It could eventually be that you put in contact lenses and you don’t need to look at a phone anymore. We’re really right at the beginning of the big bang with AR and understanding just how it can make everyday life better for people.” Das Unternehmen Re’flekt, welches als Vorreiter für Anwendungen im Bereich AR zählt, schätzt das weltweite Marktpotenzial von AR-Anwendungen für das Jahr 2020 auf mehr als 100 Milliarden Dollar. Solche hohen Zusprechungen für die Technologie weisen auf ein echtes Potenzial hin, das über die Unterhaltungsbranche hinausgeht und es sich als unverzichtbar erwiesen hat, diese zu betrachten.
Während meines Modemanagementstudiums behandelten wir in verschiedenen Seminaren die Thematik AR, dabei wurde mir bewusst, dass die Modebranche die Potenziale der Technologie noch nicht umsetzt. Tatsächlich wurde das auch während der Recherche zur Bachelorarbeit unterstrichen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den aktuellen Stand der Augmented Reality und verdeutlicht die Relevanz der Untersuchung für die Modebranche.
2. Theoretische Grundlagen und Status Quo der AR: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Begriffe der AR und grenzt sie theoretisch ein, um eine Basis für die weitere empirische Untersuchung zu schaffen.
3. Methodisch empirische Exploration der Anwendungsgebiete und Anwendungen für AR in der Kreativwirtschaft: Hier werden innovative AR-Tools in verschiedenen Industriezweigen analysiert und anhand des Schumpeter-Modells bewertet.
4. Interpretation der Ergebnisse: Die Ergebnisse aus der Untersuchung werden mittels TRL, CRI und TNV-Modellen hinsichtlich ihrer Innovationspotenziale interpretiert.
5. Schlussbetrachtung: Herausforderungen für Modeunternehmen aus der Perspektive des Innovationsmanagements: Das abschließende Kapitel formuliert die Herausforderungen für die Modeindustrie und bietet durch ein Rulebook sowie Handlungsempfehlungen konkrete Strategien für Unternehmen.
Schlüsselwörter
Augmented Reality, Modebranche, Industrie 4.0, Innovationsmanagement, Wertschöpfungskette, Digitalisierung, Produktentwicklung, Marketing, Virtual Try-On, Schumpeter-Modell, TRL, CRI, Technologiebedarfswert, Best Practice, Unternehmensstrategie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Bachelorarbeit untersucht das Potenzial von Augmented Reality (AR) als Schnittstellentechnologie in der Wertschöpfungskette, mit besonderem Fokus auf die Modebranche.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Arbeit behandelt die Bereiche Produktentwicklung, Produktion sowie Marketing und Vertrieb unter dem Aspekt des digitalen Wandels und der Industrie 4.0.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, die Herausforderungen und Chancen von AR für Modeunternehmen zu identifizieren und eine fundierte Handlungsempfehlung in Form eines Rulebooks zu generieren.
Welche wissenschaftliche Methodik wurde verwendet?
Es wurde das Fünf-Dimensionenmodell von Schumpeter zur Innovationsbewertung sowie TRL (Technology Readiness Level), CRI (Commercial Readiness Index) und TNV (Technology Need Value) genutzt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert bestehende Best-Practice-Anwendungen, ordnet diese methodisch ein und bewertet ihre Relevanz für Unternehmen im Kontext der digitalen Transformation.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit fokussiert sich primär auf Augmented Reality, Innovationsmanagement, Wertschöpfungskette und die digitale Transformation innerhalb der Modeindustrie.
Welche Bedeutung hat das "Rulebook" für Modeunternehmen?
Das Rulebook fungiert als strukturierte Leitlinie mit "Do’s und Dont’s", um Modeunternehmen den strategischen Einstieg in AR-Technologien zu erleichtern.
Warum wird die Modebranche als "avantgardistisch" aber nicht "innovativ" bezeichnet?
Die Autorin stellt die Paradoxie fest, dass die Branche zwar Trends vorgibt, aber technologisch bei der Prozessoptimierung im Vergleich zur Industrie 4.0 hinterherhinkt.
- Arbeit zitieren
- Giulia Wesner (Autor:in), 2019, Augmented Reality in der Kreativwirtschaft. Chancen und Herausforderungen für Modeunternehmen aus der Perspektive des Innovationsmanagements, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/506117