Ziel dieser Arbeit ist auf die Problematik zur Identifikation relevanter Kernkompetenzen einzugehen. Der methodische Teil befasst sich mit der Begriffsklärung, sowie den verschiedenen wesentlichen Ansätzen zur Kernkompetenzidentifizierung. Es wird die Entwicklung des Begriffes Kernkompetenzen zum heutigen Dynamic Core Competencies Verständnis aufgezeigt und deren Verankerung im Strategischen Management dargestellt.
Im weitern Verlauf wird anhand des Modells von Schreyögg/Kliesch eine Operationalisierung des Begriffes Organisationale Kompetenz in Form eines branchenunspezifischen Strukturbaumes durchgeführt. Dieser dient als Grundlage zur Erstellung eines Fragebogens. Der Fragebogen wird in Kapitel 3.4.1 dargestellt. Anschließend wird durch eine kritische Reflektion Methode und Vorgehen diskutiert.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Überblick
1.2 Zielsetzung der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Vom Market Based View zum Competence Based View
2.2 Die Entwicklung des Begriffes Kernkompetenz
2.3 Das Verständnis von organisationaler Kompetenz
3 Methodik und Operationalisierung
3.1 Vorgehen
3.2 Auswahl der Dimensionen
3.2.1 Darstellung des Strukturbaumes
3.3 Vorüberlegungen zur Durchführung der Befragung
3.4 Entwicklung des Fragebogens
3.4.1 Darstellung des Fragebogens
4 Diskussion und Ausblick
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der komplexen Problematik der Identifikation organisationaler Kernkompetenzen in Unternehmen. Ziel ist es, durch eine wissenschaftlich fundierte dimensionale Analyse eine Operationalisierung dieser Kernkompetenzen zu entwickeln, die als Basis für eine empirische Befragung dienen kann.
- Evolution des strategischen Managements (Market Based View zu Competence Based View)
- Konzeptualisierung von Kernkompetenzen und deren Bedeutung für Wettbewerbsvorteile
- Strukturmodellierung organisationaler Kompetenz nach Schreyögg/Kliesch
- Operationalisierung mittels eines branchenunspezifischen Strukturbaumes
- Methodische Konzeption und Design eines empirischen Erhebungsinstruments
Auszug aus dem Buch
2.3 Das Verständnis von organisationaler Kompetenz
Wie dargestellt sind Kernkompetenzen demnach übergreifender Natur, können in verschiedenen Märkten zum Einsatz gebracht werden und stellen ein Bündel von verknüpften Technologien, Fähigkeiten und speziellem Wissen dar. Um diese wiederum zu einem Wettbewerbsvorteil zu entwickeln bedarf es einem technologischem Know-how sowie einem Geschäftsprozesse-Know-how. Schreyögg/Kliesch nimmt unter diesen Prämissen eine Fokussierung auf die Identifikation einer Organisationalen Kompetenz vor. Diese wird als eine komplexe Selektions- und Verknüpfungsleitung konzipiert, deren Ergebnis die jeweils auf einer variablen Mischung verschiedener Ressourcenbestandteile fußende, erfolgreiche organisationale Handlung ist. Sie trennt zwischen:
- Voraussetzungen
- Kompetenzleistung
- Rahmenbedingungen
Der Nährboden für diese Organisationale Kompetenz sind qualitativ hochwertige Ressourcen. Wobei die Organisationale Kompetenz eine handlungsbezogen ist - Ressourcen, Nährstoffe von welchen sich die Organisation speist. Damit wird erstmals die Ressource nicht mehr als Bestandteil der Kompetenz definiert und eine Möglichkeit der differenzierten Analyse eröffnet. Die Ressourcen (tangible und intangible) müssen kontinuierlich identifiziert, ausgewählt und kombiniert werden. Tangible Ressourcen sind physisch, personenunabhängig und stehen in den Faktormärkten zu Verfügung. Die intangiblen Ressourcen sind nicht unmittelbar messbar oder sichtbar und entwickeln sich aus dem Unternehmen heraus. Ihnen kommt aufgrund ihrer Bedeutung im Strategischen Management mehr Beachtung zugute. Entsprechend werden die intangiblen Ressourcen in vier Klassen eingeteilt: Wissen und Gedächtnis, Können und Routinen, Beziehung und Sozialkapital und Affektive Prozesse. Um diese verarbeiten oder nutzen zu können ist ein komplexer Verknüpfungsprozess notwendig. Auf Basis der individuellen Kompetenzdimensionen des Management (1) Technische Kompetenz, (2) Soziale Kompetenz, (3) Konzeptionelle Kompetenz von Katz entwickelt Schreyögg/Kliesch die organisationalen Kompetenzdimensionen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Kernkompetenzidentifikation ein und begründet die Relevanz des Themas im Rahmen des strategischen Managements.
2 Theoretische Grundlagen: Hier wird der theoretische Rahmen aufgespannt, der von den klassischen Ansätzen der Wettbewerbsvorteile bis hin zur modernen, ressourcenbasierten Sichtweise reicht.
3 Methodik und Operationalisierung: In diesem Teil wird das theoretische Konstrukt in ein messbares Modell überführt, inklusive der Erstellung eines Fragebogens für die Unternehmenspraxis.
4 Diskussion und Ausblick: Das abschließende Kapitel reflektiert kritisch die gewählte Methode, diskutiert die Limitationen der Arbeit und zeigt weiteren Forschungsbedarf auf.
Schlüsselwörter
Kernkompetenzen, Strategisches Management, organisationale Kompetenz, Wettbewerbsvorteil, Market Based View, Competence Based View, Operationalisierung, Wissensmanagement, Unternehmenskultur, Ressourcen, Fragebogenmethode, Schreyögg/Kliesch, Strategische Planung, Kompetenzmodell, Empirische Sozialforschung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Herausforderung, Kernkompetenzen in Unternehmen systematisch zu identifizieren und messbar zu machen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der strategischen Kompetenzentwicklung, der Ressourcenanalyse und der empirischen Operationalisierung von Unternehmensfähigkeiten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist die Entwicklung einer methodischen Grundlage in Form eines Fragebogens, um organisationale Kompetenzen innerhalb eines Unternehmens zu erfassen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine dimensionale Analyse angewandt, um theoretische Konstrukte in beobachtbare Indikatoren zu überführen, die in einem strukturierten Fragebogen abgefragt werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Kernkompetenzen und eine detaillierte methodische Operationalisierung basierend auf dem Modell von Schreyögg/Kliesch.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Kernkompetenzen, Wettbewerbsvorteile, strategische Unternehmensführung und die organisationale Kompetenzmessung.
Was ist das Besondere am gewählten Schichtenmodell?
Das Modell der "Kompetenzzwiebel" von Krüger/Homp verdeutlicht die hierarchische Abstufung von einfachen Fähigkeiten bis hin zu transferierbaren, wettbewerbsentscheidenden Kernkompetenzen.
Warum ist die Unterscheidung zwischen "tangiblen" und "intangiblen" Ressourcen wichtig?
Da intangible Ressourcen wie Wissen und soziale Beziehungen schwerer imitierbar sind, stellen sie nach Auffassung der Autorin eine wesentlichere Quelle für nachhaltige Wettbewerbsvorteile dar.
Welchen Stellenwert nimmt der Fragebogen im Kontext der Arbeit ein?
Der Fragebogen fungiert als konkretes Instrument zur empirischen Umsetzung der theoretischen Erkenntnisse und ermöglicht eine strukturierte Selbst-Evaluation durch das Management.
- Quote paper
- Sandra Fink (Author), 2014, Identifikation organisationaler Kernkompetenzen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/506219